GEMA - eine Verwertungsgesellschaft mit Licht und Schatten?

  • GEMA - eine Verwertungsgesellschaft mit Licht und Schatten?

    Soweit mir bekannt muss man selbst für kleinste Nicht-Kommerzielle Veranstaltungen Gema-Gebühren zahlen.

    Ich finde das absurd und kulturschädlich, denn manche gute Veranstaltung fällt so ins Wasser, weil man diese Gebühren nicht zahlen kann.

    Aber davon abgesehen,

    ich suche jemanden unter Euch der sich damit auskennt und mir sagen kann wo, wie ich erfahren kann - ohne dass es gleich offiziell ist - wieviel man bezahlen müsste,z.B. für eine kleine Veranstaltung (ohne Eintrittspreis) mit unter 10 Teilnehmern in einem ca 30 qm grossen Raum, wo evtl auch max 30 Min. Musik gespielt würden,

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
    ----------------------------
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Da steht unter Punkt 4:

    Zitat

    Vereinfacht heißt das: Jede Nutzung ist öffentlich, bei der wenigstens zwei Personen, die nicht miteinander verwandt oder eng befreundet sind, Musik hören.


    Also müßte ich Gema-Gebühren bezahlen, wenn ich mit jemandem zusammen bei mir Musik höre, mit dem ich nicht befreundet und auch nicht verwandt bin-
    Das kommt aber schon mal vor.

    Mist, jetzt kann ich keine nicht mit mir befreundeten Personen mehr zum Musikhören einladen........

  • Skuril, wenn man das alles genau befolgen würde.
    Dann dürften wir auf der Arbeit zu zweit keine CDs mehr hören - oder ist man mit Kollegen, Sekretärinnen etc automatisch befreundet? Wenn ich Nachbarn im Auto mitnehme, müsste ich das Radio ausschalten. Wenn meine Nichte ihren Freund zu meiner Party mitbringt, den ich gar nicht kenne, bewege ich mich schon in einer Grauzone? :D
    Heike

    „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)

  • es ist schon ein Witz, dass man wenn man im Rahmen von Mehrgenerationenhäusern, Rentner-Uni o.ä. mal für 15 Min einen MP3-Player laufen lassen will für eine Beispielmusik, man sich über so etwas ernsthaft Gedanken machen muss. (Kommunale Veranstalter müssen ja darauf achten, dass alles rechtlich einwandfrei ist)

    Ähnlich finde ich es bei Zitaten im Internet.

    :shake: :shake: :cursing: :wut2: :wut2:

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Heike, Heike

    was muss ich da hören, Du hörst auf der Arbeit Musik statt zu arbeiten !!! :boese: :boese: :wut2:

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum (Nietzsche)
    In der Tat spuckte ... der teuflische Blechtrichter nun alsbald jene Mischung von Bronchialschleim und zerkautem Gummi aus, welchen die Besitzer von Grammophonen und Abonnenten von Radios übereingekommen sind Musik zu nennen (H Hesse)
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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass immer Sommerzeit sein sollte (gerade im Winter)

  • Heir die gesamte Tariftabelle im Überbick, ein Mammutwerk!

    "https://www.gema.de/musiknutzer/li…ueberblick.html"

    Zitat

    was muss ich da hören, Du hörst auf der Arbeit Musik statt zu arbeiten !!!


    Ähm, nur in der Pause natürlich :) außerdem bin ich ja die Chefin ;)

    „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)

  • D.h. ich dürfte mich gar nicht irgendwo ans Klavier setzen und ein einziges Minütchen vorspielen, falls ich nicht mit allen Anwesenden verwandt oder befreundet bin? Oder die Gitarre in die Hand nehmen, falls gesungen wird? Gilt das auch für meine eigene Wohnung?
    Heike

    „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)

  • Es gibt Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen als im Internet nach Musik zu suchen und die Initiatoren belangen. Ich habe einen Brief von der Gema bekommen, ein Foto, von den Ankündigungen der Konzerte von der Webseite kopiert, mit einigen Seiten zum Ausfüllen. Allerdings stand nicht wie sonst dabei, wie groß der Raum ist, wieviele Zuhörer erwartet werden, ob Bühne dabei usw. Wie auch soll man wissen wieviele qm eine Kirche hat.....?????

    Ich bin gespannt was dabei rauskommt.

    viele Grüße von musica

  • Muss meine Klavierlehrerin (privat, keine Musikschule) das Vorspielen nicht gemeinfreier Stücke eigentlich auch bei der GEMA anmelden?
    Heike

    „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)

  • Im Prinzip ja.
    Und dies wäre auch die Kern-Antwort für so ziemlich alle Fragen hier... :D

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Gucken!!!

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  • Auf dem Lied "Happy Birthday" ist eigentlich auch noch ein Copyright drauf. Das bedeutet, rein theoretisch müsste man bei jeder Geburtstagsfeier Geld verlangen von denen, die singen.

    Kein Scherz.

    Nur: es macht keiner, weils lächerlich ist natürlich.

  • Ich hatte das Problem auch schon, als ich als öffentliche Benefizveranstaltung eine Lesung mit Musik von der CD machte - da kam auch noch das Problem der Genehmigung durch die Verlage hinzu. Beim ersten Mal wurde eine relativ geringe Gebühr fällig, beim zweiten Mal haben sie erst gar nicht reagiert, die Herrschaften von der GEMA hier in Wiesbaden ... falls sie die Zweigstelle in Wiesbaden noch haben, würde ich die anrufen und löchern, die können ruhig was tun für ihr Geld.
    In mancherlei Hinsicht ein widersprüchlicher Verein.

    p.s. es gibt sie noch:
    GEMA-BEZIRKSDIREKTION WIESBADEN
    ABRAHAM-LINCOLN-STRAßE 20
    65189 WIESBADEN, HESSEN
    Telefon: 061179050

  • Auf dem Lied "Happy Birthday" ist eigentlich auch noch ein Copyright drauf. Das bedeutet, rein theoretisch müsste man bei jeder Geburtstagsfeier Geld verlangen von denen, die singen.

    Nein, definitiv nicht. Auf der GEMA Seite steht ausdrücklich, dass private Parties sowie Geburtstagsfeiern als nicht öffentlich gelten.

  • ? GemA ?

    In freischaffenden Musikerkreisen wird in letzter Zeit einiges gemunkelt : Von der ver100dertfachung von GemA Gebühren z.B.
    Wer weiß genaueres?
    Was haltet Ihr von der Gesellschaft?
    Salü
    Sonja


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