Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

  • Ich habe neulich eine Packung Weißer Riese gekauft. Glaubst Du, das T-Shirt wäre wieder "strahlend sauber" (so steht's auf der Packung) geworden?


    Wo lebt Ihr denn?

    Ulrich Wickert hat mal einen Vertreter der Waschmittelindustrie ziemlich aus der Fassung gebracht, als er ihm den Beweis vorhielt, dass "Omo, die Kraft, die durch den Knoten geht" verknotete Wäsche keineswegs sauber kriegte ^^. War sehr unterhaltsam.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Nicht so ganz, ein informiertes Publikum kann auch zunächst verprellt werden.

    Richitg. Das läuft dann der Verkaufsabsicht derer, die so vollmundig anpreisen, zuwider.


    Und, auch richtig, trotz des großsprecherischen Etiketts mag ein guter Inhalt vorliegen.

    Meliorative & Euphemismus sind inzwischen überall zu finden.

    Menno. Muss ich wieder meinen Fremdwörterduden holen ... es handelt sich wohl weder um Nachfahren eines Heiligen Königs noch um die Klangproduktion seltener Blechblasinstrumente ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Andris Nelsons komplettiert seinen Bruckner-Zyklus:

    bzw. bzw. auch hier

    (AD: 13.11.2020 [Sinfonie Nr. 1], 12.05.2019 [Sinfonie Nr. 5] & 21.05.2021 [Wagner], Neues Gewandhaus, Leipzig]


    Bei der Sinfonie Nr. 1 wird die sog. Wiener Fassung von 1890/91 (Edition: Günter Brosche) und bei der Sinfonie Nr. 5 die Originalfassung von 1878 (Edition: Leopold Nowak) gespielt.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Vor ca. 8 Jahren entdeckte ich auf YouTube eine Aufnahme der 2. Symphonie des lettischen Komponisten Peteris Barisons (1904-1947). Ich schrieb seinerzeit:


    Seine 2. Symphonie - die Romantische, und hier geht es nicht um Jagdromantik, sondern um romantische Liebe - wurde Ende der 30er geschrieben. Dieses viersätzige Werk lässt noch einmal die Spätromantik in all ihren Farben und satten Klängen auferstehen, es bewegt sich zwischen dem Tristan und der Walküre, den Gurreliedern, Don Juan und der Sinfonia domestica. Barisons scheut auch nicht davor zurück, Motive aus diesen Stücken zu übernehmen, aber wie er das macht und wie er das zusammenbindet, das ist unglaublich.


    Nun wurde mein damals gehegter Wunsch erfüllt, es gibt demnächst eine aktuelle CD-Einspielung davon:


    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.


  • Die DG veröffentlicht im März die Aufnahmen der Brahms-Sinfonien des Pittsburg Symphony Orchestra unter William Steinberg, die ursprünglich für das Label "Command" entstanden sind, neu - ich glaube es ist die erste "legale" CD-Ausgabe.

  • Ja, schon gesehen. :)

    die Aufnahmen der Brahms-Sinfonien des Pittsburg Symphony Orchestra unter William Steinberg

    Zumindest die #4 gab es bereits offiziell:

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • ich glaube es ist die erste "legale" CD-Ausgabe.

    Nö - ist alles hier im Forum zu finden . Aber glauben ist bequemer als suchen . Sorry , aber wofür gibt es die Suchfunktion ?

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"


  • Die DG veröffentlicht im März die Aufnahmen der Brahms-Sinfonien des Pittsburg Symphony Orchestra unter William Steinberg, die ursprünglich für das Label "Command" entstanden sind, neu - ich glaube es ist die erste "legale" CD-Ausgabe.

    Erscheint am 04.03.2022:

    bzw.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Danke für die Info, Lionel !


    Da mir die Everest-Aufnahme der Sinfonie Nr.4 mit Steinberg (Abb drei Beiträge höher von Frank) nicht nur sehr gut gefallen, sondern die empfinde ich als als eine besten Aufnahmen, muss ich mir die DG-3CD - Box aller Brahms-Sinfonien unbedingt zulegen. Obwohl ich mit Brahms bestens ausgelastet bin ...

    Die Tragische Ouvertüre ist ja mit Steini auch dabei.


    Seine Beethoven - Sinfonien -GA hatte ich mir nach Erscheinen auch zugelegt - sehr fein - trotzdem eine Int die aber letztendlich nicht so viel Neues zu sagen hat, wie ich erwartet hatte !

    ______________


    Gruß aus Bonn


    Wolfgang

  • Einmal mehr herzlicher Dank an Josquin für diesen tollen regelmäßigen Service!

    Wird wohl manches gar nicht mehr auf DVD angeboten, nur mehr Blu-ray (Pacini/Argerich)...

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Wird wohl manches gar nicht mehr auf DVD angeboten, nur mehr Blu-ray (Pacini/Argerich)...

    Da müssen wir wohl abwarten. Ich suche gezielt nach Blu-ray. Arthaus veröffentlich normalerweise dual (DVD und Blu-ray).

    Inzwischen bekommt man ja nur noch wandgroße Fernseher - da sieht DVD doch wahrlich sehr bescheiden aus...



    Gruß

    Josquin


  • ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



    Schön - es geht weiter! Nach der wundervollen Einspielung des 1. Teils des WTC auf einem Christian Zell - Cembalo aus 1737, wird der 2. Teil auf einem Silbermann - Fortepiano aus 1749 dargeboten:





  • Wenzel Heinrich Veit ist ein Name, den vermutlich kaum jemand hier je gehört hat. Geboren 1806 in Repnitz und verstorben 1864 in Leimeritz war Veit hauptberuflich als Jurist unterwegs und bekleidete Posten als Richter, Kriminalaktuar (?), Gerichtsrat und Präsident des Kreisgerichtes Eger. Zwischendurch war er mal kurz Direktor des Orchesters von Aachen, sozusagen ein Vorgänger von Karajan.


    Nachdem Toccata vor einiger Zeit seine 4 Streichquartette eingespielt hat, kommt jetzt seine einzige Symphonie auf uns zu.



    Ich schrieb seinerzeit: Sein viertes Streichquartett stammt von 1840 und klingt in meinen Ohren erstaunlich eigenständig und originell. Vielleicht hat die nicht-typische Musiker-Laufbahn verhindert, dass Wenzel allzu "akademisch" komponierte. Auf jeden Fall finde ich das Werk deutlich interessanter als z.B. das was ich von Spohr und anderen Zeitgenossen in dem Genre gehört habe.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

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