CD-Editionen von Aufnahmen der Schellack-Ära (bis ca. 1950)


  • Also die Johannespassion könnte von dieser Edition gerippt sein (?)
    Von Ramin sind ja alle Bach-Aufnahmen mit seinen Thomanern auf CD erschienen. Zunächst einzelne Kantaten und dann als Box mit 12 CDs. Diese beinhaltet 27 Kantaten von Johann Sebastian Bach und eine Gesamtaufnahme der Johannes- Passion und eine Auswahl an Orgelwerken (1 CD) . Allerdings umfassen sie den Zeitraum zwischen 1947 und 1956. Ich besitze nicht die Box, sondern nur 1 CD mit 3 Kantaten und das rauschen fand ich schon nervtötend. Ich bezweifle, dass sie sehr stark bearbeitet wurden. Man könnte ja die beiden Aufnahmen im Vergleich hören. Vielleicht gibt es einen Unterschied ?(Wenn irgendjemand zu viel Geld und Zeit hat... :wacko: )


    Edit: Die Einzelkantaten CD's sind auch wieder bei einem anderen Label erschienen...


    Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
    Albert Camus (1913-1960)

  • Also die Johannespassion könnte von dieser Edition gerippt sein (?)

    Dies ist die erste Ausgabe von Berlin Classics 1993:



    Ich habe allerdings auch nur die Membran-CD innerhalb einer Box, kann also nicht vergleichen. Aber die Membran-CD klingt ganz ordentlich.


    Edit: Die Einzelkantaten CD's sind auch wieder bei einem anderen Label erschienen...

    Nein, das ist das gleiche Label: Berlin Classics - der legitime Nachfolger von Eterna.



    jd :wink:

    "Interpretation ist mein Gemüse."
    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
    Jean Paul

  • Es muss keine "Masterquelle" sein, es darf eine >50 Jahre alte LP sein. Das Problem ist vermutlich, dass im Einzelfall es sich kaum lohnte, zB für EMI Membran zu verklagen, wenn die Schnabels Beethoven nicht von Schellacks oder ausreichend alten LPs, sondern von CDs (oder weniger als 50 Jahre alten LPs) gezogen haben. Das müsste man erstmal nachweisen, sobald man ein paar simple Filter hat laufen lassen, ist so ein Rip nicht mehr offensichtlich zu erkennen, vermute ich.


    Ramins Johannespassion klingt, in der Berlin-Classics-Aufnahme ziemlich gut; ich hatte aber mal eine CD mit Kantaten, die klang für mich unerträglich. Die 1941 Matthäuspassion habe ich aber auch "nur" in einer Ausgabe von Membran (o.ä.)

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    (B. Pascal)

  • ..... Das müsste man erstmal nachweisen, sobald man ein paar simple Filter hat laufen lassen, ist so ein Rip nicht mehr offensichtlich zu erkennen, vermute ich....


    So ist es, und bisweilen erweckt die Filterung oder sonstige Manipulation sogar den Eindruck, es klänge besser, was als rein subjektive Empfindung auch kaum zu widerlegen ist.


    Ich habe auch nichts grundsätzlich gegen derartige Zweitverwertungen, wenn sie als Billigware daher kommen und es sich um Aufnahmen handelt, die mindestens 50 Jahre alt und anderweitig nicht verfügbar sind. Werden allerdings stolze Preise verlangt, lege ich schon Wert darauf, dass es eindeutige Angaben über die verwendeten Quellen gibt. Wenn jemand vorgibt, sich um eine hohe Wiedergabequalität besonders bemüht zu haben, wird es ihm nicht schwerfallen, auch Angaben darüber zu machen, mit welchem Material er gearbeitet hat. Fehlt das, glaube ich ihm die angebliche Sorgfalt nicht und bin auch dann nicht bereit, mehr als ein paar Euro für so etwas auszugeben, wenn die oben genannten weiteren Kriterien erfüllt sind.

  • Von den Thomanern gibt es auch noch DGG-Aufnahmen unter Straube (1928 + 1930) Der Rest der CD sind Rundfunkaufnahmen, aber die ersten 7 Studioaufnahmen. Ich kenne nur die 3 Edition mit Rundfunkaufnahmen und da war ich sehr erstaunt, wie modern die 1937 klingen, wesentlich besser als die 40er Jahre Kantatenaufnahmen:




    :L:



    1928
    Der Thomanerchor singt unter der Leitung von Karl Straube
    Die frühesten nachweisbaren Schall-Aufnahmen einer ersten Aufnahmestaffel des Thomanerchores in der Leipziger Thomaskirche für die Deutsche Grammophon Gesellschaft „Die Stimme seines Herrn“:


    Johann Sebastian Bach (1685-1750)
    Text von Bartholomäus Crasselius (1667-1724)
    1 Dir, dir Jehova will ich singen mit einem improvisierten Orgelsolo als Vorspiel 03:23
    Aus: Vierstimmige Choralgesänge (Sammlung Johann Philipp Kirnberger / Carl Philipp Emanuel Bach), 1733
    Orgel: Karl Straube
    DGG 66708 Matritzen-Nr.: 730bm 2


    Johann Sebastian Bach
    2 Alles was Odem hat 02:45
    Schlußfuge aus der Motette: “Singet dem Herrn ein neues Lied”
    (Motette für zwei vierstimmige Chöre), 1726/1727
    DGG 66708 Matritzen-Nr.: 731 1/2bm 3


    Johann Sebastian Bach
    3 Der aber die Herzen forschet 03:04
    Fuge aus der Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“, für zwei Chöre), 1729
    DGG 66706 Matritzen-Nr.: 728 1/2bm 4


    Johann Sebastian Bach
    Du heilige Brunst, süßer Trost 02:47
    Schlußchoral aus der Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“, für zwei Chöre), 1729
    Die Motette wurde für die Trauerfeier des Rektors der Thomasschule Johann Heinrich Ernesti komponiert.
    DGG 66706 Matritzen-Nr.: 729 1/2bm 5




    1930
    Die Schellack-Platten einer zweiten Aufnahmestaffel des Thomanerchores im Berliner Aufnahmestudio der „Deutschen Grammophon Gesellschaft“


    Johann Hermann Schein (1586-1630)
    5 Jelängerjelieber und Vergißmeinnicht, 1624 03:05
    DGG 90159 Matritzen-Nr.: 2386 ½ BH Label-Eintrag: Mechan. Copt 1930 , Schellack 25cm


    Johann Hermann Schein
    6 Die Macht der Phyllis 02:06
    Für zwei Soprane, Alt, Tenor und Baß, 1624
    DGG 90159 Matritzen-Nr.: 2385 BH I Label-Eintrag: Mechan. Copt 1930 , Schellack 25cm


    Johannes Brahms (1833-1897)
    Chorsatz für vierstimmigen Chor und Vorsänger von Karl Straube
    7 In stiller Nacht 03:07
    Aus: 49 Deutsche Volkslieder, WoO 33 Bestell-Nr.: DGG 90158 Matritzen-Nr: 2387 1/2 bh I

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  • Es muss keine "Masterquelle" sein, es darf eine >50 Jahre alte LP sein. Das Problem ist vermutlich, dass im Einzelfall es sich kaum lohnte, zB für EMI Membran zu verklagen, wenn die Schnabels Beethoven nicht von Schellacks oder ausreichend alten LPs, sondern von CDs (oder weniger als 50 Jahre alten LPs) gezogen haben. Das müsste man erstmal nachweisen, sobald man ein paar simple Filter hat laufen lassen, ist so ein Rip nicht mehr offensichtlich zu erkennen, vermute ich.


    Du bringst es genau auf den Punkt... :thumbup:


    Man könnte sich eine CD vom anderen Label besorgen (z.B. über marketplace), diese leicht mit Filtern überarbeiten und die Laufzeiten verändern (z.B. längere Pausen zwischen den Stücken), und damit wäre ein neues "Remastering" geschaffen - anstatt sich eine LP-/Schellack-Ausgabe zu besorgen, diese aufwendig zu überspielen und mühsam mit Click-Repair und anschließender Filterung auf ein gewisses Niveau zu heben.


    Und wofür? Für eine Ausgabe, die selten mehr als 10,- € im Laden kostet (eher weniger).



    jd :wink:

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  • Ich habe auch nichts grundsätzlich gegen derartige Zweitverwertungen, wenn sie als Billigware daher kommen und es sich um Aufnahmen handelt, die mindestens 50 Jahre alt und anderweitig nicht verfügbar sind. Werden allerdings stolze Preise verlangt, lege ich schon Wert darauf, dass es eindeutige Angaben über die verwendeten Quellen gibt. Wenn jemand vorgibt, sich um eine hohe Wiedergabequalität besonders bemüht zu haben, wird es ihm nicht schwerfallen, auch Angaben darüber zu machen, mit welchem Material er gearbeitet hat. Fehlt das, glaube ich ihm die angebliche Sorgfalt nicht und bin auch dann nicht bereit, mehr als ein paar Euro für so etwas auszugeben, wenn die oben genannten weiteren Kriterien erfüllt sind.

    Jedes Label, welches sich ernsthaft auf Schellack-Überspielungen spezialisiert hat, erfüllt diese Bedingungen auch: mir fallen Pearl, Dante Lys, Tahra oder Naxos ein, Pristine Classics als Download-Portal. Und sie verlangen auch durchaus Hochpreis (außer Naxos). Auch die EMI gibt immer alles an.


    Ich habe selber einige Billigfirmen wie Membran/Documents/TIM, Wallhall oder Andromeda mit solchen Aufnahmen, und dort gibt es diese Angaben nicht. Immerhin sind sie für 5-10 € pro CD erhältlich, und in den meisten Fällen kann man gut mit der Qualität leben. Ich habe die Bach/Walcha-Box, und die klingt ausgezeichnet - zu ausgezeichnet für LP-Überspielungen; klar, ich könnte mich irren... [Blockierte Grafik: http://gefangener-engel.de/wp-content/uploads/2010/06/smilie-blinzel004.gif] Aber die originale Masters-Box von der Archiv Produktion ist gebraucht deutlich teurer.


    Ärgerlich wird das Ganze, wenn selbst die Billigtitel plötzlich out of print werden - dann sind sie bei manchen Marketplace-Händlern plötzlich nur für Wucherpreise zu bekommen. So sieht das auch im Falle der Lyrica-Aida-CD aus. colibris-usa ist nämlich so ein Fall: dieser Händler verlangt für alles ein Vermögen.



    jd :wink:

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  • ...mir fallen Dante Lys, ....


    Oh weh, bei "Dante Lys" würde ich allerdings ein ganz großes "Caveat Emptor" davor setzen; z.B. ist die - musikalisch hoch interessante - Aufnahme des 1. Brahms-Konzerts mit Serkin und dem Pittsburg SO unter Reiner schlicht eine Zumutung. So schlecht war die Aufnahmetechnik in den 40-ern sicherlich nicht. Solche Schrottveröffentlichungen tragen im Ergebnis dazu bei, dass die ohnehin geringe Lust der "offiziellen" Labels, auf ihre historischen Bestände zurück zu greifen, nochmals sinkt.


    Skeptisch bin ich auch bei "Pristine". Dort weist man zwar - relativ vage - darauf hin, dass es sich um Überspielungen von Platten handelt, treibt aber lautstarken Aufwand bei der Darstellung aller möglichen fantasievollen Bezeichnungen für stereophone Wiedergabeformate mit erheblichem Preisaufschlag - auch dann wenn es sich um Monoaufnahmen handelt. Ich versteh das nicht.

  • Naja, Andrew Rose von Pristine ist halt stolz auf sein fake-Stereo und andere "Remastering"-Techniken, die er anscheinend selbst "entwickelt" hat (ich weiß nicht genau, ob das nur raffiniertes Bedienen schon vorhandener Bearbeitungsprogramme ist). Dass das nicht puristisch ist, wird offen eingeräumt (und oft gibt es ja auch zwei Versionen), über die Resultate geben sie nachvollziehbarerweise eher die positiven Kommentare wieder...
    (Ich finde die Preise dort auch durchweg zu hoch.)

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    (B. Pascal)

  • Ich hab das Thema mal überflogen und mich würd interessieren: Gibt es den ersten Ring auf CDs oder ähnliches? Ich weiß nicht wer den dirigiert hat, aber er hat damals 122 Schellack-Seiten umfasst, was einen Stapel von 61 Platten macht. Mein Solti-Rheingold ist auf 4 Seiten gepresst mit einer Spieldauer von 30 bis 40 MINUTEN!

  • h weh, bei "Dante Lys" würde ich allerdings ein ganz großes "Caveat Emptor" davor setzen; z.B. ist die - musikalisch hoch interessante - Aufnahme des 1. Brahms-Konzerts mit Serkin und dem Pittsburg SO unter Reiner schlicht eine Zumutung. So schlecht war die Aufnahmetechnik in den 40-ern sicherlich nicht.


    Da muß ich zur Ehrenrettung von Dante / Lys, dem von den veröffentlichten Aufnahmen zum damaligen Zeitpunkt her absolut besten Wiederveröffentlichungslabel, auf die Quellenlage verweisen. Wenn die ersten Seiten des Brahmskonzerts so ausgespielt waren - wo gab es bessere 78er ? Im Zweifel lieber so als gar nicht. Bearac ist es dann gelungen, bessere Schellacks aufzutreiben, und da kann man Serkin auf dem Höhepunkt geniessen (überdies gekoppelt mit dem B 2 von 45 mit Ormandy). Quelle (teilweise) schlecht = nicht veröffentlichen ? Oder zu Tode filtern ? Worauf es mir hier ankommt : die Macher von Dante/Lys waren nach meinen Iinformationen in erster Linie Sammler, die bereit waren , ihre Schätze zu teilen.Dafür bin ich dankbar.(Übrigens : das 1.Konzert mit Serkin von 46 finde ich auch sehr gut, aber das 52er mit Serkin/ Szell noch besser !)

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Gibt es den ersten Ring auf CDs oder ähnliches?


    Das ist dieser hier, der sog. "potted ring". Ist aber unvollständig.



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • Als CD in 2000 veröffentlicht als Naxos 8110909
    Berlin State Opera Orchestra
    Dirigent: Blech, Leo
    Violin: Kreisler, Fritz
    Sandor, Arpad (piano: track 5)


    Die Aufnahmen sind von 1926 und wurden entweder in der Berliner Singakademie oder den Electrola Studios gemacht.
    Weitere Informationen finden sich auf der Naxos Seite:
    "http://www.naxos.com/mainsite/blurbs_reviews.asp?item_code=8.110909&catNum=8110909&filetype=About%20this%20Recording&language=English#"


    Sie sind durchaus "hörbar", aber es ist eben eine Mono-Aufnahme mit rauschen. Wie viel Naxos restauriert hat, kann ich absolut nicht beurteilen. Eine Aufnahme mit Bach's Cello Suiten von Pablo Casals fand ich im Vergleich deutlich verrauschter..., noch weniger hörbar. (Allerdings habe ich nicht die Naxos-Edition von Casals)
    Mich interessierte vor allem der extensive Gebrauch von Vibrato, der bei Kreislers Technik immer wieder angemerkt wird. Bach's Violinsonate fand ich in der Interpretation schwer wieder zu erkennen. Mendelssohn's Op 62 gefiel mir am ehesten, aber da habe ich auch am wenigsten Vergleiche...


    Beethoven, Ludwig van


    Violin Concerto in D major, Op. 61- 00:44:34
    1 I. Allegro ma non troppo 00:23:53
    2 II. Larghetto 00:10:25
    3 III. Rondo: Allegro 00:10:16
    Ursprünglich auf Schellack veröffentlicht als HMV DB 990/995


    Bach, Johann Sebastian


    4 Violin Sonata No. 1 in G minor, BWV 1001: I. Adagio- 00:04:14
    Ursprünglich auf Schellack veröffentlicht als HMV DB 995



    Mendelssohn, Felix


    5 Songs without Words, Op. 62, No. 1: May Breeze (arr. Kreisler)- 00:02:48
    Ursprünglich auf Schellack veröffentlicht als HMV DB 1000


    Mendelssohn, Felix


    Violin Concerto in E minor, Op. 64- 00:26:42
    6 I. Allegro molto appassionato 00:12:09
    7 II. Andante 00:07:44
    8 III. Allegretto non troppo - Allegro molto vivace 00:06:49
    Ursprünglich auf Schellack veröffentlicht als HMV DB 997/1000



    Wer gerne Vergleichshören betreibt: Kreisler hat 1936 Beethoven (Op. 61) und Mendelssohn (Op. 64) erneut eingespielt...Diese CD besitze ich allerdings nicht.


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    Albert Camus (1913-1960)


  • Nunja, 7 CDs, meistens sinds ja über das doppelte an CDs. Mal sehen, ob ich im Internet Soundschnipsel finde.
    Obwohl, nach 83 Jahren ist doch sicher schon das Urheberrecht erloschen, oder?

  • Oh weh, bei "Dante Lys" würde ich allerdings ein ganz großes "Caveat Emptor" davor setzen

    Caveat Emptor...?


    ?( ?( ?(


    Es mag sein, daß ich zuwenig CDs von Dante Lys habe, aber sie erfüllen alle "formale Kriterien" für einen guten Spezialisten für alte Aufnahmen. Die Katalog- und Matrizennummern sind benannt, es werden Texte zu den Aufnahmen verfaßt, die Remaster-Crew wird namentlich genannt. Ich hatte Bruckners 7. von Ormandy (1935) besprochen - das ist gewiß keine Schrottausgabe.



    .

    Naja, Andrew Rose von Pristine ist halt stolz auf sein fake-Stereo und andere "Remastering"-Techniken, die er anscheinend selbst "entwickelt" hat

    Hm - anscheinend habe ich was verpaßt: bisher sind mir fake-Stereo-Remasterings gar nicht aufgefallen. Oder ich habe nur die Mono-Versionen gehört... :|


    .

    Eine Aufnahme mit Bach's Cello Suiten von Pablo Casals fand ich im Vergleich deutlich verrauschter..., noch weniger hörbar.

    Die EMI-Ausgabe hat weniger Rauschen, das ist richtig - manche mögen das aber nicht, da sie das für zu künstlich klingend empfinden. Die Naxos-Ausgabe klingt eher wie eine gut erhaltene Schellackplatte. Ward Marston hat jedenfalls ein sehr gutes Remastering angefertigt.


    .


    Nunja, 7 CDs, meistens sinds ja über das doppelte an CDs. Mal sehen, ob ich im Internet Soundschnipsel finde.
    Obwohl, nach 83 Jahren ist doch sicher schon das Urheberrecht erloschen, oder?

    Ja, es ist bereits erloschen.


    -----



    Es gibt ihn übrigens neu von Pristine:


    "https://www.pristineclassical.com/pottedring.html"


    Die alte Pearl-Ausgabe ist gebraucht recht teuer... ;(


    Auf youtube: "https://www.youtube.com/watch?v=I5i3GjwIyb8"



    jd :wink:

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  • Im Jahre 2006 erschien diese Edition zu den Berliner Philharmonikern:


    Im Takt der Zeit


    Hier sind Aufnahmen vereinigt, die zwischen 1913 und 2002 entstanden sind und das Besondere der Berliner herausstellen. Die 12 CDs gab es auch einzeln, und da nehme ich die Chance wahr, mich mit den ältesten Aufnahmen näher zu befassen.


    -----


    Die erste CD ist diese:



    Richard Wagner: Orchestersuite aus "Parsifal"
    D: Alfred Hertz
    rec. 09/1913
    Digital Mastering: Mark Obert-Thorn (Naxos)


    Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 1
    Hector Berlioz: Le carnaval romain op. 9
    D: Arthur Nikisch
    rec. 1920
    Digital Mastering: Eberhard Hinz


    (C) 2006 Stiftung Berliner Philharmoniker BPH 06 01 D [59:18]
    EAN: 9783898162494


    Im Jahre 1913 war das Tonaufzeichnungs-Verfahren - wenn man von Edisons Phonographen an rechnet - in seinem 37. Jahrgang, und Berliners Erfindung hatte sich nach gut 15 Jahren an die Spitze der erfolgreichsten Wiedergabe-Systeme gesetzt. Die Schellacks verkauften sich gut, denn die Leute hatten den Wunsch, Musik von der Konserve zu hören. Es gab eine Fülle von veröffentlichten Aufnahmen, und durch stetige Verbesserungen in der Technik wurden die hörbaren Ergebnisse immer besser. Die Begrenzung auf rund vier Minuten pro Seite schränkte sicherlich die musikalischen Möglichkeiten ein, besonders in der Klassischen Musik - doch das war kein Hinderungsgrund, auch komplexere und längere Werke auf die Matrizen zu bannen. Man mußte halt Kompromisse eingehen.


    Damals waren diese unumgänglich, denn die Tonkonserven ersetzten das unmittelbare Konzerterlebnis allein von der Klangqualität in keinster Weise: begrenzte Dynamik, eingeschränkter Frequenzumfang und ein permanentes Hintergrundrauschen machte die Illusion der Realität komplett zunichte. Dazu die Arbeit des Plattenauflegens alle paar Minuten, in Verbindung mit der Behandlung der Schellacks, die man wie rohe Eier hüten mußte, wollte man nicht auf ihre gespeicherte Musik verzichten - das ließ die Konzentration auf die Musik ganz andere Bahnen gehen als ein Konzert.


    Zuletzt war auch die vorhandene Technik nicht soweit, Orchesterwerke in den Besetzungen und Klangfarben aufzuzeichnen, die sie eigentlich nach der Partitur haben müßten. Bestimmte Instrumente klangen auf der Konserve schrecklich verzerrt oder gingen in anderen Instrumenten unter. Man mußte die Balance durch die Sitzordnung vor dem Trichter bestimmen, man mußte für bestimmte Klangregister andere Instrumente verwenden (z.B. Tuba statt Kontrabaß), manche Instrumente brauchten zum Teil sogar eine Richtverstärkung in Form eines aufgesetzten Trichters, der das Signal in Richtung des Aufnahmetrichters abstrahlte. Da eine komplexe Klangstruktur auf einer Schellackplatte in ominösen Krach enden konnte, mußte der Orchesterapparat von seinem Umfang her reduziert werden. Ein Hall-Effekt war durch die Trägheit des Aufnahme-Verfahrens gar nicht zu realisieren, zumal es die Wiedergabe unverständlich gemacht hätte.


    Wie gesagt: damals war die Illusion des Konzertklangs nicht überzeugend umzusetzen.


    Aus heutiger Sicht (wenn man die moderne Klangqualität gewöhnt ist) wirken viele Schellackaufnahmen irgendwie unbeholfen, träge, unflexibel - wie der Schatten eines Traums. Dazu kommt ein Ausdruck im Musizieren, der manchmal seltsam gestelzt wirkt, geradezu übervorsichtig, wo doch auch damals die wahren Virtuosen kaum weniger überzeugend ihre Qualitäten ausspielen konnten wie heutzutage; aber viele Musiker und Solisten wirken gebremst, geknebelt. Mich überrascht es kaum, daß schon damals viele "wahre" Künstler nicht bereit waren, ihren guten Ruf durch kompromißgetrübte Aufnahmen aufs Spiel zu setzen, da diese Aufnahmen verbreiteter waren als ihre Konzerttätigkeiten - heutzutage sind wir Hörer eine andere Interpretationsqualität gewohnt, die durch die Klangqualität nur marginal beeinflußt wird. Aber damals litt die Tonaufzeichnung wie parallel der so junge Film unter der Tatsache, daß er dem Image der Jahrmarktsattraktion noch nicht komplett entkommen war.


    Wie gesagt: die Schellackplatte konnte das Konzert nicht komplett ersetzen.


    Doch 1913 war allmählich ein Bewußtsein bei manchen Machern vorhanden, daß ihre neue Technik durchaus fähig war, zur Kunstform zu avancieren. Man konnte den Originalklang noch nicht würdig wiedergeben - aber man konnte erkennbar machen, daß aufgezeichnete Musik mehr als nur Zeitvertreib sein konnte.


    Seit etwa acht Jahren war die Technik soweit, daß man innerhalb enger Grenzen eine gewisse Güte erreicht hatte. Stimmen, Instrumente und Geräusche waren deutlich erkennbar, wenn man sie optimal aufnahm, und die Wiedergabekette hatte durch eine routinierte Praxiserfahrung viel Sicherheit vermittelt. Davon ausgehend konnte man ehrgeizige Ziele angehen, ganze Symphonien oder sogar Opern aufzuzeichnen, um den Käufer etwas Gehaltvolleres anzubieten als die diversen Lieder und Tänze in Minimalbesetzung.


    Kompromisse waren nötig: Symphonien mußten uminstrumentiert und in Segmente unterteilt werden, eine Auswahl von Arien mußte erfolgen. Kürzungen waren manchmal nötig. Die Musiker und SängerInnen brauchten ein routiniertes Niveau, um die Aufnahmen nicht permanent zu verpatzen. Und man mußte sich der Technik unterordnen, was für viele Künstler sicherlich schwer war. Ihre Beweglichkeit war eingeschränkt, und damit dennoch auch künstlerisch etwas reißen zu können, bedarf vor Allem der Überzeugung (das Vertrauen), daß die künstlerische Komponente trotz Allem nicht verlorengeht.



    Fortsetzung folgt...



    jd :wink:

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  • 1913 war kein Jahr der Erneuerungen in künstlerischer Hinsicht: die erste Aufnahme einer kompletten Symphonie (Beethovens 5.) wie auch einer kompletten Oper (Bizets Carmen) lagen Jahre zurück, weitere Unternehmungen in der Hinsicht gab es ebenso. Viele Arien waren von Weltklassekünstler gespielt und eingesungen worden, und die Käufer waren mehr als nur gewillt, diese Außergewöhnlichkeit zu honorieren. Selbst das, was ich zuletzt andeutete - das Vertrauen zum Medium - war erkennbar geworden: man spürte die Qualität der Sänger, die Virtuosität der Instrumentalisten. Manches wirkt immer noch getrübt, gebremst - aber eben nicht mehr alles.


    Der Dirigent Alfred Hertz (1872-1942) war seit 1902 vor Allem in den USA tätig und dirigierte im Jahr darauf die erste Aufführung von Wagners Parsifal außerhalb von Bayreuth - das brachte Cosima Wagner gegen ihn auf, da der Parsifal eigentlich nur für die Festspiele reserviert war. Durch seine intensive Tätigkeit als Operndirigent an der Met war Hertz u.a. mit Wagners Musik sehr vertraut. Das ist sicherlich der Grund gewesen, warum ihn die Gramophone Company dazu einlud, für sie eine Suite an Instrumentalstücken aus dem Parsifal zu dirigieren. Die Berliner Philharmoniker hatten bereits einen hervorragenden Ruf, und die Aufnahmen waren innerhalb von vier Tagen im September 1913 abgeschlossen.


    Die Orchestersuite besteht aus dem Vorspiel zum 1. Akt, der Verwandlungsmusiken zum 1. und zum 3. Akt und dem Karfreitagszauber. Insgesamt acht Matrizen wurden bespielt, die auf acht einseitig gepreßten Schellacks im Winter darauf veröffentlicht wurden (Gramophone 040772/9). Damals wurden sie einzeln, nicht als Bündel angeboten. Das Orchester war nicht groß, um die dreißig Musiker - der Klang ist sehr nah, wenig dynamisch abgestuft, Details sind grundsätzlich erhörbar, mit einer Abstimmung, die grundsätzlich sehr solide geregelt wurde. Der Tonmeister hatte sich die größte Mühe gegeben, die Aufnahme optimal einzufangen, und für damalige Verhältnisse hat er einen exzellenten Job gemacht. Es gibt nicht sehr viele Aufnahmen aus der mittleren Periode der akustischen Ära, die so gut die musikalischen Details von Wagners Musik transportieren: seine Musik mäandert in Melodie und Dynamik, die ihre Wirkung erst entfaltet, wenn sie differenziert wiedergegeben wird; und tatsächlich läßt sich dieser Aspekt durchaus heraushören.


    Auch hier wurden Instrumente wegen des deutlicheren Klanges ersetzt, aber die Pauken und die Glocken (selten zu hörende Instrumente in den Tonaufnahmen damals) können ihre Einsätze erstaunlich gut absolvieren. Hertz läßt sich auch nicht auf eine Vereinfachung der Dynamik ein: die Berliner stufen ab, Instrumente erklingen auch als Solo, der Apparat schwillt an, erreicht einen Höhepunkt, flacht allmählich ab, geht in andere Teile über, Töne werden lang gehalten usw.


    Hier ist Wagners Musik zu hören - keine Travestie oder lächerliche Karikatur. Hier erklingt ein Versuch, das Medium seiner Begrenztheit zu entrücken und in Richtung einer künstlerischen Qualität zu führen. Gerade in Bezug von Orchesteraufnahmen läßt sich diese Aufnahme gar nicht genug loben, denn es ist sicherlich die bis dato überzeugendste Lösung gewesen, wie man es umsetzen kann. Nichts klingt wirklich schwerfällig oder verkrampf, sondern subtil und durchgängig ausgefeilt, fast schwebend. Natürlich innerhalb gewisser Grenzen. Aber eben zum ersten Mal wirklich überzeugend, auch nach heutigen Maßstäben.
    :juhu: :juhu: :juhu: :juhu:


    Obert-Thorn hat die Suite in einem klanglichen Block gebunden: die Rauschfahne ist immens, was daran lag, daß die Pressungen, die er zur Verfügung hatte, nicht optimal hergestellt worden waren. Er fadet innerhalb der Suite nichts aus, sondern backt die Teile durch das Rauschen zusammen. Das Orchester kann sich selbst in leisen Passagen noch davon abgrenzen und entwickelt eine erstaunliche Klangstruktur. Im Tutti ist die begrenzte Besetzung erkennbar, aber in den lyrischen Stellen fällt das wenig ins Gewicht. Knackser sind kaum vorhanden, das Signal bleibt stets stabil und schwankt auch nicht in der Klangqualität. Die Suite ist als Block gleichmäßig zu genießen und zeigt somit, daß bereits in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine künstlerische Meisterleistung - auch in klangästhetischer Hinsicht - möglich war.


    Die CD-Ausgabe hat das Remaster von Naxos übernommen. Sie stammte eigentlich von dieser CD:



    -----


    1920 entstanden die anderen Stücke unter Dirigent Arthur Nikisch. Hier ist das Rauschen deutlich geringer und etwas hochfrequenter. Die Berliner kommen präsenter hervor, aber sie spielen eher unterkühlt, etwas distanziert. Technisch gesehen ist die Qualität besser, wird aber nicht so genial genutzt wie in der Suite. Die Rhapsodie erschien auf zwei beidseitigen Schellacks, der Karneval auf einer. Die Matrizen zeigen an, daß alles direkt hintereinander aufgenommen wurde, und die Schellacks selber erschienen gleichzeitig (Grammophon 65906/7 und 65908).


    Tatsächlich wirken die Aufnahmen nicht so außergewöhnlich wie die der Suite. Vielleicht liegt es auch daran, daß nach der Suite alles nur noch blaß wirkt. Schlecht gespielt sind sie gewiß nicht. Doch vielleicht sollte man auch beachten, daß der Weltkrieg große Wunden in Deutschlands Bevölkerung schlug, und gute Musiker waren damals rar gesäht. Eine gewisse Zurückhaltung in der Interpretation kann es aus verschiedenen Gründen geben.


    -----


    Insgesamt ist diese CD schon ein beeindruckendes Dokument der Klasse der Berliner Philharmoniker. Der Klang ist für das Alter der Aufnahmen sehr gut, und man wird mit einer Suite belohnt, die auch heute ihre Meriten hat. Toll... :thumbup:



    jd :wink:

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    Jean Paul

  • Die nächste CD aus der Box Im Takt der Zeit ist diese hier:



    Bruckner: Symphonie Nr. 7
    D: Jascha Horenstein
    rec. 1928


    lizensiert von: (C) 1990 Koch Legacy CD 3-7022-2


    (C) 2006 Stiftung Berliner Philharmoniker BPH 06 02 D [59:09]
    EAN: 9783898162500


    Diese elektrische Aufnahme entstand 1928 für die Polydor in drei Sitzungen und erschien auf sieben Schellacks. Das erste, was mir auffiel, war die "Transparenz", mit der sämtliche Details der 7. erfaßbar sind. Hier sind die Berliner nicht mehr das reduzierte Kammermusikensemble der ersten CD mit Wagners Parsifal - hier sind sie ein größerer Apparat mit Volumen und Druck. Die Begrenzungen der akustischen Aufnahmequalität sind passé, es herrscht eine deutliche Präsenz und Detailverliebheit vor, die damals einem Quantensprung glichen. Der Frequenzumfang ist größer, der Baßbereich deutlicher, die Mitten präsenter, die Höhen klarer. Die Dynamik ist weiter abgestuft, und die Berliner spielen viel freier und ungezwungener.


    Selbst nach damaligen Standards läßt sich sagen, daß die Einspielung von einer bisher unerhörten Brillanz in der Wiedergabe profitiert. Was sich bei Wagner 1913 erahnen ließ, ist hier bei Bruckner 1928 bereits voll erfüllt worden, nämlich: seine Musik adäquat darzustellen trotz eines immer noch begrenzten Mediums. Tatsächlich lassen sich alle Details der einzelnen Stimmen nachvollziehen, nichts wird verdeckt oder übermäßig vorgehoben. Die Abstimmung ist vorzüglich, der Raum sogar ein bißchen erahnbar, die einzelnen Instrumentengruppen passen in Besetzungsgröße und Volumen sehr gut zueinander, die Dynamik erreicht ein solides Maß.


    Die vorliegenden Schellacks waren grundsätzlich in sehr guter Verfassung: kein lautes Knacksen, nur ein leicht wahrnehmbarer Rauschteppich klingt durchs Orchester durch. Klangliche Unregelmäßigkeiten liegen nicht vor, selbst die Ränder der Schellacks sind kaum beeinträchtigt. So zeigt sich eine Klangkulisse von annähernd optimaler Erhaltung. Nichts klingt muffig oder abgeschliffen, es treten keine starken Schäden auf, und das Remastering hinterläßt auch keine Artefakte im bereinigten Klangbild. Das Pitching ist grundsätzlich präzise, doch bei vereinzelten Stellen machen sich ganz leiche Unreinheiten in der Tonhöhe bemerkbar (merkt man vor allem bei den Bläsern sehr schnell); das soll jedoch nicht heißen, daß das Pitching schlecht ist - mir scheint eher, daß die Schellacks leichte Abspielprobleme gehabt haben konnten. Mich stört das nicht besonders, denn dieser Effekt tritt wahrlich nicht sehr häufig auf und ist höchstens im µ-Bereich zu erahnen. Soweit ich weiß, haben spätere Remasterings dieses Problem digital behoben - 1990 hat man das nicht komplett korrigieren können.


    Wie auch immer: das hier ist ein sehr gutes Remastering mit starker Quellenlage und einer fast perfekten Bearbeitung. Das läßt sich hören... :thumbup:



    jd :wink:

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  • 1) Es ist wirklich erstaunlich, was 1928 möglich war .
    2) Ich persönlich finde den Transfer von Mark Obert - Thorn für PristineAudio angenehmer .
    3) Überdies ist es die einzige Aufnahme der 7. mit Horenstein .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ich sehe bei amazon noch einen neueren Japan-Import aber abgesehen davon dachte ich, die "Takt der Zeit"-Ausgabe sei die neueste offiziell erhältliche (pristine zähle ich mal nicht als "offiziell").
    Die Einspielung ist m.E klanglich weit überdurchschnittlich für das Alter. Klavier- und Kammeraufnahmen gibt es viele gute aus den 1930ern, aber für großes Orchester 1928 ist die außerordentlich gut.

    Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
    (B. Pascal)

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