Beethoven: Literaturempfehlungen zu Werk und Biographie

  • Kann ich nur voll unterstreichen, der Kaiser ist wirklich klasse und vor allem auch sprachlich einfach spitze. Ein wahres Vergügen zu lesen, dazu sehr differenziert in der Beurteilung.


    Im Vorwort zur Neuausgabe weist er ja recht stolz drauf hin, daß das Buch in institutsbibliotheken zu den meistgestohlenen gehörte... Sein ambitioniertestes Werk und sicher auch sein bestes, anderswo bohrt er oft eher dünne Bretter.

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)


  • Den Band gibt es jetzt als Sonderausgabe anläßlich des Verlagsjubiläums von Beck:

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Einen sehr subjektiven Blick auf den Beethovenschen Sonatenkosmos bietet Edwin Fischer mit seinem Band "Klaviersonaten - Ein Begleiter für Studierende und Liebhaber" mit acht Bildtafeln und 31 Notenbeispielen, Insel 1956 (bei mir 1958). Schon wenn man das Vorwort liest, wo es u.a. heißt:



    Zitat

    Die Weite dieses Sonatenwerkes zwingt uns zur Arbeit auf dem Gebiet der Klaviertechnik, der Formen- und Harmonielehre, der Textkritik, in der Hauptsache aber zur Erfassung des künstlerischen Ideals. Wie verlassen das Studium als Verwandelte, denn Beethoven ist unser Erzieher geworden und hat uns zur Arbeit an uns selbst geführt


    erwartet man eine ganz besondere, eben andere, pianistische Sichtweise auf diese Werkgruppe (gebraucht auch bei Amazon).

  • [Hierher verschoben aus: Beethovens Gesamtwerk – gehört von Alpha bis Omega. Paßt hier besser. :gurni: Gurnemanz]


    Soweit ich sehe, gibt es keinen reinen Thread zu Beethovens Leben und Werk. Hier an dieser Stelle nur kurz ein Literaturhinweis. Das Buch fiel mir kürzlich in die Hände, verstaubte seit knapp 40 Jahren in meiner Bibliothek. Ich habe mich gleich in den Stil des Autors verliebt und so auch den
    Rest des Buches gelesen. Herrlich, diese Verknüpfung sozialistischer Musikwissenschaft und bürgerlicher Schreibe ...


    [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kv4RHmbEL.jpg]

  • Kennt jemand das neue Buch von Hinrichsen über Beethovens Klaviersonaten ?? Bringt es wesentlich neue Einsichten im Vergleich zu Uhde ??


    Gruß, Stephan

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Kennt jemand das neue Buch von Hinrichsen über Beethovens Klaviersonaten ??


    Würde mich auch interessieren. Zwei Rezensionen habe ich gefunden, nach denen das Buch recht anspruchsvoll sein soll:


    "http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/allegro/buchtipp-beethoven-klaviersonaten-100.html
    "http://www.codexflores.ch/index.php/component/content/article/16-kritiken/buchbesprechungen/1223-beethoven-die-klaviersonaten


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Beethoven Streichquartette Analyse

    Guten Tag zusammen,


    könnt ihr mir ein Buch empfehlen, in dem Beethovens Streichquartette analysiert werden, gegebenenfalls auch mit Interpretationsvergleichen, in etwa wie der Uhde bzgl. der Klaviersonaten?


    schöne Grüße


    Paulus


    Vermerk:
    Dieser und die folgenden Beiträge wurden aus dem urspr. Thread "Beethoven Streichquartette Analyse" in diesen hier verschoben, weil das inhaltlich passt.
    Lionel - Für die Moderation

  • In "Die Kunst des Quartettspiels - Das Guarneri-Quartett im Gespräch mit David Blum" (Bärenreiter 1991 (2.revidierte Auflage) findet man von S. 191 bis S. 255, also auf ca. 60 Seiten, ein sehr detailliertes Gespräch mit den 4 Guarneris über das cis moll Quartett op. 131, in dem spieltechnische und interpretatorische Probleme behandelt werden.


    Sehr ausführlich werden alle Beethovenquartette in
    Bernard Fournier: Histoire du Quatuor a cordes - de Haydn a Brahms
    behandelt. (Fayard);
    Der Text enthält keine Interpretationsvergleiche. Es gibt auch einen 2. Band (de 1870 à l'entre-deux-guerres).

  • der olle Hugo Riemann soll hier wenigstens eine kleine Anregung sein ... S. auch Walldorff`s Kalenderblätter - Drittfassung ;)


    >geht mir je'nfalls nicht selten so: als Vorbereitung auf irgend'n Konzert nehm ich mir diese und jene längere Abhandlung u. ä. vor - und bin am Ende froh, wenn ich wenigstens noch Zeit für einige substantielle Zeilen finde, auch wenn diese nicht den aktuellen Stand von Forschung u./od. Diskussion als Hintergrund haben mögen...<

    Konsequenz ist das Schlimmste Bruno Maderna Fleiß ist gefährlich Henning Venske Majo ist ätzend ''Paranoid Park'' (Gus van Sant)

  • der olle Hugo Riemann soll hier wenigstens eine kleine Anregung sein

    Was genau von seinen zahllosen Publikationen?
    Er hat ja nicht nur das "Lexikon" geschrieben. Allerdings wurde außer diesem auch so gut wie keine seiner Schriften nach '45 neu verlegt, erst seit etwa 10-15 Jahren gibt es da eine Renaissance...

    viele Grüße


    Bustopher



    Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
    Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)

  • Was genau von seinen zahllosen Publikationen?
    Er hat ja nicht nur das "Lexikon" geschrieben. Allerdings wurde außer diesem auch so gut wie keine seiner Schriften nach '45 neu verlegt, erst seit etwa 10-15 Jahren gibt es da eine Renaissance...

    ich nehme an, das ist gemeint:


    Hugo Riemann: Beethoven's Streichquartette


    http://kvk.bibliothek.kit.edu/…2WPMyJ7zuk&showCoverImg=1


    zum download runterscrollen.

    ---
    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • <= ...worauf in meinem oben verlinkten Beitrag auch hingewiesen ist ;) ;)

    Konsequenz ist das Schlimmste Bruno Maderna Fleiß ist gefährlich Henning Venske Majo ist ätzend ''Paranoid Park'' (Gus van Sant)

  • <= ...worauf in meinem oben verlinkten Beitrag auch hingewiesen ist ;) ;)

    sorry. das hab' ich überlesen...

    viele Grüße


    Bustopher



    Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
    Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)

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