Eben gehört - 2011/12

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  • Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück.
    Die 3. Runde "Eben gehört" zum 2. Geburtstag Capriccios.



    Glücksmusik am Morgen: Erstes Trio, letzter Satz. Wirkt besser als Kaffee.


    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms


  • ...
    Wirkt besser als Kaffee.
    ...


    Sogar als die bunten Kapseln, auf die göttliche Taxifahrer ganz versessen sind? ;+)


    Na denne dann, Heroisches zum 2. Geburtstag:



    Die Einspielung mag ich schon sehr. Straff, klar, ohne hohles Pathos, gleichwohl groß.


    :wink:

  • Sogar als die bunten Kapseln, auf die göttliche Taxifahrer ganz versessen sind?


    Kaum Freund, schon spioniert ;+)
    Die Käpselchen sind natürlich harte Konkurrenz, George.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Der neue Thread muss schleunigst gefüllt werden :D


    Von mir mit dieser CD, mit der ich den Tag musikalisch beginne:




    Liebe Grüße
    :wink:
    Renate

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Ich bin mit einer - lange nicht mehr gehörten - Lieblingsplatte in den Tag eingestiegen:



    Ich ertrage Vivaldis Jahreszeiten eigentlich nur noch so: in Ergänzung mit Piazzolla. Beides sehr energiegeladen, beides großartig gespielt ....

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • Nach viel Wagner (Die Walküre, Levine, 2011 - nur akustisch, aber beeindruckend auch so)



    Ludwig van Beethoven: Lieder


    gesungen von Fischer-Dieskau über dessen Interpretation in der damaligen DG-(LP)-Box im Rahmen der Beethoven-Edition ich Beethovens Lieder erst einmal kennen und zu schätzen lernte. Das Verdienst von Fi-Di in der Vermittlung von weitgehend unbekannten Liedkomponisten ist neben seinen anderen Großtaten nicht hoch genug anzusetzen. Ich bin ihm - trotz aller Kritik - dankbar für die Offenheit einem großen Repertoire gegenüber.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Na, dann stelle ich mir den neuen Thread auch mal kursiv und bekenne, dass ich heute morgen als alter Ratefreund Jazz gehört habe, und zwar in dieser Version aus meiner alten, also anders aufgemachten Gesamtaufnahme aller Klaviersonaten Beethovens mit FG:



    Die kleine Arie am Schluss swingt wirklich enorm.


    :wink: Rideamus



  • Dann steuere ich dir doch auch schnell meinen ersten Beitrag zum neuen "Eben gehört"-Thread bei (dem Dauerbrenner unseres Forums, wie mir scheint).


    Bei mir gibt es heute morgen Bruckner:
    Anton Bruckner
    Symphonie Nr 1 c-moll ( in der Linzer Fassung von 1866)


    gespielt von den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Mit vielen der großen spätromantischen Symphoniker habe ich mich lange schwer getan, in diesen Kolossen absoluter Musik habe ich mich einfach nicht zurecht gefunden. Brahms und Mahler höre ich inzwischen mit Begeisterung, nur zu Bruckner habe ich trotz wiederholter Versuche immer noch keinen Zugang gefunden. Das ist Musik, die ich in dem Moment, wo ich sie höre, schon wieder vergessen habe, wabernder Bombast ohne rechte Melodie oder Kontur.
    Jetzt habe ich wieder einmal einen Versuch mit Bruckner gemacht, dieses Mal eben mit seiner ersten Symphonie. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Da höre ich endlich lebendige, leidenschaftliche Musik voller Schönheiten und Stimmungen. Vielleicht nähere ich mich ja auch Bruckner doch noch an.
    Die Aufnahme, die ich gerade höre, macht mir im Übrigen auch einen sehr guten Eindruck. Ich glaube, der hier so oft verspottete Karajan hatte für Bruckner ein gutes Händchen, kann das sein?

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde


  • Die Aufnahme, die ich gerade höre, macht mir im Übrigen auch einen sehr guten Eindruck. Ich glaube, der hier so oft verspottete Karajan hatte für Bruckner ein gutes Händchen, kann das sein?


    Verspottet wird Karajan hier nicht, man muss eben feststellen, dass es gute, durchschnittliche und eine Anzahl von mittelmäßigen Interpretationen des Maestros gibt. Bei Bruckner schätze ich etwa seine Achte vor allem wegen des Klangsinnes bei Karajan. Man darf aber nicht übersehen, dass es gerade bei Bruckner (bessere) Alternativen gibt. Karajan hat eben noch die korrumpierten Ausgaben benutzt, wie die meisten seiner Zeitgenossen. Heute geht man bewusster an die verschiedenen Fassungen heran, ein durchaus hörenswertes Projekt waren die Einspielungen von Tintner auf Naxos. Bei mir stehen im Moment eine ganze Reihe von Zyklen, nicht zuletzt kommen aber immer wieder Einzelaufnahmen dazu.


    Zu der ersten: es gibt die Erstfassung (Linzer Fassung 1865/66) unter Tintner (Alternativen: Sawallisch und Inbal), die Linzer Fassung von 1877 (bei mir unter Horenstein) und die Wiener Fassung von 1890/91 etwa unter Wand. Und das wäre sicher eine Empfehlung wert, denn der Zyklus von Günther Wand wurde beim Erscheinen allgemein bewundert - und die Wertschätzung hat - soweit ich das sehen kann - nicht nachgelassen.


    Wenn Karajan hier eher ein schlechtes Image hat, liegt an seinen Jüngern, die unterschiedlos alles vom Maestro propagieren. Ich kenne diese Art von Einseitigkeit nur im Zusammenhang mit Karajan.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Ein kleiner Nachtrag:


    Wenn Du wissen willst, welche Fassung Deiner Einspielung zugrunde liegt, erfährst Du es hier. Du kommst auf eine wunderbare Seite, die seit vielen Jahren für Brucknerfreunde ein absolutes Muss ist.


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Bei mir mein bisher bester Kauf 2011. Eine absolut phantastische Platte, ich hab Bach noch nie so überaus schön, klar und empfindsam auf der Laute gehört. Walter Gerwig spielte diese Aufnahmen 1964 ein.






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    Immer noch da ... ab und an.

  • Wollte eigentlich Cellosonaten von Brahms kaufen, waren nicht da, also kurzerhand das hier mitgenommen:



    Gefällt mir ausgezeichnet und ist gar nicht stingish.


    :wink: Thomas

  • Bei Bruckner schätze ich etwa seine Achte vor allem wegen des Klangsinnes bei Karajan. Man darf aber nicht übersehen, dass es gerade bei Bruckner (bessere) Alternativen gibt.


    An dieser Aufnahme der Ersten gefällt mir vor allem die Lebendigkeit und Leidneschaftlichkeit, die Karajan dieser Musik abgewinnt. Er hält auch in den langen Ecksätzen den Spannungsbogen immer aufrecht und vermeidet hohlen Bombast. Zu diesem Eindruck tragen auch Karajabs zügige Tempi viel bei. Mich überzeugt diese Herangehensweise sehr, sie hat mir neu die Ohren geöffnet für die Schönheiten von Bruckners Musik.
    Mit den Berliner Philharmonikern hatte Karajan natürlich auch ein absolutes Spitzenorchester zur Verfügung, dessen schiere Klangpracht allein schon ein Vergnügen ist. Dass es von Karajan auch mittelmäßige und belanglose Aufnahmen gibt, das ist selbstverständlich, da wird dir wohl niemand widersprechen.

    Ein kleiner Nachtrag:


    Wenn Du wissen willst, welche Fassung Deiner Einspielung zugrunde liegt, erfährst Du es hier. Du kommst auf eine wunderbare Seite, die seit vielen Jahren für Brucknerfreunde ein absolutes Muss ist.


    Liebe Grüße Peter


    Die Seite kenne ich bereits, auch wenn Bruckner bisher zu den wenigen Komponisten gehört, deren Musik ich so überhaupt nichts abgewinnen kann. Trotzdem danke ich natürlich für den Hinweis, vielleicht lesen ihn ja noch andere Bruckner-Neulinge. Die diskographische Übersicht, nach Fassungen geordnet, ist für Neulinge wie für Fortgeschrittene in der Tat sehr hilf- und aufschlussreich. Über die von Karajan gewählte Fassung (Linzer Erstfassung von 1866) gibt übrigens auch das Begleitheft der Aufnahme erschöpfend Aufschluss.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ludwig van Beethoven gespielt von Alfredo Perl:



    (Arte Nova-Ausgabe)
    ,


    Sonaten 30, 31, 32.



    "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
    Joris-Karl Huysmans

  • hm... lecker... Rubinstein-Sinfonien... das wäre auch mal was völlig Neues für mich, muss ich auch mal dran knabbern.


    Stattdessen



    gefällt!

    Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.

  • Anlässlich des Jubiläums läuft bei mir nun erst einmal Bach Kantate BWV 194 "Hochsterwünschtes Freudenfest" mit Leusink und Consorten:



    Was für eine Fügung, dass es in dieser Festkantate keine Alt-Partie gibt und das Ohr daher Buwalda-frei bleibt ( :hide: ).
    Ruth Holton, Knut Schoch und Nico van der Meel machen ihre Sache - wie auch Chor & Orchester - recht ordentlich.
    Für einen festlichen Touch reicht es allemal.


    :wink: Agravain

  • Ralph Kirkpatrick mit zwei Italienischen Konzerten, der Chromatischen Fantasie und Fuge, sowie der Partita Nr. 1 von Johann Sebastian Bach. Ursprünglich für ARCHIV/DGG im Jahr 1959 aufgenommen. Bei mir auf einer Scheibe aus dem Jahre 1976. Kirkpatrick spielt hier ein namenloses, etwas spitzig klingendes Cembalo - typisch 50er.





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    Immer noch da ... ab und an.