Nikolaus Lehnhoff - Die Opernarbeiten auf DVD

  • Nikolaus Lehnhoff - Die Opernarbeiten auf DVD

    Weiter geht es mit Nikolaus Lehnhoff, von dem ich auf DVD vorfand:


    Franz SCHREKER - Die Gezeichneten


    Robert Brubaker - Alviano Salvago
    Anne Schwanewilms - Carlotta Nardi
    Michael Volle - Vitelozzo Tamare
    Robert Hale - Antoniotto Adorno
    Wolfgang Schöne - Lodovico Nardi
    u.v.a.


    Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor (Rupert Huber, Einstudierung)
    Deutsches Sinfonieorchester Berlin
    Kent Nagano - Dirigent


    Nikolaus Lehnhoff - Inszenierung
    Raimund Bauer - Bühne
    Andres Schmidt-Futterer - Kostüme
    Alexander Koppelmann - Licht
    Denni Sayers - Choreographie



    Gleichwohl im dritten Akt gekürzt eine bezwingende Aufführung, die ich live erleben konnte.



    Richard WAGNER - Tanhäuser (Version: Paris 1861)


    Robert Gambill - Tannhäuser
    Camilla Nylund - Elisabeth
    Waltraud Meier - Venus
    Roman Trekel - Wolfram von Eschenbach
    Stephen Milling - Hermann, der Landgraf
    Marcel Reijans - Walther von der Vogelweide
    Tom Fox - Biterolf
    Andreas Hörl - Reimar von Zweter
    Florian Hoffmann - Heinrich der Schreiber
    Katharina Müller - Der Hirte


    Philharmonia Chor Wien (Walter Zeh, Einstudierung)
    Deutsches Sinfonieorchester Berlin
    Philippe Jordan - Dirigent


    Nikolaus Lehnhoff - Inszenierung
    Raimund Bauer - Bühne
    Andrea Schmidt-Futterer - Kostüme
    Amir Hosseinpour, Jonathan Lunn - Choreographie
    Duane Schuler - Licht



    Richard WAGNER - Lohengrin


    Klaus-Florian Vogt - Lohengrin
    Solveig Kringelborn - Elsa von Brabant
    Hans-Peter König - Heinrich der Vogler
    Waltraud Meier - Ortrud
    Tom Fox - Friedrich von Telramund
    Roman Trekel - Der Heerrufer


    EuropaChorAkademie Mainz (Joshard Daus, Einstudierung)
    Chor der Oper von Lyon (Alan Woodbridge, Einstudierung)
    Deutsches Sinfonieorchester Berlin
    Kent Nagano - Dirigent


    Nikolaus Lehnhoff - Inszenierung
    Stephan Braunfels - Bühne
    Bettina Walter - Kostüme
    Duane Schuler - Licht
    Denni Sayers - Choreographie



    Richard WAGNER - Parsifal


    Christopher Ventris - Parsifal
    Waltraud Meier - Kundry
    Matti Salminen - Gurnemanz
    Thomas Hampson - Amfortas
    Tom Fox - Klingsor
    u.v.a.


    Festspielchor Baden-Baden
    Deutsches Sinfonieorchester Berlin
    Kent Nagano - Dirigent


    Nikolaus Lehnhoff - Inszenierung
    Raimund Bauer - Bühne
    Andrea Schmidt-Futterer - Kostüme
    Duane Schuler - Licht
    Denni Sayers - Choreographie



    Lehnhoffs Ring aus der Bayerischen Staatsoper (Dir: Sawallisch) gab es wohl mal als Video, aber als DVD nach meiner Kenntnis nie. Wenn hier jemand mehr Ahnung hat - ebenso wie zu weiteren Aufzeichnungen Lehnhoffs - jederzeit gerne hier ;)


    LG - C.

  • In seinen besseren Inszenierungen war und ist Lehnhoff ein Regisseur, der getreu an Libretto und Partitur orientierte Arbeiten mit gut gearbeiteter Personenführung abliefert, dabei den Sängern auch mal gerne Raum zur eigenen Entfaltung lässt. Nicht zufällig haben Waltraud Meier und vor allem Anja Silja, die meist unabhängig von der Regie ihre eigenen Interpretationen der jeweiligen Rollen durchziehen, immer gern mit Lehnhoff zusammengearbeitet.


    In seinen schlechteren Inszenierungen bietet Lehnhoff allenfalls Vorhersehbares, routinierte Langeweile, neigt auch zum Wiederaufguss alter Konzepte. So ist der oben gezeigte Lohengrin aus Baden-Baden nichts anderes als ein leicht überarbeitetes Remake seiner Frankfurter Produktion von ca. 1990, die ich schon damals nicht übermäßig fesselnd fand.


    Auch wenn ich bei Janacek andere Regisseure mehr schätze: die drei Produktionen aus den 80er und 90er Jahren vom Glyndebourne Festival, die seinerzeit auch im Fernsehen liefen, fand ich damals ziemlich gut. Alle von Andrew Davis dirigiert:


       



    Viele Grüße


    Bernd

    .

  • Von Nikolaus Lehnhoff gibt es (nicht immer) zum Glück eine ganze Reihe weiterer Aufzeichnungen, wobei allerdings einige noch der Veröffentlichung auf DVD harren. Meine Sammlung enthält z. B. noch diese (EDIT: parallel soeben auch von Zwielicht genannte) Produktion:

    Leos Janacek: JENUFA




    Glyndebourne 1989; Dirigent des LSO: Andrew Davis mit Roberta Alexander, Anja Silja und Philip Langridge


    Die Suche wird auch oft erschwert, weil die Partner als Regisseur nur den TV-Regisseur und nicht den Bühnenregisseur nennen, etwa hier:


    Peter Tschaikowsky: Jewgenji Onegin



    Gennadi Roshdestwenski dirigierte 2000 das European Union Orchestra in Baden Baden. Es sangen u.a. Ineke Vlogtman, Oyla Boilan, Vladimir Gluschchak und Michael König.


    Inszenatorisch durchaus eindrucksvoll, musikalisch aber höchstens wegen Bryn Terfel und Riccardo Chailly ist diese


    Giacomo Puccini: Tosca



    Die Aufnahme von 2006 stammt aus Amsterdam und bietet noch Catherine Malfitano, die in der Rolle schon mal besser war, und Richard Margison.


    Wohl auf Verlangen eines leicht strapazierten Juan Diego Florez wurde bislang von einer Veröffentlichung dieser Aufzeichnung aus Dresden 2008 abgesehen:


    Giuseppe Verdi: Rigoletto


    Fabio Luisi dirigierte diese mindestens interessante Aufführung mit einer großartigen Diana Damrau und einem ihr gewachsenen Zeljko Lucic.


    Ebenfalls einer Veröffentlichung harrt wohl auf Dauer diese Aufnahme, die aber, ebenso wie der Sawallisch-RING im Netz kursiert, obwohl es offiziell nur diese Tonaufnahme gibt:



    In dieser Aufnahme aus Salzburg dirigierte Simon Rattle die Berliner Philharmoniker, und es sangen, wie auf den cds auch, Angela Denoke, Juliane Banse, Jon Villars, Allan Held und als Gouverneur Thomas Quasthoff.


    Gleiches gilt für Münchener RING von 1989 unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch mit Hildegard Behrens, Waltraud Meier, René Kollo, Martti Salminen u.v.a.:



    Die DVD-Veröffentlichung fiel wohl der Pleite der EMI zum Opfer, könnte aber gerade deswegen noch erfolgen. Sie würde sich definitiv lohnen.


    Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass es von Lehnhoffs bereits erwähnter Inszenierung des PARSIFAL noch eine weitere Aufzeichnung gibt, die aber wegen der Verdopplung auf Dauer der Veröffentlichung auf DVD harren dürfte, nämlich aus dem Liceu in Barcelona aus dem Jahr 2005. Dort dirigierte Sebastian Weigle, und den Parsifal vokakisierte Placido Domingo neben Violeta Urmana, Bo Skovhus u.a.


    :wink: Rideamus



    Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

  • Zitat

    Lehnhoffs Ring aus der Bayerischen Staatsoper (Dir: Sawallisch) gab es wohl mal als Video, aber als DVD nach meiner Kenntnis nie. Wenn hier jemand mehr Ahnung hat - ebenso wie zu weiteren Aufzeichnungen Lehnhoffs - jederzeit gerne hier ;)

    Dieser Ring wurde vor Jahren mal vom Einsfestival oder 3sat gesendet. Habe leider davon keinen Mitschnitt...


    :wink:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Rigoletto aus Dresden

    In einigen Wochen erscheinen wird:



    Vage meine ich mich an gute Kritiken erinnern zu können, oder liege ich hier falsch?



    Michel

    Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)

  • Lieber Michel,


    die Kritiken (ich auch) waren begeistert von Damrau und Lucic, etwas verhalten bei Florez, der hier zwar keineswegs versagte, aber hörbar an die Grenzen seiner Stimme stieß, was er wohl auch selbst so sah, und zwiespältig für Lehnhoff.


    Insgesamt aber eine sehr diskussionswürdige Aufführung.


    :wink: Rideamus

    Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

  • Jeden Monat eine neue Lehnhoff-DVD... Für Ende Oktober ist jetzt Puccinis La Fanciulla del West in einer Produktion aus Amsterdam angekündigt:



    Michel

    Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)

  • Für demnächst angekündigt: Elektra von den Salzburger Festspielen 2010



    Klytämnestra - Waltraud Meier
    Elektra - Iréne Theorin
    Chrysothemis - Eva-Maria Westbroek
    Aegisth - Robert Gambill
    Orest - René Pape


    Wiener Philharmoniker, Musikalische Leitung Daniele Gatti

    Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)

  • Und am Freitag Abend präsentieren Waltraud Meier und Nikolaus Lehnhoff diese Elektra im KulturKaufhaus in der Friedrichstraße. Eintritt ist wie immer frei und kaufen kann man das Ding auch schon.



    Sorry für diese kurze Werbeunterbrechung. :D

    Alles kann, nichts muss.

  • Weiteres von Nikolaus Lehnhoff:

    Unser "Werkverzeichnis" ;+) für Nikolaus Lehnhoff ist noch unvollständig:

    Francis Poulenc: Dialogues des Carmélites



    Aus der Hamburger Staatsoper (2010), mit Wolfgang Schöne, Alexia Voulgaridou, Nikolai Schukoff, Kathryn Harries, Anne Schwanewilms. Die Philharmoniker Hamburg werden geleitet von Simone Young



    Hans Werner Henze: Der Prinz von Homburg



    Aus der Bayerischen Staatsoper (1994) mit Helga Dernesch und François Le Roux. Das Bayerische Staatsorchester leitet Wolfgang Sawallisch.




    Und nochmal Henze:


    Hans Werner Henze: Boulevard Solitude



    Barcelona 2007. Mit Laura Aikin, Pär Lindskog, Tom Fox, Marc Canturri, Das Gran Teatre del Liceu Orchestra leitet Zoltan Pesko.



    Michel :wink:

    Es gibt kaum etwas Subversiveres als die Oper. Ich bin demütiger Diener gegenüber diesem Material, das voller Pfeffer steckt. Also: Provokation um der Werktreue willen. (Stefan Herheim)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!