NAXOS - Empfehlenswerte Zyklen und Komponistenportraits

  • Jetzt mal bitte nicht durch offtopige Fakten Verwirrung stiften, wenn der Faden gerade so schön im Fluss ist. Petrenko hat nen Schostakowitsch-Zyklus aufgenommen und Petrenko wird Chef der Berliner. Da ist doch nix falsch dran - und beleidigen tut's auch niemand.


    Da es unbestritten Petrenko-Aufnahmen bei Naxos gibt, dürfen wir also noch hoffen, dass sogar die Berliner ... nein, das wäre doch zu schön!


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Das macht doch nix.
    Vasily ist auch jedes Jahr in Berlin zu Gast, zwar nicht bei den Philharmonikern, sondern beim Rundfunk Sinfonie Orchester.
    Da hat er in diesem Frühsommer ne 11. von Schostakowitsch hingehauen, dass mir noch tagelang die Ohren wehtaten. Im Januar 2016 lässt er die Eroica zu Gehör bringen.


    Aber nach Amtsantritt von Kyrill kann er ja mit seinem Namensvetter in Berlin einen trinken gehen, Ne "Berliner Weisse", das wäre nicht schlecht oder??
    Gruß aus Kiel

    Schäffer beißt in einen Veggieburger:

    "Ohne Fleisch? Schmeckt aber fast wie Fleisch, da kann man es auch gleich aus Fleisch machen" (Mord mit Aussicht Staffel 2, Folge 5)

  • Zitat


    Zitat von »Maurice«

    Du verwechselst da etwas!
    Das ist jetzt aber der andere Petrenko, Vasily---der hat den Schostakowitsch hingelegt----der andere, Kirill, den Suk---und nur der Kirill wird Chef der Berliner!


    Mein Fehler!! Stimmt!! Danke!! Mit den beiden Namen werde ich immer auf Kriegsfuß stehen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Aber nach Amtsantritt von Kyrill kann er ja mit seinem Namensvetter in Berlin einen trinken gehen,


    So stelle ich mir das vor.


    Aber jetzt zurück zu Naxos und seinem kostbaren Marmor.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • re Aber jetzt zurück zu Naxos und seinem kostbaren Marmor

    Aye, Aye, Sir!


    Man wird doch mal abschweifen dürfen......(Sonst gäbe es den "Tristram Shandy" nicht)
    Gruß aus Kiel

    Schäffer beißt in einen Veggieburger:

    "Ohne Fleisch? Schmeckt aber fast wie Fleisch, da kann man es auch gleich aus Fleisch machen" (Mord mit Aussicht Staffel 2, Folge 5)


  • Mein Fehler!! Stimmt!! Danke!! Mit den beiden Namen werde ich immer auf Kriegsfuß stehen.

    Kann vorkommen!


    Und außerdem:

    Petrenko hat nen Schostakowitsch-Zyklus aufgenommen und Petrenko wird Chef der Berlner. Da ist doch nix falsch dran - und beleidigen tut's auch niemand.


    Da es unbestritten Petrenko-Aufnahmen bei Naxos gibt, dürfen wir also noch hoffen, dass sogar die Berliner ... nein, das wäre doch zu schön!

    :mlol:




    Herzliche Grüße:
    KALEVALA :wink:

    Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)



    Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)

  • Von dem Zyklus der Schostakowitsch-Sinfonien durch V. Petrenko habe ich nur Einzel-CDs, ein paar fehlen mir (7., evtl. auch die 8). Sicherlich, oft habe ich auch bei einzelnen Sinfonien andere Favoriten. Aber etwa die Nummern 1, 3, 5, 6, 10 und 12 halte ich für wirklich sehr gut bis ausgezeichnet, die restlichen (soweit ich das noch in Erinnerung habe) für mindesten gut. Und dadurch, so finde ich, ist dies eine GA (also in ihrer Gesamtheit) auf allerhöchstem Niveau. M. E. ist sie derzeit kaum zu überbieten.


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Da wir in einem - relativ! - freien Land leben, kann das ja jede/r für sich selbst entscheiden, ob er/sie diese Aufnahmen braucht. Einige der Symphonien finde ich in Petrenkos Lesart jedenfalls durchaus sehr hörenswert (1, 4, 7, 10, 11, 15) andere enttäuschend (z.b. vor allem die 14).


    Adieu,
    Algabal


    Nun, wir leben in einem Land des freien Konsums - soviel ist sicher!


    Darüber, was ansonsten noch frei ist, möchte ich hier lieber nicht spekulieren.

  • RE: V.Petrenkos Naxos-GA

    Ja, zu diesen Konsumenten werde ich irgendwann mal gehören ... ;+) aber nicht jetzt zu Beginn des Angebotes der GA für 45,-Euro ...
    Bisher habe ich es vermieden mir die V.Petrenko - Aufnahmen als Einzel-CD´s zu kaufen, eben weil ich auch immer den Eindruck hatte, dass die nicht alle gleichwertig gut gelungen sind.
    Aber Danke für den Hinweis, das die GA jetzt vorliegt - darauf habe ich lange gewartet und bin gespannt darauf.


    8+) Für die letzten Schostakowitsch-GA (Ashkenazy, Barshai) habe ich meistens nen Zwanni gelöhnt ! :hide:

    ______________


    Gruß aus Bonn


    Wolfgang

  • Denn auch diese Aufnahmen, nun zusammen als Box gehandelt, sind von NAXOS.
    Petrenko, Schostakowitsch, alle 15


    Nur als Hinweis: Die Petrenko-GA ist keine geschlossene Box, sondern wie manche neuere Eloquence-Sammelausgaben ein an der Seite offener Pappschuber, in dem sich die Kartonhüllen befinden bzw. zur Seite herausfallen. :whistling:

  • bzw. zur Seite herausfallen. :whistling:

    .. aber nur wenn man sich auf der schiefen Bahn befindet. Ohne Gleichgewichtsstörung ist das ganz passabel zu bewerkstelligen. :rolleyes:

    "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)

  • RE Schon klar, ich finde es für den aufgerufenen Preis trotzdem irgendwie billig gemacht.

    Ich kenne die Box nicht, aber wenn ich bedenke, wie geradezu liebevoll die Einzel-CDs für je 7,99€gemacht sind, dann kann man schon nachdenklich werden.
    Auf der anderen Seite: Es ist erst die Zweitverwertung...
    Die wievielte Verwertung treibt Sony mit Bernstein?? Bernstein/Karajan/Gould/Klemperer und andere sind ja längst abgeschriebene Investitionen. Die bringen bei Neuauflagen pures Geld.
    Gruß aus Kiel

    Schäffer beißt in einen Veggieburger:

    "Ohne Fleisch? Schmeckt aber fast wie Fleisch, da kann man es auch gleich aus Fleisch machen" (Mord mit Aussicht Staffel 2, Folge 5)

  • RE:Schostakowitsch mit Petrenko auf NAXOS

    aber wenn ich bedenke, wie geradezu liebevoll die Einzel-CDs für je 7,99€gemacht sind, dann kann man schon nachdenklich werden


    Oft werden ja dann als bei Naxos, die entsprechenden Einzel-CD´s mit dem Case einfach in einem Karton als GA angeboten: So bei Penderecki mit Wit.


    Das hier dann aber preiswertere Verpackungen (bei ca14CD gewählt) wurden finde ich angemessen - auch für mich, damit ich einen Anreiz habe diese GA zu einem günstigen Preis zu kaufen. ;+) Wenn man Kondraschin und Roshdestwensky hat (die im Prinzip voll überzeugen und ausreichen), dann sitzt das Geld für weitere GA (von denen man auch noch weiss, dass nicht alle enthaltenen das Gelbe vom Ei sind) eben nicht so locker.

    ______________


    Gruß aus Bonn


    Wolfgang

  • Ich möchte an dieser Stelle einmal auf ein paar bemerkenswerte Klavieraufnahmen hinweisen, die bei Naxos erschienen sind.


    Edvard Grieg, sämtliche Klavierwerke mit Einar Steen-Nökleberg



    Das ist meines Wissens die erste wirklich vollständige Einspielung der Werke für Klavier von Grieg, die auch die diversen Volksliedbearbeitungen enthält. Über deren musikhistorischen Wert kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber zur Abrundung und Vervollständigung der Werke von Grieg sind sie ein interessanter Beitrag. Die pianistische Leistung ist für mich allerdings nicht in jeder Hinsicht herausragend, eher solide. Da würde ich die Einspielungen mit Gerhard Oppitz oder Eva Knardahl vorziehen.



    Enrique Granados, sämtliche Klavierwerke mit Douglas Riva



    Eines von 10 Volumes


    Auch hier haben wir es mit der einzig verfügbaren Gesamteinspielung zu tun. Douglas Riva ist ein bekannter Granados Forscher, der zusammen mit Alicia de Larrocha die Klavierwerke von Granados neu herausgegeben hat (Editorial Boileau), und auch für die knappen aber informativen Texte in den Begleitheften verantwortlich ist. Durch seine intensive Beschäftigung mit der Musik von Granados ist er prädestiniert für eine quasi authentische Wiedergabe. Da Alicia de Larrocha nur einen Teil der Klaviermusik von Granados eingespielt hat, verfügen wir somit über eine sehr gute Ergänzung und Alternative. Pianistisch bleibt er den Werken nichts schuldig, und ebenso gelingt ihm die Wiedergabe der spezifischen Klangfarben ausgezeichnet.



    Ferrucio Busoni, sämtliche Klavierwerke mit Wolf Harden



    eines von bislang 8 Volumes


    Zwar habe ich noch keinen vollständigen Abgleich vorgenommen, aber die Edition scheint mir noch nicht abgeschlossen zu sein, denn es fehlen auf jeden Fall noch ein paar Bearbeitungen.
    Wolf Harden (der Sohn des bekannten Musikkritikers Ingo Harden) war Mitbegründer des Trio Fontenay, welches 2006 aufgelöst wurde. In dieser Formation entstanden zahlreiche Tonaufnahmen, und das Trio war sehr gefragt. Seit dem Ende des Trios widmet sich Wolf Harden seiner Karriere als Solist.
    Die Werke von Busoni sind pianistisch z.T. höchst anspruchsvoll, und haben gelegentlich einen didaktischen Hintergrund. Musikhistorisch gesehen ist das Werk Busonis einerseits singulär, bildet aber andererseits auch eine Brücke zwischen der Spätromantik und dem Schönberg-Kreis, ohne deren radikale Entwicklungen aufzunehmen. Die Interpretationen von Wolf Harden bewegen sich weitgehend auf hohem Niveau, wenngleich sie mitunter etwas routiniert wirken. Freunde von Busonis Klaviermusik sollten unbedingt noch weitere Aufnahmen heranziehen (z.B. mit Marc-André Hamelin, der für mein Empfinden geradezu exemplarische Einspielungen vorgelegt hat). Zum Kennenlernen der vielschichtigen und überaus faszinierenden Klaviermusik von Busoni ist dieser Zyklus hingegen bestens geeignet.


    Bohuslav Martinu, Sämtliche Klavierwerke mit Giorgio Koukl



    eines von 7 Volumes


    Martinu war ein sehr fleißiger Komponist, und das dabei nicht alles in gleicher Weise gelungen ist liegt auf der Hand. Seine Klavierwerke bieten ein reiches Panorama von Stimmungen und unterschiedlichen Charakteren. Der Pianist Giorgio Koukl, der auch die Klavierkonzerte von Martinu eingespielt hat, liefert hier eine sehr schlüssige Wiedergabe der Klaviermusik von Martinu ab. Allerdings fehlt es häufig an Vergleichsmöglichkeiten, aber der Gesamteindruck ist durchaus positiv.


    Eusebius

    "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)

  • Healey Willan

    Zugegeben eher unbekanntes Repertoire - allerdings vielleicht gerade deshalb darf NAXOS meines besonderen Dankes versichert sein, dass dort diese Veröffentlichungen des kanadischen Komponisten, Chordirigenten, Organisten und Musikpädagogen erschienen sind:


     


    Hier der Begleittext zu der Orgelaufnahme: http://www.naxos.com/mainsite/…ecording&language=English


    Z.B. sein 1916 erschienenes Werk Introduction, Passacaglia and Fugue, Op. 149 ist aus meiner Sicht ein besonders starkes orgelsymphonisches Opus (ausgestattet mit ausgeprägten Steigerungen) - ein spätromantische Klangereignis, hinsichtlich Textur und Komplexität an Reger erinnernd und in Bach wurzelnd - wirklich grandios. Wer sich einen, youtubebedingten klanglich eher eingeschränkten, ersten Eindruck verschaffen möchte, kann den Interpreten der NAXOS-Aufnahme, Patrick Wedd, an der Casavant Orgel der Saint-Jean-Baptiste-Kirche in Montréal hier nacherleben, ein offensichtlich mit sehr klangschönen Hochdrucktuben ausgestattetes Instrument, was der Tonsprache dieses Werkes sehr entgegenkommt.:


    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Die Fortführung dieses Threads wäre übrigens wünschenswert:


    http://www.capriccio-kulturfor…ngsstueck-von/#post383440


    :pop:


  • Kurze Zusammenfassung der hier gelisteten CDs:


    1. Nicholas Jackson ist ein zeitgenössischer Komponist und Organist, der hier u.a. Werke für Trompete mit eingespielt hat. Die Solisten gehörten beide zu den führenden Vertretern ihres Faches in GB. Murphy dürfte jeder kennen, da er damals zu Star Treck die Musik mit eingespielt und die Trompetensoli gespielt hatte. Beide waren viele Jahre lang Solo-Trompeter des LSO.


    2. Die CD mit Transkriptionen von Bach's Matthäus-Passion wurden bereits mal erwähnt, ich weiß nicht, ob das hier war gerade. Dorthe Zielke mag niemand kennen, spielt aber wirklich ganz hervorragend zusammen mit Soren Johannsen an der Orgel.


    3. Niklas Eklund gehört zu den weltbesten Trompetern auf alten Instrumentarium, und hat hier sechs hervorragende CDs eingespielt. Als Dirigenten wirkten Nil-Eriks Sparf und Roy Goodman mit, zwei anerkannte Spezialisten für Alte Musik. Dazu wirkten mit Edward Tarr sein stilistisches Vorbild und in Jeffrey Segal ein weiterer hochkarätiger Trompetenkollege mit.


    4. Das Orgelwerk Dupres wurde ebenfalls ausführlich bei Naxos aufgenommen. Ich habe mich für eine CD entschieden, die auch in Verbindung mit einem Orchester steht, nämlich u.a. das Orgelkonzert in E-Moll beinhaltet.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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