Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

  • ....wirst es nicht glauben - - -

    exactement diese CD hatt ich eben eingeschmissen, bevor ich mich hier ins Forum eingeklickt hab :wink:
    ....Erinnerungen ans Wehrmachts-Massaker 1943 im westgriechischen Dorf Komeno sind da durchaus nicht fehl am Platz :huh: (was ich hier nicht weiter ausführen mag.....)
    - - - 36 Std. nach Hans Hollmanns "szenischer Lesung" aus Karl Kraus` Letzte Tage der Menschheit (im Foyer des Schweinfurter Stadt-Theaters) ist das jetzt fällig irgendwie - - -

    Alexa, was ist ein gerechter Lohn? 'Das weiß ich leider nicht!' Peter Kessen 'Disruptor Amazon'

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott'

    Werner Schneyder

    Fleiß ist gefährlich Henning Venske 'Inventur'

  • Die neu erworbene Anlage animiert dazu, die Sammlung neu zu entdecken auf der Suche nach echten Klangperlen.


    Gerade für extrem gut befunden:



    "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
    "
    , David Hurwitz

  • exactement diese CD hatt ich eben eingeschmissen, bevor ich mich hier ins Forum eingeklickt hab :wink:
    ....Erinnerungen ans Wehrmachts-Massaker 1943 im westgriechischen Dorf Komeno sind da durchaus nicht fehl am Platz


    Äh, bei der Trio-Aufnahme kann ich das nicht finden. Das ist doch eher 'Happy-Jazz'.


    Meinst du diese, ebenfalls mit Floridis und jüngeren griechischen Musikern?



    :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:


    Das ist eine faszinierende, sehr berührende CD mit Auftragskompositionen Sommers für ein von Floros Floridis musikalisch organisiertes kleines Festival und Erinnerungskonzert in Kommeno, aber musikalisch sehr anders, viel durchkomponierter, songorientierter und, dem Anlaß angemessen, dunkler. Auch viel stärker unter Einbeziehung griechischer Musikelemente. Sommer hatte sich dafür ausführlich mit den Wehrmachtsverbrechen in Kommeno auseinandergesetzt und geht darauf auch relativ ausführlich im Booklet ein. Sommer war ja immer ein sehr politischer Künstler und versteht dieses Kommeno-Projekt wohl selbst zurecht als sein Opus magnum.


    Diese CD hätte eine genauere Vorstellung verdient, wozu ich jetzt leider nicht komme. Denn Songs for Kommeno steht angemessen in einer Reihe mit Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau, Martinus Lidice, John Zorns Kristallnacht und Joe Zawinuls Mauthausen oder den entsprechenden Werken Nonos.


    Nach der Uraufführung in Kommeno gab es auch eine Aufführung beim Berliner JazzFest vor wenigen Jahren, bei der ich live dabei sein konnte.


    :wink: Matthias

  • - - - "eher" happy-Jazz freilich...bloss dass ich besagtes eher hier 2mal unterstreichen würde....
    Direkte Erinnerungen an Kommeno löst das Trio-Album "Melting Game" in der Tat kaum bis gar nicht aus - indirekte allerdings zur Genüge, mir jedenfalls :wink:

    Alexa, was ist ein gerechter Lohn? 'Das weiß ich leider nicht!' Peter Kessen 'Disruptor Amazon'

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott'

    Werner Schneyder

    Fleiß ist gefährlich Henning Venske 'Inventur'

  • Ich poste hier sehr selten, aber heute passt es mal. Mercer Ellington steht gerade auf dem Programm.


    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Eben lief "Somewhere" von 2013. Seit seiner Gründung 1983 hat sich die Musik des Keith Jarrett Trios kaum verändert; dennoch finde ich die zahlreichen in diesen 30 Jahren eingespielten Alben alle äußerst hörenswert.





    Danach eine weitere CD, die mich schon weit über 20 Jahre begleitet: Eine Studioaufnahme der wunderbaren Sängerin Shirley Horn, an der "Sidemen" vom Schlage Miles Davis, Branford und Wynton Marsalis und Toots Thielemans mitwirkten.




    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Eine Studioaufnahme der wunderbaren Sängerin Shirley Horn, an der "Sidemen" vom Schlage Miles Davis, Branford und Wynton Marsalis und Toots Thielemans mitwirkten.

    Ich mag mich irren (schreibe das jetzt aus der Erinnerung, habe es nicht nochmal "belastbar" nachrecherchiert), aber das Shirley Horn-Album ist, soviel ich weiß, die letzte Studio-Aufnahme von Miles Davis überhaupt. Klar, dass auch ich es in Ehren halte.


    Bei uns lief heute beim Kochen

    und beim Essen

    Beide Alben wirklich volle Kante gut. Ornette Coleman und Stanley Turrentine sind jeweils auf ihre Art der Hammer. Und die beiden Leader sowieso. Und Billy Higgins ohnehin :juhu:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

  • David Sánchez: Melaza


    Welch ein fantastisches Album aus dem Jahr 2000! Die "Kerngruppe" auf den 8 Tracks (übrigens 7 Eigenkompositionen der beteiligten Musiker: 5 x David Sánchez, 1 x Hans Glawischnig, 1 x Miguel Zenón):


    David Sánchez (ts, ss)
    Miguel Zenón (as)
    Edsel Gomez (p)
    Hans Glawischnig (b)
    Antonio Sánchez (dr) bzw. Adam Cruz (dr)
    Pernell Saturnino (congas, barrels, udu drum)


    Dazu gesellen sich bei ein bzw. zwei Titeln die Gastmusiker


    Branford Marsalis (ts)
    William Cepeda (barrels)

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

  • The Dizzy Gillespie Reunion Big Band live bei den Berliner Jazztagen (1968)

    [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41JHJ2mfEWL.jpg]


    Mein Lieblingsalbum von Dizzy Gillespie - unverständlicherweise nie auf CD erschienen, aber da ich seit Jahrzehnten über die LP verfüge, kratzt mich das zum Glück nicht. Dizzy at his best: und mit einem wahnwitzig guten James Moody in seiner Band.

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

  • Zitat

    Mein Lieblingsalbum von Dizzy Gillespie - unverständlicherweise nie auf CD erschienen, aber da ich seit Jahrzehnten über die LP verfüge, kratzt mich das zum Glück nicht. Dizzy at his best: und mit einem wahnwitzig guten James Moody in seiner Band.

    Mein lieber Freund music lover, das ist nicht richtig. Die Aufnahme gibt es seit Jahren auf CD. Aufnahmedatum ist der 07.11.1968, richtig? Das deutsche Label MPS aus dem Schwarzwald hat es auf CD rausgebracht. Wann? 1996 bereits. Vielleicht hast Du es einfach nur registriert?



    Ich hoffe, Dir damit eine Freude machen zu können. Kaufe sie, sie ist gerade günstig zu bekommen-noch !!!

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • sie ist gerade günstig zu bekommen-noch !!!

    Jetzt nicht mehr :D


    Vielen Dank für diesen Tipp, lieber Maurice! Das Anklicken des Covers empfehle ich übrigens auch deswegen, weil die dort abrufbare Kundenrezension des Dizzy-Albums den Nagel auf den Kopf trifft.

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

  • Weder mit Laser noch mit Nadel kann man dieses fabelhafte Konzert goutieren, sondern nur mit youtube:


    "https://www.youtube.com/watch?v=WSmKGuuODKk"


    Man stelle sich vor, der große Bill Evans kommt zum Sonntagnachmittagskaffee vorbei, gibt eines seiner sehr seltenen Interviews, und da er zufällig auch noch Eddie Gomez und Marty Morrell im Schlepptau hat, wird nach dem Cheesecake im Wohnzimmer noch musiziert. Großartig :rolleyes:



    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Ich beginne heute mal mit Jazz:




    Passport
    Hand Made (1973)




    Miles Davis
    Bitches Brew (1970)



    jd :wink:

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • Geil, äh..stark :juhu:

  • "https://www.youtube.com/watch?v=WSmKGuuODKk"

    Obwohl ich beinharter Bill Evans-Fan (und -Sammler) bin, kannte ich dieses Schwarz-Weiß-Video noch nicht. Ich führe es mir gerade zu Gemüte - ein Supertipp, mon Général!!

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

  • ein Supertipp, mon Général!!

    À ton service! Ich habe Bill hier erstmals reden gehört und werde das Video sicher noch öfter ansehen, zumal auch das Home-Konzert so richtig gut war! Allerdings bin ich erschrocken, was er für schlechte Zähne hatte ... :faint:


    Nun aber ein anderer toller Pianist - solo in Berkeley, CA 1991 aufgenommen: Kenny Barron l-l




    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Einer der brilliantesten Jazzpianisten der 50er Jahre hieß André Previn. Selbiger wandte sich irgendwann anderen Aktivitäten zu :whistling: was leider dazu führte, dass er als Jazzpianist aus dem Fokus geriet. Seine alten Aufnahmen, durchweg mit hochkarätigen Begleitmusikern (hier Red Mitchell and Frankie Capp ) lohnen unbedingt die Wiederentdeckung.




    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

  • Heute tagsüber: Johnny La Marama, das sind der seit vielen Jahren in Berlin lebende finnische Gitarrist Kalle Kalima, Chris Dahlgren, Kontrabass/E-Bass, aus Texas, USA, aus einem kleinen Ort voller durchgeknallter schwedischstämmiger Christenfundis stammend, wie er mir erzählte, ebenfalls schon lange in Berlin lebend, der u.a. mit Antnony Braxton gespielt hat, und Eric Schaefer (drums), der bekannter sein dürfte durch em/Frank Wollny Trio, aber für mich der Schlagzeuger von Johnny La Marama ist, der auch bei Frank Wollny spielt. Denn im Frank Wollny Trio ist die Gleichgewichtigkeit, die es anfangs bei em gab, raus und das ist sehr schade, denn die besten Kompositionen waren m.E. immer von Eric Schaefer. Aber überhaupt macht Johnny La Marama die originellere, abgefahrenere Musik mit ihrer Mischung aus Free Jazz und Indie Rock, Virtuosität, und Humor, Songs und schräger Improvisation.



    :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:


    Mit Dante-Anspielungen und absurder textlich/musikalischen Erzählung der 'Gesualdo-Story'. Die Bezugnahme auf die Musik Gesualdos und seine Zeit hat Chris Dahlgren aber in einem anderen Projekt verbraten, bei dem er sich auch als versierter 'Jazz-Gambist' erwiesen hatte.



    :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:



    :juhu: :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:



    :juhu: :juhu: :juhu:


    Diese erste war noch etwas im Such- und Findungsprozess.


    Live sind sie aber noch viel besser und ich freue mich auf das Konzert, gleich. Da werden sie nun auch noch komplexe Kompositionen vom mehrfach nach Donaueschingen eingeladenen Michael Wertmüller spielen, aber sicherlich auch Songs der letzten CD.


    :wink: Matthias

  • Ich gehe wieder mal gaaaaaaaanz weit zurück und habe mir Glenn Miller angehört. Sicher kein "reiner" Jazzmusiker, aber trotzdem hier gut aufgehoben:



    Mann, was war das damals für eine Freude, als man diese Aufnahmen kaufen konnte. Und jetzt werden sie für einen Cent rausgeworfen....

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Auch bei mir wird das Wochenende beschwingt in Gang geworfen. Der Tenorist Wardell Gray, silistisch stark von Lester Young beeinflusst, versuchte 1947, die Westküste endlich vom Swing zum Bebop zu führen. Mit Howard McGhee, Erroll Garner und Barney Kessel hatte er ausgezeichnete Sidemen. Wirklich auf der Höhe der Zeit war diese Musik noch nicht, aber dennoch sehr hörenswert musiziert. Zu dieser Zeit spielte Gray auch mit Charlie Parker, wenn dieser mal nach Kalifornien kam - das dürfte dann schon moderner geklungen haben.




    Cheers,


    Lavine :wink:

    “I think God, in creating man, somewhat overestimated his ability."
    Oscar Wilde

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!