Yuja Wang - eine Ausnahmepianistin startet durch

  • Man (und auch Frau) stelle sich vor, Alfred Brendel wäre in der Badehose aufgetreten und einige ältere Damen hätten nichturinal eingenässt ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • ... willst Du mir - dem "älteren Herrn" - hier etwa "Notgeilheit" unterjubeln, lieber Amphortas?


    Nun ja, im Sinne einer diesbezüglichen Not bekenne ich mich nicht ganz unschuldig.


    Aber Hand auf Herz: hast Du/habt Ihr das Turangalila-Libretto studiert? Hier wird die Göttin der Liebesschöpfung besungen, die Sinnlichkeit, der Klang der Liebe und der Natürlichkeit.


    Was ich zu Yuja Wang geschrieben habe (ohne sie persönlich anzusprechen) emaniert meiner Begeisterung für eine eminent begabte, von der Liebesgöttin reich beschenkte Vollblut-Musikerin, die notabene und richtigerweise mit ihren Reizen nicht zu geizen beliebt, weil sie dadurch eben gerade solche "notgeilen Männer" (wie mich ...) ins klassische Konzert zu entführen vermag.


    Sollte dieser Umstand (oder die Reaktion darauf) justiziabel sein, würde ich dies unter die political correkte Kategorie des unsäglichen "Wokeismus" subsummieren, der mir so was von am Arsch vorbei geht, weil er mE die Sinnlichkeit des Lebensvollzugs unterdrückt. Just my opinion.


    (Sorry, ich bin heute etwas gegen den Strich gebürstet. Manfrau möge es mir bitte nachsehen: mich erwartet in den Nächsten Tagen ein frustrierender Umzug.)


    Gruss aus Bern vom Walter

  • ... willst Du mir - dem "älteren Herrn" - hier etwa "Notgeilheit" unterjubeln, lieber Amphortas?

    Nee, nee. Das sei ferne. Kam lediglich als Frage an Cherubino rüber, ob sein Posting so zu checken sei, dass allgemein "ältere Herren" (quasi aus Perspektive biologistischer Agumentation, also im Sinne von Natur 1.0 ) automatisch beim Anblick "nackter Haut" notgeil werden.

    und einige ältere Damen hätten nichturinal eingenässt ...

    im Interessse von geschlechtsspezischer Parität sollten dem doch auch "einige ätere Herren" hinzugefügt wefen, damit "manfrau" (Zitat Walter) beim Reinziehn deines Postings politisch correct :thumbup: voll befriedigt wird.

    (und auch Frau)

    Hm ... könnte "manfrau" die Klammer nicht als subtilen Sexismus auslegen ? Grins1

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • im Interessse von geschlechtsspezischer Parität sollten dem doch auch "einige ätere Herren" hinzugefügt wefen, damit "manfrau" (Zitat Walter) beim Reinziehn deines Postings politisch correct :thumbup: voll befriedigt wird.

    Hm ... könnte "manfrau" die Klammer nicht als subtilen Sexismus auslegen ? Grins1

    Werter Amfortas, Du hast ja so recht ... ich habe wieder einmal versagt, ich bin an den hohen moralischen Hürden des Zeitgeistes der Satten und Wohlversorgten gestrauchelt. Aber ich arbeite daran - ehrlich!


    Andererseits: Würden wir alle uns allüberall und zu jedweder Zeit moralisch vollkommen einwandfrei ausdrücken (was schwierig ist, da die Moral sich laufend verändert - jüngst ist "kulturelle Aneignung" als neue Kampfkeulendisziplin hinzugekommen), so würden doch diejenigen, die es sich zur Lebensaufgabe gesetzt haben, ihre Mitmensch*innen argwöhnischst zu beäugen, dass jenen auch keine Andeutung einer moralisch anfechtbaren Äußerung entfleuchte, des Sinns ihres Lebens und aller dessen Freuden verlustig gehen.


    Das wäre doch irgendwo auch unmenschlich und damit moralisch anfechtbar - was meinst Du?


    Centerum censeo, dass die zivlisatorische Decke schon ganz schön stark geworden ist. Ungeachtet des Outfits besagter Pianistin ist es m. E. noch nicht vorgekommen, dass ein(e) Konzertbesucher*in angesichts des gewählten anziehenden Outfits derart triebisch stimuliert worden wäre, dass er oder sie auf die Bühne gestürmt wäre, der Pianistin die Fragmente ihrer Bekleidung vom Leib gerissen hätte und coram publico das genetisch verankerte Programm zur Arterhaltung abgespult hätte. Davon hätten wir doch gehört ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

    Einmal editiert, zuletzt von Mauerblümchen ()

  • Man (und auch Frau) stelle sich vor, Alfred Brendel wäre in der Badehose aufgetreten und einige ältere Damen hätten nichturinal eingenässt ...

    Dann vielleicht schon eher Lang Lang? ... :versteck1:

    Ungeachtet des Outfits besagter Pianistin ist es m. E. noch nicht vorgekommen, dass ein(e) Konzertbesucher*in angesichts des gewählten anziehenden Outfits derart triebisch stimuliert worden wäre, dass er oder sie auf die Bühne gestürmt wäre, der Pianistin die Fragmente ihrer Bekleidung vom Leib gerissen hätte und coram publico das genetisch verankerte Programm zur Arterhaltung ebgespult hätte. Davon hätten wir doch gehört ...

    Vielleicht ging aber ein solcher Trieb bei so manchem in die Hose. Davon hätten wir wohl nicht gehört. :wisch1:


    (Gegen eine Versplitterung habe ich nichts einzuwenden.)


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Man (und auch Frau) stelle sich vor, Alfred Brendel wäre in der Badehose aufgetreten [...]

    Wozu hätte er so etwas halbherziges tun sollen, nachdem Friedrich Gulda bereits 1989 nackt auf dem Krummhorn spielend sein Publikum überrascht hatte? Ich hatte das mal auf Youtube gesehen. Seine Frau musizierte übrigens gleich nackt mit, wenn ich mich richtig erinnere. Aktuell scheint Youtube diese Performance mir nicht mehr zeigen zu wollen...

  • Vielleicht ging aber ein solcher Trieb bei so manchem in die Hose. Davon hätten wir wohl nicht gehört.

    In der Tat. Ich hätte solche eiaculationes praecoces eher bei solchen Konzertbesuchern vermutet, die in der Unterprima ihren Latein- und Griechischlehrer vergötterten und nun die Chance haben, eine Karte für die Aufführung eines Gipfelwerks der Liedkunst, sagen wir: der Winterreise, mit einem als eher intellektuell geltenden Sänger und einem ebenso als intellektuell geltenden Pianist erwerben zu können.


    Andererseits - selbst, wenn dem im Konzert so wäre - erwarten wir nicht alle einen Ausnahmezustand durch das Konzerterlebnis? Die Ek-Stase?

    Wozu hätte er so etwas halbherziges tun sollen, nachdem Friedrich Gulda bereits 1989 nackt auf dem Krummhorn spielend sein Publikum überrascht hatte? Ich hatte das mal auf Youtube gesehen. Seine Frau musizierte übrigens gleich nackt mit, wenn ich mich richtig erinnere.

    Echt jetzt? Hätte ich ja nicht mal dem zugetraut, aber ok. Wobei "Krummhorn" irgendwie auch schon anzüglich ist.


    Jemand, der die UA von Busonis Klavierkonzert hintertreiben wollte, streute das Gerücht, dass Busoni in der Partitur angemerkt hätte, dass der Männerchor nackt auftreten solle. (Was erwiesenermaßen falsch ist - Busoni wollte, dass der Männerchor unsichtbar sei. Nackt oder nicht.)

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Egal:

    Kann man den Auftritt irgendwo sehen?

    Man muss sich ja mal einen Eindruck verschaffen.

    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • ich bin an den hohen moralischen Hürden des Zeitgeistes der Satten und Wohlversorgten gestrauchelt.

    Owei. Mal ehrlich, was Walter hier geschrieben hatte, ist ehrlich gesagt eklig. Darauf aufzusatteln, um sich über alle Philister und Selbstgerechten zu mokieren, ist mE daneben, weil das schlicht misogyner Mist war, den er geschrieben hatte.

    Und diese Altherren-Attitüde, die dabei mitschwingt, macht es keinesfalls besser.

    In einem Kultur-Forum darauf hinweisen zu müssen, dass Frauen (auch die, die bei öffentlichen Auftritten kurze Kleider tragen) mehr sind als Objekte, an denen jedermann seine Phantasien ausleben kann, ist schon abenteuerlich.

    Hier geht es nicht um Zeitgeist, sondern einfach um Anstand und respektvolles Miteinander.

  • Einerseits:

    (was schwierig ist, da die Moral sich laufend verändert - jüngst ist "kulturelle Aneignung" als neue Kampfkeulendisziplin hinzugekommen),

    selbst wenn die - allgemein-vernunftbestimmte - "Kampfkeulendisziplin" neu rüberkam, fordert sie dennoch unbedingtes Sollen in moralisch relevanten (das sind sie doch oder ? Grins1 ) Situationen ein. Genese und Geltung fallen nicht zusammen. Dieser Disziplin haben wir uns folglich strikt zu beugen... tja. Da hilft auch kein Deuteln, Vernünfteln :neenee1: :neenee1: oder so …


    Andererseits:

    so würden doch diejenigen, die es sich zur Lebensaufgabe gesetzt haben, ihre Mitmensch*innen argwöhnischst zu beäugen, dass jenen auch keine Andeutung einer moralisch anfechtbaren Äußerung entfleuchte, des Sinns ihres Lebens und aller dessen Freuden verlustig gehen.


    Das wäre doch irgendwo auch unmenschlich und damit moralisch anfechtbar - was meinst Du?

    So isses. Denn mein argloser Brägen wähnt, dass deren "Freude" spannungsreich aus Glückseligkeit und vernunftbestimmter Tugend sich zusammenleimt. Somit käme Zurückweisung dieser „Freude“ durchaus „moralisch anfechtbar“ rüber; der Tugend darin wegen...

    => bleiben wir weiterhin genötigt PC zu verkacken; zum Behuf dieser "Freude" an Tugend und deren daraus resultierenden Anwachsen. Und erfreulicherweise liefert dieses Posting uns sogar dazu ein passendes Next-Top-Modell für "Freude" an PC:

    Owei. Mal ehrlich, was Walter hier geschrieben hatte, ist ehrlich gesagt eklig. Darauf aufzusatteln, um sich über alle Philister und Selbstgerechten zu mokieren, ist mE daneben, weil das schlicht misogyner Mist war, den er geschrieben hatte.

    Und diese Altherren-Attitüde, die dabei mitschwingt, macht es keinesfalls besser.

    In einem Kultur-Forum darauf hinweisen zu müssen, dass Frauen (auch die, die bei öffentlichen Auftritten kurze Kleider tragen) mehr sind als Objekte, an denen jedermann seine Phantasien ausleben kann, ist schon abenteuerlich.

    Hier geht es nicht um Zeitgeist, sondern einfach um Anstand und respektvolles Miteinander.

    =>

    MB! Bitte hilf meinen grübelnden Brägen :( :( :( diesen Widerspruch - des eingeforderten "Anstands" zuliebe - irgendwie aufzulösen, abzumildern oder zu schlichten, falls das überhaupt möglich ist ...


    an Ekke drängt Frage sich auf, wieso bei schlicht misogynen Mist sowas wie Altherren-Attitüde dabei rüberwächst … „ältere Herren“, „Altherren“ scheint in C. zu einer Obsession sich zu mausern …

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  • Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert, hier zur Salzburger Aufführung von Messiaens Turangalîla ausschließlich die Beschreibung von Äußerlichkeiten zu finden und nichts zu Wangs Klavierspiel. (Ich habe die Übertragung allerdings nicht gehört, kann mich auch nicht dazu äußern.)

    Was soll ich zum Klavierspiel sagen? Ich habe das Stück zwar in meiner Jugendzeit sehr oft angehört (Chung/Loriod) aber ich muss zugeben, dass mich vor allem interessiert hat, wie das elektronische Instrument ballance-mäßig im Konzertsaal daherkommt - es war dezent aufgedreht und gar nicht schrill. An zwei Stellen hatte ich den Eindruck, dass die Musiker nicht perfekt zusammen waren - das betraf allerdings auch nicht das Klavier. Da ich die Noten nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob das nun genau gespielt war oder nicht. Mir hat's sehr gut gefallen, aber das Klavier steht nicht umsonst in der Besetzungsangabe an der zweiten Stelle hinter dem Orchester. Und während man bei Mozart jeden Fehler hört, weiß man bei Messiaen nunmal nicht, ob die schwierigen Passagen wirklich richtig daherkommen, daher ist das mit der Beschreibung schwierig. Dafür ist das Auftreten in badeanzugähnlicher Bekleidung nunmal extrem auffällig. Normal spielen das beispielsweise solche Leute:

    Florian Müller, Klavier — Klangforum Wien
    Joonas Ahonen, Klavier Florian Müller wurde in Immenstadt, Deutschland geboren. Er studierte Klavier und Komposition in München und Wien. Er ist einer…
    klangforum.at

    Die nicht in der Badehose auf die Bühne kommen.

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    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Die nicht in der Badehose auf die Bühne kommen.

    Besser ist es! :versteck2:


    maticus

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  • Centerum censeo, dass die zivlisatorische Decke schon ganz schön stark geworden ist. Ungeachtet des Outfits besagter Pianistin ist es m. E. noch nicht vorgekommen, dass ein(e) Konzertbesucher*in angesichts des gewählten anziehenden Outfits derart triebisch stimuliert worden wäre, dass er oder sie auf die Bühne gestürmt wäre, der Pianistin die Fragmente ihrer Bekleidung vom Leib gerissen hätte und coram publico das genetisch verankerte Programm zur Arterhaltung abgespult hätte. Davon hätten wir doch gehört ...

    Auffälligerweise gab es einen recht stürmischen Auftrittsapplaus für Dirigent+Solisten - ich nehme an, eigentlich für Frau Wang. Aber ich kenne die Usancen in Salzburg nicht so.

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  • Übrigens hat nur meine Frau den Operngucker verwendet, ich wollte mich nicht von der Musik ablenken lassen ...

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  • Eigenartig ist auch, dass wir spontan am Tag der Aufführung noch Karten bekommen haben, obwohl die Wiener Philharmoniker in Salzburg normalerweise schnell ausverkauft sein dürften. Messiaen ist offenbar noch recht abschreckend, da half auch das zu erwartende Pianistinnenoutfit nichts.

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  • ich bin an den hohen moralischen Hürden des Zeitgeistes der Satten und Wohlversorgten gestrauchelt.

    Owei. Mal ehrlich, was Walter hier geschrieben hatte, ist ehrlich gesagt eklig. Darauf aufzusatteln, um sich über alle Philister und Selbstgerechten zu mokieren, ist mE daneben, weil das schlicht misogyner Mist war, den er geschrieben hatte.

    Und diese Altherren-Attitüde, die dabei mitschwingt, macht es keinesfalls besser.

    In einem Kultur-Forum darauf hinweisen zu müssen, dass Frauen (auch die, die bei öffentlichen Auftritten kurze Kleider tragen) mehr sind als Objekte, an denen jedermann seine Phantasien ausleben kann, ist schon abenteuerlich.

    Hier geht es nicht um Zeitgeist, sondern einfach um Anstand und respektvolles Miteinander.

    Walter hat genau ausgeführt, weshalb das Nacktsein bei diesem Stück seiner Meinung nach passend wäre. Misogyn war sein Post keinesfalls, wenn auch vielleicht etwas seltsam. Zu einem Objekt hat Walter Wang jedenfalls nicht reduziert. Er hat sich viel mehr dezidiert respektvoll und anerkennend geäußert. Ich bin dagegen, Leute, die sich hier offen äußern und somit angreifbar machen, verbal niederzuknüppeln.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Messiaen ist offenbar noch recht abschreckend

    Hmm. Gut, ich finde von Messiaen auch vieles nicht "einfach" und eher schwierig. Da gehört aber die Turangalîla ausdrücklich nicht zu. Die ist doch großenteils recht "fetzig".


    maticus

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  • Klar, im Vergleich ist das Messiaens Reichweitenschlager sozusagen. Im Grunde mag ich Chronochromie mehr - sollte ich mal wieder testen, ob das noch gilt. Eigentlich war es ja auch wieder erstaunlich, dass es fast voll war.

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  • Er hat sich viel mehr dezidiert respektvoll und anerkennend geäußert.

    Aha.

    eine eminent begabte, von der Liebesgöttin reich beschenkte Vollblut-Musikerin, die notabene und richtigerweise mit ihren Reizen nicht zu geizen beliebt, weil sie dadurch eben gerade solche "notgeilen Männer" (wie mich ...) ins klassische Konzert zu entführen vermag

    Oder auch:

    Und dieses exhibitionistische Wollen bereitet mir extreme Freude!

    Wenn du das für dich respektvoll und anerkennend ist, dann ist es so. Ich finde es jedenfalls unangenehm, wenn sich jemand seinen Freikörperkultur-Fantasien hingibt, nur weil eine Pianistin ein kürzeres oder engeres Kleid trägt. Man mag dies mit der Sinnlichkeit des zugrundeliegenden Stückes begründen wollen - auch das macht es für mich nicht besser.
    Aber was soll's. Dann bin ich eben woke, philisterhaft oder was auch immer.

  • Ich finde ja, dass sie das herausfordert, und sehe keinen Grund, Walter zu kritisieren. Nur bin ich der Meinung, dass die Tendenz, auch in der "Klassik" auf körperlich attraktive Instrumentalisten und Dirigenten zu setzen, schädlich ist. Bei Wang wirkt es aber für mich eher skurril. Auch wenn die Wiener Philharmoniker dann bei der abschließenden Verbeugungszeremonie so interessiert dem Stöckelwesen nachschauen.

    ^^

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