Schock: Fusion der SWR-Orchester geplant!

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • ich hattte sicherheitshalber auch den 01.04 mit in Erwägung gezogen.. man kann ja nie wissen

    Achso :D . Mich hat diese Nachricht auch überrascht, aber bei näherem Hinsehen ist sie vielleicht nicht so konsternierend. Currentzis hat ja in den letzten Jahren verstärkt bei "normalen" Sinfonieorchestern (z.B. SWR Freiburg, Wiener Symphoniker) und in "normalen" Opernhäusern (München, Stuttgart, Zürich, demnächst Covent Garden) dirigiert - er will wohl jetzt mehr als einen Fuß in die Türen der etablierten europäischen Musikinstitutionen bekommen. Mal schauen.



    Viele Grüße


    Bernd

    .

  • Wiki weiß: Teodor Currentzis ist "seit 2011 Erster Ständiger Gastdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg".


    Aber wenn es denn stimmte, dass er dort Erster Ständiger Gastdirigent (gewesen) wäre, dann wäre die Entscheidung ja nicht gar so spektakulär/überraschend.


    Adieu,
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Aber wenn es denn stimmte, dass er dort Erster Ständiger Gastdirigent (gewesen) wäre, dann wäre die Entscheidung ja nicht gar so spektakulär/überraschend.

    Hm, ja, einerseits. Andererseits werden seit einiger Zeit Bezeichnungen wie "Erster Gastdirigent" o.ä. inflationär vergeben, zwei der Londoner Orchester haben inzwischen sogar paradoxerweise jeweils zwei "principal guest conductors". Ich weiß nicht, wie oft Currentzis tatsächlich am Pult in Freiburg gestanden hat.


    Außerdem haben ja gerade Dirigenten, die an das SWR-Orchester Freiburg gebunden waren, gesagt, dass sie das neue Orchester nicht dirigieren wollen. Die Aufgabe, einen neuen Chefdirigenten zu finden, galt ohnehin als schwierig: Ein fusioniertes Orchester, das nach heftigem Streit zu einem Klangkörper zusammenwachsen soll, bei dem von gut 180 Planstellen erstmal 50-60 durch Verrentungen und Abgänge abgebaut werden müssen, um auf die gewünschte Größe von gut 120 Musikern zu kommen, bei dem folgerichtig erstmal keine oder kaum neue Mitglieder eingestellt werden, ist sicher nicht einfach zu leiten (davon konnte man nach der etwas kleineren Orchesterfusion in Saarbrücken/Kaiserslautern ein Lied singen). Und gerade Currentzis galt immer als Gegner institutioneller Zwänge beim Musizieren (z.B. administrative Pflichten, gewerkschaftliche Einschränkungen für Probenzeiten usw.) - die werden ihn dann ab 2018 vermutlich erheblich beschäftigen.


    Dass Currentzis überhaupt ein "normales" Orchester als Chef dirigieren wird, ist schon bemerkenswert (hatte sich aber angedeutet, wie im vorletzten Beitrag gesagt). Dass er aber gerade den schwierigen Fall dieses gerade fusionierten Orchesters übernimmt, überrascht mich doch. Vielleicht reizt ihn gerade diese Schwierigkeit. Außerdem wird der SWR genug Geld in die Hand genommen haben, um mit einer spektakulären Personalie in dieser ewigen Orchesterfusionsdebatte endlich aus der Defensive zu kommen.


    Genug der Spekulation. :D Mein Lieblingsdirigent wird Currentzis nicht werden, aber bemerkenswert finde ich seine Arbeit schon.



    Viele Grüße


    Bernd

    .

  • Vielleicht erhoffen sich die Verantwortlichen, dass Currentzis möglichst viele Musiker in die Flucht schlägt (Vorruhestand / Abfindungs-/Aufhebungsverträge) :D (nichtlustig)

    Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.

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