Jazz mit Laser und Nadel: Gerade goutiert

  • Ich höre gerade die gemeinsamen Studioaufnahmen meines Lieblings-Altsaxofonisten Paul Desmond mit Chet Baker. In astreiner Tonqualität komplett abzurufen auf YouTube:

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    Vorsicht: Streichersoße ist mit von der Partie! Daher nicht so mein Fall.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Die CD 12 der Swiss Radio Days Jazz Series

    ist musikalisch super! Die diskografischen Angaben zum Aufnahmeort leuchten mir allerdings nicht so ganz ein. Der Titel des Album lautet "Gerry Mulligan and the Concert Jazz Big Band feat. Zoot Sims 1960 Zurich". Als Aufnahmedatum ist angegeben "November 17, 1960 at Mustermesse Basel". Hääh? Zum Verwirrspiel passt es, dass das Ganze auf dem "Montreux Jazz Label" veröffentlicht ist.

    Wie auch immer: Hier die Besetzung der Big Band:

    Gerry Mulligan - (baritone saxophone, leader)

    Bob Brookmeyer - (valve trombone, arranger)

    Conte Candoli, Nick Travis, Don Ferrara - (trumpet)

    Zoot Sims, Jim Reider - (tenor saxophone)

    Bob Donovan - (alto saxophone)

    Gene Quill - (clarinet, alto saxophone)

    Gene Allan - (clarinet, baritone saxophone)

    Willi Dennis - (trombone)

    Alan Raph - (bass trombone)

    Buddy Clark - (bass)

    Mel Lewis - (drums)

    Wie es sich bei Mulligan gehört, ohne Klavier oder Gitarre in der Rhythmusgruppe. Und wie klasse sind die Arrangements von Bob Brookmeyer und Bill Holeman.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Hört hier eigentlich außer mir niemand Jazz? Maurice, sag' doch auch mal was! ?(

    Jetzt in meinem CD-Player: Vol. 3 der Terry Gibbs Dream Band-Reihe

    rec. in Hollywood im März (live at the "Seville") und im November (live at the "Sundown") 1959.

    Verdammt gutes Big Band-Spiel. Geil!

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Hört hier eigentlich außer mir niemand Jazz? Maurice, sag' doch auch mal was! ?(

    Ich höre tatsächlich derzeit meist andere Dinge. Aber letztens habe ich mich auf Arbeit hiervon bedröhnen lassen:

    Sketches & Ballads, by FULL BLAST & FRIENDS
    1 track album
    fullblastjazz.bandcamp.com

    PETER BRÖTZMANN – Tenor Sax + Tárogató


    KEN VANDERMARK – Bariton Sax + Klarinette


    THOMAS HEBERER – Trompete


    MARINO PLIAKAS – E-Bass


    DIRK ROTHBRUST – Percussion + Timpani


    MICHAEL WERTMÜLLER – Drums + Komposition

  • Aber letztens habe ich mich auf Arbeit hiervon bedröhnen lassen

    Brötzmann ginge während meiner Arbeit nicht. Finde ich aber gut, dass Du Free Jazz hören und gleichzeitig Deiner Arbeit nachgehen kannst Grins2

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Hört hier eigentlich außer mir niemand Jazz? Maurice, sag' doch auch mal was!

    Ich bin zur Zeit ziemlich beschäftigt und höre überhaupt nichts, sorry.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • bzw. hier

    (AD: 28. - 30. September 2006, Jazz at Lincoln Center's Frederick P. Rose Hall, New York, live)

    Wynton Marsalis, Trompete & Gesang

    Wycliffe Gordon, Tuba, Posaune, Bass & Gesang

    Vincent Gardner, Posaune

    Victor Goines, Klarinette

    Walter Blanding, Tenor- und Sopransaxofon

    "Papa" Don Vappie, Banjo & Gitarre

    Jonathan Batiste, Klavier

    Carlos Enriquez, Bass

    Ali Jackson, Schlagzeug

    Großartige Reverenz an Louis Armstrongs brillante Aufnahmen, die in den mittleren bis späten 1920er Jahren entstanden. Ich wollte eigentlich nur mal kurz reinhören aber das machte so viel Spaß, so dass ich mir das ganze Album anhörte. Das Booklet gibt es hier.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  •  

    Bob Broookmeyer: Traditionalism Revisited AD: 13. & 16.07.1957, New York

    Bob Brookmeyer (Ventil-Posaune, Klavier) - Jimmy Giuffre (Klarinette, Tenor-Baritonsax) - Jim Hall (Gitarre) - Joe Benjamin (Bass, 1-2, 4-7, 11) - Ralph Pena (Bass, 3, 8-10) - Dave Bailey (Drums)

    Als Bonus gab es noch zwei Nummern aus der Serie "Stars of Jazz" der KABC-Show aus Hollywood vom 27.10.1958 dazu. Hier mit Brookmeyer, Giuffre und Hall im Trio

    Manchmal lässt sich über Projekte streiten, aber ich finde es durchaus interessant, wenn moderne Musiker den alten Stücken ihren Stempel aufdrücken. Umgekehrt finde ich es genau so reizvoll, moderne Stücke auch umzukehren, also auf "alt" zu trimmen. Manchmal geht diese Rechnung auf, nämlich dann, wenn Bopper neue Stücke mit neuen Harmonien auf ältere Stücke aufbauen. Als Beispiel sei mal "Groovin' High" genannt, der Bop-Klassiker, dessen Basis mal der alte Song "Whispering" war. man kann übrigens beide Themen wunderbar kombinieren, wichtig dabei ist, dass sich die Harmoniegruppe klar ist, welche Harmonien sie spielen, die alten oder die neuen. Grins1

    Vielleicht noch etwas aus dem Nähkästchen des Musikers: So eine Besetzung wie sie Brookmeyer und Giuffre spielten wie das Trio ohne reines Harmonie-Instrument, sind wirklich gewöhnungsbedürftig. Es ist weitaus schwieriger das Tempo zu halten ohne Bass, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich musste mal notgedrungen in einer ähnlichen Konstellation spielen, nämlich Trompete, Tenorsax und Gitarre, und wir mussten den ganzen Gig über wirklich hochkonzentriert spielen, das war Schwerstarbeit für Kopf und Geist. Da kann man keine Sekunde abschalten. Es ist ein ständiges Kommunizieren mit den beiden Kollegen, die wiederum ebenso sorgsam und aufmerksam bei der Sache sein müssen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Was hier "Booker Little & Teddy Charles Group Live - The Complete Concert " heißt , wurde bereits früher als "TheTeddy Charles New Directions Quartet - Metronome Presents Jazz In The Garden At The Museum Of Modern Arts " veröffentlicht , aber manchmal ohne 'Stardust' . Die Besetzung mit Teddy Charles , Vibraphone , Booker Little ,Trompete , Booker Ervin , Tenorsax , Mal Waldron , Piano , Addison Farmer , Bass , und Ed Shaugnessy an den Drums erreicht die Papierform im Wortsinn spielend .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Bob Brookmeyer (Ventil-Posaune, Klavier) - Jimmy Giuffre (Klarinette, Tenor-Baritonsax) - Jim Hall (Gitarre) - Joe Benjamin (Bass, 1-2, 4-7, 11) - Ralph Pena (Bass, 3, 8-10) - Dave Bailey (Drums)

    Tolle Besetzung! Aber ob das Konzept, Standards der 20er und 30er Jahre wie "Louisiana", "Honeysuckle Rose" oder "Sheik Of Araby" in die Bebopzeit zu übertragen, aufgeht, müsste ich mir anhören. Mal sehen, ob es das Album auf YouTube zu hören gibt. Die Amazon-Rezensionen sind jedenfalls sehr positiv und im Falle derjenigen von Ian Thumwood auch sehr ausführlich und fundiert.

    Edit: Man findet die Tracks dieser CD tatsächlich auf YouTube. Hier der erste - man wird dann weitergeleitet in der Playlist:

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    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

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    "The Trombones inc. : "Down Beat" AD: Dezember 1958

    Dieses "Projekt" geht auf den Ventil-Posaunist Jim Conkling zurück, einem Hobbymusiker, der aber eine führende Position bei großen Plattenfirmen hatte. Er wollte jeweils 10 Posaunisten aus dem Westen und Osten des Landes zusammenbringen, die dann gemeinsam eine Platte aufnehmen sollten. Das Ganze hat nicht zu hundert Prozent geklappt, aber das Ergebnis der zwischen 7 bis 11 Posaunisten kann sich absolut hören lassen. Unter der Federführung von Jay Jay Johnson (der ein begnadeter Solist aber auch Arrangeur war) und Marty Paich, einem Pianisten und Arrangeur der Westküste, wurden 12 Stücke eingespielt, die nicht nur hervorragend arrangiert, sondern auch durch brillante Soli hervorstach.

    Unter den Solisten befanden sich Bob Brookmeyer, Frank Rehak, Jimmy Cleveland, Henry Coker und Benny Powell aus der Basie-Band, Eddie Bert, Melba Liston, Tommy Pederson, Murray McEachern, sowie die Bass-Posaunisten Bart Varsalona (viele Jahre bei Stan Kenton und DER Prototyp aller Bass-Posaunisten), Ken Shroyer und George Roberts, zwei wahre Legenden an der Bass-Posaune.

    Die Rhythmusgruppe bildeten Hank Jones, Wendell Marshall und Osie Johnson, bzw. Milt Hinton für Marshall und Marty Paich, Red Mitchell und Mel Lewis, also die creme de la creme des Jazz, aber auch der Studiomusiker damals.

    Ein fabelhaftes Album, nicht nur für Liebhaber der Posaune.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Lieber Maurice, ich mag ja Posaunen und habe mir diese deshalb sofort angestellt. Gefällt mir sehr....Vielen Dank!

    Oh, das ist aber toll. Das freut mich sehr. Danke für Dein Feedback. Du wirst den Kauf nicht bereuen, die Musik ist wirklich super.

    Falls Du noch sowas suchst, dann schaue mal unter "Slide Hampton: The World of Trombones" nach. Er hat das ohne Begleitung nur mit Posaunen aufgenommen. Da Hampton auch ein exzellenter Arrangeur war/ist, kannst Du mit entsprechend hohem Niveau rechnen. Das Ganze ist aber rund 20 Jahre später aufgenommen worden. Mit dabei sind u.a. Janice Robinson, Curtis Fuller, Doug Purviance an der Bass-Posaune, u.v.a.

     

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Falls Du noch sowas suchst, dann schaue mal unter "Slide Hampton: The World of Trombones" nach. Er hat das ohne Begleitung nur mit Posaunen aufgenommen. Da Hampton auch ein exzellenter Arrangeur war/ist, kannst Du mit entsprechend hohem Niveau rechnen. Das Ganze ist aber rund 20 Jahre später aufgenommen worden. Mit dabei sind u.a. Janice Robinson, Curtis Fuller, Doug Purviance an der Bass-Posaune, u.v.a.

    :thumbup: werde ich mir anhören! Merci

  • werde ich mir anhören! Merci

    Jederzeit gerne.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Terry Gibbs ist 98 und hat ein neues Album . Allerdings nicht dem Music Lover gewidmet , dafür aber dieser Beitrag .

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  • Hier ein kleines Gedenken an den jüngst verstorbenen Ernst Ludwig Petrowsky.

    Sowas höre ich nicht mehr oft. Aber wenn, dann weiß ich wieso, da kommt viel Vergangenheit in mir auf. So ist wohl das Altwerden...

    Sehr schöne Edition für die wenigen Leute die das noch erreichen will, äußerst liebevoll gemacht, diese Zusammenfassung zweier sonst unerreichbaren FMP-Platten. Toll das sowas noch gemacht wird, Geld kann's nicht groß abwerfen.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Blowing In From Chicago war das erste von vier Alben , die der Tenorsaxofonist Cliff(ord) Jordan 1957 aufnahm .3 davon waren für Blue Note , und immer hatte er interessante und hochkarätige Mitspieler . Für mich ragt diese Einspielung ein wenig heraus , denn hier teilt er sich die Frontline mit dem ebenfalls Tenor spielenden John Gilmore , der sonst selten außerhalb von Sun Ra zu hören war und hier ganz anders klingt . Nimmt man noch Horace Silver , Curly Russell und Art Blakey hinzu , so hat man ein furioses Quintett mit einem durch die 2 Tenöre geprägten Sound . 1957 - and still going strong !

    (Die von Rudy Van Geldern remasterte CD hat noch einen unveröffentlichten Bonus-Track aus der Session) .

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