Eben gehört - NEUE MUSIK

  • Olivier Messiaen (1908 - 1992)

    Éclairs sur l'au-delà... (Streiflichter auf das Jenseits...)


    Narodowa Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia w Katowicach

    Antoni Wit


    Der Versuch eines Blickes auf das Jenseits ist auch ein Schauen in die Unendlichkeit. Aus einer begrenzenten Welt kommend, lässt sich ein Ort ohne Anfang und Ende kaum verstehen. Unendliches sollte man vielleicht nicht zeitlich zu begreifen versuchen, sondern sich eher als Zustand vorstellen. Irgendwie vergesse ich beim Hören von 'Éclairs sur l'au-delà...' die Zeit.

    Wits Einspielung ist vielleicht die formidabelste dieses Opus Magnum von Oliver Messiaen.


    Gruß

    Josquin

  • Finale der Box:

    Olivier Messiaen

    Des canons aux étoiles...*

    La ville d'en-haut*

    Un sourire

    *Roger Muraro (Klavier)

    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden & Freiburg

    D: Sylvain Cambreling

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Gleich noch hinterher:

    Olivier Messiaen

    Le Nativité du Seigneur

    Le Banquet céleste

    Apparition de l’Église éternelle

    Marie-Claire Alain (Orgel)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Derzeit höre ich mich durch die Box von Simeon ten Holt. Nicht alles gefällt gleich gut, Favoriten bisher "Canto Ostinato" (das wohl bekannteste Stück) und Incantatie.

    Als Alternative für "Canto Ostinato" unbedingt empfehlenswert: Erik Hall.

    Helli

  • Diese:

    Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion
    Stefania Woytowicz (Sopran), Andrzej Hiolski (Bariton), Bernard Ladysz (Bass), Leszek Herdegen (Sprecher), Chor und Knabenchor der Philharmonie Krakau, Philharmonisches Orchester Krakau, Leitung: Henryk Czyz

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Ein Rundum glücklich Paket, nä? Ach, Penderecki...

    Die Lukaspassion von Penderecki gehört bei mir zum größten Schatz, den Musik (nicht nur sog. "moderne") überhaupt zu bieten hat. Und es ist eine Jugenderinnerung: in Zeiten, als die Klassenkameraden von Deep Purple und Bob Seeger begeistert waren, saßen wir immer bei billigem Rotwein und Atom Heart Mother und Peter Brözmann und Globe Unity und eben der Lukaspassion und fühlten uns wahnsinnig überlegen ;) denn wir waren dumm.

    Aber ich bin immer dabei geblieben, das war ja nur der erste emotionale Anstoß. Pink Floyd hat sich schnell verloren. Free Jazz und Penderecki (es gibt da emotionale Verbindungen) aber niemals. So wenig wie manche Hippierocksachen (GD, Hendrix) und wirkliche Rootssachen (JJ Cale etwa). Das wurden dann Fundamente.

    Schon komisch, wie das alles ein Leben lang so weiterwirkt, obwohl doch die Hippiesachen (GD, J.Baez) lange die Hauptsache waren, man sich mit dem Versuch, Mahler oder Bruckner zu verstehen, herumgeschlagen hat, mit Gewinn, man BeBop nachvollziehen wollte oder Punk oder Metal oder Extremes oder auch Pop, all das, aber das hat geprägt:

    Penderecki, Freejazz, GD, alte 60er.

    Alles Andre ist bleicher geworden - dies niemals.

    Mußte ich gerade mal dran denken, ich hoffe es ist nicht OT.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion

    Hab ich grad reingehört. Schrecklich. Zum Freiblasen der Ohren anschließend Feldman - Clarinet and String Quartet.

    Achach, das gut mir leid für dich. Möchte meine Ohren keinesfalls tauschen müssen gegen deine.

    Adieu

    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Heute früh bewege ich mich zunächst im Reich von 1001 Nacht.

    Carlo Domeniconi: Sinbad - A Fairy Tale for Solo Guitar, op. 49

    Celil Refik Kaya - Gitarre

    Enorm farbig, atmosphärisch reich, die ganzen 80 Minuten über fesselnd.

    :wink: Agravain

  • Ein Violinkonzert im Geiste der Moderne

    René Leibowitz (1913 - 1972) machte als Dirigent eine bemerkenswerte Karriere, seine Einspielungen aller Beethoven Sinfonien sind legendär. Hinter diesen Ruhm zurückgefallen sind seine Werke als Komponist, die bewusst in der Nachfolge von Schönberg stehen. So auch sein Violinkonzert op.50 in einem Satz. Doch nach Pierre Boulez und dessen polemischem Artikel «Schönberg ist tot», der nicht zuletzt gegen Leibowitz gerichtet war, war Leibowitz ein veralteter Zwölftonmusiker. Die objektivierbare serielle Reihentechnik sollte für die Darmstätter Komponisten die Ausdrucksmusik Schönbergs ablösen.Doch stimmt diese Einschätzung aus heutiger späterer Perspektive noch?

    Nur schon die Interpretation durch Ivy Gitlis lohnt die neue Auseinandersetzung mit diesem Werk von René Leibowitz. Leider ist diese Aufnahme die einzige Aufnahme dieses Violinkonzerts geblieben.


    Mehr zum Violinkonzert op. 50 von René Leibwowitz:


    René Leibowitz: Violinkonzert in einem Satz op. 50 (1959/1961)
    René Leibowitz geboren 17. Feb. 1913 in Warschau gestorben 28. August 1972 in Paris Entstehung: Frühjahr und Sommer 1959 auf Anregegung des Geigers Ivry Gitlis…
    unbekannte-violinkonzerte.jimdofree.com
  • Diese:

    K. Penderecki: Utrenja (1970/71)
    Iwona Hossa (Sopran), Agnieszka Rehlis (Mezzo), Piotr Kusiewicz (Tenor), Piotr Nowacki (Bass), Gennady Bezzubenkov (Basso profondo), Warsaw Boys’ Choir, Warsaw Philharmonic Choir and Orchestra, Leitung: Antoni Wit

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Steve Reich (geb. 1936)

    Music for 18 Musicians

    Steve Reich and Musicians

    Nonesuch, DDD, 1997

    Erstlauschung: ich kannte bisher weder Aufnahme, noch das Werk als solches.

    Erster Eindruck: interessant. Kann man sich "drin verlieren" und hat was Meditatives. Für (häufig) wiederholtes Hören mir aber etwas zu einförmig.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • Die Lukaspassion habe ich am Karfreitag life gehört. Hat mich eher halb erreicht, ich dachte immer wieder: "Jaja, damals fand man, dass das so Wirkung macht" und: "Immer dieselben den Tonraum ausfüllenden Stimmbewegungen". Der Krach hat schon überwältigt, aber ich bin nicht mehr so jung, das macht mich nicht mehr so an.

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Ich dachte zwar, so komponiert man heute nicht mehr, aber hier kommt mit Alexander Maria Wagner noch ein später Schönberg-Jünger, dessen 2. Symphonie durchgängig atonal/zwölftönig ist: Erinnert an die Symphonik von Roger Sessions. Wer's noch hören mag...

    Die Kopplung mit dem (nicht gehörten) 1. Tschaikowski-Konzert ist sicher etwas bizarr, soll aber wohl belegen, dass der junge Mann (Jg. 1995) auch als Pianist überzeugen kann. Ingo Harden bescheinigt ihm dies auch lt website.

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!