Wo wir so hingehen - Anstehende Besuche von Oper / Theater / Konzert

  • Heute Mittag habe ich übrigens zufällig mitbekommen, dass wohl noch ein weiterer Capriccioso heute Abend dort sein wird.

    Ich bin wahrscheinlich nicht gemeint, aber ich mache mich jedenfalls jetzt gleich auch auf den Weg!


    Christian

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Das Konzert ist zwar schon ein paar Stunden vorbei, aber ich bin erst jetzt wieder am Computer und hatte seit meinem Eintrag heute Nachmittag auch nicht mehr ins Forum geguckt.
    Das ist ja ein Zufall, das gleich drei Leute hier aus dem Forum da waren,damit hätte ich nicht gerechnet! Wie hat es euch denn gefallen?
    Ich bin ein Bisschen zwiegespalten. :S

    Ob man bei dem ausverkauften Konzert wohl noch spontan eine Karte ergattern kann?


    P.S. (nach dem Konzert). Hatte Glück, hat funktioniert. Und einen Capriccioso habe ich auch getroffen. :thumbup:


    Mir war überhaupt nicht bewusst, dass du auch hier aus der Gegend kommst! Im Gegensatz zu den Kammerkonzerten und Opernaufführungen ist die Abonnementreihe der Symphoniekonzerte ja eigentlich immer voll. Aber einen Platz auf der Zusatztribüne kriegt man meiner Erfahrung nach fast immer noch, ich bin auch schon ein paar Mal da gewesen, ohne vorher eine Karte gekauft zu haben.

    Ich bin wahrscheinlich nicht gemeint, aber ich mache mich jedenfalls jetzt gleich auch auf den Weg!


    Doch, es warst tatsächlich du gemeint! ;+)

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Mir war überhaupt nicht bewusst, dass du auch hier aus der Gegend kommst!


    Habe ich nie an die große Glocke gehängt. Zudem bin ich oft nicht in der Gegend.

    Wie hat es euch denn gefallen?
    Ich bin ein Bisschen zwiegespalten. :S


    Den Solisten (Cello) fand ich sehr gut. Auch die Hornistin war gut. Das Orchester hätte beim Schostakowitsch intensiver sein können. Teilweise lauter. Die Pauke hätte manchmal mehr knallen können (sie klang mir zu weich). Aber insgesamt war es nicht schlecht. Tschaikowski 5 war m. E. tadellos gespielt. Das kann das Orchester vermutlich auf Autopilot. Ich habe währenddessen überlegt, ob es sein kann, dass ich Tschaikowski 5 schon dreimal mit der NWDP gehört habe, und ich glaube: ja (in einem Zeitraum von 25-30 Jahren). Die Sinfonie war mal lange Zeit eine meiner ersten Lieblingssinfonien. Lange ist es her. Zum Großteil finde ich sie aber immer noch schön. Allerdings finde ich das Finale überladen. Ich habe mich auch gefragt, da ich mich ja gerade mit den Sinfonien von Sibelius angefreundet habe, wo da eigentlich der Unterschied ist. Tschaikowski wirkt auf mich unmittelbar attraktiver. Ich bin dieser Art von Attraktivität nur etwas müde seit einiger Zeit. Die Sinfonien 3-7 von Sibelius sind deutlich karger, subtiler, einsamer. Und besonders: bei Tschaikowski 5 fand ich das nicht enden wollende Finale und die Coda nervig. Die Schlüsse von Sibelius empfinde ich als angenehm kurz, fast prosaisch. Überhaupt geht Sibelius mit schönen Stellen sehr sparsam um, ganz im Gegensatz zu Tschaikowski. Aber objektiv gesehen glaube ich nicht, dass Sibelius' Sinfonien qualitativ besser sind als Tschaikowskis.


    Okay, die letzten Bemerkungen hatten wenig mit dem konkreten Konzert ansich zu tun, aber das sind meine Gedanken dazu.


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Damit, dass mein Eindruck zwiegespalten ist, meine ich, dass mir die erste Konzerthälfte besser gefallen hat als die zweite. Ich bin vor allem wegen der Tschaikowsky-Symphonie in das Konzert gegangen, die ich nicht nur sehr liebe, sondern auch gut kenne. Und gerade hier haben mich die NWD und Abel etwas enttäsucht, ohne das ich konkret benennen könnte, warum.

    Den Solisten (Cello) fand ich sehr gut. Auch die Hornistin war gut. Das Orchester hätte beim Schostakowitsch intensiver sein können. Teilweise lauter.


    Ja, das kann ich alles nachvollziehen. Der Solist hat mich beeinruckt, und auch wenn ich dir recht gebe, dass das Orchester präsenter hätte seien können, fand ich die Aufführung des Cellokonzertes richtig, richtig gut.

    Tschaikowski 5 war m. E. tadellos gespielt. Das kann das Orchester vermutlich auf Autopilot.


    Ja, bestimmt. Aber ich finde: Es klang auch ein Bisschen so. Yves Abel hatte mörderisch schnelle Tempi, das Orchester hat das mit tadelloser Präzision mitgemacht, die Solostellen der Bläser (allen voran natürlich die Hornistin, die in beiden Stücken größere Soli hatte) waren imponierend. Aber der Funke ist nicht übergesprungen. Mir fehlte - das ist schwieirg zu beschreiben, weil es so unkonkret ist - der große Bogen, der innere Zusammenhang, in den sich all die guten Einzelleistungen einordnen. Tschaikowskys 5. Symphonie ist ein Stück, bei dem ich eigentlich am Ende total platt bin. Heute bin ich ziemlich gelassen aus dem Konzert heraus gekommen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Bonn - Benvenuto Cellini

    Sonntag, 1.Novemer - Oper Bonn


    Hector Berlioz - BENVENUTO CELLINI (Premiere)




    Besucht noch jemand diese Premiere ? Ich würde mich auf ein Pausengespräch bei einem Bier (oder auch Glas Wein, Mineralwasser, ...) freuen.



    Grüße von der Donau an den Rhein
    Michael

  • vasco da gama im rbb am 28.10.2015

    Liebe capricciosi,


    da ich gestern nicht in Berlin war, konnte ich die Aufnahme leider nicht hören.


    Hat jemand die Sendung mitgeschnitten und könnte mir ggf. eine Kopie oder einen Link zukommen lassen ??


    Die Aufführung am 24.8. habe ich erlebt; hier meine Eindrücke:


    Die in der Presse und in einem anderen Forum zerrissene Inszenierung fand ich nicht schlecht, wobei allerdings von Personenregie keine Rede sein konnte.


    Der von William Spaulding eistudierte Chor war phänomenal.


    Das Orchester unter Enrique Mazzola machte seine Sache ordentlich, es hätte noch ein wenig mehr "rausgehen" können.


    Das Solistenensemble hatte leider nicht homogenes Niveau, wenngleich es keine Totalausfälle gab;


    Imo fehlbesetzt war Nino Machaidze, die alle hohen Töne stemmte, was natürlich unschön anzuhören war.


    Roberto Alagna kämpfte mit seinen Indispositionsresten, hielt aber achtbar durch.


    Markus Brück als Nelusco war hervorragend, ebenso Sophie Koch als Selica.


    Die übrige Besetzung trug zum Gelingen dieser Aufführung bei, freuen wir uns auf weitere Meyerbeer-Entdeckungen an der DOB.


    Liebe Grüße,




    Bassbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten...


    GB

  • da ich gestern nicht in Berlin war, konnte ich die Aufnahme leider nicht hören.


    Hat jemand die Sendung mitgeschnitten und könnte mir ggf. eine Kopie oder einen Link zukommen lassen ??


    "schweige die Sorge..."
    ;+)
    Nix versäumt. Sendetermin ist erst Ende November.
    Im Radiothread gleich mehr Info.

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Samstag, 07.11.2015, 20:00 Uhr // Messe Stuttgart
    Lachenmann Perspektiven


    Musikalische Leitung: Baldur Brönnimann, Rupert Huber, Clement Power
    Klavier: Yukiko Sugawara
    Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
    Staatsorchester Stuttgart



    KARLHEINZ STOCKHAUSEN
    GRUPPEN FÜR DREI ORCHESTER (1955-57)


    HELMUT LACHENMANN
    SERYNADE FÜR KLAVIER (1997/98)

  • morgen:


    31.10.2015 Kunstmuseum Kloster Unserer Lieben Frauen Magdeburg
    - Guillaume Dufay: "Missa L´homme armé"
    - Luigi Nono: "Das atmende Klarsein"

    AUDITIVVOKAL DRESDEN / Olaf Katzer


    Gruß petit_concours

    W o h n z i m m e r w e t t b e w e r b:
    Petit concours à la maison... (S. Richter, 1976)

  • Zum Abschluss des Berlinmarathons


    Komische Oper


    G.F. Händel: GIULIO CESARE



    STAB
    Musikalische LeitungKonrad Junghänel
    InszenierungLydia Steier
    BühnenbildKatharina Schlipf
    KostümeUrsula Kudrna
    DramaturgieJohanna Wall
    ChöreDavid Cavelius
    LichtDiego Leetz


    BESETZUNG
    Giulio CesareDominik Köninger
    CleopatraSydney Mancasola
    CorneliaEzgi Kutlu
    Sesto PompeoTheresa Kronthaler
    TolomeoAnna Bernacka
    AchillaGünter Papendell

    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!

  • Novembertermine



    Sonntag, 8.11.2015 Großes Festspielhaus Salzburg


    Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-moll op. 47
    Hans Rott: Symphonie Nr. 1 E-Dur

    James Ehnes (Violine)
    Mozarteum Orchester; Constantin Trinks


    Ein Programm, auf das ich mich besonders freue!


    :wink:
    Renate

    Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)

  • Eigentlich wollte ich ja gar nicht in die Premiere, nun ist das aber der einzige Termin, an dem ich kann, wo es noch Karten gibt, die bayerische Oper (komponiert zu weiten Teilen in Ettal) eines großen Russen in München zu hören:


    München 29.11.2015 19 Uhr
    Nationaltheater


    Der feurige Engel


    Oper in fünf Akten und sieben Bildern


    Komponist Sergej Prokofjew · Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Roman von Waleri J. Brjussow
    In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln


    Musikalische Leitung Vladimir Jurowski
    Inszenierung Barrie Kosky
    Bühne Rebecca Ringst


    Ruprecht Evgeny Nikitin
    Renata Svetlana Sozdateleva
    Schenkwirtin Heike Grötzinger
    Wahrsagerin Elena Manistina
    Agrippa von Nettesheim Vladimir Galouzine
    Mephistopheles Kevin Conners
    Äbtissin Okka von der Damerau
    Faust Igor Tsarkov
    Inquisitor Goran Jurić
    Jakob Glock Ulrich Reß
    Mathias Wissmann Tim Kuypers
    Doktor Matthew Grills
    Knecht Christian Rieger
    Schankwirt Andrea Borghini
    Junge Nonne 1 Iris van Wijnen
    Junge Nonne 2 Deniz Uzun
    Bayerisches Staatsorchester
    Chor der Bayerischen Staatsoper


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)


  • Nanu - bis vor wenigen Tagen war noch Evelyn Herlitzius als Renata annonciert. Jetzt ist sie bei der Premierenserie im November/Dezember durchgehend ersetzt worden und steht nur noch für den Festspieltermin im nächsten Juli drin. Sie ist erkrankt, so die offizielle Meldung der Besetzungsänderung ("https://www.staatsoper.de/besetzungen.html"). Nicht dass ich Frau Herlitzius wirklich nachtrauern würde... Svetlana Sozdateleva hat die Rolle ja schon in Brüssel, an der Komischen Oper Berlin (wo Kosky, der jetzt in München inszeniert, als Intendant wirkt) und in Düsseldorf gesungen.



    Viele Grüße


    Bernd

    .

  • Nanu - bis vor wenigen Tagen war noch Evelyn Herlitzius als Renata annonciert. Jetzt ist sie bei der Premierenserie im November/Dezember durchgehend ersetzt worden und steht nur noch für den Festspieltermin im nächsten Juli drin. Sie ist erkrankt, so die offizielle Meldung der Besetzungsänderung ("https://www.staatsoper.de/besetzungen.html"). Nicht dass ich Frau Herlitzius wirklich nachtrauern würde... Svetlana Sozdateleva hat die Rolle ja schon in Brüssel, an der Komischen Oper Berlin (wo Kosky, der jetzt in München inszeniert, als Intendant wirkt) und in Düsseldorf gesungen.


    Viele Grüße


    Bernd


    Hallo Bernd,


    dann vermutlich eher eine Indisposition: für den jeweils einen Festspiele-Termin vom Feurigen Engel und Lohengrin-Ortrud ist Frau Herlitzius noch aufgeführt, und für die Elektra im April ist sie heute noch vorgesehen.


    Gruß Benno

    Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)

  • dann vermutlich eher eine Indisposition: für den jeweils einen Festspiele-Termin vom Feurigen Engel und Lohengrin-Ortrud ist Frau Herlitzius noch aufgeführt, und für die Elektra im April ist sie heute noch vorgesehen.


    Hallo Benno,


    den offiziellen Grund "Erkrankung" will ich auch gar nicht anzweifeln, die Proben laufen ja auch schon einige Zeit. Vor ein paar Tagen ist mir nur beim Durchhören der Oper wieder aufgefallen, dass die Renata nicht nur eine gesanglich sehr fordernde Partie ist, sondern dass sie für eine Nicht-Muttersprachlerin wegen der Unmengen an russischem Text vermutlich auch schwierig und zeitraubend einzustudieren ist. Und es ist (wäre), soweit ich sehe, das Rollendebut für Herlitzius.



    Viele Grüße


    Bernd

    .

  • gefühlte 45 Grad in der Düsseldorfer Münster Therme bei der


    "www.unterwasseroper.de" ;(

    Je niedriger der Betroffenheitsgrad, desto höher der Unterhaltungswert!

  • Eine erste Begegnung mit dem Modigliano Quartett steht für kommenden Dienstag an.


    Mozart Streichquartett d-Moll KV 421
    Schostakowitsch Streichquartett Nr. 1 C-Dur op. 49
    Beethoven Streichquartett f-Moll op. 95

  • Dienstag 10. November 2015
    20:00, Frankfurt, Alte Oper, Großer Saal


    Grigory Sokolov Klavier


    Franz Schubert
    Sonate a-Moll op. 143 D 784
    Moments musicaux für Klavier op. 94 D 780
    Fréderic Chopin
    Zwei Nocturnes op. 32
    Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35



    Hat Sokolov dieses Programm in diesem Jahr bereits irgendwo gespielt? Weiß jemand die Zugaben, die er geben wird?


    Gruß
    kdp

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