Deutschsprachige Musik: Wichtige Vertreter der Vergangenheit

  • Deutschsprachige Musik: Wichtige Vertreter der Vergangenheit

    Hier ist es wohl einfacher: Im Nachhinen lässt sich leichter feststellen, wer gut und berühmt war. Ich bringe wieder den Vergleich zu Italien: Es sind inzwischen 36 CDs, die ich aus ca. 20 Italien-Urlauben mitgebracht habe. Nur ca. ein Drittel der Interpreten ist heute noch aktiv. Und von denen sind nicht alle gleich gut. Von den nicht mehr Aktiven weiß man einfach, was sie geleistet haben. Die gibt es auch im deutschsprachigen Raum, und um die soll es in diesem Thread gehen.

    Hier sollen also Interpreten genannt werden, über deren Bedeutung man sich halbwegs einig ist, die man z.B. bedenkenlos einem Fremden empfehlen könnte.

    Es soll keine strikte Trennung zwischen Popmusik und Liedermachern geben, auch wenn Liedermacher in der Regel als "typischer" für die regionale Kultur gesehen werden. Anders ausgedrückt: Die Interpreten sollen eine gewisse Bedeutung für ihr Land oder ihre Region haben bzw. ihr Land oder ihre Region mit ihrer Musik ein bisschen geprägt haben. Das gilt für Heino wie auch für die Neue Deutsche Welle, aber da gibt es sicher Bedeutenderes...


    Thomas

  • Für mich selbst hat es keinen Sinn, lange zu theoretisieren: Die Liste meiner deutschsprachigen LPs/CDs umfasst genau 14 Positionen. Ihren Höhepunkt hinter sich haben die folgenden:

    Dschinghis Khan
    Peter Maffay
    Kraftwerk
    Schwoißfuaß
    Karat
    Wolf Biermann

    Dschinghis Khan (1979) nenne ich nur der Vollständigkeit halber. Vielleicht stellvertretend für die Musik von Ralph Siegel, aber nicht stellvertretend für ihre Zeit. Falls es hier Ralph-Siegel-Experten gibt: Es wäre sicher interessant zu erfahren, welches im Nachhinein seine besten Lieder waren.

    Von Peter Maffay kaufte ich als Jugendlicher die LPs Steppenwolf (1979), Revanche (1980) und Ich will leben (1982). Da sind durchaus ein paar kraftvolle Songs dabei, und vor Maffays Lebenswerk habe ich Respekt. Ich meine aber, da gibt es noch Bedeutenderes...

    Z.B. Kraftwerk. Auch wenn ich von denen nur Die Mensch-Maschine (1978) habe.

    Schwoißfuaß: Kennt die jemand? Da ging es durchaus zur Sache. Schwaben. Dass ich sie als Badener lobe, sagt Einiges. Meine LP (1981):

    Guter Kauf!

    Karat:
    Eine der seinerzeit (70er/80er Jahre) bekanntesten DDR-Gruppen. Peter Maffay interpretierte sogar deren Lied Über sieben Brücken mußt du gehn. Meine Karat-LP (1982):

    Das ist eine ihrer besten und repräsentativsten.

    Wolf Biermann:
    Die oben genannten kaufte ich Anfang der 80er Jahre "nach Stimmung", Biermann ist dagegen eine Neuerwerbung aus dem letzten Jahr (2009). Ich betrachtete es als Bildungslücke, seine Lieder nicht zu kennen, und kaufte diese CD:

    Den Kauf bereue ich nicht. Ok, der Mann polarisiert, hat einen Hang zum Wichtigtuer und ist eher selten von Selbstzweifeln geprägt. Aber er spricht Klartext, nimmt kein Blatt vor den Mund, und seine Lieder strahlen eine gewisse Kraft aus.


    Das war's auch schon aus meiner kleinen Sammlung. Sie hat riesige Lücken, die hoffentlich von den anderen geschlossen werden...


    Thomas

  • Volkslieder

    Wo bingt man die Volkslieder unter: In einem eigenen Thread? Dafür kann ich nicht genug beisteuern. Also erst mal hier, unter "deutschsprachig", "Vergangenheit".

    Es war in einem Südamerika-Urlaub, als mir schmerzlich bewusst wurde, dass ich fast keine Volkslieder aus meiner Heimat kenne, im Gegensatz zu Spaniern, Finnen, Chilenen, Brasilianern, etc.

    Wieder zuhause, recherchierte ich etwas, d.h. ich notierte mir Titel, die ich kannte:
    Am Brunnen vor dem Tore
    Ännchen von Tharau
    In einem kühlen Grunde
    Kein schöner Land in dieser Zeit

    Das alles wollte ich auf einer CD in vernünftiger Qualität haben, und ich wurde fündig:

    Dies nur als Hinweis. Weitere CD-Tipps passen wohl in diesen Thread, aber wenn's um Volkslieder an sich geht (d.h. um deren Text+Musik), sollte man eher einen neuen Thread eröffnen.


    Thomas

  • Dschinghis Khan (1979) nenne ich nur der Vollständigkeit halber. Vielleicht stellvertretend für die Musik von Ralph Siegel, aber nicht stellvertretend für ihre Zeit. Falls es hier Ralph-Siegel-Experten gibt: Es wäre sicher interessant zu erfahren, welches im Nachhinein seine besten Lieder waren.

    Ralph Siegel wurde in seine Branche hineingeboren. Sein Vater Ralph Maria Siegel war Musikverleger und Schlagerautor ("Capri-Fischer"). Ralph jr. begann in den 60ern mit dem Texter Michael Kunze Lieder im Stil der Flower Power Bewegung zu schreiben und wurde dann in den 70ern selbst ein erfolgreicher Schlagerproduzent. Vor allem zusammen mit seinen Textern Kurt Hertha und Bernd Meinunger schrieb er Schlagererfolge am Laufband für Chris Roberts, Peter Alexander, Karel Gott, Mireille Mathieu, Katja Ebstein, Dschinghis Khan und viele andere. Mit Udo Jürgens hat er 1973 bis 1975 zusammengearbeitet. Udo Jürgens hat damals, obwohl selbst Komponist, auch einige von Siegel komponierte Titel gesungen. Wegen seiner eifrigen nahezu alljährlichen Teilnahme am Eurovision Song Contest wurde Ralph Siegel jr. "Mr. Grand Prix" genannt. 1982 errang er mit Nicole ("Ein bißchen Frieden") den bis zu Lenas Erfolg einzigen Sieg für Deutschland.
    Von den kompositorischen Einfällen her arbeitet er mit allen Klischees des deutschen Schlagers. Grundregel: griffiger, nachsingbarer Refrain, griffiges Arrangement, Reime nur ja nicht zu kompliziert.
    Mitte der 80er sang er selbst die Titelmusik zur Fernsehserie "Der Sonne entgegen". Dass die Serie ein Erfolg wurde, lag sicher am allerwenigsten daran. Die Arbeiten für Dschinghis Khan sind ehrgeiziger angelegt, mit exotistischen Elementen, aber kompositorisch nicht wirklich bemerkenswert. Auch bei Katja Ebstein (LP "Glashaus" und einige Singles, auch der Song Contest Titel "Theater") musste das Niveau eine Spur angehoben werden (Beispiel "Ich bin ein Berliner Kind"). Angesichts solcher Vorgaben wie "Du kannst nicht immer 17 sein" war eine geringe Niveausteigerung nicht schwer.
    Siegel hat auch eine Aerobic Tanzplatte und eine Winnetou Schauspielmusik sowie für Dschinghis Khan das Musical "Corrida" komponiert. Vor einigen Jahren versuchte sich der Kindermusicalmacher Christian Berg mit einem Musical für Erwachsene, die Produktion "Clowns" wurde von Ralph Siegel komponiert.
    "So viele Lieder sind in mir", gesungen von Nicole, hat einen an sich recht schönen romantischen Melodiebogen, löst sich aber natürlich in seichtestem Schlagerklischee auf, vor allem durch den Text. Wenn dann würde ich dieses Lied kompositorisch hervorheben.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • RE: Volkslieder

    Wo bingt man die Volkslieder unter: In einem eigenen Thread? Dafür kann ich nicht genug beisteuern. Also erst mal hier, unter "deutschsprachig", "Vergangenheit".

    Es war in einem Südamerika-Urlaub, als mir schmerzlich bewusst wurde, dass ich fast keine Volkslieder aus meiner Heimat kenne, im Gegensatz zu Spaniern, Finnen, Chilenen, Brasilianern, etc.

    [...]

    Weitere CD-Tipps passen wohl in diesen Thread, aber wenn's um Volkslieder an sich geht (d.h. um deren Text+Musik), sollte man eher einen neuen Thread eröffnen.

    Das ist im Süden des deutschen Sprachraums noch besser, das mit der Volksliedkenntnis, aber dazu gibt es bereits mehrere (!) Threads, je nachdem ob alpenländisch oder nördlich der Alpen:

    Alpenmusik
    Marmor, Stein und Eisen - was ist eigentlich ein Volkslied?
    Zwischen Hochdeutsch und Platt - Das Volkslied nördlich der Alpen

    Liebe Grüße,
    Areios

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Ein ganz Großer im Bereich der Kleinkunst war Hanns Dieter Hüsch (1925 - 2005). Er war Kabarettist, Schriftsteller, Kinderbuchautor, Schauspieler, Liedermacher, Synchronsprecher und Rundfunk-Moderator.
    Bekannt wurde er vor allem mit seinen literarischen Kabarettprogrammen, in deren Rahmen er auch an einer kleinen Orgel eigene Lieder vortrug.
    Meine Lieblingslieder von ihm: "Kennst du diese plötzlichen Sekunden", "Wiegenlied für Mütter", "Ich sing für die Verrückten".
    Sehr verehrt hat er Thomas Bernhard, dessen sprachlichen Stil er teilweise übernahm ("Hagenbuch hat jetzt zugegeben").
    Als Synchronsprecher hat er Stan Laurel/Oliver Hardy Kurzfilme gestaltet, in Personalunion als Erzähler und aller "persönlicher Reden" der Stummfilme.
    Beim Festival auf Burg Waldeck wurde er einmal von der Bühne gepfiffen, weil man das Diskutieren wichtiger fand als die Kunst. Das hat ihn damals tief getroffen.
    Die Radio- und Fernsehreihe "Gesellschaftsabend" gab vielen Kolleginnen und Kollegen Chancen zu größerer Öffentlichkeit.
    Großartig seine Auftritte im ARD "Scheibenwischer", absurde Dialoge mit Dieter Hildebrandt, plötzliches Umschlagen von Heiterkeit in tieftraurigen, bitteren Ernst - das konnte er beklemmend gut.
    Das niederrheinische Kleinbürgertum hat er in unzähligen Texten und Vorträgen liebevollst selbstironisch eingefangen.
    Die Lieder waren nur ein Teil seines Lebens, aber doch auch ein wichtiger.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Das ist sehr schade! R.I.P.

    Matthias

    "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
    "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
    "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
    "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)

  • ...
    und kann auch nicht mehr lang dauern,
    bis auch wir in der Erde kauern
    und wünschen wie du,
    wir kommen dann schnell
    au père éternel.

    (Degenhardt für George Brassens)

    R.I.P.
    Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Die Nachricht vom Ableben Franz Josef Degenhardts stimmt mich traurig. Noch vor wenigen Jahren habe ich ihn in Heidelberg erlebt, wo er viele seiner mehr oder weniger politischen Chansons präsentierte, derentwegen ich ihn um 1970 sehr geschätzt habe, z. B. "Väterchen Franz":

    Anfang der 1970er wandelte er sich vom einfühlsamen und scharfen Beobachter deutschen Kleinbürgeralltags immer mehr zum Politagitator, da verlor ich ihn dann allmählich aus den Augen.

    Im Keller befinden sich noch ein paar seiner LPs aus der Frühzeit, die werde ich demnächst mal wieder hochholen...

    Neben dem ganz anders gearteten Hanns Dieter Hüsch war er mir der liebste "Liedermacher".

    R.I.P.

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Neben dem ganz anders gearteten Hanns Dieter Hüsch war er mir der liebste "Liedermacher".

    Paßt zwar nicht in diesen Thread, aber Wolf Biermann dürfen wir da dann nicht vergessen!

    Matthias

    "Bei Bachs Musik ist uns zumute, als ob wir dabei wären, wie Gott die Welt schuf." (Friedrich Nietzsche)
    "Heutzutage gilt es schon als Musik, wenn jemand über einem Rhythmus hustet." (Wynton Marsalis)
    "Kennen Sie lustige Musik? Ich nicht." (Franz Schubert)
    "Eine Theateraufführung sollte so intensiv und aufregend sein wie ein Stierkampf." (Calixto Bieito)

  • [...] Wolf Biermann dürfen wir da dann nicht vergessen!

    Völlig richtig, den habe ich damals genauso sehr geschätzt!

    :wink:

    PS: Eingehendere Betrachtungen passen womöglich hier ganz gut: Deutschsprachige Musik: Wichtige Vertreter der Vergangenheit. Über Franz Josef Degenhardt findet sich dort noch nichts.

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Völlig richtig, den habe ich damals genauso sehr geschätzt!

    darf ich das "damals" so verstehen, daß Dir die heutige Haltung eines einst mutig die Mächtigen herausfordernden Menschen genauso supekt ist wie mir? Seine Lieder sind damals schon großartig gewesen und auch heute noch singbar...OToff

    zu Degenhardt: :cry:

    Auch wenn ich erst spät angefangen habe, ihn zu schätzen. Irgendwie haben mir meine 68er-Erzieher da den Blick verstellt...

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Völlig richtig, den habe ich damals genauso sehr geschätzt!

    darf ich das "damals" so verstehen, daß Dir die heutige Haltung eines einst mutig die Mächtigen herausfordernden Menschen genauso supekt ist wie mir? Seine Lieder sind damals schon großartig gewesen und auch heute noch singbar...OToff

    zu Degenhardt: :cry:

    Auch wenn ich erst spät angefangen habe, ihn zu schätzen. Irgendwie haben mir meine 68er-Erzieher da den Blick verstellt...

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • darf ich das "damals" so verstehen, daß Dir die heutige Haltung eines einst mutig die Mächtigen herausfordernden Menschen genauso supekt ist wie mir?

    Nicht ganz: Ehrlich gesagt, die Entwicklung Wolf Biermanns in den letzten Jahren habe ich zu wenig verfolgt, um sie beurteilen zu können.

    Biermann hat mich ebenso wie Degenhardt solange fasziniert, als seine Lieder noch voller Poesie war. Sobald die politische Tendenz die Lieder zu sehr zu dominieren begann und die Poesie politisch instrumentalisiert wurde, hat die Anziehungskraft dieser Künstler auf mich nachgelassen. Das bedeutet allerdings nicht, daß ich die politische Tendenz selbst abgelehnt habe.

    Um politisch zu denken, brauche ich (heute) keine Musik.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Hallo,

    ich werfe mal ein paar Interpreten rein, wobei einige noch aktiv sind, bei anderen weiß ich nicht genau, ob aktiv oder nicht, wieder andere singen
    nicht nur in deutsch:

    Liederjan
    Zupfgeigenhansel
    Amber (Martina Nöth)
    Die Irrlichter
    Achim Reichel
    Juliane Werding
    Foresti
    Darkwood
    Sonne Hagal
    Werkraum

    Eine illustre Runde.

    Viele Grüße

  • Die Irrlichter gibt es noch nicht sooo lange. 2008 waren wir mit ihnen zusammen auf einem Event gebucht, da erfreuten sie sich noch bester Gesundheit.
    (... ich mein ja nur- von wegen "Vergangenheit"...)
    Gruß
    Tara

  • Die Irrlichter gibt es noch nicht sooo lange. 2008 waren wir mit ihnen zusammen auf einem Event gebucht, da erfreuten sie sich noch bester Gesundheit.
    (... ich mein ja nur- von wegen "Vergangenheit"...)


    Deswegen habe ich damals gleichzeitig auch diesen Thread gestartet. Aktuelle Künstler sollten dort besprochen werden.

    Grund für diese Trennung: Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen bei Musik bzw. Kunst allgemein:

    (1) Man sucht nur das anerkannt beste. Das, was sich durchgesetzt hat. Was sich leider erst im Nachhinein feststellen lässt. Vorteil: Die Sachen sind wirklich gut. Nachteil: Man ist auf ausgetretenen Pfaden. Live kann man die Künstler nicht mehr hören. Es hat etwas Museales. Elvis live wäre schon interessant gewesen...

    (2) Man möchte die aktuelle Szene verfolgen. Ist natürlich viel spannender. Theoretisch sind unvergessliche Live-Erlebnisse möglich. Nachteil: In der Summe hört man auch viel Mittelmäßiges. Außer man steckt ganz tief drin und hat wirklich den Riecher für das Einzigartige.


    Aus Italien bringe ich immer wieder "repräsentative" Regionalmusik mit. Von Gianna Nannini über Fabrizio De André bis zu sizilianischer Volksmusik im Dialekt. Oft auf Empfehlung von Leuten vor Ort. Ergebnis: Ich habe viel großartige Musik zuhause. Aber kaum Gelegenheit, die Leute auch live zu sehen, obwohl man mit Ryanair praktisch jeden Punkt in Italien für kaum mehr als 50 Euro erreichen kann. Weil die besten Musiker gar nicht mehr aktiv sind. Und wer heute "die besten" sind, darüber ist man sich nicht einig.

    Daher der Versuch, zumindest im deutschsprachigen Bereich genau das herauszufinden: Wer ist heute ein großartiger Musiker? Aber wie gesagt, bitte hier schreiben.


    Thomas

  • Ich mal wieder. Brauch was Neues. Hier die Liste "Die 50 besten deutschen Alben" laut Rolling Stone:

    https://www.poplist.de/poplist.php?l=789

    Bzw. siehe unten im Anhang.

    Kraftwerk hatte ich schon, TSS ebenfalls, auch Udo und Herbert. Sowie Haftbefehl (fehlt in der Liste). Meine Wahl fiel auf:

    Fehlfarben: Monarchie und Alltag
    Element of Crime: Weißes Papier

    Dann bestellte ich noch "The Freewheelin' Bob Dylan" und den Herkules vom Händel. Englisch lehne ich eigentlich ab. Aber weil's der Händel ist.

    Ich würde sagen: Das passt. Aber ihr seht das sicher anders. Und ich will wissen, inwiefern und warum.

    Ok, das werdet ihr mir nicht sagen, weil ich zu unbedeutend bin. "Rolling Stone" ist dagegen bedeutend. Also: Was ist falsch an der Liste vom Rolling Stone?


    Thomas


    1FehlfarbenMonarchie und Alltag
    2KraftwerkDie Mensch-Maschine
    3Neu!Neu!
    4Ton Steine ScherbenKeine Macht Für Niemand
    5TrioTrio
    6IdealIdeal
    7Element of CrimeWeißes Papier
    8Einstürzende Neubauten1/2 Mensch
    9KraftwerkAutobahn
    10KraftwerkTrans Europa Express
    11BlumfeldL'état et moi
    12Udo LindenbergAlles klar auf der Andrea Doria
    13KraftwerkComputerwelt
    14Nina HagenNina Hagen Band
    15CanTago Mago
    16Absolute BeginnerBambule
    17Peter FoxStadtaffe
    18DAFAlles ist gut
    19BlumfeldOld Nobody
    20TocotronicDigital ist besser
    21BeatsteaksSmack Smash
    22CanEge Bamyasi
    23CanMonster Movie
    24Die Toten HosenEin kleines bisschen Horrorschau
    25The NotwistNeon Golden
    26Element of CrimeDamals hinterm Mond
    27Spliff85555
    28DAFDie Kleinen und die Bösen
    29Die Fantastischen VierLauschgift
    30Herbert Grönemeyer4630 Bochum
    31Herbert GrönemeyerMensch
    32Flowerpornoes"... red’ nicht von Straßen, nicht von Zügen"
    33CanSoundtracks
    34Eins ZwoGefährliches Halbwissen
    35Rio ReiserRio I
    36TocotronicK.O.O.K.
    37Ton Steine ScherbenWarum geht es mir so dreckig?
    38Gisbert zu KnyphausenGisbert zu Knyphausen
    39TocotronicTocotronic
    40BlumfeldIch-Maschine
    41FischmobPower
    42Franz Josef DegenhardtSpiel nicht mit den Schmuddelkindern
    43AbwärtsAmokKoma
    44TocotronicKapitulation
    45FischmobMänner können seine Gefühle nicht mehr zeigen
    46Udo LindenbergBall Pompös
    47Heinz Rudolf KunzeReine Nervensache
    48Einstürzende NeubautenKollaps
    49Die ÄrzteDie Beste in Menschengestalt
    50BlumfeldTestament der Angst

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