Wo wir so hingehen - Anstehende Besuche von Oper / Theater / Konzert

  • Andreas Ottensamer Klarinette
    Gautier Capuçon Violoncello
    Yuja Wang Klavier

    Verständlich, dass du da schwach geworden bist! Aber für mich unverständlich, dass es leider keinen Termin in Ottensamers angestammter Wirkungsstätte, der Berliner Philharmonie, gibt...

  • für mich unverständlich, dass es leider keinen Termin in Ottensamers angestammter Wirkungsstätte, der Berliner Philharmonie, gibt...

    In der Tat. Die drei treten noch in Wiesbaden, Évian-les-Bains und Dortmund auf. Weitere Termine - etwa in Berlin oder München - scheint es nicht zu geben.

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Ich werde das Konzert mit Ottensamer, Capucon u. Wang übermorgen (1. Juli) in Dortmund besuchen.


    Das Programm enthält ausschließlich Werke von Brahms:


    Sonate f. Klavier u. Klarinette f-moll op. 120 Nr. 1
    Sonate für Klavier u. Violoncello Nr. 1 e-moll op. 28
    Trio f. Klavier, Violoncello u. Klarinette op. 11

  • Das Programm enthält ausschließlich Werke von Brahms:


    Sonate f. Klavier u. Klarinette f-moll op. 120 Nr. 1
    Sonate für Klavier u. Violoncello Nr. 1 e-moll op. 28
    Trio f. Klavier, Violoncello u. Klarinette op. 11

    Da ist etwas durcheinander geraten: Entweder stimmt beim Trio die Opus-Zahl nicht (Brahms' Klarinettentrio ist sein op. 114), oder es ist doch das Gassenhauer-Trio op. 11 von Beethoven gemeint. Und die e-moll-Sonate für Klavier und Violoncello ist op. 38, nicht 28.

    "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
    "Mir nicht."
    (Theodor W. Adorno)

  • Da ist etwas durcheinander geraten: Entweder stimmt beim Trio die Opus-Zahl nicht (Brahms' Klarinettentrio ist sein op. 114), oder es ist doch das Gassenhauer-Trio op. 11 von Beethoven gemeint. Und die e-moll-Sonate für Klavier und Violoncello ist op. 38, nicht 28.

    Das Programm ist auf der Homepage des Konzerthauses Dortmund korrekt aufgeführt (mit den Opuszahlen 38 und 114 und auch mit der korrekten Werkbezeichnung Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier - statt "Trio f. Klavier, Violoncello u. Klarinette" - bei op. 114):
    Andreas Ottensamer – Gautier Capuçon – Yuja Wang | 01.07.2021 | KONZERTHAUS DORTMUND (konzerthaus-dortmund.de)


    Im Übrigen ist es bemerkenswert, dass man in Dortmund das volle Programm mit allen drei Werken zu hören bekommt. Und das zu einem Eintrittspreis von 58,-- Euro (oberste Preiskategorie) für ein 90-minütiges Konzert. Gestern in Hamburg gab es zwei "halbe" Konzerte: Um 18.30 Uhr spielten die Musiker op. 38 und op. 114, um 21.00 Uhr dann op. 120 Nr. 1 und op. 114. Für jedes dieser Konzerte waren 98,-- Euro fällig (oberste Preiskategorie).


    Da ich in dem 21.00 Uhr-Konzert war, kann ich mich nicht beschweren: Es wurden die auf der Homepage der Elbphilharmonie angekündigten Werke op. 120 Nr. 1 und op. 114 gespielt. Bei dem Konzert um 18.30 Uhr gab es aber wieder mal eine kurzfristige Programmänderung: Auch für dieses Konzert waren die Werke op. 120 Nr. 1 und op. 114 angekündigt, gespielt wurden aber op. 38 und op. 114. Wie fühlt sich jemand, der Ottensamer/Wang mit einer Klarinettensonate hören möchte, dann aber Capuçon/Wang mit einer Cellosonate zu hören kriegt?


    Abgesehen hiervon kann ich von dem gestrigen Konzert in der Elbphilharmonie wirklich nur schwärmen. Das war Kammermusik auf denkbar höchstem interpretatorischen Niveau. Allein schon dieses Pianissimo von Klarinette und Klavier im zweiten Satz der Klarinettensonate - Magie pur.

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Wie fühlt sich jemand, der Ottensamer/Wang mit einer Klarinettensonate hören möchte, dann aber Capuçon/Wang mit einer Cellosonate zu hören kriegt?

    Nun, speziell ich wäre ziemlich enttäuscht gewesen, da ich 1. Klarinette sehr mag, und 2. Opus 120/1 ein sehr schönes Stück ist (ich kenne Opus 38 aber nicht). Aus Sicht der Aufführenden ist diese Art der Zweiteilung aber absolut verständlich. So spielen sowohl Cellist wie Klarinettist an dem Abend jeweils drei Stücke. Anders wäre das Verhältnis 4:2 gewesen.


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Es ist wie immer eine Frage der Kommunikation. Hätte man das vorher so angekündigt, wäre alles in Ordnung gewesen.


    Aber bitte: Ich bin nicht selbst betroffen von dieser Programmänderung, habe zweimal Ottensamer "bestellt" :D und zweimal Ottensamer bekommen.

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Abgesehen hiervon kann ich von dem gestrigen Konzert in der Elbphilharmonie wirklich nur schwärmen. Das war Kammermusik auf denkbar höchstem interpretatorischen Niveau. Allein schon dieses Pianissimo von Klarinette und Klavier im zweiten Satz der Klarinettensonate - Magie pur.


    Auch für dieses Konzert waren die Werke op. 120 Nr. 1 und op. 114 angekündigt, gespielt wurden aber op. 38 und op. 114. Wie fühlt sich jemand, der Ottensamer/Wang mit einer Klarinettensonate hören möchte, dann aber Capuçon/Wang mit einer Cellosonate zu hören kriegt?


    Das verstehe ich nicht. Wurde die Klarinettensonate jetzt gespielt oder nicht?

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Sie wurde in dem Konzert um 21.00 Uhr gespielt. In dem Konzert um 18.30 Uhr - trotz entsprechender Programmankündigung - nicht. So hatte ich das auch geschrieben.


    Dies war das angekündigte Programm für beide Konzerte:

    Im ersten Konzert gab es dann aber statt der Klarinettensonate die Cellosonate. Im zweiten Konzert gab es das angekündigte Programm.

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    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Nun, speziell ich wäre ziemlich enttäuscht gewesen, da ich 1. Klarinette sehr mag, und 2. Opus 120/1 ein sehr schönes Stück ist (ich kennen Opus 38 aber nicht).

    In diesem Fall würde ich schon zu sagen wagen, dass Du nicht enttäuscht wärst, denn op. 38 ist vielleicht die schönste Cellosonate überhaupt im Repertoire (jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach).

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Sie wurde in dem Konzert um 21.00 Uhr gespielt. In dem Konzert um 18.30 Uhr - trotz entsprechender Programmankündigung - nicht. So hatte ich das auch geschrieben.

    Aha, jetzt verstehe ich. Leicht nachzuvollziehen ist das allerdings nicht.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Leicht nachzuvollziehen ist das allerdings nicht.

    Ich hatte es auf Anhieb verstanden. :)


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Im Übrigen ist es bemerkenswert, dass man in Dortmund das volle Programm mit allen drei Werken zu hören bekommt. Und das zu einem Eintrittspreis von 58,-- Euro (oberste Preiskategorie) für ein 90-minütiges Konzert. Gestern in Hamburg gab es zwei "halbe" Konzerte: Um 18.30 Uhr spielten die Musiker op. 38 und op. 114, um 21.00 Uhr dann op. 120 Nr. 1 und op. 114. Für jedes dieser Konzerte waren 98,-- Euro fällig (oberste Preiskategorie).


    Ich würde stark vermuten, dass die Saalmiete im Konzerthaus Dortmund deutlich niedriger ausfällt als die Saalmiete in der Elbphilharmonie. Deswegen ist der Preisunterschied m. E. nicht allzu verwunderlich.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Ich würde stark vermuten, dass die Saalmiete im Konzerthaus Dortmund deutlich niedriger ausfällt als die Saalmiete in der Elbphilharmonie. Deswegen ist der Preisunterschied m. E. nicht allzu verwunderlich.

    Der Kollege, der in Dortmund den gleichen Job macht wie ich in Hamburg, verdient aber nicht weniger als ich - oder umgekehrt: Ich verdiene nicht mehr als er. Toll, dass die Stadt Dortmund ihren Bewohnern und Besuchern zu solchen preislichen Konditionen Konzerte der Spitzenklasse anbietet. Und der Saal ist schön (ich habe dort mal Daniil Trifonov mit seinem Lehrer Sergej Babayan als Duo gesehen).

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • Der Kollege, der in Dortmund den gleichen Job macht wie ich in Hamburg, verdient aber nicht weniger als ich - oder umgekehrt: Ich verdiene nicht mehr als er. Toll, dass die Stadt Dortmund ihren Bewohnern und Besuchern zu solchen preislichen Konditionen Konzerte der Spitzenklasse anbietet. Und der Saal ist schön (ich habe dort mal Daniil Trifonov mit seinem Lehrer Sergej Babayan als Duo gesehen).

    Dann zieh doch nach Dortmund! Hier gibt's neben der billigen Philharmonie, der Oper und dem Theater inzwischen auch 3 Sterne Restaurants (oder sind's gar 4). Zudem hat's in der Stadt einen formidablen Jazzclub. Also nur zu: die Stadt wartet auf Dich! :)


    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Dann zieh doch nach Dortmund!

    Da kann er auch nach Wittmund ziehen , da gibt es noch Meer !

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Da kann er auch nach Wittmund ziehen , da gibt es noch Meer !


    Welches Meer denn? Du meinst damit doch nicht diese komische Nordsee mit dem Schlammstrand, oder?


    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • diese komische Nordsee mit dem Schlammstrand

    Du scheinst auch zu den Pechvögeln zu gehören , die den Tidenkalender verkehrt rum halten .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Zudem hat's in der Stadt einen formidablen Jazzclub.

    In diesem Jazzclub war ich sogar schon mal und habe Pat Martino bei seinem einzigen Deutschland-Gig gesehen!


    Mich wundert, dass niemand den besseren Fußball des BVB im Vergleich zum FC St. Pauli erwähnt... :D

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

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