Eben gehört - NEUE MUSIK

  • James Loy MacMillan (*1959)

    Veni, veni, Emmanuel (concerto for percussion and orchestra)

    Evelyn Elizabeth Ann Glennie

    The Royal Scottish National Orchestra

    Jukka-Pekka Saraste


    Gruß

    Josquin

  • Subkutan.

    György Kurtág

    Grabstein für Stephan op. 15c (1978/1989)

    für Gitarre und Instrumentengruppen

    ΣΤΗΛΗ (Stele) op. 33 (1994)

    Jürgen Ruck, Gitarre

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

    Musik, die spüren lässt, wie dünn die zivilisatorische Schicht über unserer Jahrzehntausende alten genetischen Ausstattung ist.

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Eisblumen im dahinströmenden Gletscher.

    Heinz Holliger: Scardanelli-Zyklus

    für Flöte, Orchester und Chor

    Aurèle Nicolet, Flöte

    London Voices

    Ensemble Modern

    Heinz Holliger/Terry Edwards

    Einfach bezwingend.

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Scardanelli-Zyklus meinen Löffeln bisher Holligers fetzigste Notenquälerei...

    "Fetzig" eigentlich das Gegenteil von dem, was meine Ohren erspüren durften ... unerhört subtile Musik, agil wie ein Gletscher und doch reich bewegt ...

    Wenn Du sagst "fetzigste" - kennst Du die Streichquartette Holligers? Auf das zweite hätte ich ja via Streaming Zugriff. Lohnt sich das erste?

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Einfach bezwingend.

    Scardanelli-Zyklus meinen Löffeln bisher Holligers fetzigste Notenquälerei...

    Wollte - will - ich auch längst mal kennenlernen.

    Wirklich überzeugt hat mich die folgende Nummer einschließlich des ganzen Hintergrundes :thumbup:. Es ist nicht die einzige Musik, die ich von Holliger kenne, aber doch, was mir wirklich in Erinnerung geblieben ist.

    ("Erscheinungsdatum" vor wenigen Tagen. Also vermutlich vorher vergriffen und jetzt Neuauflage. Ich weiß es nicht. Die Musik habe ich über eine Konzertübertragung im Rundfunk kennengelernt - nebst Einführung in schweizerisch gefärbtem Hochdeutsch - und mir wenig später die CD zugelegt. Das ist schon wieder eine Weile her, vielleicht zwei Jahre.)

    Ob das Violinkonzert den Komponisten Holliger pointiert repräsentiert, weiß ich auch nicht so genau.

    Ansonsten schätze ich den Oboisten Holliger am meisten dort, wo er sich mit seiner Frau in einer süffigen Fast-Avantgarde - aber eben nicht wirklich Avantgarde - bewegt.

    Also bei den für das Ehepaar geschriebenen einschlägigen Konzerten von Henze, Lutoslawski und Isang Yun.

    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ansonsten schätze ich den Oboisten Holliger am meisten dort, wo er sich mit seiner Frau in einer süffigen Fast-Avantgarde - aber eben nicht wirklich Avantgarde - bewegt.


    Also bei den für das Ehepaar geschriebenen einschlägigen Konzerten von Henze, Lutoslawski und Isang Yun.

    Oder wenn er Schumann dirigiert .. wirklich something else ... vielleicht keine Lieblingsaufnahmen, aber Hinhörer sondergleichen ... :)

    Danke für Deine Rückmeldung! Holliger mit dem Zehetmair Quartett, da laufen sich sozusagen die Musik-Hormone schon mal warm für den heißen Tanz ... :love:

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • .. unerhört subtile Musik, agil wie ein Gletscher und doch reich bewegt ...

    :jaja1: :jaja1: :jaja1:

    So isses.. und ja, eben derart subtile Kälte, gleichsam Andocken an Totes bzw. quasi Aussparung /Rücknahme von Farben macht ja gerade den Fetzigkeits-Level von Holligers Scardanelli-Mucke aus....

    Wenn Du sagst "fetzigste" - kennst Du die Streichquartette Holligers? Auf das zweite hätte ich ja via Streaming Zugriff. Lohnt sich das erste?

    zu seiner Quartett-Mucke fanden meine Löffel bisher keinen Draht :(

    Wollte - will - ich auch längst mal kennenlernen.

    ja. unbedingt !!!! . :jaja1: :jaja1: :jaja1: .. Scardanelli-Zyklus kommt als Mega-Kracher rüber, überfiel gleichsam die Löffel und fraß sich fest ... .. S-Z-Reinziehn eröffnet m.E. auch Zugang zu weiteren Holliger-Mucken.......

    wie z.B. Schneewittchen (auch wenn mein Brägen mit Robert Walsers Dramolett sich schwer tut)

    (vielleicht eröffnet ein fleißiger User mal einen Holliger-Thread)

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

    Einmal editiert, zuletzt von Amfortas09 (16. Januar 2022 um 17:29)

  • (vielleicht eröffnet ein fleißiger User mal einen Holliger-Thread)

    Immerhin gibts bislang dies:

    Succubus
    13. Oktober 2013 um 18:29
    ralphb
    8. August 2012 um 19:43

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Diese/Davon:

    Giya Kancheli: Mourned by the Wind. Liturgy for Viola and Orchestra

    Svyatoslav Belonogov (Viola), Moscow State Symphony Orchestra, Leitung: Fedor Glushchenko

    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Soeben gemorpht:

    Wolfgang Rihm

    Morphonie (1972)

    Hock/Steeb/Santiago/Käsmeier

    SWR SO Baden-Baden und Freiburg

    Ernest Bour


    Das Primat des musikalischen Materials weicht hier – nicht sukzessive, sondern abrupt und radikal – einer Rückkehr zu einer Unmittelbarkeit des Ausdrucks. So löste die Uraufführung von Rihms 40minütiger »Morphonie für Orchester mit Solostreichquartett« (1972) im Rahmen der Donauseschinger Musiktage 1974 aufgrund der hier offensichtlich formulierten Absage an die materialorientierte Avantgarde einen Skandal aus.
    Rihm galt von nun an als das enfant terrible der deutschen Musikszene, dem man das Etikett der »Neuen Einfachheit« anklebte, den man gar zum Kopf einer Komponistengruppe stilisierte, die ebenfalls unter diesem Label zusammengefaßt wurde (u.a. Manfred Trojahn, Detlef Müller-Siemens, Hans-Jürgen von Bose, Heinz Winbeck, Reinhard Febel ...).

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wieland (24. Januar 2022 um 18:46)

  • Heute ist der Letzte Sonntag nach Epiphanias, das Fest der Verklärung Christi. Darum Lichtvolles:

    Einojuhani Rautavaara: Sinfonie Nr. 7 "Angel of Light" (1994)

    Lahti Symphony Orchestra

    Osmo Vänskä

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Nochmal Musik zum Tage.

    Olivier Messiaen: La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ

    Gunhild Ott, Flöte - Wolfhard Pencz, Klarinette

    Franz Lang, Xylomarimbaphon - Horst Friedel, Vibraphon

    Jochen Schorer, Marimbaphon - Reinhard Latzke, Violoncello

    Florent Boffard, Klavier

    EuropaChorAkademie

    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

    Sylvain Cambreling

     

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Passte auch schön:

    Frank Martin: Messe für Doppelchor

    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Peter Dijkstra

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Dijkstra und seine famosen bayerischen Goldkehlchen mussten nochmal ran.

    Alfred Schnittke: Konzert für Chor

    Chor des Bayerischen Rundfunks

    Peter Dijkstra

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier nun also der heilige Stier.

    Claudio Santoro

    Ponteio für Streichorchester (1953)

    Sinfonie Nr. 4 ("Sinfona da Paz") (1953/54)

    São Paulo Symphony Orchestra & Choir

    John Neschling

    Ja - das ist doch ziemlich zugänglich, irgendwo zwischen Gershwins Klavierkonzert, Bernsteins Sinfonischen Tänzen und Strawinskys Psalmesinfonie ... fein!

    Gruß

    MB

    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Neue Musik aus der “Alten Welt” über Ereignisse in der “Neuen Welt”:

    Wolfgang Rihm: Die Eroberung von Mexico. Musiktheater nach Antonin Artaud (1992)
    Richard Salter, Renate Behle, Carmen Fugiss, Susanne Otto, Peter Kollek, Hans Joachim Frey, Georg Becker, Chor der Hamburgischen Staatsoper, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Leitung: Ingo Metzmacher

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Sinfonie Nr. 4 ("Sinfona da Paz") (1953/54)

    Originellerweise hat ja auch Landsmann Heitor Villa-Lobos einige Jahre früher eine Friedenssinfonie geschrieben. Sie wurde mitgezählt, ist aber verschollen. [Werden wir ihn je global erleben, den Frieden ... ? :( ]

    Dann werde ich mir diese CD mit Musik von Claudio Santoro mal zulegen ...

    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ich hab die CD vor ca. 2 Wochen auch mal wieder angehört. Erstaunlich wie hier die Gruppendynamik funktioniert ...

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

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