Wo wir so hingehen - Anstehende Besuche von Oper / Theater / Konzert

  • Seit heute ist ganz Belgien (und also auch mein Wohnort) aus deutscher Sicht ein Hochrisikogebiet. Wenn du Glück im Unglück hattest, haben sie vielleicht das Mozart Divertimento K 563, also ein Streichtrio gespielt. Diesen "Unglücksfall" erlebte ich einmal, als das Guarneri Quartett nur zu Dritt anreiste. Und als ich das Artemis Quartett in Antwerpen hören wollte ....war der Bratschist kurz zuvor gestorben. Da war Elisabeth Leonskaja eingesprungen und es gab Klavierquartette (die 2. Geige wechselte zur Bratsche).

  • Seit heute ist ganz Belgien (und also auch mein Wohnort) aus deutscher Sicht ein Hochrisikogebiet.

    Ich wünsche weiterhin gute Gesundheit und Zuversicht - ich darf sicher sagen von uns allen, an uns alle.

    Wenn du Glück im Unglück hattest, haben sie vielleicht das Mozart Divertimento K 563, also ein Streichtrio gespielt. Diesen "Unglücksfall" erlebte ich einmal, als das Guarneri Quartett nur zu Dritt anreiste. Und als ich das Artemis Quartett in Antwerpen hören wollte ....war der Bratschist kurz zuvor gestorben. Da war Elisabeth Leonskaja eingesprungen und es gab Klavierquartette (die 2. Geige wechselte zur Bratsche).

    Das war wirklich ein Glücksfall. Es kommt auch mit darauf an, welches Instrument ausfällt. Wenn es das Cello ist, dann wird es schwieriger.

  • Man kann die Anmerkung natürlich so interpretieren. Man könnte auch annehmen, dass es etwas unglücklich formuliert, aber einfach gemeint war, dass aus einer sehr schwierigen Situation das beste gemacht wurde, was bei einem Ausfall des Cellisten schwieriger gewesen wäre. Dann hätte man das Kegelstatttrio mit Geige und zwei Violinsonaten oder eines der Mozart-Duos spielen können.

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Gestern Karten bestellt:

    Mannheim, Rosengarten, Mozartsaal

    Sonntag, 18.10.2020, 18:00

    Giovanni Gabrieli: Canzon à 12
    Giovanni Gabrieli: Sonata pian’ e forte (Ch.175 / Nr. 33)
    Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr. 1 op. 9
    Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048
    Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4

    Nationaltheater-Orchester Mannheim, Ltg.: Alexander Soddy

    Dienstag, 17.11.2020, 17:30 Uhr

    Franz Schreker: Kammersymphonie
    Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Horn und Orchester Nr. 3 Es-Dur KV 447
    Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 Haffner-Symphonie

    Radek Baborák, Horn, Nationaltheater-Orchester Mannheim, Ltg.: Alexander Soddy

    Dienstag, 15.12.2020, 20:30 Uhr

    Kurt Weill: Kleine Dreigroschenmusik für Blasorchester
    Paul Hindemith: Der Schwanendreher
    Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

    Amihai Grosz, Viola, Nationaltheater-Orchester Mannheim, Ltg.: Ingo Metzmacher

    https://musikalische-akademie.de/saison/spielzeit-2020-21/

    Aufgrund der aktuellen Umstände sind bekanntlich auch größere Orchester gezwungen, ihre Programme umzustellen und Werke für Kammerorchester aufzunehmen. Das hat den für mich angenehmen Effekt, daß ich auch Werke des 20. Jahrhunderts im Konzertsaal erleben kann, die sonst eher selten aufgeführt werden, wie hier von Schönberg, Schreker, Weill und Hindemith.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

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    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Man könnte auch annehmen, dass es etwas unglücklich formuliert, aber einfach gemeint war, dass aus einer sehr schwierigen Situation das beste gemacht wurde, was bei einem Ausfall des Cellisten schwieriger gewesen wäre. Dann hätte man das Kegelstatttrio mit Geige und zwei Violinsonaten oder eines der Mozart-Duos spielen können.

    Genau.

  • Sehr unglücklich formuliert, würde ich mal sagen.

    nicht mehr und nicht weniger.

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    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Wie kann man mir so etwas unterstellen.
    Ich finde es wirkich schokierend, dass so etwas hier geschrieben werden darf.

    Ich habe nichts unterstellt, sondern kundgetan, dass ich es völlig daneben finde, im Zusammenhang mit dem Tod eines Ensemblemitglieds das Wort "Glücksfall" zu verwenden.

    nicht mehr und nicht weniger.

    Genau.

  • Wenn du Glück im Unglück hattest,

    Da war Elisabeth Leonskaja eingesprungen und es gab Klavierquartette (die 2. Geige wechselte zur Bratsche).

    "Glücksfall" bezieht sich ganz klar auf das Einspringen von Elisabeth Leonskaja und keinesfalls auf den tragischen Tod eines Ensemblemitglieds.

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Ich habe nichts unterstellt, sondern kundgetan, dass ich es völlig daneben finde, im Zusammenhang mit dem Tod eines Ensemblemitglieds das Wort "Glücksfall" zu verwenden.

    Die Unterstellung und Verdrehung bestand viel schlimmer in dem hier:

    dass es nicht den Cellisten getroffen hat

    Das ist bodenlos verdreht. Und solche Verdrehungen und assoziierte Kommentare sollten hier nicht erlaubt sein.
    Es ist dadurch ein ganz freundlicher Austausch zwichen mir, Babayga und Abendroth völlig unnötig gestört worden.

  • Es sind prinzipiell alle Beiträge erlaubt, die den Forenregeln nicht widersprechen, Rufe zur Zensur sind also deplatziert. Wenn mir eine solche Formulierung passiert wäre, hätte ich geschrieben: "Das tut mir sehr leid, war in keiner Weise so gemeint!", aber ich hätte nicht herumgekeift und mich aufgeregt, dass Beiträge, die meine Beiträge kritisieren, geschrieben werden dürfen.

    Wegen der im Mai 2023 in Kraft getretenen Forenregeln beteilige ich mich in diesem Forum nicht mehr (sondern schreibe unter demselben Pseudonym in einem anderen Forum), bin aber hier per PN weiterhin erreichbar.

  • Es ist selbstverständlich, dass ich es nicht so gemeint haben konnte. Niemand hätte es so gemeint. Das jemandem zu unterstellen ist zutiefst beleidgend. Besonders, wenn man noch nie einen Anlass gegeben hat dahingehend verdächtigt werden zu können.

    aber ich hätte nicht herumgekeift und mich aufgeregt, dass Beiträge, die meine Beiträge kritisieren, geschrieben werden dürfen.


    Ich habe nicht gekeift, diese Formulierung ist beleidigend. Sondern ich habe eine Verdrehung richtiggestellt. Das darf ich ebenso, wie jeder andere, ohne dafür gleich wieder von Dir beleidigt zu werden. Man sollte hier im Forum nichts erfinden, was andere angeblich gesagt haben. Das fand aber in Christian Köhns Beitrag statt und das habe ich richtiggestellt.

    Und jetzt reicht es glaube ich.

  • Schon klar. Das Wording ist trotzdem haarsträubend

    Es ist nicht haarsträubend das Einspringen von Elisabeth Leonskaja als "Glücksfall" zu bezeichnen.
    Die Tragik des Todes eines Ensemblemitglieds wird damit keinesfalls entkräftet, weil dabei dessen "Unglück" in diesem Zusammhang präsent bleibt, denn User Abendroth wies doch darauf bereits ausdrücklich hin.

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Tja, Geschmack und Fingerspitzengefühl kann man eben nicht kaufen.

    Ja, deshalb wärs cool beides ins Stammbuch von Usern zu schreiben, die Rosamundes Reaktion auf Abendroths Posting so übereilig + impulsiv kritisieren..

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Man sollte hier im Forum nichts erfinden, was andere angeblich gesagt haben. Das fand aber in Christian Köhns Beitrag statt und das habe ich richtiggestellt.

    Nein, das fand nicht statt. Du hast zweifelsfrei von dem "Glücksfall" geschrieben, dass trotz des Todes (der bekanntlich ein Selbstmord war) des Bratschisten das Konzert stattfinden konnte, und hast festgestellt, dass es schwieriger geworden wäre, wenn statt dessen der Cellist ausgefallen wäre. Das Wort "Glücksfall" finde ich in einem solchen Zusammenhang völlig daneben. Es gibt auch keine Forenregel, die es mir verbietet, das auszudrücken.

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