Schon gehört? - Die Capriccio-Kaufberatung

Vom 7. Juni bis 14. Juni 2024, 17:00 Uhr, findet die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme hier zu registrieren.
  • Auf dieser CD waren die Schilflieder nach Lenau von August Klughardt eine ganz große Entdeckung für mich. Ich kenne sonst gar nichts von Klughardt und weiß nichts über sein Werk. Was sollte ich mir weiterhin anhören oder an Noten anschauen? Hinweise auf brauchbare musikwissenschaftliche Aufsätze über Klughardt wären ebenfalls willkommen.

    :wink: Matthias

  • Ein gar wunderschönes Oboenkonzert von Klughardt findet man auf dieser CD:

    Die ganze CD ist übrigens sehr schön :P und es sind noch ein paar unbekanntere Sachen drauf.

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Liebe Allegro,

    das ging aber schnell. Danke dir, schon mal interessant. Das Werk von Kalliwoda kenne ich sogar. Sowieso einer der Interessanteren unter den heute weniger bekannten Komponisten seiner Zeit.

    :wink:

  • Auf dieser CD waren die Schilflieder nach Lenau von August Klughardt eine ganz große Entdeckung für mich. Ich kenne sonst gar nichts von Klughardt und weiß nichts über sein Werk. Was sollte ich mir weiterhin anhören oder an Noten anschauen? Hinweise auf brauchbare musikwissenschaftliche Aufsätze über Klughardt wären ebenfalls willkommen.

    :wink: Matthias

    Die "Schilflieder" waren auch die absolute Überraschung, als ich sie auf einer LP zusammen mit anderen Vertonung bis zu Berg erstand. Sie haben ihren Zauber bis heute nicht verloren. Ich habe seitdem einiges von Klughardt gehört, aber nichts von der Faszination der "Schilflieder". Seine Kammermusik kommt dem noch nahe. Aber die "Schilflieder" ....


    Liebe Grüße Peter

    .
    Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
    (Hermann Bahr)

  • Respighi: Klavierkonzert in modo misolidio

    Im Grunde finde ich es schade, dass der Komponist Respighi in den letzten Jahren bei Capriccio keine oder kaum Beachtung mehr findet !

    Ich habe von dem fabelhaften Klavierkonzert in modo misolidio nur eine Aufnahme mit Sonya Hanke/ Syndney SO / Myer Fredman (Marco Polo), die alleine gesehen gar nicht übel ist.

    Es gibt aber noch weitere Aufnahmen, die von Interesse sein könnten:
    1. Die mal von andrejo im entsprechenden Respighi-Thread 2010 vorgestellte NAXOS-Aufnahme mit K.Scherbakow / Slovak PO / H.Griffits (NAXOS):

    2. die Chandos-CD mit G.Tozzer / BBC PO / Edward Downes (Chandos)

    :-OOOO- Hier macht mich aber die aussergewöhnlich lange Spielzeit von 18:54 - 10:54 - 11:26 stutzig ?( kann das überhaupt eine angemessene Int sein ?
    Im Vergleich dazu 16:25 - 18:43 (2.+3.Satz zusammen) bei meiner genannten Marco Polo-Aufnahme; die Naxos-Aufnahme bewegt sich im gleichen Zeitfenster !

    *** Welche Aufnahme ist Eurer Meinung nach vorzuziehen ?
    Sind die unter 1 und 2 genannten angemessen --- ;) :D oder brauche ich überhaupt keine Weitere ?

    ______________

    Gruß aus Bonn

    Wolfgang

  • Im Grunde finde ich es schade, dass der Komponist Respighi in den letzten Jahren bei Capriccio keine oder kaum Beachtung mehr findet !


    Leiser Einspruch: Meine Freundin und ich sind vor zwei Wochen auf einen Satz aus unten zu sehender CD gestoßen und waren ganz hingerissen!

  • Auf dieser CD waren die Schilflieder nach Lenau von August Klughardt eine ganz große Entdeckung für mich. Ich kenne sonst gar nichts von Klughardt und weiß nichts über sein Werk. Was sollte ich mir weiterhin anhören oder an Noten anschauen? Hinweise auf brauchbare musikwissenschaftliche Aufsätze über Klughardt wären ebenfalls willkommen.

    Ich habe mir die CD damals extra vorbestellt wegen dem Trio für Oboe, Horn und Klavier.

    Die CD ist, was die technische Seite anbetrifft für die Mülltonne! :cursing:

  • Ich habe mir die CD damals extra vorbestellt wegen dem Trio für Oboe, Horn und Klavier.

    Die CD ist, was die technische Seite anbetrifft für die Mülltonne! :cursing:


    Wie soll man das verstehen? lässt sich nicht abspielen?

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

  • Schubert: Winterreise

    Eben habe ich beim Stöbern diese im September erschienene Aufnahme der Winterreise entdeckt:


    Franz Schubert (1797-1828)
    Winterreise – Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller D 911
    Dietrich Fischer-Dieskau / Maurizio Pollini

    Aufgenommen am 23. August 1978 im Kleinen Festspielhaus.

    Hat die schon jemand im Regal stehen und vielleicht auch schon gehört?

    Grüße,
    Wolfgang

    Die Wahrheit zu sehen müssen wir vertragen können, vor Allem aber
    sollen wir sie unseren Mitmenschen und der Nachwelt überliefern,
    sei sie günstig oder ungünstig für uns. (August Sander)

  • Zu Dieskau/Pollini, Wien, 1978, live (Orfeo)

    Vorab kannst Du ja hier nachhören:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Vorab kannst Du ja hier nachhören:

    "

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    ]

    Vielen Dank für den Link! Auch wenn meine Notebook-Lautsprecher nciht mit den großen Boxen mithalten können, werde ich es mir am Abend mal zu Gemüte führen.

    Veiele Grüße,
    Wolfgang

    Die Wahrheit zu sehen müssen wir vertragen können, vor Allem aber
    sollen wir sie unseren Mitmenschen und der Nachwelt überliefern,
    sei sie günstig oder ungünstig für uns. (August Sander)

  • Hier macht mich aber die aussergewöhnlich lange Spielzeit von 18:54 - 10:54 - 11:26 stutzig ?( kann das überhaupt eine angemessene Int sein ?

    Ja, natürlich.
    Die Hanke/Sidney - Aufnahme, in der das Klavier übrigens viel zu laut aufgenommen wurde, ist auf der schnellen Seite, das gefällt mir gut. Die Rundfunkaufnahme mit Pietro Spada, mit der ich aufgewachsen bin, war wesentlich langsamer und auch langweiliger.....die habe ich lange nicht mehr gehört, muß ich auch nicht mehr.

    Tozer läßt sich mehr Zeit für die ganze Sache, er geht viel mehr in's Detail, ohne dabei im geringsten langweilig zu sein.
    Das gefällt mir besser.
    Er läßt dem Klang viel mehr Zeit zur Entfaltung, und dieser leider zu früh verstorbene Pianist hatte eine Menge an Klang zu bieten.

    Das Finale gefällt mir bei Tozer in einer nicht so durchgehetzten Fassung auch besser.
    Das ist ja kein Virtuosen-Konzert.
    Schlußendlich ist die Chandos saugut aufgenommen.

    Scherbakovs Aufnahme kenne ich nicht, habe nur mal kurz in die Hörschnipsel reingehört......meinen Eindruck davon behalte ich besser für mich.
    Ne, doch nicht: Das kleine bisschen, was ich da gehört habe, das ist mir zu trocken und auch zu gehetzt.

    Mein Favorit ist die Aufnahme mit den beiden tragisch aus dem Leben geschiedenen.

  • Die 3 Beiträge zu Respighi passen sehr gut in den Respighi-Orchesterwerke-Thread. Deshalb habe ich Kopien ab dort eingefügt, mit der Anregung, die Diskussion zum Klavierkonzert in modo misolidio dort fortzusetzen.

    :gurni:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • In einer Rezension dieser Box bei jpc

    heißt es:


    Zitat

    Fast durch die Bank enttäuschend (Vol. 1 und 2 sind eine große Ausnahme, die hat offenbar jemand anders gemacht als den Rest) ist die Aufnahmetechnik! Das Klangbild ist so eng, dass sich stellenweise fast Mono-Eindruck einstellt, wie in den guten alten 50er-Jahren. Erst dachte ich an einen Verkabelungsfehler oder defekten Kopfhörer, aber leider nein... Jedenfalls extrem störend, gerade angesichts des jungen Alters der Aufnahmen. Es fällt tatsächlich schwer, manche positiven Kommentare zum Klang hier nachzuvollziehen - da ist jemand wohl nicht sonderlich kritisch.


    Meine Frage: was ist hier von der Aufnahmetechnik nach Eurer Auffassung zu halten. Stellt sich tatsächlich "stellenweise fast ein Mono-Eindruck" ein? Die Box steht auf meiner Anschaffungsliste, nur hat mich die vorstehende Einschätzung bislang von einem Kauf abgehalten.

  • Ich habe zwar nicht den kompletten Weinberger und würde diese vernichtende Kritik nicht unterschreiben, aber die teils extrem begeisterten Lobeshymnen, die dieser Zyklus bezüglich der bespielten Orgeln (sehe ich am ehesten ein), der Interpretation (keine konkreten Einwände) und tatsächlich auch der Aufnahmetechnik bekommen hat, konnte ich nie so recht nachvollziehen. Das Klangbild habe ich als durchaus dumpf in Erinnerung, konkret etwa beim Es-Dur-Schlager BWV 552. Das befremdet mich schon, aber da die Komplettbox nun günstige 50 Euro kostet, erwäge ich doch noch die Anschaffung.

    Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.

  • Als ich vor Jahren nach einer Bach-Orgel-Box suchte, kam auch Weinberger in Betracht. Ich fand folgenden Tenor: historisch authentisch, aber nicht immer temperamentvoll, klanglich manchmal zu wolkig. Habe die Box dann nicht gekauft und kann nichts Näheres dazu sagen.

    Hochzufrieden war ich dann mit Bernard Foccroulle:

    Nicht viel teurer als Weinberger, unbedingte Empfehlung! Ich mag es, wie Foccroulle immer wieder klangliche Finessen herausarbeitet.

    Mehr zum Thema: Bachs Orgelwerke - Gesamtaufnahmen.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Hinsichtlich Vol. 18

    lese ich bei Klassik heute:

    Zitat

    Die beiden Orgeln wurden sehr direkt aufgenommen, der Kirchenraum ist vor allem bei der Johann Scheibe-Orgel stark reduziert. Dies schafft ein sehr reines, den Orgelklang unverfälscht einfangendes Klangbild, reduziert andererseits aber auch etwas die Atmosphäre.

    Möglicherweise stellt die dort wahrgenommene starke Reduzierung des Kirchenraums den Ansatzpunkt für den behaupteten "fast Monoeindruck" dar.

    Nun gut, ich werde wohl um eine Anschaffung nicht herumkommen. :yes:

  • Ich habe zwar nicht den kompletten Weinberger und würde diese vernichtende Kritik nicht unterschreiben, aber die teils extrem begeisterten Lobeshymnen, die dieser Zyklus bezüglich der bespielten Orgeln (sehe ich am ehesten ein), der Interpretation (keine konkreten Einwände) und tatsächlich auch der Aufnahmetechnik bekommen hat, konnte ich nie so recht nachvollziehen.


    Ich habe mir die Box aufgrund der Lobeshymnen gekauft und bin eher enttäuscht. Mein Favorit wäre Ton Koopman.

    Gruß
    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!