Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Eine ziemlich genau vierzig Jahre alte Aufführung des Verdi Requiem erschien in den letzten Tagen zum ersten Mal auf Tonträger, die Besetzung kann sich ziemlich sehen lassen:



    Jessye Norman,
    Agnes Baltsa,
    Jose Carreras,
    Evgeny Nesterenko,


    Chor des Bayerischen Rundfunks,
    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,


    Riccardo Muti


    Vor einigen Jahren hat sich Muti an gleichem Ort noch einmal an das Stück gewagt, aber davon hat es bisher kein CD-Release gegeben ...


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Nach dem Schubert-Zyklus mit dem COE folgt nun ein Potpourri von der Styriarte:



    Laut Naxos-Seite handelt es sich um die Haydn 100 + 101, Mozart 29, Posthornserenade, Beethoven 5+7 (unklar welche Aufnahme, ev. von den allerersten Aufführungen?), Brahms 4 und Tragische Ouvertüre.

    Mittlerweile ist mir die Kassette zugelaufen:
    Haydn 100 Amsterdam 4.12.1999
    Haydn 101 Graz, 21.6.2004
    Mozart 29 Graz 12.7.1989
    March 1 und Posthornserenade Berlin 17.4.1996
    Beethoven 5 Graz 24.07.2007
    Beethoven 7 Graz 23.06.2002
    Brahms Tragische Ouvertüre Graz 28.06.1999
    Brahms 4 Graz 10.07.1997


    Bis auf Beethoven 5 also alles unveröffentlicht. Die 5. ist die gleiche Version wie sie auf der DVD erschienen ist (und wesentlich mehr drive wie die originale Teldec Veröffentlichung).

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Zwei Ausgrabungen des umtriebigen Dutton Epoch Labels


    Eine späte Ballettmusik von Arthur Bliss "The Lady of Shallot" plus einigen kürzere Werke bietet die neue CD vom umtriebigen Martin Yates.



    Und wie schon an anderer Stelle erwähnt, die Welturaufführung von Havergal Brians Oper Faust, eine Aufnahme der ENO unter Martin Brabbins.


  • Leider untergegangen - aber besser spät als nie . Im letzten Jahr brachte das renommierte Label Melo Classic , geschätzt für unveröffentlichte Aufnahmen meist älteren Datums in bestmöglicher Qualität , eine Doppel - CD mit dem Pianisten Hans Richter-Haaser heraus . Aufgenommen in deutschen Rundfunkanstalten zwischen 1949 und 1970 , finden sich hier Werke wie die 2.Sonate von Weber , Brahms Sonate No.3 , aber auch Beethoven , Liszt , Chopin , Debussy , Haydn , Scriabin , sowie Mozart und Schumann . Allein die Auflistung der Stücke - nicht immer die üblichen Schlachtrösser - macht Appetit . Mit Weihnachten vor der Tür , und in trüben Zeiten , kann man sich hier einen Lichtblick ins Haus holen . Das Label ist überaus vertrauenswürdig , ich hatte noch nie einen Grund zu Beanstandungen , aber viel Freude !


    https://www.meloclassic.com/home/hans-richter-haaser-2/

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Erscheint im Februar 2022:

    Doppel-CD: bzw. Doppel-CD, Blu-ray & Blu-ray-Audio:

    bzw. auch hier erhältlich:


    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Krzystof Meyer - der hier in Deutschland eher durch seine Schostakowitsch-Biographie als durch seine Musik bekannt wurde - ist inzwischen auch bei Symphonie Nr. 9 angelangt. Ähnlich wie der kürzlich verstorbene Kollege Penderecki bevorzugt er in seinem Spätwerk offensichtlich auch die Chorsymphonie.


  • Janis Ivanovs (1906-1983) ist mit 21 Symphonien vermutlich der bedeutendste lettische Symphoniker des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von einer national geprägten spätromantischen Tonsprache, die Einflüsse von Tschaikovsky, Rachmaninoff und Sibelius zeigt, entwickelt er unter Einbeziehung des Impressionismus einen individuellen Stil. In späteren Zeiten bezog er unterschiedliche Entwicklungen des 20. Jahrhunderts bis hin zu Expressionismus und Dodekaphonie ein. Wie viele seiner Zeitgenossen wurden auch ihm 1948 "formalistische Tendenzen" unterstellt, woraufhin er einige Zeit gemässigtere Werke produzierte, die versuchten, Vorgaben des sozialistischen Realismus zu erfüllen. Nach Stalins Tod setzte er seinen vorab eingeschlagenen Weg fort. Die Mehrzahl - wenn nicht alle - der 21 Symphonien wurden eingespielt, allerdings viele noch zur Zeit des guten alten Vinyls. Und viele harren nach wie vor eines Transfers auf CD, zumindest findet man sie auf dem westlichen Markt nicht.


    Das scheint sich jetzt zu ändern, im Januarheft des FF wird eine Neuaufnahme der 15./16. Symphonie als herausragende CD des Jahres gewürdigt mit dem Zusatz, dies sei der starke Beginn einer GA aller Symphonien durch das Skani Label. Woher der Reviewer diese Info hat, sagt er allerdings nicht. Wäre schön, wenn es stimmt.









  • Was soll man über diese CD sagen?:

    Die hier angebotene "Symphony in E major, completed by Richard Dünser" ist ein Patchwork aus mehreren Unvollendeten Schuberts:

    - die tatsächliche E-Dur Symphonie D729 aus dem Jahr 1821, von der die ersten 110 Takten voll instrumentiert sind, der Rest hauptsächlich aus einer Melodie-Linie mit hier und da Instrumentierungshinweisen besteht (davon die Sätze 1 und 4)

    - die Skizzen zu einer Symphonie in D-Dur D708A aus dem Jahr 1820, in Particell (auf zwei Systemen), wovon nur der 3 Satz virtuell komplett ist (eben der Satz, der hier verwendet wird)

    - die Skizzen zu einer Symphonie in D-Dur D936A aus dem Jahr 1828, in Particell (auf zwei Systemen). Der zweite Satz ist irgendwie rekonstruierbar (wird hier verwendet); vom 3 Satz gibt es zwei Fassungen, darunter die erste als "Scherzo" betitelt ist. Hier ist die Rekonstruktion schon viel problematischer. Noch einmal, es sind lediglich hastig niedergeschriebene Skizzen, die teilweise schwer zu lesen und oft puzzlehaft sind. Dieser dritte Satz wird auch verwendet.

    Daraus hat Richard Dünser eine fünfsätzige Symphonie gemacht. Laut Cover hat auch Mario Venzago an der Rekonstruktion bearbeitet.


    Dies hätte man "symphonisches Collage" benennen können. Dies als Symphonie Schuberts zu bezeichnen ist eine irreführende Täuschung.




    Alles, wie immer, IMHO.

    Einmal editiert, zuletzt von Philbert ()

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