Regeln für das richtige Verhalten des Besuchers eines klassischen Konzerts

  • Es ist wohl dieser egozentrische Reflex des "Ich, ich, ich, was halte ich, ich, ich denn für richtig und angemessen" (in meiner immer beschränkten und durch meine Vita bedingte Weltsicht, die ja nicht mit der Sicht anderer mit anderer Vita übereinstimmen muss), der im Konflikt zur Gemeinschaftsfähigkeit, zum Schließen von Kompromissen, zur Empathiefähigkeit und zur Fähigkeit des Schulterschlusses mit anderen steht.


    Natürlich kann ich der Überzeugung sein, dass Linksfahren das einzig Richtige in dieser Welt ist und darum stets als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs sein, aber wem ist damit geholfen?

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich finde es fehl am Platze, aufgrund des Todesfalles des Staatsoberhaupts eine ganze Vorstellung abzusagen.


    Eine Schweigeminute hätte ich natürlich auch mitgemacht (wobei wir dann konsequenterweise beim Tod jedes anderen Staatesoberhauptes der Welt eine solche brauchten), aber ein "God save the ..." finde ich persönlich nicht passend und hätte ich durch Mit-Aufstehen nicht unterstützt. Es gibt aus meiner Sicht weder eine Pflicht noch eine moralische Notwendigkeit, sich hier anzuschließen.


    Mehr gibt es dazu von meiner Seite aus nicht zu sagen.

  • Ich habe mal eine Frage, die mich seit vorgestern (Besuch eines Liederabends) beschäftigt:


    Soweit ich weiß, sollte erst nach Beendigung eines Werkes bzw. eines abgeschlossenen Zyklus und/ oder vor einer Pause applaudiert werden.


    Nun waren die Programme der ("verhältnismäßig" wenigen) Liederabende, die ich bislang besucht habe, wenn ich mich recht entsinne, gemischter Natur. Die Lieder/ Arien waren nicht nach Komponisten oder Werk gegliedert. Da hat man also meist sogar direkt nach jedem Lied/ jeder Arie applaudiert. Ist ja auch in Ordnung, wie ich finde (wenn ich das auch, an für sich, nicht mache).


    Wenn es aber, wie beim Liederabend, den ich vorgestern besucht habe, eine Einteilung der Lieder nach Komponisten gibt, also je Komponist 4 - 6 Lieder/ Stücke (hier waren es vier Komponisten), sollte man dann nicht besser erst nach den 4 - 6 Liedern applaudieren?


    Das Publikum hat nämlich unterschiedlich reagiert. Bei Schubert, bzw. bei den ersten 4 Liedern, hat man zwischendurch nicht applaudiert. Das fand' ich auch sehr angenehm. Danach hatte sich das allerdings zerschlagen und es wurde auch zwischendurch mal applaudiert. Gut, das ist, wie gesagt, nicht schlimm, aber ich frage mich, ob das der "Etikette" entspricht!? Zudem handelte es sich nicht nur um Lieder aus jeweils unterschiedlichen Zyklen, sondern auch z. B. um eine Arie aus einer Oper.


    Aber ob es sich nun um eine Arie oder um eine Lied handelt, dürfte ja eigentlich keinen Unterschied machen, richtig?

    Don' t feed the troll!



  • Sich bei Kollektivritualen durch individuelle Verweigerung absetzen zu wollen, finde ich einfach rüpelhaft.

    SRY aber als (mal mehr mal weniger praktizierender) Buddhist - ergo Angehöriger einer Religion, die ausdrücklich auf dem 'Glauben' an die Nicht-Existenz eines Schöpfergottes gründet! - finde ich es einfach feige und verlogen, beim **Erklingen der Bayernhymne (Textbeginn ''Gott mit dir, du Land der Bayern'') aufzustehen ((**ist mir zweimal passiert in den letzten 10, 15J. - ich habe mich demonstrativ hingesetzt resp. saß ohnehin schon!))


    US-Hymne - für mich ein Grenzfall:!:wenn sie eine sehr indigen wirkende Sängerin anstimmt (so geschehen vor dem Start der letzten(?) Triathlon-WM, den ich mir im TV angesehen habe) oder mir in den Std./Tagen zuvor irgend ein hochrangiger US-Mensch sehr positiv aufgefallen ist (das öffentliche Zerreißen eines Trump'schen Manuskripts von Nancy Pelosi war schon Klasse damals!), würde ich sicher aufstehen - unter zig anderen Umständen hätt ich zumindest arge Probleme mit . . .


    - wieder schön off-topic geraten, aber auf obige Verallgemeinerung musst ich einfach reagieren!!


    n'Morgn :)

    Alexa, was ist ein gerechter Lohn? 'Das weiß ich leider nicht!' Peter Kessen 'Disruptor Amazon'

    Das TV gibt mehr 'Unterhaltung' aus, als es hat - in der bürgerl. Gesetzgebung nennt man das 'betrügerischen Bankrott'

    Werner Schneyder

    Fleiß ist gefährlich Henning Venske 'Inventur'

  • . Bei Schubert, bzw. bei den ersten 4 Liedern, hat man zwischendurch nicht applaudiert. Das fand' ich auch sehr angenehm. Danach hatte sich das allerdings zerschlagen und es wurde auch zwischendurch mal applaudiert. Gut, das ist, wie gesagt, nicht schlimm, aber ich frage mich, ob das der "Etikette" entspricht!?

    Ich meine, das kann sich spontan ergeben ... wesentlich ist auch, wie die Künstler es zeigen. Die können zwischen den Liedern durch Verzicht auf große Bewegung ja den Spannungsbogen hochhalten, dann wird ein sensibles Publikum auch nicht klatschen.


    Wenn die Künstler anzeigen, dass jedes Lied (eines Blocks) eigentlich für sich steht, dann können sie den Spannungsbogen auch durch Bewegung, durch Mimik unterbrechen und die gelöste Spannung fließt in den Applaus ab.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • wobei wir dann konsequenterweise beim Tod jedes anderen Staatesoberhauptes der Welt eine solche brauchten

    Wer sagt denn, dass wir konsequent sein müssen?


    Ich denke, die Menschen würdigen den Tod von Queen Elisabeth II. von England nicht nur deswegen, weil sie Staatsoberhaupt war, sondern insbesondere, weil sie eine besondere Frau war.


    Würde Putin sterben, ich würde nicht aufstehen.


    Die Frage ist also: Konsequenz in welcher Beziehung? Wenn ein Staatsoberhaupt vergleichbaren Ansehens stürbe - jederzeit stünde ich auf.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich meine, das kann sich spontan ergeben ... wesentlich ist auch, wie die Künstler es zeigen. Die können zwischen den Liedern da durch Verzicht auf große Bewegung ja den Spannungsbogen hochhalten, dann wird ein sensibles Publikum auch nicht klatschen.

    Sehe ich auch so. Die Zuhörer müssen mitdirigiertet werden.

    Blöd nur :clap: , wenn lauter Laien im Publikum sitzen. :pfeif:

  • Lieben Dank für eure Rückmeldungen.


    Hier war es so, dass sich die beiden Künstler nach jedem "Block" (also nach den 4 - 6 Stücken) verbeugten und die Bühne kurz verließen, womit man ja eh schon gerechnet hat. Für mich war es eigentlich recht eindeutig, dass dann auch zwischendurch eben nicht applaudiert werden sollte. Und "Verzicht auf große Bewegung" gab es hier ebenfalls, ja.


    Fazit: es gibt hier keine konkrete "Etikette" und man sollte einfach nur auf die nonverbale Kommunikation achten. Heißt also: besonders eitle Künstler symbolisieren demnach auch schon mal, dass auch zwischendurch applaudiert werden kann/ soll ...

    Don' t feed the troll!



  • Für mich war es eigentlich recht eindeutig, dass dann auch zwischendurch eben nicht applaudiert werden sollte.

    Wäre ich dabei gewesen, hätte ich das auch so verstanden und demgemäß gehandelt. Aber letztlich: Egal wie die übliche "Etikette" ist, wenn sich das Publikum anders entscheidet, ist das halt so.

  • Würde Putin sterben, ich würde nicht aufstehen.

    oder mir in den Std./Tagen zuvor irgend ein hochrangiger US-Mensch sehr positiv aufgefallen ist (das öffentliche Zerreißen eines Trump'schen Manuskripts von Nancy Pelosi war schon Klasse damals!), würde ich sicher aufstehen -

    :jaja1: :jaja1: :jaja1: :jaja1:  :top: :top: :top: :top: :verbeugung1:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Ich finde es fehl am Platze, aufgrund des Todesfalles des Staatsoberhaupts eine ganze Vorstellung abzusagen.

    Sie war nicht nur Staatsoberhaupt, sondern nimmt für das ROH eine besondere Position ein. Ich zitiere von der ROH Webseite

    HM Queen Elizabeth II (1926–2022)
    Her Majesty the Queen had a long history with the Royal Opera House
    www.roh.org.uk


    "Her Majesty the Queen had a long history with the Royal Opera House, granting The Royal Ballet with its royal charter and becoming its Patron more than 66 years ago, in 1956.

    Over the course of her life, Her Majesty was a keen supporter of the arts and visited the Royal Opera House many times, celebrating her Golden Jubilee here in 2002."


    Eine Schweigeminute hätte ich natürlich auch mitgemacht (wobei wir dann konsequenterweise beim Tod jedes anderen Staatesoberhauptes der Welt eine solche brauchten)

    Jeder Fall liegt anders. To start with, die Queen war sehr lange im Dienst. Aber auch sonst kann man diesem Argument viel entgegenbringen. Ein Argument wäre zB, dass man eben die besondere britische Mentalität im Auge behalten sollte, wenn man sich fragt, warum in GB so vorgegangen wird.

    .... ein "God save the ..." finde ich persönlich nicht passend und hätte ich durch Mit-Aufstehen nicht unterstützt. Es gibt aus meiner Sicht weder eine Pflicht noch eine moralische Notwendigkeit, sich hier anzuschließen.

    Nein, es gibt keine Pflicht und keine Notwendigkeit. Aber es gibt eine Dankbarkeit, dass man in dieser Gesellschaft priviligiert (gemessen an Zuständen anderer Länder) und in Sicherheit leben kann. Das bedeuttet nicht, dass man die Schattenseiten vergisst, sie nicht bedauert und ihnen nicht entegegenwirken möchte.

    "God Save the King" ist nicht als Unterwerfung zu verstehen. Wo soll ich da anfangen, es zu erklären? Vielleicht bei dem Gedanken, dass der Sovereign ein Diener ist. Im Idealfall. Und dass man ihn bittet es zu sein und ihm dankt, wenn er es ist, wie es eben bei der Queen von vielen empfunden wurde und nun gestern zum ersten Mal von Charles III erbeten wurde. Mit der Hymne wird der Vertrag zwischen Volk und Sovereign immer wieder neu bestätigt. Nicht vergessen, dass das Volk den Sovereign jederzeit absetzten kann, wenn er seine Seite des Vertrags nicht erfüllt.


    Natürlich kann man das Konzept eines Nationalgefühls und seiner unangenehmen Konsequenzen kritisieren. Und ich nehme an, dass dies der Grund für deinen Widerwillen ist. Allerdings wäre mir diese Sicht auf das Singen einer Nationalhymne zu einseitig.

    Ich würde sagen, dass man die Schattenseiten der Angelegenheit nicht vergisst, wenn man ihre Sonnenseiten würdigt.

  • Natürlich kann man das Konzept eines Nationalgefühls und seiner unangenehmen Konsequenzen kritisieren. Und ich nehme an, dass dies der Grund für deinen Widerwillen ist.

    Nicht unbedingt; die Gründe für meinen Widerwillen liegen vielmehr in der Ansicht, dass die Monarchie (insbesondere in Kombination mit dem Commonwealth) eine aus meiner Sicht unzeitgemäße Staatsform ist und in meiner prinzipiellen Abneigung gegen Yellow-Press-Journalismus, der die Königsfamilie auf Schritt und Tritt begleitet.

    Aber das gehört alles nicht in dieses Forum. Wenn die Briten mehrheitlich die Monarchie (finanzieren) wollen, von mir aus. Ich halte es nur für einen Skandal, dass aufgrund ihres Ablebens eine Opernaufführung abgesagt wurde: Darum geht es mir; zu politischen Dingen möchte ich mich nicht äußern.

  • Ich halte es nur für einen Skandal, dass aufgrund ihres Ablebens eine Opernaufführung abgesagt wurde: Darum geht es mir; zu politischen Dingen möchte ich mich nicht äußern.

    Was sind deine Gründe es für einen Skandal zu halten? Wenn es keine politischen sind? Ich sagte doch, dass sie im ROH nicht nur die Rolle eines Staatsoberhauptes einnahm, siehe meinen Link, also wäre dies eventuell auch für dich in Betracht zu ziehen bei deiner Argumentation. Weiterhin habe ich auf die besondere Mentalität der Briten hingewiesen und füge dem nun vertiefend hinzu, dass man dabei die Neigung zu Traditionspflege in Betracht ziehen sollte, ein Traditionsverständnis, welches über reine politische Konzepte hinausgeht und das gesamte Leben, ihre Ideale und das Selbstverständnis der Briten, also ihre Kultur im weiteren Sinne, durchzieht.


    Die Eintrittskarten sind übrigens nicht einfach verfallen.

  • Der Skandal ist, dass (offenbar, ich bin ja kein insider) eine Aufführung abgesagt wurde, obwohl es dafür keine künstlerischen Gründe (Erkrankung von Sängern etc.) gab, sondern nur einen außer-künstlerischen.


    Wie kommt ein Sänger dazu, nicht auftreten zu können, bzw. wie kommt ein Orchestermusiker dazu, nicht spielen zu können, bzw. wie kommt ein Besucher, der sich darauf gefreut hat, dazu, nicht hingehen zu können, weil etwas passierte, das die Aufführung dieser Oper grundsätzlich nicht verhindert hätte?

  • Der Skandal ist, dass (offenbar, ich bin ja kein insider) eine Aufführung abgesagt wurde, obwohl es dafür keine künstlerischen Gründe (Erkrankung von Sängern etc.) gab, sondern nur einen außer-künstlerischen.

    Gutes Argument, sehe ich ein. Nur kann man diesen Fall als besonderen oder Ausnahmegrund verstehen, der sich aus der besonderen Rolle der Queen als Patron und der besonderen Verbundenheit der Briten mit ihrer Monarchie und dieser langjährigen Queen, als Teil ihres auch kulturellen Selbstverständnisses, sehen.

    Übrigens kannst du es auch herumdrehen und sagen, dass man damit vielen die Sache erleichtert. Man hat einmal eine grossartige, demonstrative und respektvolle Geste gezeigt und nun kann man guten Gewissens zur Tagesordnung übergehen, ohne dass man noch wochenlang irgendwelches Gedöns veranstalten muss. Ganz praktisch.

  • Gutes Argument, sehe ich ein. Nur kann man diesen Fall als besonderen oder Ausnahmegrund verstehen, der sich aus der besonderen Rolle der Queen als Patron und der besonderen Verbundenheit der Briten mit ihrer Monarchie und dieser langjährigen Queen, als Teil ihres auch kulturellen Selbstverständnisses, sehen.

    Die Frage ist, ob das für alle Briten bzw. alle Personen, die in irgendeiner Form in die abgesagte Aufführung involviert gewesen wären (sei es als Künstler, sei es als Zuschauer) gilt. Wenn jemand darunter ist, dem die Queen nichts bedeutet oder jedenfalls nicht so viel, dass er auf die Aufführung verzichten möchte, dann ist die Absage (rein statistisch müsste das locker der Fall sein), die eben aus nicht-künstlerischen Gründen erfolgte, die also nicht notwendig war, in meinen Augen ein Affront ihm gegenüber.


    Übrigens kannst du es auch herumdrehen und sagen, dass man damit vielen die Sache erleichtert. Man hat einmal eine grossartige, demonstrative und respektvolle Geste gezeigt und nun kann man guten Gewissens zur Tagesordnung übergehen, ohne dass man noch wochenlang irgendwelches Gedöns veranstalten muss. Ganz praktisch.

    ... was man wiederum so sehen könnte, dass dann zwar halbherzig eine Opernaufführung abgesagt werden musste (quasi ein "Bauernopfer"), um sich angemessene Feierlichkeiten (welche auch immer das sind) zu ersparen. Auch dieses Argument überzeugt mich nicht.

  • Wenn jemand darunter ist, dem die Queen nichts bedeutet oder jedenfalls nicht so viel, dass er auf die Aufführung verzichten möchte, dann ist die Absage (rein statistisch müsste das locker der Fall sein), die eben aus nicht-künstlerischen Gründen erfolgte, die also nicht notwendig war, in meinen Augen ein Affront ihm gegenüber.

    Ein Affront? Viel zu starkes Wort und ...wieso....hat man ein Recht darauf, dass das Opernhaus eine angekündigte Aufführung stattfinden lässt? Oder ist es ein Privileg, dass man hingehen darf, wenn es stattfindet? Ich sagte ja, die Karten sind nicht verfallen. Es gibt auch weiterhin Don Giovanni, wahrscheinlich mit genau denselben Künstlern. Und es wurde ja nicht wegen Regen abgesagt, sondern weil die Queen in etwa so wichtig für die kulruterelle Identität der Briten ist, wie ein Weihnachtsbaum für das christliche Weihachtsfest oder der Weihrauch für die Messe. Es geht auch ohne, aber dann geht etwas dabei verloren. Ein Stück Kultur, ein Stück Tradition und ein Stück der eigenen Identität, wenn sie so gestrickt ist.

    Und viele Briten sind so gestrickt - ich habe ja geschildert, wie alle aufgestanden und viele mitgesungen haben. Ganz freiwillig !!!

    dann ist die Absage (rein statistisch müsste das locker der Fall sein), ...... ein Affront ihm gegenüber.

    Statistisch wohl kaum....siehe oben. Gerade im ROH Publikum wirst du mE in der Mehrheit Leute finden, die die Monarchie beibehalten möchten und deshalb die Traditionen der Hymne, des Aufstehens dabei, und auch der Schliessung als Geste des Respekts wahren wollen.

    Das tun sie alles natürlich nur, weil es eine konstitutionelle Monarchie ist und der Monarch keine politische Meinung vertreten darf. Es ist doch alles nur Weihrauch. Aber eben echt Britisch. Dafür lässt man gerne einen Opernabend sausen und geht dann eben zum nächsten Don Giovanni. Wem das nicht passt, der muss bei der Hymne nicht mitmachen und darf natürlich beleidigt sein, wenn das Haus geschlossen ist. Er wird sich dafür auch nur hochgezogene Augenbrauen ernten.

  • In Großbritannien ist die Monarchin gestorben, es gibt Staatstrauer, die natürlich von allen Institutionen befolgt wird, die den Namen der ehemaligen Monarchin im Namen führ(t)en. Völlig normal, nachvollziehbar und angemessen. Da braucht man nicht so viele Worte verlieren.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Da braucht man nicht so viele Worte verlieren.

    Braucht man nicht. Mir erscheint es auch völlig logisch. Aber man darf viele Worte verlieren, wenn man es möchte und man braucht es sich auch nicht sagen zu lassen, dass man "es nicht brauche". Immer diese mehr oder weniger unterschwelligen Versuche zur Einschränkung von Meinungsäusserung und Diskussion. Ts Ts.

    Besonders wenn genau das auch das eigentliche Thema sein könnte, nämlich warum so viele (auch Kultur-) Institutionen mit ihrem Namen die Verbundenheit mit der Monarchie demonstrieren. Es ist nämlich eigentlich kein Grund deshalb eine Vorstellung abzusagen, nur weil der Name da schon steht. Nicht wahr?

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