Eben gehört - 2011/12

  • Jehan Vaillant; Trés douls amis - Ma dame - Cent mille fois (rondeau)

    Ma dame, ce que vous m'avez proumis
    a vous amer et desirer m'amort,
    ce que de vous seray noumé amis
    ma dame, ce que vous m'avez proumis.

    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Ich habe heute einmal wieder diese CD gehört:

    Die Bratschenkonzerte von Antonio Rosetti und Franz Anton Hoffmeister gefallen mir sehr gut. Ich liebe Mozart und was an dessen Musik nicht personaler, sonder Zeitstil ist, das findet man bei Rosetti und Hoffmeister in sehr gekonnter Weise wieder. Hoffmeisters Konzert ist sehr schulmeisterlich geraten, wenn man ihn an den besten seiner Zeitgenossen misst, ist man versucht, das als ordentliche Arbeit eines Routiniers abzutun, wenn man aber genauer hinhört, entdecke zumindest ich da sehr schöne Details , ein Changieren der Klangfarben und Modulationen und im zweiten Satz eine wunderbare tiefe Moll-Empfindsamkeit.
    Der Rest des Programms besteht aus Bearbeitungen von Sätzen aus Bach-Kantaten. So wie die Sänger einer nach dem anderen ein Händel-Album herausbringen scheint es bei Instrumentalisten gerade große Mode zu sein, Bach zu bearbeiten. Egal für welchen Instrument, immer werden ein paar Sätze aus Bach-Kantaten "verwurstet". Ich würde mir von vielen Instrumentalisten da mehr Entdeckerfreude wünschen, es gibt für jedes Instrument noch so unglaublich viel unentdecktes Originalrepertoire, dass solche Bearbeitungen zur Repertoireerweiterung wahrlich nicht nötig sind. Wenn die Bearbeitungen allerdings so gekonnt gemacht sind wie hier, dann verzeihe ich für das geglückte Ergebnis auch gerne die methodische Fragwürdigkeit!

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Bernard Herrmann dirgiert Bernard Herrmann:

    Ausschnitte aus den Filmmusiken zu: Mysterious Island (1961), Jason and the Argonauts (1963), The three worlds of Gulliver (1960)

    und

    Ausschnitte aus den Filmmusiken zu: Jane Eyre (1944), The snows of Kilimanjaro (1952), Citizen Kane (1941), The Devil and Daniel Webster (1941)

    Lionel

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Bei mir gerade eine Neuentdeckung in Sachen Bliss:

    Sir Arthur Bliss (1891-1975):
    Meditations on a Theme by John Blow für Orchester, opus 80 1955
    Metamorphic Variations für Orchester 1972
    Bournemouth Symphony Orchestra, David Lloyd-Jones
    Naxos, 2009, 1 CD

    :wink:
    Johannes

  • Walter Braunfels: Serenade op. 20

    Der langsame Satz ist ein kleines Wunder ...

    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Dank eines Forenmitglieds erklang so eben zum ersten Mal bei mir diese interessante Scheibe:

    Herbert Howells (1892 - 1983):

    Das ist ganz nach meinem Geschmack: very good.

    Lionel

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Zunächst

    Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
    Talvela, Gayer, Güden, Häfliger, Lehr, Jasper, Mercker, Feldhoff
    Eugen Jochum 1966

    Der Mitschnitt ist mir nicht zuletzt wegen Güden (Pamina) ein lieber Zuwachs in meinem "Zauberflöten"-Regal.

    Dann

    Carl Maria von Weber: Der erste Ton (J. 58)

    Etwas, wie "Die Schöpfung" von Weber. Bei der Kantate aus dem Jahr 1806, zu der Rochlitz den Text lieferte, preist die Schöpfung,das Werden der Welt aus des düsteren Chaos unendlicher Macht bis zum Erscheinen des letzten, fehlenden Elements - des Tones. Das Werk endet mit einer effektvollen Fuge. Die Form des Werkes ist nach einer umfangreichen Ouvertüremit der Darstellung des Chaos eine vom Orchester begleitete Rezitation (Sprecher: Pape). Der Text bietet ausreichend Gelegenheit zu lautmalerischen Passagen, man kann in dem Werk den ersten Durchbruch zur romantischen Verschmelzung von Wort und Musik mit Hilfe neuartiger malender Mittel sehen (zit. bei Warrack). Sicherlich kein Werk auf der Höhe der Haydnschen Schöpfung, aber ein zumindest interessantes Werk, für den Weber-Freund ein Gewinn. Zum 225. Geburtstag Webers wurde diese Kantate unter Manfred Honeck, der die Staatskapelle Dresden leitete, am 5.7.2011 wieder zur Aufführung gebracht.

    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Die Tallis-Scholars singen Brumel: Missa "Et ecce terrae motus

    Die Aufnahme stammt aus dieser Box;

    Danke für den Tipp Chris! ;+)


    :wink: :wink:


    Christian

    Rem tene- verba sequentur - Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen

    Cato der Ältere

  • Michel Corrette: Laudate Dominum

    Ein Satz dieser Motette ist eine Verwandlung des 1. Satzes von Vivaldis La primavera in einen Chorsatz - atemberaubend.

    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Aus gegebenem Anlass höre ich nun Kleibers "Tristan"- Einspielung mit Margaret Price, Rene Kollo, Brigitte Fassbaender, Dietrich Fischer-Dieskau und Kurt Moll.


    :wink:
    Renate

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Arcangelo Corelli: Sonata da Chesa D-dur op. 1 Nr. 12

    danach

    Perotinus Magnus: Sederunt principes. Graduale

    Dazu gleich mehr ...

    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Im heimatlichen Teatro dell'Opera lief eben:

    .

    Und weil ich jetzt schon dabei bin, höre ich nun Tristan und Isolde à la Karajan:

    Ich finde letztere Einspielung im Grunde nicht so übel, wie viele gerne sagen.
    Sicher, das Teil hat Schwächen, aber ich kenne bisher keinen vollkommen ausgewogenen Tristan. Sicher, Karajan lässt die Partitur enorm glühen, so dass es manchem doch zu sehr nach Technicolor klingen mag. Sicher, die Tonregie ist streckenweise ziemlich unter aller Kanone. Sicher, Vickers' Deutsch ist einigermaßen rustikal (immer, aber auch wirklich immer: "Isoldääääääääääääääääääää"). Sicher, Helga Dernesch ist keine ganz große Isolde. Aber: Trotz der eher breiten Anlage wird spannungsvoller Wagner musiziert, Vickers' Charakterzeichnung ist packend, der dritte Akt reißt an der Seele, auch die Nebenrollen sind glänzend besetzt, der Liebestod ist (zumindest orchestral) ein Wunderwerk.
    Ich bin's einigermaßen zufrieden.

    :wink: Agravain

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!