Was so kommt - Anstehende Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen

  • Sehr schmerzlich vermisst

    worden ist Mahlers 9. auf "historischen" Instrumenten von mir nicht. Aber interessieren tuts mich trotzdem.

    Und wann gibt es endlich eine Aufnahme des Strauss´schen Oboenkonzerts, bei der der Solist eine Oboe aus der Zeit um 1945 bedient?

    Die brauche ich dann nicht. Aber ich brauche das Strausssche Oboenkonzert auch nicht auf nicht-historischen Instrumenten. :)

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Indirekter Nachtrag zu einem neulichen SdQ der Woche (Weill). Irgendwie scheinen die Symphonien von Kurt Weill gerade mal angesagt zu sein. Letzthin entstand diese Einspielung:

    die hier ziemlich gut besprochen wurde.

    Nun legt Joana Mallwitz mit dem Konzerthausorchester Berlin nach (Erscheinungstermin 02.08.2024):

    Adieu
    Algabal

    p.s.: wobei ich es echt dämlich finde, statt einfach Symphonien 1+2 und "Die sieben Todsünden" aufs Cover zu schreiben, da ein blödes "Album" draus zu machen. Was soll das ?

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Irgendwo ist das mit dem Mahler auch schon kurios. Es gibt die Aufnahme von 1937 mit dem Dirigenten und dem Orchester der Uraufführung, in dem sicher noch so einige saßen, die 25 Jahre früher schon gespielt haben...

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Irgendwo ist das mit dem Mahler auch schon kurios. Es gibt die Aufnahme von 1937 mit dem Dirigenten und dem Orchester der Uraufführung, in dem sicher noch so einige saßen, die 25 Jahre früher schon gespielt haben...

    Das stimmt wohl. Aber die Tonqualität ... ;)

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • p.s.: wobei ich es echt dämlich finde, statt einfach Symphonien 1+2 und "Die sieben Todsünden" aufs Cover zu schreiben, da ein blödes "Album" draus zu machen. Was soll das ?

    Sehe ich genauso, zumal ich beim aktuellen Titel einfach weitergeblättert hätte, was ich bei Kenntnis des Inhalts eben nicht tun würde.

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need" - H. W. M.

  • Der Bruder von Grazyna Bacewicz - Vytautas Bacevicius - ist als Komponist lange nicht so erfolgreich gewesen wie seine Schwester. Von seinen sechs Symphonien erscheint jetzt die 3. by Naxos, dazu zwei Klavierkonzerte.

    Und Jennifer Kohs Gegenüberstellung der Solowerke für Violine von Bach und zeitgenössischen Pendants erscheint jetzt als preiswerte 5- CD-Box

    Außerdem erscheint bei Brilliant eine Doppel-CD mit Streichkammermusik vom Trio bis Quintett von Ermanno Wolf-Ferrari

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Irgendwo ist das mit dem Mahler auch schon kurios. Es gibt die Aufnahme von 1937 mit dem Dirigenten und dem Orchester der Uraufführung, in dem sicher noch so einige saßen, die 25 Jahre früher schon gespielt haben...

    Wurden aber ähnliche Instrumente benutzt? Um 1910 sollen doch noch nicht alle Streichinstrumente Stahlsaiten verwendet haben, aber 1938 wohl schon. Das könnte schon eine andere Abstimmung im Gesamtklang des Orchesters bedeuten.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Könnte. Allerdings wäre zu klären ob die Philharmoniker in dem Zeitraum in größerem Umfang die Instrumente ausgetauscht haben. Ich würde vermuten, daß Arnold Rose 1912 die gleiche Violine spielte wie 1937.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Irgendwo ist das mit dem Mahler auch schon kurios. Es gibt die Aufnahme von 1937 mit dem Dirigenten und dem Orchester der Uraufführung, in dem sicher noch so einige saßen, die 25 Jahre früher schon gespielt haben...

    Wurden aber ähnliche Instrumente benutzt? Um 1910 sollen doch noch nicht alle Streichinstrumente Stahlsaiten verwendet haben, aber 1938 wohl schon. Das könnte schon eine andere Abstimmung im Gesamtklang des Orchesters bedeuten.

    Die Mahler Academy kaufte bzw. lieh sich wohl alte Instrumente der Wiener Philharmoniker. Inzwischen gibt es schon 2 völlig konträre Rezensionen. Eine Redakteurin des Currentzis nahen SWR jubelt von einer Sensation, der Chefredakteur von Classics Today mit Szell und Walter geschultem Ohr findet die Aufnahme erbärmlich und schmeißt die CD glatt hinter sich auf den Boden.

    Sensationell: Das Mahler Academy Orchestra spielt Mahlers Neunte im Originalklang
    Philipp von Steinaecker und das Mahler Academy Orchestra haben im Rahmen ihres „Originalklang Projekts“ Mahlers Neunte auf alten Instrumenten gespielt – eine…
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  • Hurwitz ist durchaus unterhaltsam und viele seiner Empfehlungen sind sehr oft tatsächlich sehr gut (wenn er auch gerne mal recht alte Interpretationen mag), aber er findet Originalklang prinzipiell zu 90% grauenhaft, von daher wundert mich seine Rezension nicht.

    Die Frage ist halt, ist der einzige Gimmick der Aufnahme der Originalklang oder haben die auch sonst was zu sagen? Die vor einigen Jahren erschienen Version von Ma Vlast auf historischen Instrumenten hat mich auch eher kalt gelassen, ebenso wie die Dvorak-Symphonien mit Stryncl. Da kommen einem durchaus solche Adjektive in den Sinn, wenn auch vielleicht nicht so hasserfüllt wie bei Hurwitz.

    Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...

  • Adolf Busch ist vor allem als Solist und als Primarius des legendären Busch Quartetts in die Musikgeschichte eingegangen. Sein kompositorisches Schaffen wird zunehmend auch ans Tageslicht geholt.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • nicht so hasserfüllt wie bei Hurwitz

    Hm, ich finde Hurwitz ist hier sehr, sehr Hurwitzig - eigentlich sagt er sachlich eher wenig, außer eben, dass er dieses oder jenes nicht so hören könne, wie er es zu hören gewohnt ist und es sich daher so wünscht. Die Abweichungen von seinen Hörerwartungen führen ihn dann zu ziemlich verichtenden Urteilen. Das sagt aber recht wenig über die Aufnahme/Interpretation da, als über Hurwitz unerfüllt gebliebenes Begehren.
    Die Rezension von Christine Lemke-Matwey geht doch auf deutlich mehr Details ein und wartet mir sehr viel mehr sachlichen Argumenten auf. Aber klar, Hurwitz ist unterhaltsamer

    Ich werd mir die Aufnahme jedenfalls mal anhören.

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Ein neuer batch an CDs des Werbepartners enthält zwei für mich potentiell interessante CDs mit Orchesterwerken.

    Der mir bis eben unbekannte Norweger Hjalmar Borgstrøm ist mit zwei Symphonischen Dichtungen in der lt. Werbetext Liszt- und Wagner-Nachfolge vertreten.

    Und Hans Gal mit Werken für Streichorchester.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • Das sagt aber recht wenig über die Aufnahme/Interpretation da, als über Hurwitz unerfüllt gebliebenes Begehren.

    Kann man wohl sagen.

    Ich werd mir die Aufnahme jedenfalls mal anhören.

    Ich höre sie gerade. Bin im II. Satz. Und nein, ich verstehe Hurwitz' Problem überhaupt nicht. Es ist einfach eine Interpretation mit Instrumenten, die in ihrer Ausführung um 1910 existiert haben. Klingt das anders als sonst? Eigentlich nicht - dafür sind die Unterschiede zu marginal. Ich hatte ja schon die Saiten bei den Streichern genannt, vielleicht kommen noch andere Bauformen oder Ventile bei den Bläsern hinzu.

    Ob die Art der Interpretation, die Spielweise des Orchesters oder die Abstimmung der Orchestergruppen zueinander durch Recherche näher ermittelt wurde, kann ich nicht beurteilen. Aber diesen Verriß seitens Hurwitz sollte man nicht allzu ernstnehmen. Ich empfehle jedem, erstmal sich das Ganze anzuhören und dann zu urteilen. Und nein, den Bonus wegen der historischen Instrumente braucht man nicht speziell zu ziehen.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Oh, schön! Was Neues von Hans Gál!

    :cincinbier:

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  • 3 Opern von den Salburger Festspielen 2023:

       


    Mal sehen, ob die 3D-Objekte für die, die damals ein Bayreuth keine 3D-Brille ergattern konnten, nun hier sichtbar gemacht werden.


    Etwas Frühbarockes:


    Ein Ausflug ins ernüchternd begrenzte Repertoire des Kapellmeisters. Das Requiem gab es auch schon mal audiovisuell - mit den Münchnern.


    Der Kapellmeister und der Klavierist:





  • Seit heute erhältlich:

    Brahms: Symphonies, The Chamber Orchestra of Europe - Qobuz
    Streamen oder downloaden Sie Brahms: Symphonies von The Chamber Orchestra of Europe in Hi-Res Qualität auf Qobuz. Abonnement ab 12,49€/Monat.
    www.qobuz.com

    (AD: Juli 2022 [opp. 68 & 73] & Juli 2023 [opp. 90 & 98], Festspielhaus, Baden-Baden)

    Chamber Orchestra of Europe
    Yannick Nézet-Séguin

    Brahms Sinfonien gespielt in einer etwas kleineren Orchesterbesetzung, wie sie zur Zeit von Brahms üblich war, ist jetzt auch nichts Neues mehr. Das haben davor u. a. schon Norrington (EMI/Warner), Gardiner (SDG), Manze (CPO), Mackerras (Telarc), Zehetmair (Claves) und Fischer (Naxos) gemacht.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

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