Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

  • Lt. JPC wird die Kassette ab 4.2. erhältlich sein. Preis 39,90. Da werde ich schwach, ev. werde ich stattdessen Fey abstoßen. Mit dem bin ich leider nie so richtig warm geworden (im Gegensatz zu seinem Mendelssohn).

    Seltsam. Mir persnlich gefällt Fey bei Haydn ganz hervorragend. Da geht einem doch das Herz auf. So unterschiedlich sind da die Wahrnehmungen. Erstaunlich.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Fiorentino, Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Zubin Mehta, Regie: Carlus Padrissa



    Es gibt noch eine weitere audiovisuelle Aufnahme von La Forza del Destino unter Zubin Mehta, z. Z. zum Schnapperpreis:






    Nun auch bei JPC gelistet für 86,04 Euro weniger



    als hier:


  • Ich hab die CD-Version als Japan-Import. Sicher nicht 08/15-Sibelius und als einzige Aufnahme nicht geeignet, aber dennoch sehr interessante Aufnahmen. ICA durchwühlt anscheinend dzt. das COE-Archiv. Da muss es ja noch viel tolles geben.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Das schönste Osterei im Nest / es kommt aus Finnland, das steht fest!


    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Weitere Infos zum neuen Sibelius-Zyklus von Klaus Mäkelä gibt es hier und hier.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Das ist eine tolle und spannende Neuigkeit! Klaus Mäkelä gehört zu den Dirigenten, die mich in der letzten Zeit am tiefsten beeindruckt haben (ich habe ihn ja auch beim Dririgenten-Ranking letztes Jahr schon genannt): Sehr jung, sehr charismatisch, zugewandt, jemand, der Leute motivieren und begeistern kann, das beste aus einem Orchester herausholen, dabei mit einer großen Ernsthaftigkeit und sehr genauen Vorstellung von den Stücken, die er dirigiert und ihrer emotionalen Kraft. Ich habe das Gefühl, da ist jemand, der musikalisch wirklich etwas zu sagen hat.


    Aufnahmen von ihm gibt es bisher tatsächlich offenbar noch nicht, ich habe ihn zuerst durch YouTube kennen gelernt, dann auch in Radioübertragungen gehört. Auf dem YouTube-Kanal der Osloer Philharmoniker kann man auch Sibelius´ erste Symphonie in der Besetzung der neuen Aufnahme hören und sehen:

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    Die Sibelius-Kenner und -liebhaber können dadurch vielleicht schon einen Eindruck gewinnen, was von dem neuen Zyklus zu erwarten ist.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Aufnahmen von ihm gibt es bisher tatsächlich offenbar noch nicht

    Das ist wirklich erstaunlich bei dem Presserummel, der seit Monaten um diesen Dirigenten gemacht wird. Was kommt als nächstes? Wird demnächst ein Dirigent schon dann von der PR-Maschinerie als "das neue Dirigentenwunder" vermarktet, bevor er überhaupt jemals vor einem Orchester gestanden hat?


    Dass Mäkelä "zu den größten Überfliegern der dirigierenden Zunft gehört" (Zitat https://www.elbphilharmonie.de…rigiert-jean-sibelius/775), will ich ja gar nicht bestreiten. Mich wundert nur, dass man solche Vorschusslorbeeren schon verteilt, bevor auch nur ein einziges Album von ihm vorliegt.

    Einmal editiert, zuletzt von music lover ()

  • Das ist wirklich erstaunlich bei dem Presserummel, der seit Monaten um diesen Dirigenten gemacht wird. Was kommt als nächstes? Wird demnächst ein Dirigent schon dann von der PR-Maschinerie als "das neue Dirigentenwunder" vermarktet, bevor er überhaupt jemals vor einem Orchester gestanden hat?

    Das erinnert mich an die jungen Fußballer, die man bereits im Teenageralter in den Himmel lobt, bevor sie in der BL überhaupt ein Spiel bestritten haben. Die Presse und vielleicht auch eine gute Marketingabteilung einer CD-Firma können da schon ganz schön puschen, aber auch Karrieren ruinieren mit, bevor diese überhaupt angefangen hat.


    Ich sehe hier den Dortmunder Moukoko als Beispiel, dessen Entwicklung gerade etwas storniert, durch diverse Verletzungen. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, und glaube bei ihm, dass er nicht die Karriere machen wird, die man ihm vorhergesagt hat. Es liegt weniger an ihm als Typen, sondern eher an den bereits jetzt schon zu stark belasteten Körper, der vielleicht die Anforderungen, die man an die arme Socke stellt, nicht wird umsetzen können auf Dauer.


    Man sollte einfach Geduld haben und abwarten, wer am Ende wirklich den Durchbruch schafft. Wenn ich das richtig sehe, ist Mäkelä seit Dezember 2017 Haupt-Gastdirigent beim Schwedischen RSO und ab Herbst 2020 Chefdirigent in Oslo. Auf Grund der Pandemie sicher ein schwerer Start, weil kaum Konzerte stattgefunden haben. Er soll wohl dieses Jahr das Orchestre de Paris übernehmen.


    Es gibt wahrlich genug exzellente Sibelius-Einspielungen. Daran wird er sich messen lassen müssen. Das sind hohe Hürden und Erwartungen. Schauen wir mal, ob er denen allen gerecht werden kann.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Mich wundert nur, dass man solche Vorschusslorbeeren schon verteilt, bevor auch nur ein einziges Album von ihm vorliegt.

    "Vorschusslorbeeren" verteilt man, wie der Name sagt, vor einer erbrachten Leistung. Davon kann bei Mäkelä aber keine Rede sein: Er ist u.a. seit eineinhalb Jahren Chefdirigent der Osloer Philharmoniker (seine Vorgänger dort waren Wassili Petrenko, Jukka-Pekka Saraste, André Previn und Mariss Jansons). Als Gast hat er u.a. die Münchner und Bamberger Philharmoniker, das Concertgebouworkest und das London Philharmonic Orchestra dirigiert.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

    Einmal editiert, zuletzt von ChKöhn ()

  • Mich wundert nur, dass man solche Vorschusslorbeeren schon verteilt, bevor auch nur ein einziges Album von ihm vorliegt.

    Gerade bei einem erfahrenen Konzertgänger wie Dir wundere ich mich über die Fixierung auf die mediale Präsenz.

    Er ist u.a. seit eineinhalb Jahren Chefdirigent der Osloer Philharmoniker (seine Vorgänger dort waren Wassili Petrenko, Jukka-Pekka Saraste, André Previn und Mariss Jansons). Als Gast hat er u.a. die Münchner und Bamberger Philharmoniker, das Concertgeqbouworkest und das London Philharmonic Orchestra dirigiert.

    Eben. Schaue ich auf die Vorgänger, so sage ich: Hoppla - verdammt große Namen. Die Latte bei seiner Bewerbung lag extrem hoch, und das Orchester hat ihn gewählt. Was soll er denn noch liefern, damit Ihr ihm eine Chance gebt? 30 Jahre Berufserfahrung, 10 Chefpositionen, 144 Aufnahmen, davon 56 mit mindestens einem Schallplattenpreis?


    Mäkelä hat ziemlich viel erreicht in einem Alter (26 Jahre und 5 Tage), in dem andere noch nicht mal ihr Studium abgebrochen haben.


    Außerdem ist er noch praktizierender Cellist und spielt mit der NDR Elbphilharmonie, den Münchenern, den Bambergern, dem Concertgebouworkest, dem London Philharmonic.


    Da freue ich mich auf die erste Doppelbegabung seit langem (Bernstein als Pianist und Dirigent? Wer noch? Sawallisch. Previn, Levine?).


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Da freue ich mich auf die erste Doppelbegabung seit langem (Bernstein als Pianist und Dirigent? Wer noch? Sawallisch. Previn, Levine?).

    "die erste Doppelbegabung seit langem"? Dann ist bei Dir der Dirigent und Pianist Lahav Shani durchgerutscht. Der spielt so dermaßen gut Klavier, dass er wie weiland Dmitri Mitropoulos Prokofiews Klavierkonzert Nr. 3 (!!) in Personalunion als Pianist und Dirigent aufführt:

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  • Dann ist bei Dir der Dirigent und Pianist Lahav Shani durchgerutscht.

    Ja. Ist er. Als Zeichen der Höflichkeit beuge ich ich Deinen Maßstäben: Wieviele Alben hat er als Dirigent vorgelegt? :)


    Gruß

    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Sehr gut! :clap:


    Ich kam zum selben Ergebnis. Fein.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Aufnahmen als die Richtschnur für abgelieferte Qualität zu nehmen, ist ein Relikt aus den 90ern und obsolet.


    Heute gibt es Streams, Übertragungen und immerhin gehen manche Menschen noch ins Konzert. Eigentlich eher ein gutes Zeichen, dass er sich relativ lange Zeit gelassen hat mit der ersten Aufnahme und dann auch mit etwas, was man nicht als easy listening bezeichnen kann (das wird man nicht bei Thalia an der Kasse finden). Mäkelä wird natürlich ziemlich gepusht von der PR. Aber gut, er sieht gut aus, lässt sich gut einkleiden, ist als nordischer Typ auch mal was anderes und wirkt aus sympathisch.


    Wenn man bedenkt, wer vom Marketing grade bei bei den Instrumentalsolisten vom Marketing zu neuen hübschen Göttern und Göttinnen stilisiert (und teilweise auch hier mit enormer Verbissenheit verehrt) wird, kann man da nicht von Vorschusslorbeeren sprechen.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Sind 2 Alben (eines davon mit 1000x aufgenommenen Repertoire) mehr wert als eines mit mehr CDs? Gibts dafür einen Score?

    Es sei fern von mir, solches zu behaupten.


    Wer so redet, müsste auch den Stab über Günter Wand brechen, der vor 1974 (also im zarten Alter von 62 Jahren) auch kaum medial vertreten war.


    Da treten die Argumente der Schnellschwätzer in deren eigenen Hintern.


    Aber auch damals gab es vermutlich genug, die gesagt haben "wenn er mit paarundsechzig seine erste Platte vorlegt, dann kann das ja nicht viel sein". Das waren dann die, welche die Platten aus den 1950ern, 1960ern und 1970ern übersehen haben. Die allerdings mit Schallplattenpreisen auch nicht gerade überhäuft wurden.


    Das Schöne ist ja: Egal, ob jemand seine erste bedeutende Schallplatte ganz früh, so mittel oder ganz spät vorlegt - man kann es argumentativ immer so drehen, wie es einem in den Kram passt. Über die Musik zu sprechen, fände ich ja schöner ...


    Aber möge ML das letzte Wort behalten.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

    3 Mal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

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