Bayreuther Festspiele

  • ... und schon wieder was Neues:

    Janowski soll sie gebeten haben zurückzutreten? Irgendwie seltsam, diese Reaktion - da muß doch mehr vorgefallen sein... :S



    jd :wink:

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    jd

  • Thielemanns Stellungnahme zu Nelsons Abgang:

    Ich habe mir das etwa 10 min. angeschaut.
    Dann wurde mir schlecht ob dieses Geseire.


    Ich denke, ich kann schon sehen, wenn jemand lügt.
    Und hier wird offensichtlich gelogen sowie die unbeholfene Redakteurin am Nasenring durch die Manege gezogen.
    Ohne daß Sie es bemerkt da selber selbstverliebt.
    Das ist jedenfalls mein Eindruck.
    Ekelhaft, sorry.........

  • Ich denke, ich kann schon sehen, wenn jemand lügt.
    Und hier wird offensichtlich gelogen

    Darf ich fragen, woran Du das siehst? Ich sehe das nämlich nicht, obwohl es "offensichtlich" sein soll. Und ich finde es auch ziemlich unwahrscheinlich, denn falls entgegen Thielemanns ausdrücklicher und vehementer Beteuerung doch ein Streit zwischen ihm und Nelsons der Grund für dessen Abreise gewesen sein sollte, müsste Thielemann ja mit der Möglichkeit rechnen, dass Nelsons ihm öffentlich widerspricht (was er zumindest bisher nicht getan hat). Deshalb fände ich es in dem Fall viel plausibler, entweder gar keine Interviews zu geben oder sich wenigstens dabei nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen und jeglichen Streit zu leugnen. Vielleicht wäre es insgesamt doch besser zu akzeptieren, dass wir den Grund einfach nicht kennen, statt hier persönliche Antipathien zu irgendwelchen Verschwörungstheorien zu verdichten.


    Christian

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Es kann durchaus sein, dass es Gründe gibt, die zum Schutz der Privatsphäre nicht genannt werden. Ein Beispiel aus einer anderen Ecke: Der Fußballspieler Steffen Hofmann (Rapid Wien) fiel vor einiger Zeit einige Zeit als Spieler aus, war nur Ersatzspieler, "offiziell" war er nicht in Form. Später wurde bekanntgegeben seine kleine Tochter war schwer erkrankt, man wollte das aber nicht kommunizieren zum Schutz der Familie.
    Insofern: In so einem Fall wäre auch eine Thielemann "Lüge" letztendlich ganz anders zu interpretieren.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Geht mir ganz genauso.
    Thielemann windet sich in diesem Interview hin und her, vermeidet jede konkrete Aussage, verweist auf die "Festspielleitung" (zu der er ja nun auch gehört) und versucht, offensichtlich erfolgreich, der BR-Journalistin eine Schleimspur auszulegen ("Wissen Sie, eine gute Journalistin wie Sie..." - ab 3:54 Min.), auf der Sie ausrutscht.
    Und wenn Thielemann tatsächlich "zwanzig E-Mails und dreißig Anrufe" getätigt haben sollte und Nelsons dann eben nicht reagiert, dann wird er wohl seine guten Gründe dafür haben. Also so toll kann Thielemanns angebliche Freundschaft zu Nelsons nicht sein.
    Thielemann versucht hier mal wieder als harmlos und kollegial rüberzukommen. Aber wenn man Ihn dabei genau beobachtet, seine Unruhe bemerkt, seine krampfhafte Suche nach Ausreden, dann merkt man, daß da nichts dahinter ist.

  • verweist auf die "Festspielleitung" (zu der er ja nun auch gehört)

    Nein. Er verweist auf die "Festspielleiterin". Du hast anscheinend nicht so richtig zugehört.


    Christian

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Nein. Er verweist auf die "Festspielleiterin". Du hast anscheinend nicht so richtig zugehört.
    Christian

    Ich danke Dir sehr, daß Du meine Ausführungen so konzentriert und genau gelesen hast und mich auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hast. Ja, er verweist auf die "Festspielleiterin".
    Was würde dieses Forum nur ohne Dich machen? Ich möchte gar nicht daran denken.

  • Ich danke Dir sehr, daß Du meine Ausführungen so konzentriert und genau gelesen hast und mich auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hast.

    Gern geschehen.


    Christian

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Darf ich fragen, woran Du das siehst?

    Lieber Christian,
    ich schaue es mir jetzt nicht nochmal an.
    Mir ist aufgefallen, daß seine Augen seltsam unruhig waren und er in dem Moment, als er der Journalistin den Knochen mit " eine gute Journalistin wie sie" hinwarf und diese den dann aufnahm, für einen ganz kurzen Moment darüber ungläubig überrascht war.
    Ich schaue den Leuten in die Augen, und hier in diesem Falle war es für mich offensichtlich, daß sich jemand innerlich hin und her wendet, um irgendwie aus der Situation herauszukommen.


    Keine Ahnung, warum ich mir das Video gestern abend angetan habe, ich bin ja gar kein Wagner-Fan, aber es interessierte mich dann doch.
    Und es interessiert mich sowieso beruflich, wie bestimmte Dirigenten, die ansonsten absolute Machtmenschen sind, versuchen, in den Medien menschlich rüberzukommen.


    Desweiteren ist das nun wohl das erste mal, daß ich mit inland_empire einer Meinung bin und mich gefreut habe, daß er dies genau so empfunden hat.


    Du hast Recht, die wahren Gründe werden wir wohl nicht erfahren, aber mir ging es auch gar nicht um Nelsons vs. Thielemann.
    Ich fand es nur unangenehm, dieses Video zu betrachten, denn hier stimmt alles mögliche nicht, es ist einfach nicht echt.


    Damit möchte ich überhaupt keine Verschwörungstheorien unterstützen, mich weder auf die Seite Nelsons noch auf die Seite Thielemanns schlagen.
    Ich habe mir lediglich dieses Interview angeschaut und war halt eben nicht besonders angetan davon.


    Lieben Gruß,


    Michael

  • Zum Thema der dieswöchige SPIEGEL (print):


    Viele Beteiligte an der Produktion können Nelsons' Absage sogar verstehen. Auch Klaus Florian Vogt. Er sagt, er habe Respekt vor Nelsons' Entscheidung und verstehe, dass der Dirigent gegangen sei. Vogt wundert sich, "dass es jetzt niemand gewesen sein will". [...] Bei Nelsons' "Parsifal"-Proben saß er [Thielemann] oft dabei, korrigierte den Kollegen, mäkelte am Tempo, kritisierte die Lautstärke.[...] Der Orchesterklang strömt nicht direkt in den Zuschauerraum, sondern vermischt sich auf der Bühne mit den Stimmen der Sänger. Dieser Klang ist einzigartig, aber heikel. Der Dirigent ist bei den Proben darauf angewiesen, dass ihm jemand sagt, wie es tatsächlich klingt. Thielemann, so sagen die, die bei den Proben dabei waren, habe Nelsons über Gebühr hineingeredet. Und Nelsons sei einer, der alles in sich hineinfresse, statt auf den Tisch zu hauen. Es sei auch um die Qualitäten eines Sängers gegangen, die Thielemann unzureichend und Nelsons für ausgezeichnet befunden habe. Nach einer Klavierprobe, bei der der Musikdirektor wieder seine Vorstellungen durchsetzen wollte und ständig dreinredete, sei es für Nelsons genug gewesen.

  • Ich denke, ich kann schon sehen, wenn jemand lügt.
    Und hier wird offensichtlich gelogen sowie die unbeholfene Redakteurin am Nasenring durch die Manege gezogen.
    Ohne daß Sie es bemerkt da selber selbstverliebt.
    Das ist jedenfalls mein Eindruck.

    Da windet sich ein Herr Thielemann aber schraubenartig um direkte Antworten. Je öfter er betont, dass es keine Probleme gab, desto weniger nehme ich ihm seine Antworten ab.


    Bei der Journalistin bin ich mir nicht sicher, ob sie das Spielchen bewusst mitspielt, oder wirklich so naiv ist.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • ich finde es erstaunlich dass hier jeder ungeprüft zum beispiel einen ct der lüge bezichtigen darf ein kritisches wort dazu aber wird in die splitter verschoben. andererseits ...

  • ein kritisches wort dazu aber wird in die splitter verschoben

    Kommt drauf an, wie das formuliert wird.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

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