"Musik von mir" - Christian Junck

  • Hallo Christian,


    ich höre gerade Dein Klavierkonzert Nr. 8 und kann nur sagen: es gefällt mir :thumbup:
    Endlich mal ein lebender Komponist, der Musik im "klassischen" Stil schreibt 8+)
    Und wenn ich dann hier so lese, dass Du das ohne Ausbildung und nur hobbymäßig betreibst, kann ich nur sagen: Hut ab :juhu:
    Allerdings bin auch ich "nur" Laie und habe so gut wie keine Ahnung von Musiktheorie, Komposition usw. Aber wie gesagt: Deine Musik gefällt mir :yes:


    Allerdings würde ich auch Deine ersten links hier aus diesem Thread gerne noch anhören - die gehen jedoch leider nicht ...

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Allerdings würde ich auch Deine ersten links hier aus diesem Thread gerne noch anhören - die gehen jedoch leider nicht ...

    Ich werde schauen, dass ich zumindest mal den zweiten Satz der 6. Sinfonie als Scoreviewing bei youtube reinstelle und dann hier poste. Ansonsten hab ich leider die Angewohnheit nur das Neueste von mir gut zu finden. Kalte Suppen wärme ich nicht mehr auf. :hide:


    Allerdings kann ich sie dir natürlich privat schicken, meine E-Mail ist info@christian-junck.de

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Quartettsatz für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott in B-Dur

    Quartettsatz für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott in B-Dur

    'http://www.youtube.com/watch?v=JJrhndCbAf4'



    Komponiert Juli 2013



    :wink:

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Streichquartett Nr. 6
    4 Sätze, G-Dur


    'https://www.youtube.com/watch?v=LvgVoEaOrUo'


    Die Einspielung welche ihr hier hört ist als Streichorchester zu
    hören. Nehmt's mir mir nicht übel, aber die Simulationen für die
    Soloinstrumente sind grausam. Ich habe für einen satteren Klang den
    Cellopart nochmal von einem Kontrabaß eine Oktave darunter nachspielen
    lassen.Leider versagte die Simulation im ersten Satz in der Reprise der ersten Violinstimme bei einer sehr hohen Note.
    Ich werde mich jetzt bemühen, Musiker für eine reale
    Einspielung zu finden. Falls ihr mir da weiterhelfen könnt; ich bin
    dankbar für jeden Tipp.

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Dieses kleine, sehr einfache Lied hat einen Text den viele vermutlich von Traueranzeigen kennen.



    Vertont habe ich es, weil es bei der Traueranzeige einer Frau stand,
    die ich zwar nicht wirklich persönlich kannte, aber sie erzählte mir
    ihre Geschichte: Ihr einziger Sohn ist tragisch verstorben. Sie kam
    daraufhin wegen Depression in die Psychatrie. Dort, im Krankenhaus,
    stellte man dann zufällig fest, dass sie Lungenkrebs hat der bereits
    gestreut hat. Ihr Todeskampf dauerte noch lange 6 Monate. Sie hieß Erika Kubiak.


    Leider vergas ich ihren Namen, denn ich wollte ihr eine Mischung
    klassischer Musik schicken, die ihr Trost spenden sollte. Auch die
    Pfleger im Krankenhaus wussten leider anhand meiner Beschreibung nicht,
    wen ich meinte. Erst als ich ihre Todesanzeige vor wenigen Wochen las,
    las ich ihren Namen.
    Darum will ich mit dem Lied in Gedanken nochmal bei ihr sein, und ihr diesen Nachruf widmen.


    Auch aber bin ich in Gedanken bei dem Lied bei meiner Großmutter, bei
    deren Todesanzeige ebenfalls dieses Gedicht drauf stand. Sie starb an
    den Folgen eines Autounfalles vor meiner Geburt, ich lernte sie nie
    kennen.



    'https://www.youtube.com/watch?v=gKGZqr-mWLA'

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Mal was Kleines, Intimes, welches vorgestern bei sinnender Stimmung und einem guten Glas Rotwein entstand.
    'https://www.youtube.com/watch?v=Od5EGmXr428'


    :wink:

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Wieder eine nachdenkliche Fantasie für Klavier, diesmal in g-moll. Entstanden Juli/August.


    'https://www.youtube.com/watch?v=6Ym4qMSdAnk'



    :wink:

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Sonate für Klavier Nr. 7 in D-Dur, CJV 135

    Diese Klaviersonate ist meine siebte. Es dürfte etwas verwundern,
    dass ich sie erst jetzt veröffentliche, wo doch schon die 8te längst
    veröffentlicht und die 9te zumindest schon fertig komponiert ist (die
    kommt demnächst). Grund; dies war eine Auftragskomposition mit
    erheblichen Einschränkungen als Bedingung. So sollte sie z.B. leicht zu
    spielen sein, nur wenige virtuose Passagen, genaue Stilvorgaben usw.
    Sie ist dennoch ganz nett, daher dachte ich mir zeig ich sie euch.


    'https://www.youtube.com/watch?v=LODWRaod5q0'

    "Ohne Musik wär alles nichts."

  • Quartettsatz für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott in B-Dur


    Lieber Christian,


    obwohl ich weiß, dass dein ganzer Stolz im Moment sicher dein neuestes Klavierkonzert ist und obwohl ich weiß, wie schnell man oft "draußen" ist aus abgeschlossenen Projekten, habe ich mir eben erst einmal deinen Quartettsatz für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott aus dem Sommer 2013 angehört. Von einem ganz kleinen Bisschen Klavier abgesehen, kann ich ausschließlich Blasinstrumente bedienen und finde daher Bläserkammermusik besonders interessant.
    Mir hat dein Stück sehr gut gefallen und wenn ich Leute hätte, mit denen ich regelmäßig Kammermusik machen würde, würde ich diesen Quartettsatz direkt einmal mitnehmen und durchspielen, denn erstens ist die Wiedergabefunktion deines Notenschreibprogramms nur ein Notbehelf zum Hören und zweitens glaube ich, dass dieses Stück wirklich Spaß machen kann. Natürlich hat dieses Stück nichts mit Neuer Musik zu tun, nichts mit dem, was auf Tagungen und Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt und diskutiert wird, nichts mit dem, was ambitionierte Kompositionsstudenten im Moment schreiben. Aber ich glaube, Donaueschingen und Darmstadt sind weder dein Ziel noch dein Maßstab, so dass diese Feststellungen keine Kritik, sondern eine Beschreibung seien kann.
    Es hat nichts mit Neuer Musik zu tun, aber auch nichts mit einer möglichst perfekten Stilkopie klassischer Musik, wie viele deiner anderen Stücke, du machst halt einfach, was dir Spaß macht, unabhängig von alten und neuen Zeitstilen und mir hat es beim Hören auch Spaß gemacht.


    Zunächst möchte ich dir ein paar Fragen zu deinem Stück stellen, am ende kommt dann auch noch etwas Kritik:
    Welche Form hat dein Quartettsatz? Eine dreiteilige Form nach dem Schema A-B-A´ oder eine Sonatenhauptsatzform, bei der ich im Mittelteil so etwas wie Arbeit mit dem thematischen Material hätte hören sollen?
    Eng damit verbunden ist meine zweite Frage: Welchen Sinn hat die Wiederholung des ersten Teils? Ist es die Wiederholung der Exposition eines Sonatensatzes oder war dir das Stück sonst zu kurz? ;)
    Wie ist der Schluss des ersten Teils (Takt 17) harmonisch gedacht? Ich tue mich ein Bisschen schwer damit, die transponierte Stimme der B-Klarinette richtig zu lesen, aber warum enden, wenn ich das richtig sehe, alle vier Stimmen unisono auf B statt einen Akkord zu bilden und warum spielt das Fagott einen Dreiklang auf B ohne Terz, während die drei anderen Stimmen sich in F-Dur befinden? Würde das Fagott z. B. statt B und F Es und F spielen, wäre die Stelle harmonisch völlig klar, warum wolltest du sie so unklar haben?
    Welche Funktion haben die scharfen Dissonanzen in den Außenteilen, z. B. in T. 6? Die geschichteten Terzen in T. 5 klingen zwar auch dissonant, aber düster und interessant, As und B gegeneinander in T. 6 tut einfach in den Ohren weh.


    Nach diesen Fragen zuletzt noch ein paar Anregungen bzw. Kritik:
    Würde ich das Stück selbst spielen würde ich die Außenteile in einem etwas fließenderen Tempo nehmen. Für mein Empfinden klingt es so zu zäh, außerdem müssen Bläser irgendwann atmen. So hängen sie so lange auf irgendwelchen Haltenoten rum bis sie erstickt sind. ;)
    Es missfällt mir etwas, dass du die Flöte fast durchgehend in einer sehr hohen Lage spielen lässt. Die Flötistin mag sich darüber freuen, die drei Mitspieler definitiv nicht! :P Guck dir zum Beispiel mal die Passage ab T. 18 an: Muss das unbedingt 8va sein, täte es nicht auch loco?
    Die Flötenstimme in T. 20 klingt für meine Ohren rythmisch etwas verunglückt. Was hältst du von einem kurzen betonten Vorschlag von oben statt der Sechzehntel auf dem ersten Schlag?
    Die Terztriller ab T. 26 sind typische Violinfiguren, meinetwegen auch gut auf dem Klavier zu bewältigen, in einem Bläserstück ist so etwas völlig unidiomatisch (und klanglich in dem Tempo ohnehin nur Brei).

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Lieber Christian,
    Deinen Quartettsatz Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott in B-Dur hat mich, ähnlich wie Cherubino, angesprochen.

    Würde ich das Stück selbst spielen würde ich die Außenteile in einem etwas fließenderen Tempo nehmen. Für mein Empfinden klingt es so zu zäh, außerdem müssen Bläser irgendwann atmen. So hängen sie so lange auf irgendwelchen Haltenoten rum bis sie erstickt sind. ;).
    Es missfällt mir etwas, dass du die Flöte fast durchgehend in einer sehr hohen Lage spielen lässt. Die Flötstin mag sich darüber freuen, die drei Mitspieler definitiv nicht? Guck dir zum Beispiel mal die Passage ab T. 18 an: Muss das unbedingt 8va sein, täte es nicht auch loco?


    Diese Überlegungen Cherubinos teile ich prima vista. Allerdings muss ich mir die Stellen erst mal konkret mit der Flöte anschauen. Sicher ist es für Bläser eine gewisse Herausforderung, das 'schön' - und möglichst partiturgetreu zu spielen. Hingegen erlaube ich mir dazu anzumerken, dass auch den Flötisten Passagen fast auschliesslich in den sehr hohen Lagen nur bedingt erfreuen :hide: (in meinen Ohren ist auch das Timbre der Flöte in den sehr hohen Lagen nicht mehr soooo ansprechend :( , das wäre dann (wiederum in meinen Ohren) eher eine Stimme für Piccolo :yes: ). Aber vielleicht wolltest Du ja gerade den eher weniger ansprechenden Klang der Flöte für diesen Satz ? Es würde mich interessieren, wie Du hier die Flötenstimme siehst (bzw hörst).

  • obwohl ich weiß, dass dein ganzer Stolz im Moment sicher dein neuestes Klavierkonzert ist und obwohl ich weiß, wie schnell man oft "draußen" ist aus abgeschlossenen Projekten, habe ich mir eben erst einmal deinen Quartettsatz für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott aus dem Sommer 2013 angehört.

    Das finde ich herrlich ironisch, denn jenes Stück hatte ich zuletzt für einen längeren Zeitraum privat geschaltet, ergo konnte man es sich nicht mehr anhören/sehen. Grund war eben, dass es etwas aus der Reihe tanzt und mitunter auch mehr als Fiktion angedacht war.


    Welche Form hat dein Quartettsatz? Eine dreiteilige Form nach dem Schema A-B-A´ oder eine Sonatenhauptsatzform, bei der ich im Mittelteil so etwas wie Arbeit mit dem thematischen Material hätte hören sollen?

    Es ist eigentlich die Sonatenhauptsatzform, wobei die Durchführung hier nicht auf thematisches Material zurückgreift und die Harmonik hier sich auch nicht an dessen Regel hält.


    Eng damit verbunden ist meine zweite Frage: Welchen Sinn hat die Wiederholung des ersten Teils? Ist es die Wiederholung der Exposition eines Sonatensatzes oder war dir das Stück sonst zu kurz? ;)

    Damit erklärt sich die Wiederholung eigentlich. Wobei ich anmerken will, dass ich generell eigentlich kein Freund von Wiederholungen bin - bei manchen Sätzen lass ich sie zuletzt vollkommen und ausdrücklich weg.


    Wie ist der Schluss des ersten Teils (Takt 17) harmonisch gedacht?

    Ich weiß nicht, wie ich das groß erklären soll. Natürlich hätte ich die Obie hier auf D springen lassen, aber das Unisono gefiel mir besser. Genauso wie:


    Welche Funktion haben die scharfen Dissonanzen in den Außenteilen, z. B. in T. 6? Die geschichteten Terzen in T. 5 klingen zwar auch dissonant, aber düster und interessant, As und B gegeneinander in T. 6 tut einfach in den Ohren weh.

    Ich glaub jeder ist sich einig darüber, dass Dissonanzen schön sein können. Wie und in welcher Form, darüber kann man heftig streiten, ich finde aber, gerade bei Bläsern solch scharfe Dissonanzen, die sich im nächsten Moment auflösen, machen sie einen tollen Effekt.

    Würde ich das Stück selbst spielen würde ich die Außenteile in einem etwas fließenderen Tempo nehmen. Für mein Empfinden klingt es so zu zäh, außerdem müssen Bläser irgendwann atmen. So hängen sie so lange auf irgendwelchen Haltenoten rum bis sie erstickt sind. ;)
    Es missfällt mir etwas, dass du die Flöte fast durchgehend in einer sehr hohen Lage spielen lässt. Die Flötistin mag sich darüber freuen, die drei Mitspieler definitiv nicht! :P Guck dir zum Beispiel mal die Passage ab T. 18 an: Muss das unbedingt 8va sein, täte es nicht auch loco?
    Die Flötenstimme in T. 20 klingt für meine Ohren rythmisch etwas verunglückt. Was hältst du von einem kurzen betonten Vorschlag von oben statt der Sechzehntel auf dem ersten Schlag?
    Die Terztriller ab T. 26 sind typische Violinfiguren, meinetwegen auch gut auf dem Klavier zu bewältigen, in einem Bläserstück ist so etwas völlig unidiomatisch (und klanglich in dem Tempo ohnehin nur Brei).

    Bei dem Tempo geb ich dir recht. Grundsätzlich sind Anweisungen wie Tempo, Pedal und Lautstärke bei mir Richtlinien - ich finde nämlich das soll jeder Interpret für sich entscheiden. Das langsame Tempo kann man hier so verstehen, wie ich es weiter oben beschrieb; Fiktion. Zwar versicherte mir mein oboespielender Freund, es sei noch im Rahmen, aber ich sah die roten Gesichter trotzdem deutlich vor mir. :D
    Die Flöte liebe ich sehr, darum bekommt sie bei mir - gerade wegen der hohen Lagen - eine gute Position. Das ist bei diesem Stück auch etwas ausgereizter als bei anderen Blas-Stücken von mir, aber bei Sinfonien und den Klavierkonzerten spielt die Flöte auch meistens eine herausragende Rolle.


    Das heißt nicht, dass ich mich auf sie beschränke; ich schreib parallel nebenbei gerade eine Oboensonate - weil ich die Oboe mindestens so sehr liebe, wie die Klarinette - mitunter vielleicht sogar mehr.
    Aber wie gesagt; jenes Stück tanzt aus der Reihe. Es war 2013 ein Geburtstagsgeschenk für einen guten Freund, und da es als hörbare Datei rasch fertig werden musste - ergo ich nie von einem real spielenden Quartett ausging - hab ich auch wenig Rücksicht auf die Spielbarkeit genommen. :/


    :wink:

    "Ohne Musik wär alles nichts."

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