Eben krass gehört, ey

  • Zur Nacht “härtere Rockmusik” (beinahe so hart wie Tin Machine, aber nur beinahe, und zudem später):



    Alice in Chains: Dirt (1992)


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Höre jetzt mal nacheinander Boas ungleiche Zwillinge aus dem Jahr 1994:


     


    Voodoocult: Jesus Killing Machine (1994)


    Phillip Boa and the Voodooclub: God (1994)


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Also, die Jesus Killing Machine wirkt in meinen Ohren heute nicht gut gealtert. Und man muss einfach sagen: Boa passt nicht in das Metalband-Umfeld. Er ist kein Shouter, Screamer, Grunter oder Growler. Er kann keinen Metal-“Gesang”. Er kann ja eigentlich sowieso überhaupt nicht singen. Beim Voodooclub ist das egal, dort ist es kultiviert und Teil des Gesamtkonzepts und Sounddesigns. Aber hier wirkt seine - trotz allem chrakteristische und mit hohem Wiedererkennungswert ausgezeichnete - Stimme völlig deplaziert.

    Naja, und dann ist dieses Album eben schon sehr deutlich von einem straighten, nur wenig gebrochenen Metalsoundenvironment geprägt. Völliger Ironieverzicht, kein klitzekleines Augenzwinkern, nichts von der postmodernen Doppelbödigkeit und dem Spiel mit Stilversatzstücken, die Musik und Sound des Voodooclub auszeichnen. Vielleicht lässt sich sowas einfach nicht in das bitterfinsterernste Metalgenre transportieren. Mir gefällt das (jedenfalls heute) nicht.


    Danach God zu hören, ist, ich kann es nicht anders sagen, Erlösung, Wohltat, Genuss!


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

    Einmal editiert, zuletzt von Algabal ()

  • Ich kenne Boa eigentlich gar nicht, erinnere mich aber mal eine Doppel Live CD gehabt zu haben. Wie hieß die, gibt es ein Cover? Schlecht war das nicht, aber die Erinnerung ist sehr vage...

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Ich kenne Boa eigentlich gar nicht, erinnere mich aber mal eine Doppel Live CD gehabt zu haben. Wie hieß die, gibt es ein Cover? Schlecht war das nicht, aber die Erinnerung ist sehr vage...

    Vermutlich war/ist das diese:




    Exile on Valetta Street


    Das ist das Live-Resumee des klassischen Voodooclub mit dem Raben und Voodoo an den Drums, also vor dem personellen Umbau und der stilistischen Neuorientierung vom sperrigen Indie zum offensiven, aber weiterhin angeschrägten Designer-Rockpop. Eine echt gute Live-Geschichte. Kann man für Kleinstgeld im Strom erwerben. Ist aber vielleicht nicht so ganz Dein Beuteschema, oder?


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

    Einmal editiert, zuletzt von Algabal ()

  • Nicht ganz so, aber um der Erinnerung willen und für den Preis... Hatte was, ich bestell sie mal. Es ist lang her, meine Ohren oder das dazwischen funktioniert anders. Bin gespannt wie das heute kommt. Und bei dem Preis... Wenn's doof ist verschenk ich sie halt weiter


    Dank für den Link :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Textlich schon krass, ey.



    Ebenso pubertär wie irgendwie dann doch unwiderstehlich... Gute Laune am Morgen mit einem Schmunzeln über mich selbst :pfeif:



    :)

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    (Shunryu Suzuki)

  • Cool. Ich liebe es.



    :)

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    (Shunryu Suzuki)

  • Diese.



    Enthält mit "Bitte bleib bei mir" das schönste Liebeslied deutscher Sprache ever, und nein, es ist nicht so kitschig wie es scheint ;) es ist wunderschön ohne rosa Glitzer und das muß man ja auch er erstmal hinkriegen...


    Für Verlusterfahrene allerleiei Geschlechts.


    Wunderbare Platte.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
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  • Diese.



    Enthält mit "Bitte bleib bei mir" das schönste Liebeslied deutscher Sprache ever


    Ein tolles Stück! Das Album enthält auch "Am Ende denk ich immer nur an dich", ein weiterer absoluter Hammer-Song!


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Alles außer dem ersten Stück ist Hammer...



    Hier der absolute Gegensatz zur DonDeLillo Lektüre, die ich sonst so habe, die Gefühlsseite sozusagen...



    Alles zusammen und es wird gut.


    :fee:

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  • Evanescence

    The Open Door (2006)

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Zum Tod von Ronnie Spector schrieb ich "schon fast zu Lebzeiten eine Legende ". Wem werden denn schon Lieder gewidmet ? RIP .


    Ronnie Spector - Deacon Blue 1988

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    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

    Einmal editiert, zuletzt von b-major ()


  • So, Algabal, Du bist schuld. Du hast hier so viel über Phillip Boa geschrieben, dass ich angefangen habe, mich mit ihm zu befassen.


    Was soll ich sagen... bisher ist das sehr, sehr gut! Das ist richtig gutes Songwriting, und das Dunkle in seinem Sound hat geradezu magische Kraft. Auch wenn er wirklich nicht singen kann. ^^


    Nachdem ich mich durch diverse Songs gehört habe, war neulich sein jüngstes Album Earthly Powers (2018) dran (genauer natürlich: das jüngste Album von Phillip Boa and the Voodooclub).



    Das ist tolles Zeug!


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Für mich eins der besten Gitarren-Livealben aller Zeiten: "My feet are smiling"



    Leo Kottke - g, voc :verbeugung1:


    rec. live 19. + 20. Dezember 1972, Tyrone Guthrie Theater, Minneapolis


    Läuft bei mir gerade mit dem größten Vergnügen. In meinen Teenager-Zeiten war dies meine meistgehörte LP überhaupt.


    Edit: In den abschließenden Medley lässt Leo Kottke seine Transkription von Bachs Choral "Jesus bleibet meine Freude" aus der Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" BWV 147 einfließen. Die Titelfolge des Medleys: "Crow River Waltz" / "Jesus, Joy of Man's Desiring" / "Jack Fig". Viele meiner Schulkameraden waren hin und weg von diesem Stück. Man durfte ihnen nur nicht erzählen, dass sie Note für Note (wenn auch für Gitarre transkribiert) Bach hören, ohne irgendwelche Rock-Zutaten. Klassik galt damals unter jungen Leuten als uncool. Soviel zu musikalischen Vorurteilen.

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

    Einmal editiert, zuletzt von music lover ()

  • Nach Meister Boa steht mir irgendwie der Sinn nach gepflegter britischer Post-Brit-Pop-Melancholie. Also gibt es das Debütalbum Love Is Here (2001) von Starsailor.



    LG :wink:

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  • Hey, cool! :) :) :) Die höre ich jetzt auch mal wieder!


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Irgendwie passt die britische Post-Blur-Oasis-Pulp-Melancholie zu diesem grauen Januar-Sonntag (obwohl man gerade ein tolles Ski-Rennen aus Wengen sehen konnte). Also geht es jetzt - etwas rockiger als bei Starsailor - mit dem Debütalbum Showbiz (1999) von Muse weiter.



    LG :wink:

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