Yuja Wang - eine Ausnahmepianistin startet durch

  • AlexanderK ist mir zuvorgekommen. Das wollte ich als nächstes einfügen:

    oder beispielsweise die Sonaten op. 31 von Beethoven

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    Es wäre schön, wenn sich die Yuja Wang-Skeptiker mal ein klein bisschen - okay, vielleicht zuviel verlangt, aber sagen wir mal: wenigstens ein winziges, winziges bisschen über ihr wahnwitziges Repertoire informieren würden, bevor sie hier kritische Postings absetzen.

  • Die Musik von Kapustin mag sie wohl sehr, auch aus dem Wiener Konzert - heutige E-Musik-Virtuosinnen und Virtuosen haben so vielseitig zu sein...

    Yuja Wang - Kapustin: Jazz Prélude, Op. 53/10
    Pre-order Yuja Wang's new album 'The Vienna Recital' here: https://dgt.link/Wang-ViennaRecitalDiscover full concert performances and operas on STAGE+, the ne...
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    Ich habe heute die DVD und CD vom Wiener Konzert erhalten, schreibe die nächsten Tage vielleicht etwas dazu, bin schon gespannt.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Die Musik von Kapustin mag sie wohl sehr

    Ich habe von ihr schon Kapustin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie gehört, als sie dort noch vor einem halbleeren Auditorium auftrat. Das war 2013. Sie spielte damals Kapustin nicht im Zugabenteil, sondern im regulären Teil des Recitals.

    Hier ein toller Kapustin-Mitschnitt, bei welchem Klaus Mäkelä ihr die Noten auf ihrem Tablet "umblätterte":

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  • Hier Yuja Wang mit den Variationen op. 41 von Kapustin (rec. Fürst-von-Metternich-Saal, Schloss Johannisberg, Geisenheim, 24. Juli 2013):

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  • Die Musik von Kapustin mag sie wohl sehr

    Ich habe von ihr schon Kapustin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie gehört, als sie dort noch vor einem halbleeren Auditorium auftrat. Das war 2013. Sie spielte damals Kapustin nicht im Zugabenteil, sondern im regulären Teil des Recitals.

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    So liebe ich Yuja Wang, da ist sie in ihrem Element. Ich könnte ihr bei dieser Art von Musik stundenlang zuhören....es gibt andere Pianisten, die gerade Kapustin auch herausragend spielen können, die Lebendigkeit, den Charme, die Transprenz bringt so aber nur Yuja! :love:

  • Da stimme ich Dir voll zu. Hamelin mit Kapustin - der Hammer! Aber Yuja mit Kapustin setzt irgendwie immer doch noch einen drauf.

    Was ist aber das allerbeste? Kapustin mit Kapustin. Sieh Dir mal diesen Filmausschnitt an, lieber madize:

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  • Wenn wir schon beim Thema Kapustin sind, muss natürlich auch der Name Frank Dupree fallen - er ist noch weitaus mehr Kapustin-devoted, als Yuja Wang es ist:

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    Einmal editiert, zuletzt von music lover (25. Juni 2024 um 11:46)

  • Kann ich gut verstehen. Ist halt eine blöde Pflichtübung. Man muss den Fetischbedarf der „Fans“ bedienen/abarbeiten, ob man das mag oder nicht. Steht vermutlich im Vertrag. Dabei ist man durch, hat geliefert, ist müde, hungrig, möchte Ruhe und dann vielleicht endlich schlafen. Aber da sind Leute (irgendwelche, die man nicht kennt und nicht kennen will) in Hambung, Hongkong, Berlin, Moskau, NY, London, Paris, München, Sydney … , die einem unbedingt sagen wollen, wie toll sie einen finden. Ich würde die auch nicht anschauen. Zu viele Gesichter, die alle gleich(gültig) sind. Was würde ich da sehen können?

    Ich darf Dir vielleicht mal meine eigenen Erfahrungen dazu schildern: Bei den meisten Jazzmusikern, auch den Veteranen, hatte ich nie den Eindruck, dass sie von den Leuten "gelangweilt" oder gar "genervt" waren, wenn man sie ansprach nach dem Konzert oder auch vor dem Konzert, wenn man sie in einem Jazzclub hören konnte. Oftmals waren Jazzfans der "alten Garde" dabei, die noch alte Alben oder Fotos mitbrachten. Für die Musiker waren das besondere Momente, etwa durch persönliche Begegnungen auf Kreuzfahrten, wo sie gespielt hatten und anschließend auch zusammen mit ihren Fans gegessen haben. Selbst der alte Ernst Mosch war sich nach Konzerten nie zu schade, um die LPs seiner Fans zu signieren.

    Das ist die eine Seite des Ganzen, die Du nicht verstehen kannst, denn Du sagst ja, dass die Künstler einfach nur noch ihre Ruhe haben wollen.

    Nun zu mir selbst: Früher hätte ich mit der ersten Gruppe zu hundert Prozent überein gestimmt. Heute sehe ich es wie Du. Natürlich lässt sich das mit den Fans und dem damit verbundenen Aufwand nicht mit meiner Situation vergleichen, aber auch ich bin in den Pausen oder nach der Veranstaltung immer froh, wenn ich meine Ruhe habe und endlich was essen kann, wenn man es nicht zuvor machen konnte. Meist muss noch das Equipment abgebaut werden, usw., Dinge, die Stars nicht machen müssen, es sei denn, es sind die eigenen Instrumente.

    Ich will nicht sagen, dass mir die Leute egal sind, die unsre Auftritte besuchen, im Gegenteil. Ohne diese Leute wäre meine Musik ja für die Füße. Man spielt ja für die Leute. Doch man muss deshalb nicht jedem dieser Leute um den Hals fallen. Künstler wie Frau Yang haben solche "Probleme" nicht. Sie stehen bei einer Agentur unter Vertrag, die sich um ihre Vermarktung kümmern, für sie alles organisieren, sich auch darum kümmern, dass das passende Instrument zur Verfügung steht, ihr ein entsprechendes Hotelzimmer buchen, und vor Ort werden Leute nur für sie abgestellt, die sich um jeden Wunsch sofort kümmern werden, egal was es denn sein mag. Alleine das schafft eine gewisse Distanz zu anderen Menschen, aber eben auch zu den Leuten, die man Fans nennt. Doch der Anstand und Respekt gebietet es, dass Frau Yang sich dann zumindest so verhält, dass es nicht nach LMAA aussieht. Das sollte man wirklich erwarten können. Berühmt zu sein, bedeutet nun mal auch, Verpflichtungen zu haben. Das würde dann das Gesamtpaket Leistung des Künstlers und den Umgang mit den Fans positiv ergänzen. Darüber sollte jeder Künstler, aber auch mal jeder Fan nachdenken. Es gibt - und da kommen wir vielleicht wieder zusammen - immer zwei Seiten des Ganzen.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Das habe ich bereits registriert und freue mich darüber.

    Dankeschön!

    Zu den Interpretationen von Yuja Wang z.B. von Beethoven-Klavierkonzerten fand ich leverkuehns Äußerungen interessant, und würde mich Deine Meinung interessieren, falls Du Dir die bislang wohl als einzige Einspielungen vorliegenden Aufnahmen von 1 und 2 bereits angehört hast.

  • Es wäre schön, wenn sich die Yuja Wang-Skeptiker mal ein klein bisschen - okay, vielleicht zuviel verlangt, aber sagen wir mal: wenigstens ein winziges, winziges bisschen über ihr wahnwitziges Repertoire informieren würden, bevor sie hier kritische Postings absetzen.

    Natürlich kann sie Beethoven spielen (warum hat sie da noch ein iPad stehen? :/), aber es ist für mich nicht die göttliche Offenbarung, zumal sie anscheinend keine Wiederholungen kennt.
    Ich habe auch op. 106 angehört und da hat mir nicht gefallen, dass sie vor allem im Adagio sostenuto oft mit der rechten Hand um Bruchteile nachklappt. Beim Seitensatz gibt es eigenartige Verzögerungen, die für mich den Melodiefluss irgendwie stören. Ja, die Fuge ist sehr transparent, aber das Zwischenspiel mit der Themenaugmentation (T. 96-129) ist mir zu statisch und hört sich wie buchstabiert an.
    Summa summarum halte ich da Schnabel, Solomon oder Gulda für wesentlich spannender.

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Mit im Zusammenhang positiv gemeinten Formulierungen wie z.B. "dabei flattert" Yuja Wang über die Tasten des Flügels in einer Konzertbesprechung im Netz (erschienen nach ihrem Konzert mit Brahms 2 B-Dur op.83 im Jahre 2018, Gasteig München mit Gergiev) kann ich wenig bis nichts anfangen. Wie "flattert" man über die Tasten eines Flügels und was heißt das?

    "Pianistische Offenbarung", wie ich hier im Forum las, mag auch nicht unbedingt leicht erklärbar sein, die Formulierung zeugt aber doch zumindest von Bewunderung für das Spiel am Flügel. Das kann ich bei "Flattern" nicht erkennen...

  • Ja, die Fuge ist sehr transparent, aber das Zwischenspiel mit der Themenaugmentation (T. 96-129) ist mir zu statisch und hört sich wie buchstabiert an.
    Summa summarum halte ich da Schnabel, Solomon oder Gulda für wesentlich spannender.

    Wobei Schnabel auch sehr eigen war und bei seiner "Trefferquote" lag er auch immer mal wieder gerne scharf daneben....Grins1 Zum "Torjäger" eher weniger geeignet, würde ich sagen, um mal ganz aktuell zu bleiben.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Sie wird doch nicht Beethovens 4.Klavierkonzert erstmals in China spielen?

    Beethoven 4 spielte sie am 21., 22. und 23. März 2024 in Detroit mit dem Detroit Symphony Orchestra unter der Leitung von Jader Bignamini:

    Acclaimed pianist Yuja Wang makes rare Detroit appearance, performing Beethoven's Piano Concerto No. 4 with Music Director Jader Bignamini and the DSO, March 21–23 in Orchestra Hall
    Acclaimed pianist Yuja Wang returns to Orchestra Hall, performing Beethoven's Piano Concerto No. 4 with Music Director Jader Bignamini and the DSO, March…
    www.dso.org
  • Wobei Schnabel auch sehr eigen war und bei seiner "Trefferquote" lag er auch immer mal wieder gerne scharf daneben....Grins1

    Die Trefferquote ist mir relativ schnuppe, wenn es ansonsten stimmt. Und der heutige Überperfektionismus ist oft nur steril.

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Beethoven 4 spielte sie am 21., 22. und 23. März 2024 in Detroit mit dem Detroit Symphony Orchestra unter der Leitung von Jader Bignamini:

    Wusste ich es doch, dass du das weißt. Danke! Hat man da etwas zur Resonanz in Detroit bzw. der dortigen Medien gehört/gelesen?

  • Die Trefferquote ist mir relativ schnuppe, wenn es ansonsten stimmt. Und der heutige Überperfektionismus ist oft nur steril.

    Das würde ich sofort unterschreiben. Schnabel und Cortot hört man halt noch heute und hält sie im Sonderstatus in Ehren. Und wer hätte den langsamen Satz von op. 106 so gespielt wie Solomon?

    Ob das mit den Klavierwundern der heutigen Tage so sein wird, weiß ich nicht.

    Liszts Sonate h-Moll klingt mit Barere schön dreckig. Das habe ich in jüngeren Aufnahmen so nicht gehört, auch, wenn die rein pianistisch sicher weit überlegen waren.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Zum "Torjäger" eher weniger geeignet, würde ich sagen, um mal ganz aktuell zu bleiben.

    Wo spielte Schnabel mit seiner "Trefferquote" denn, links, rechts oder "beidfüßig"? ;) Wie "leichthändig" man doch zwei Threads miteinander verbinden kann...

    Habe eine Aufnahme Schnabels mit dem 4.Beethoven aus dem Jahre 1947 gehört (Izler Solomon/Columbus Philharmonic Orchestra). Enorm! Auch ohne Tor...

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