Beethoven: Symphonie Nr. 7 in A-Dur, op. 92 - Werk und Aufnahmen

  • Hammerklaviersonate: B-Dur gegen h-Moll (von Beethoven ausdrücklich in einem Skizzenblatt mit "schwarze Tonart" bezeichnet).

    meinst du 1. Satz Takt 267 (Mitte der Reprise)? Das wirkt auf mich in der Tat wie ein Aufschrei. Kommt allerdings von Des-Dur und moduliert relativ anständig weiter nach B-Dur. Sonst sehe ich im 2. Satz vermehrt Halbtonrückungen zwischen B und H.
    Dein Hinweis auf h-Moll hat mich unmittelbar an die Bagatelle in h-Moll op 126/4 erinnert, in der ein ständiges Wechselspiel mit C-Dur stattfindet (und ein bisweilen dramatischer Kampf ihrer Quinten Fis und G).


    Aber der klassische Gegensatz von Tonika und Dominante wurde schon früher aufgeweicht bzw. geweitet. Spontan fällt mir die Waldsteinsonate ein - zweites Thema im Kopfsatz in E-Dur.

    ja klar, ähnliche Tonartkontraste gibt es zuhauf. Ich meine nur dass Beethoven sich etwa ab der 7. Sinfonie vermehrt solchen Halbtonspielereien zuwendet. Und dass gerade in dieser Sinfonie die häufige Aufeinanderfolge von F und E schon eine quasi programmatische Bedeutung hat. Besonders als Absoluthörer fällt es mir das Zusammentreffen der beiden Tonarten jedesmal überdeutlich auf. Dass der 4. Satz nicht mit A-Dur, sondern mit einem E-Dur-Akkord beginnt (nach dem Scherzo in F-Dur), hat für mich genau diesen Grund - oder umgekehrt, eben deshalb steht das Scherzo in F-Dur.

  • meinst du 1. Satz Takt 267 (Mitte der Reprise)? Das wirkt auf mich in der Tat wie ein Aufschrei. Kommt allerdings von Des-Dur und moduliert relativ anständig weiter nach B-Dur. Sonst sehe ich im 2. Satz vermehrt Halbtonrückungen zwischen B und H.

    Da muss ich nochmal schauen ... meine Bemerkung rekurriert auf einen Artikel in "Spektrum der Wissenschaft", später 1980er oder fürhe 1990er, in welchem diese Sonate intensiv untersucht wurde ... ich habs seinerzeit in den Noten nachvollzogen, erinnere mich aber nur an die Polarität beider Tonarten.


    Ich versuche mal, den Artikel herauszusuchen - interessiert mich gerade selbst.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Klar, man kann sich immer streiten über Transkriptionen.
    Die Original-7 ist natürlich eine Wucht, und der 2. Satz Wucht hoch 3 :rolleyes: :verbeugung1:


    Habe ja ein Faible für Gezupftes.
    Diese Transkription des Allegrettos der 7. Symphonie für 2 Gitarren finde ich sehr gelungen, obwohl natürlich die Original-"Wucht" fehlt.
    Die Vortrags- und Aufnahmequalität ist erste Sahne!
    https://www.youtube.com/watch?v=XpkeL3mZ67Q


    :wink:


    amamusica

    Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
    all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)


    ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
    Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...




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