Eben gehört - NEUE MUSIK

  • Lustig, dass dieses kontroverse Stücke immer noch solch eine Diskussion auszulösen vermag, trotz seines Alters.


    Hier passte es doch wirklich sehr gut in den Kontext der Aufführung. Schon faszinierend, wie es manchen nachgerade an die Nerven zu gehen scheint, 4:33 Stille auszuhalten, in unserer lauten, schnellen Zeit.

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

    Einmal editiert, zuletzt von Hueb' ()

  • Man muss dieses Stück live im Saal erlebt haben. Eine Video-Aufzeichnung bringt da mMn überhaupt nichts und ist völlig überflüssig.

    Aus deinem, später geschilderten, Erleben nachvollziehbar. Aber ich konnte mir - bevor ich es gesehen hatte - nicht recht vorstellen, wie man 4'33'' aufführen sollte, wie das überhaupt "aussehen" würde. Insofern fand ich das für mich schon interessant; insbesondere Kirill Petrenkos Dirigat.

    Ich habe das Stück vor drei oder vier Jahren beim Heidelberger Frühling in einer Streichquintett-Fassung erlebt. Da hatte Igor Levit das Programm konzipiert und die Idee, nach 4‘33“ nahtlos und ohne Zwischenbeifall den 2. Satz aus Schubert‘s Streichquintett spielen zu lassen. Das machte nach der langen Stille einen ungeheuren Eindruck…

    Das glaube ich sofort. Und kann dich da dann nur beneiden.


  • Olivier Messiaen

    Des Canyons aux étoiles...

    Roger Muraro (Klavier)

    Thierry Lentz (Horn)

    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

    D: Sylvain Cambreling

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Die hatte ich gestern und vorgestern auch drin!


    Chronochromie

    Reveil des oiseaux

    Oiseaux exotiques

    Et exspecto resurrectionem mortuorum


    Momentan ist mein Liebling Oiseaux exotiques, ich hatte das Bedürfnis, wild gestikulierend im Wohnzimmer herumzuhoppeln (habe das nur rudimentär umgesetzt).

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • ich hatte das Bedürfnis, wild gestikulierend im Wohnzimmer herumzuhoppeln (habe das nur rudimentär umgesetzt).

    Ich blieb die ganze Zeit sitzen... :jaja1:

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • weil letzten Freitag endlich Gelegenheit gab, geile Nono-Intolleranza-Mucke in Big-City-KOB wieder mal richtig live sich reinzuziehen und Sean Panikkar in der Hauptpartie des Flüchtlings dabei super Job machte, Mitschnitt nämlicher Notenquälerei Nonos unter Ingo Metzmacher mit den WPs vom 15.08.21 durchgezogen ...

    In Hertha-City kam Sean Panikkars Partie noch cooler gestaltet als in Salzburg rüber... (nebenbei: während der Premierenfeier outete einer für Beleuchtung Verantwortlicher sich als Eisern-Union-Fan :thumbup: , was voll okay rüberkommt :jaja1: :jaja1: ...

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Kaija Saariaho

    True Fire für Bariton und Orchester

    Ciel d'hiver (aus Orion)

    Gerard Finley

    Finnish RSO

    Hannu Lintu


    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.


  • Bin derzeit vernarrt in das Werk. Ein sehr gelungener, persönlicher Booklet-Text von Wallin rundet die Einspielung ab.

    Erinnert mich in der Geisteshaltung an die ollen Rosenkranz-Sonaten. Man bedenke: Allgén hat nach dem Übertritt zum Katholizismus seine Vornahmen in Claude Loyola geändert.


  • Olivier Messiaen

    Éclairs sur l'Au-Delà

    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

    D: Sylvain Cambreling

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Bin derzeit vernarrt in das Werk. Ein sehr gelungener, persönlicher Booklet-Text von Wallin rundet die Einspielung ab.

    Erinnert mich in der Geisteshaltung an die ollen Rosenkranz-Sonaten. Man bedenke: Allgén hat nach dem Übertritt zum Katholizismus seine Vornahmen in Claude Loyola geändert.

    Das klingt außerordentlich interessant. Ist dies Musik für eine unbegleitete Violine allein?



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Ja, die auf der betreffenden CD aufgenommenen Werke sind für Violine solo komponiert.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Danke :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Vor dem Kauf daher lieber reinhören.

    und das ist "nur" ein Werk auf drei CDs verteilt. Hat man auch nicht oft.


    Ich musste nach 70min des ersten Satzes mal 'ne Pause machen. :schwitz1:

    Aber für Freunde des einsamen Violinspiels eine ganz klare Empfehlung.


    Ich weiß auch nicht, wo die kolportierte Schwierigkeit (Unspielbarkeit) seiner Werke liegen soll.

    Ich denke, wer heute die Ysaÿe Sonaten meistert, sollte mit dieser Sonate auch keine besonderen technischen Schwierigkeiten haben.

    :wink:

  • Aber für Freunde des einsamen Violinspiels eine ganz klare Empfehlung.

    Also für Leute wie mich. :)


    Bin derzeit vernarrt in das Werk. Ein sehr gelungener, persönlicher Booklet-Text von Wallin rundet die Einspielung ab.

    Erinnert mich in der Geisteshaltung an die ollen Rosenkranz-Sonaten. Man bedenke: Allgén hat nach dem Übertritt zum Katholizismus seine Vornahmen in Claude Loyola geändert.

    Hm, das könnte mich reizen! Ulf Wallin gehört ohnehin zu meinen Lieblingsgeigern.


    Hier bin ich gerade am Testen:


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    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Bei jpc kostet die Dreierbox aktuell 8,99 EUR....

    Deal! Besten Dank!


    :cincinbier:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
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    Helmut Lachenmann

  • Eben gehört und gesehen:


    „Nie mehr schweigen!“ - Jo Barnikel (Uraufführung)
    Die Uraufführung des von Jo Barnikel komponierten Stücks „Nie mehr schweigen!“ fand am 27.05.2022 im Rahmen des „Liberation Concert in Bayern“ im Stadttheate...
    www.youtube.com


    Jo Barnikel (*1959):

    "Nie mehr schweigen!"

    Angelehnt an die Komposition „Lomir Shvaygn“ des jüdischen KZ-Insassen Wolf Durmashkin.

    Chor und Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie

    Dirigent: Mark Mast

    Der Komponist an einem der beiden Flügel; Cellosolo: Nenad Uskokovic


    Kompositorisch in der Tradition von Orff und Theodorakis. Mich haben das Werk und die Interpretation tief bewegt.

    .

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Neuentdeckung:



    Claude Loyola Allgén

    Sonate für Violine solo

    Ulf Wallin (Violine)

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

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