Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

  • Symbol


    Welches Jazz-Album hast du denn so zuletzt gehört? Denn darum - und um nichts anderes - geht es in diesem Faden.


    Erstens: Wieso fragst Du mich das und nicht Rosamunde? Ich habe Dir eine Rückfrage zu dem Konzertmitschnitt von Ayler gestellt, woraufhin Rosamunde die h-moll-Messe ins Spiel gebracht hat, verbunden mit der haltlosen Unterstellung mir gegenüber, dass ich eine solche Rückfrage nicht gestellt hätte, wenn es um jene gegangen wäre.


    Zweitens: Wenn es hier "um nichts anderes" geht, wieso erwähnst Du dann in Deinem Beitrag über Ayler Prince und die Beatles?


    Drittens: Um Deine Frage zu beantworten - Prince, "Xpectation" (2003). Cover ist gerade nicht, ich schreibe vom Handy. Ich habe in den letzten Wochen vor allem New Wave gehört, also weder Klassik noch Jazz.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Rosamunde die h-moll-Messe ins Spiel gebracht hat, verbunden mit der haltlosen Unterstellung mir gegenüber, dass ich eine solche Rückfrage nicht gestellt hätte, wenn es um jene gegangen wäre.

    nun hör doch endlich damit auf. oder diskutier es da wo es hingehört, falls Du noch was dazu zu sagen hast. Mein h moll Messe Argument war keine haltlose Unterstellung, sondern ein sehr einleuchtender und passender Vergleich, um dir zu verdeutlichen, dass man bei spiritueller Musik als Hörer Endlosigkeit im Auge haben kann ohne dass Selbstmord dabei irgendeine Rolle spielt. Bitte unterlass doch jetzt das Nachkarten und bring was neues am passenden Ort. Ich habe mir von Ayler übrigens etwas angehört und darüber kurz berichtet. Du?

  • Mein h moll Messe Argument war keine haltlose Unterstellung, sondern ein sehr einleuchtender und passender Vergleich


    Du hast sie ins Spiel gebracht, um mir auf dieser Basis eine Frage zu stellen, die Du im nächsten Satz selbst beantwortet hast (Beitrag 6180). Mehr Unterstellung geht wohl kaum.


    Rosamunde: Es bringt überhaupt nichts. User "Symbol" macht das gerne. Eine Diskussion mit ihm führt eher selten zu einem Austausch, darum geht es ihm meiner Meinung nach auch nicht.


    Dann irrst Du Dich mit Deiner Meinung. Ich hatte eine Frage an Algabal zu einer Jazz-Aufnahme, die sich dank Algabals Antwort eigentlich geklärt hat. Die Nummer mit der h-moll-Messe ist nicht auf meinem Mist gewachsen, also kommt die "Störung" Eures Jazz-Austausches nicht von mir. Dass man in Threads gepostete Aussagen unwidersprochen und Rückfragen-frei belässt, kann ja wohl hoffentlich nicht der Anspruch des Forums sein.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler


  • Ad 1: Ich frage Dich, weil Du mich zitiert hast, und es mich tatsächlich interessiert, ob und wenn ja, was Du so an Jazz hörst. Rosamunde hat hier im Jazzthread verschiedentlich deutlich gemacht, was sie so hört - zuletzt Albert Ayler... :)


    Ad 2: Das war als - zugegeben schwer nachzuvollziehender (und somit wohl missglückter) - Hinweis darauf gemeint, dass ich es etwas merkwürdig finde, Äpfel in eine Reihe mit Tomaten und Pfingstrosen zu stellen um dann daraus ein Gerüst von Meilensteinen der Geschichte der Weltbotanik bauen zu wollen. Ayler ist sicherlich wichtig und bedeutsam für den Jazz (vielleicht sogar nur für ein kleines, sehr kleines Segment einer bestimmten Strömung des modernen Jazz), hier ist er wesentlich bedeutender als Bach oder Beethoven oder Mahler - oder Prince oder die Beatles. Aber eben nur hier. Und hier sind die genannten eben nicht soooo besonders wichtig. Das war alles.

    Hör Dir doch mal Ayler an. Würde mich interessieren, was Du von seiner Musik und seinem Spiel hältst. Vielleicht mache ich irgendwann mal einen Thread zu Ayler, wenn ich mehr Zeit habe. Aber vielleicht auch nicht. Ich bin guter Thread-Host, weil ich viel zu flatterhaft bin und schnell das Interesse verliere, Threads zu füttern/pflegen.


    Ad 3: Die Platte kenne ich gar nicht. Wie ich ohnehin nicht sehr viel von Prince kenne und mich alles was ich kenne auch ziemlich unberührt lässt - womit über seine Bedeutung im Bereich der Rock/Pop/Funk-Musik, an der ich keinen Zweifel hege, ja gar nichts gesagt ist. Ich kann etwa auch mit der Musik von Sonny Rollins meist nicht sooo viel anfangen. An seiner immensen Bedeutung für den modernen Jazz habe ich dennoch überhaupt keine Zweifel - das wäre auch verrückt.


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Da gehen diese beiden


    Pharoah Sanders und Eric Dolphy


    doch manchmal viel weiter! (Sind aber alle drei ganz groß!)

    Findest Du? Vielleicht hast Du recht, was den Umgang mit dem Material angeht. Sanders und Dolphy sind Dekonstruktivisten, sehr intellektuelle Musiker und die intellektuelle Durchdringung des Materials scheint mir bei beiden irgendwie in ihren Soli meist (bei Dolphy eigentlich immer) bewahrt zu bleiben. Sanders spielt als Sideman von Coltrane IMO übrigens meist viel materialreflexiver als Coltrane, bei dem das Material in seinen Soli hinter dem ekstatischen Skalengeflirre verschwindet. Kann man u.a. sehr schön auf der "Live in Japan" hören. Hab ich hier im Thread mal vor gut einem Jahr einen Absatz zu geschrieben.


    Ayler dagegen kämpft - für mein Empfinden - mit dem und gegen das musikalische Material. Und er kämpft mit dem und gegen das Instrument, das er spielt. Das empfinde ich schon bei den ganz frühen Aufnahmen so, etwa auf dem Album mit den Spirituals (obwohl: das ist ja auch “erst” von 1964). Ehrlich gesagt (und das ist jetzt wieder Lachshäppchenkommunikation) frage ich mich manchmal, ob das was Ayler macht, überhaupt "Musik" im traditionellen Wortsinn ist. Statements wie "We play peace" oder "We play freedom" kann man ja als Kitsch abtun. Ich fürchte aber, dass er das bitter ernst gemeint hat. Ayler hat den Begriff "Jazz" ja eigentlich immer abgelehnt. "Wir spielen keinen Jazz. Jazz ist Jim Crow. Wir spielen Freiheit." Das ist naklar politisch. Aber es ist auch ein ästhetisches Statement. Und ich glaube, an diesem Satz kristallisiert sich das eigentliche Programm (und das Dilemma) der Aylerschen Klangkunst: Die Befreiung einer Tradition, die abhanden gekommen und kontaminiert ist, weil sie auf immer an die Erfahrung der Unfreiheit gebunden sein wird. Die Ekstase, mit der Ayler die Tradition in ihr Recht zu setzten sucht, die Inbrunst seines exhibitionistischen Saxophontons, mit der er diese Tradition beschwört und zum Leben zu erwecken sucht, ist immer verschränkt mit Schmerz und Verzweiflung darüber, dass alle Mühe vergeblich sein könnte. Alles Material und jede Tradition streift er in den Soli dann ab. Befreiung der Tradition durch ihre ekstatisch-spirituelle Überwindung/Destruktion? In "Truth is marching in" (vor allem auf der "Greenwich Village", aber eigentlich auch sonst bei allen Versionen) ist das ziemlich gut zu hören, finde ich.


    Ich denke, das alles macht seine Musik sehr einzigartig und monolithisch. Und vielleicht ist er deshalb auch so einsam geblieben und unverstanden. Er hat jedenfalls keine "Nachfolger" gehabt, keine Schule begründet. Und es dürfte einer der größten Irrtümer der Geschichte des Jazz gewesen sein, dass die Leute von Impulse! glaubten, Ayler nach Coltranes Tod gewissermaßen als dessen Nachfolger zum Flaggschiff und neuen Vorzeigekünstler des Labels zu machen.


    Unter den Free Jazzern der 1960er ist Ayler vermutlich der "Schwärzeste" gewesen. Und der vielleicht politischste, auch wenn er selbst das wohl anders gesehen hat. Politisch war er naklar anders, als Shepp oder Roach oder andere, bei denen die Musik teils explizit mit politischen Statements verbunden wird (und die sich da auch schonmal verirren - ich verweise mal auf "Sweet Mao"... Schlecht2 ). Bei Ayler ist das Politische spirituell und das Spirituelle politisch. Und beides fließt in seine Ästhetik. Und das alles ist seine Klangkunst. Hugh!


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

    10 Mal editiert, zuletzt von Algabal ()

  • "Truth is marching in"

    Lieber Algabal , ich habe es heute mit den 'Nebenbeis' . Aber bei der Erwähnung dieses Titels fiel mir ein , daß er diesen an Coletranes Grab gespielt hat . Das las ich mal in einer Besprechung von 'Greenwich Village' . Die Quelle ist mir deshalb so gut in Erinnerung , weil ebenda direkt zuvor Kevin Ayers & The Whole World erwähnt wird , und dabei auch Lol Coxhill . Den habe ich irgendwie stets in einer wie auch immer gearteten Verbindung mit Albert Ayler gehört . Als ich ihn dazu mal befragte , erhielt ich die Antwort : "You can't grab him " , und als ich nachfragte , ob er "You can't touch him " meinte , kam nochmals :"You can't grab that man" . Coxhill war ein großartiger Improvisator auf dem Sopransaxofon . Ende des Nebenbeis , und meine Quelle :

    RTX Archive: The Wire 175 [September 1998]

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

    Einmal editiert, zuletzt von b-major ()

  • b-major


    Danke für das Nebenbei!


    Hab heute mal etwas in der (wirklich ziemlich umfassenden) Dokumentation zu der “Revelations”-Box rumgelesen. Dabei bin ich auf eine bemerkenswertes Sache gestoßen - Ayler war offenbar einigermaßen überrascht/verstört/irritiert und irgendwie auch konsterniert darüber, dass die Konzerte vom Publikum so enthusiatisch aufgenommen wurden. Mary Parks berichtet, dass sie zu Ayler gesagt habe, warum das so sei, es sei doch ein toller Erfolg für ihn und er würde endlich die gebührende Anerkennung finden. Aylers Antwort: “Look at this! … I have blown my brains out - even spit up blood - and never got any decent recognition. Add you and your work, and I’m star. Ain’t that something?”


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Hier "Angels" aus Live in Greenwich Village.

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    Um so beeindruckender nach den Nummern vorher:


    Nun weiter mit dem Album. For John Coltrane.....

  • Bin wieder auf On The Corner aufmerksam geworden . Bis vor nicht allzu langer Zeit von mir in Folge von Ignoranz , Beeinflussbarkeit und Urteilsschwäche leider jahrzehntelang vernachlässigt . Aber die Complete Sessions habe ich mir immer noch nicht zugelegt . Hat die jemand ?


     

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Sanders und Dolphy sind [...] sehr intellektuelle Musiker

    Kann ich nachvollziehen in dem Sinne, dass sie das Existentielle ihrer Musik mit letztlich intellektuellen Mitteln zum Ausdruck bringen. Aber "existentiell" ist das auch.

    Ayler dagegen kämpft - für mein Empfinden - mit dem und gegen das musikalische Material

    Hält aber, mehr als die beiden anderen, am (überkommenen) musikalischen Material fest - aus dem er dann, manchmal mit regelrechter Urgewalt, ausbricht.


    Coltrane tut das, im Laufe seiner Karriere, mE auch, aber auf andere Weise. Das beginnt mit Dekonstruktion (mein Lieblingsbeispiel - und besonderes Lieblingsstück: sein Solo in Bye, bye, Blackbird auf Miles' Album "’Round About Midnight") und endet bei weitgehender Missachtung des Ausgangsmaterial in wilden Sechzehntelkaskaden (hast Du oben gut beschrieben).

    Die Befreiung einer Tradition, die abhanden gekommen und kontaminiert ist, weil sie auf immer an die Erfahrung der Unfreiheit gebunden sein wird.

    Die Konnotation mit der Lage der Afroamerikaner in den U.S.A. (die sich ja seit dem 16. Jh. irgendwie nicht so wirklich verändert hat*) wird schon eine Rolle spielen, aber das gilt ja nicht nur für die Genannten.

    "You can't grab that man"

    Wie würdet ihr das übersetzen? "Der Mann ist unerreichbar"? "Der Mann ist unbegreiflich"?



    * Die Gegenbeispiele, die einem sofort einfallen mögen, dürften einem Albert Ayler am wenigsten gefallen haben.

    Bernd


    Fluctuat nec mergitur

  • Diese:

    Die Konnotation mit der Lage der Afroamerikaner in den U.S.A. (die sich ja seit dem 16. Jh. irgendwie nicht so wirklich verändert hat*) wird schon eine Rolle spielen, aber das gilt ja nicht nur für die Genannten.


    Aber doch auf sehr unterschiedliche Art. Keiner der Genannten hat wie Ayler so explizit auf die versklavte Tradition der Afroamerikaner als Basis seiner Kunst zurückgegriffen. Coltrane und Sanders haben sich den Islam als Emanzipationsideologie ausgesucht (und musikalisch ist Sanders in einen Ethno-Afrika-Mythos ausgewichen, Coltrane in irgendwelche Sternen-Sphären). Für Dolphy war die europ. Kunstmusik irgendwie das Ding, an dem er sich abgearbeitet hat. Hör mal Dolphys “Jim Crow”-Ding - da antwortet er auf diese Figur gaaaaaanz anders als Ayler.

    Ayler hat die kaputte und versklavte Tradition der Afroamerikaner mitten ins Zentrum seines Schaffens gestellt. Und er trauert mit jedem Ton darum. Darum kreist all sein Geblase und Gejamme. Intensiver und verzweifelter als bei allen anderen. Ayler besingt, bespricht, beschwört die Trümmer, die nur solange er spielt wieder mal kurz zusammen zu finden scheinen (Spirits Rejoice). Vielleicht ist Ayler einfach Kitsch. Ich weiß es nicht. “You can’t grab that man” …


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Kann mich gerade daran nicht satt hören:


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    Piirpauke: Two Bulgarian Gypsysongs (von der Live in Europe - ohnehin ein tolles Album)


    Soooooooo geil!


    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • New York, NY, Ende Juni 1958. In der Stadt treibt sich ein 24-jähriger Schnösel aus Paris herum. Er hatte am dortigen Conservatoire bei Nadia Boulanger studiert - und Columbia Records war ihm einen Gefallen schuldig. Man rief die Crème de la Crème des East Coast Jazz ins 30th Street Studio, und viele heute legendäre Musiker kamen, um die raffinierten Arrangements von Michel Legrand zu spielen. Ein derartiges Stelldichein von absoluten Jazz-Größen dürfte es weder davor noch danach gegeben haben. Sogar Miles Davis tauchte auf, hörte 5 Minuten lang zu, packte dann sein Horn aus und spielte mit. Anschließend fragte er den jungen Arrangeur, ob sein Spiel für ihn zufriedenstellend gewesen sei.


    Was Legrand da aus alten Jazz-Standards gemacht hatte, stellte für viele auch die Arbeiten von Gil Evans in den Schatten. Stücke aus den Urzeiten des Jazz wie Wild Man Blues oder Jitterbug Waltz hätten zukunftsgewandte Leute wie Miles Davis sonst wohl niemals angerührt.



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    Cheers,

    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Dies



    Leider scheinbar nicht mehr erhältlich... Wenn das stimmt ist es ein großer Verlust. Ich höre ja kaum mehr Musik und befasse mich nur noch mit Literatur und manchmal Film. Aber wenn,,, dann so wie hier Wow1




    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Ich höre ja kaum mehr Musik und befasse mich nur noch mit Literatur und manchmal Film.

    Gibt es dafür Gründe? Was können Literatur und Film Dir geben, was Musik Dir nicht geben kann?


    Keine Kritik an Deiner Entscheidung, um Gottes Willen nicht falsch verstehen. Nur was treibt Dich zur weitgehenden Aufgabe der Musik?

  • Man rief die Crème de la Crème des East Coast Jazz ins 30th Street Studio, und viele heute legendäre Musiker kamen, um die raffinierten Arrangements von Michel Legrand zu spielen. Ein derartiges Stelldichein von absoluten Jazz-Größen dürfte es weder davor noch danach gegeben haben.

    Ach,doch. An der Westküste in den Studios tummelte sich auch die Creme de la Creme der Szene. Die Verteilung ist in den USA ganz gut gelungen. Ein Teil war in New York zuhause, ein weiterer Teil in San Francisco und eben Los Angeles/Hollywood. Es gab aber auch "Pendler", etwa Harry Edison, der von Frank Sinatra etwa zu seinen Aufnahmen per Privatjet eingeflogen wurde.


    Dazu kamen die damals absolut topp besetzten Bigbands von Duke Ellington und Count Basie.


    Doch Legrand hatte in der Tat eine echte All Star-Truppe zusammen bekommen. Ungewöhnlich, dass hier Ben Webster neben den ganzen "Modernisten" saß. Ich vermute, dass Legrand auf Webster bestanden hat.


    Es sind übrigen einige sehr schöne Stücke dabei, die man auch nicht allzu oft zu hören bekommt.


    Danke für den Hinweis zu Miles Davis. Davon ist mir nie irgendwas bewusst bekannt gewesen. Man lernt immer wieder was Neues. Sehr schön.


    Hier mal eine CD, die man auch bezahlen kann, wenn jemand Interesse am Album haben sollte:


    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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