• Das hört sich erstmal ziemlich kurios an... ^^ Mir geht es da wie Flix, über "Mundringmuskulaturprobleme" habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und wenn ich mehr übe, dann wird auch meine Kondition besser. Wenn ich weniger übe, dann lässt sie halt nach und der Ansatz ist schneller weg. Ich weiß von meiner Orchesternachbarin, dass sie manchmal ein altes Rohr mitnimmt und beim Autofahren oder anderen Alltagstätigkeiten darauf herum kräht, um ihren Ansatz zu trainieren. Mache ich selber aber auch so gut wie nie...

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Eine Art Gehbock für Oboisten ...

    Das Video ist ganz schön abschreckend; es wird viel über Einstellungsmöglichkeiten geredet (noch so ein Teil, an dem man ewig rumschrauben muss, bis es 'sitzt'!), kein Wort über Wirken und Nutzen. Auch die Internetseiten des Herstellers macht mich nicht viel schlauer, wie die aufgeführten Trainiungseffekte konkret erzielt werden sollen. Für mich klingt es vor allem so, als wäre das spielen auf dem Trainer leichter, klangvoller, kontrollierter etc., ich frage mich aber, ob/wann man ihn dann auch wieder weglassen kann. Also, ist es wirklich nur ein Gehgestell oder eine Art Stützreifen, mit denen man Fahrradfahren lernen und die man dann auch irgendwann wegschmeißen kann?

    Immerhin gibt's auch Leute, die darauf konzertieren:

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    Wäre ja lustig mal auszuprobieren, wäre mir aber ein zu teures Experiment (und sieht blöd aus).

  • Ich bleibe trotzdem skeptisch.

    Ich bleibe sogar mehr als skeptisch.

    Mir geht es da wie Flix, über "Mundringmuskulaturprobleme" habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und wenn ich mehr übe, dann wird auch meine Kondition besser. Wenn ich weniger übe, dann lässt sie halt nach und der Ansatz ist schneller weg.

    Eben!

    "Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf."

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Das Video ist ganz schön abschreckend; es wird viel über Einstellungsmöglichkeiten geredet (noch so ein Teil, an dem man ewig rumschrauben muss, bis es 'sitzt'!), kein Wort über Wirken und Nutzen. Auch die Internetseiten des Herstellers macht mich nicht viel schlauer, wie die aufgeführten Trainiungseffekte konkret erzielt werden sollen. Für mich klingt es vor allem so, als wäre das spielen auf dem Trainer leichter, klangvoller, kontrollierter etc., ich frage mich aber, ob/wann man ihn dann auch wieder weglassen kann. Also, ist es wirklich nur ein Gehgestell oder eine Art Stützreifen, mit denen man Fahrradfahren lernen und die man dann auch irgendwann wegschmeißen kann?

    Genau das waren auch meine Gedanken ...

    Immerhin gibt's auch Leute, die darauf konzertieren:

    Zitat David Walter von der oboefit-website: "Dank OboFit habe ich ein neues Lebensgefühl auf der Oboe, da ich meine Energie ohne Lippenschwäche einsetzen kann!"


    Ich muss ja gestehen, dass ich - insbesondere seit meiner 4-wöchigen Obeonpause im Sommer und dann der beiden nochmal nachfolgenden jeweils 1-wöchigen Oboenpausen im Herbst wg. Krankheit und Urlaub, immer noch einen deutlich schwächeren Ansatz habe als vorher. :heul1:

    Von daher würde ich nicht "nein" sagen, wenn ich die Möglichkeit hätte, dieses Teil mal kostenlos und unverbindlich zu testen .... :S

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Am vorletzten Freitag war ich bei einem Konzert mit der schönen Besetzung Oboe/Orgel. Oboe als Soloinstrument in einem Konzert hier in der Stadt - da bin ich natürlich hin. Ich will euch gar nicht wahnsinnig viel davon erzählen und schon gar keinen ausgereiften Konzertbericht abgeben, nur ein paar Gedanken für die anderen Oboistinnen und Oboisten hier:

    Ein erster Gedanke zum Praktischen: Ich habe jetzt schon hin und wieder mitbekommen, dass Konzerte auf der Kippe stehen, weil die Katholische Kirche entschieden hat, wegen der Energiekrise ihre Kirchengebäude nicht mehr zu heizen. Am vorletzten Wochenende war es allerdings noch so warm, dass das eigentlich kein Problem darstellen sollte, es war sogar draußen wärmer als im alten Dom. Dort war es nämlich doch schon ziemlich frostig und so war der Oboist nach fast jedem Stück damit beschäftigt, sein Instrument durchzuwischen und die Klappen durchzupusten, damit sich kein Kondenswasser bildet. Das ist ihm gut gelungen, der Ton war immer da und es fing nie an zu "blubbern", aber wenn man selbst Oboe spielt, kann man sich vorstellen, was für einen Stress er ausgestanden haben muss.

    Ein zweiter Gedanke zum Inhaltlichen: Das Konzert bestand aus vielen kurzen Stücken in abwechslungsreicher Folge. Das einzige Stück, das ich kannte, war (neben einem Choralvorspiel von Bach für die Orgel allein) der "Pan" aus Brittens "Sechs Metamorphosen". Unter den anderen Stücken, die also alle neu waren für mich, waren zwei Entdeckungen, zwei Stücke, die mir besonders gut gefallen haben und auf die ich euch auch hinweisen möchte:

    Erstens "Couvre feu" von Adrien Barthe: Ich habe gegoogelt und festgestellt, dass es sich im Original um eine Komposition für Oboe und Klavier handelt, die Noten finden sich auf imslp.org. Es ist Teil einer Sammlung von sechs Stücken für Oboe und Klavier, mittelschwer zu spielen, sehr melodisch und ansprechend. Ich habe mir die Noten ausgedruckt und das Stück selbst mit Vergnügen geübt. Adrien Barthe hat am Pariser Konservatorium studiert, 1854 den begehrten Rompreis gewonnen und gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur großen Musikszene der französischen Hauptstadt, ohne über seinen Tod 1898 hinaus bleibende Spuren zu hinterlassen.

    Zweitens "Zweiundvierzig" von Peeter Vähi. Auch da habe ich gegoogelt, die Noten findet man nicht frei im Internet, da Peeter Vähi noch lebt, aber ein paar Aufnahmen des Stückes bei Youtube. Vähi ist ein estnischer Komponist, geboren 1955, und schrieb dieses Stück, ein Originalwerk für Orgel und Oboe, aus Anlass seines eigenen 42. Geburtstages. Es st ein getragenes, sehr, sehr trauriges Stück, bei dem ich unwillkürlich an eine Beerdigung oder Trauerfeier gedacht habe. Lasst euch vom Entstehungsdatum nicht abschrecken, das ist ein zum Weinen schönes Stück!

    PS: Der Oboist war übrigens Lukas Brandt, keine Prominenz, sondern seit 39 Jahren Solooboist im Osnabrücker Symphonieorchester. Ein älterer Herr mit spürbar ungeheuer viel Erfahrung und der daraus resultierenden Souveränität und Ruhe - und ein sehr, sehr schöner runder Klang, wie man ihn sich als Oboist wünscht: Beeindruckend und vorbildlich!

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  • Ich liebe die Kombi Oboe + Orgel sehr - daher danke für Deinen Bericht.

    Schön, dass das Konzert dann doch trotz kalter Kirche stattgefunden hat - hier am Ort wurde auch schon mindestens 1 Konzert deswegen abgesagt (wo ich aber eh nicht hin wollte ....) Schlecht2

    Die beiden von dir genannten Stücke werde ich mir dann auch mal anhören und nach den Noten des einen gucken Wow1

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Schön, dass das Konzert dann doch trotz kalter Kirche stattgefunden hat - hier am Ort wurde auch schon mindestens 1 Konzert deswegen abgesagt (wo ich aber eh nicht hin wollte ....) Schlecht2

    Ja, solche Diskussionen habe ich hier vor Ort auch schon mitbekommen. In dem Zusammenhang habe ich auch gehört, dass professionelle Orchester teilweise garantierte Mindestraumtemperaturen in die Verträge schreiben lassen, weil sie sagen, dass sie sonst nicht die Leistung bringen können, die man von ihnen erwartet (Stimmung, Kondenswasser, Schäden an den Instrumenten usw.). Mal sehen, wie das über den Winter hinweg jetzt weiter geht, bisher war es ja noch relativ warm...

    Die beiden von dir genannten Stücke werde ich mir dann auch mal anhören und nach den Noten des einen gucken Wow1

    Ich kann eigentlich auch eben den Link hier hin setzen, wenn ich ihn ohnehin schon habe:

    https://imslp.org/wiki/6_Pieces_…(Barthe,_Adrien)

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Die sind tatsächlich ganz schön, die zwei Stücke.

    Das traurige von Vähi stelle ich mir aber sehr, sehr anstrengend zu spielen vor mit all den langen Tönen :schwitz1:

    Das "Couvre feu" habe ich eben mal selbst versucht und bis auf ein paar Kleinigkeiten geht auch das gut und macht Spaß. Eine Stelle jedoch stellt mich ein wenig vor eine Herausforderung: und zwar das Ende der 1. Seite mit den vielen bs ... welche Griffkombination nimmst Du denn da, Cherubino ? :/

    Viele Grüße - Allegro

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  • Vielen Dank Cherubino, es ist immer wieder interessant neue Stücke zu entdecken (die auch noch spielbar sind).

    Das Stück von Peeter Vähi habe ich mir hier angehört:

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    Ist ja schon ein bisschen kitschig, aber wirklich schön. Es erinnert mich ein bisschen an Oblivion von Piazzola und es ist kaufbar beim ERES-Verlag für € 9.80

    Dein imslp-Link für Barthe funktioniert bei mir leider nicht, aber mit googeln "imslp barthe" findet man's sofort und vielleicht funktioniert es hier:

    6 Pieces for Oboe and Piano (Barthe, Adrien) – IMSLP

    Herzliche Grüsse

    Felix

  • Oh - da hat doch noch jemand eine Orgelversion gefunden - wie schön :)

    Ich fand nur diese Version mit Kammerorchester:

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  • Das "Couvre feu" habe ich eben mal selbst versucht und bis auf ein paar Kleinigkeiten geht auch das gut und macht Spaß. Eine Stelle jedoch stellt mich ein wenig vor eine Herausforderung: und zwar das Ende der 1. Seite mit den vielen bs ... welche Griffkombination nimmst Du denn da, Cherubino ? :/

    Ja, die Stelle ist wirklich etwas hakelig, da habe ich auch herumprobieren müssen, wie es am besten funktioniert. Ich spiele es mit Gabel-F und linkem Es (sowohl abwärts als auch aufwärts), so braucht man nicht unten zwischen Es und Des zu rutschen. Nicht ganz einfach finde ich es übrigens auch, diesen Mittelteil wirklich Legato hinzubekommen, auch bei den Sprüngen in der zweiten Zeile von unten.

    Das hinzubekommen und dann auch noch z. B. die Stelle, über die wir gerade sprechen, bei der Wiederholung wirklich piano als Echo zu schaffen, obwohl sie auf einem tiefen Des endet, oder am Ende des gesamten Stückes in der tiefen Lage ein kontrolliertes Diminuendo über vier Takte ohne dass der Ton wegbricht, das unterscheidet dann jemanden, der sein Instrument wirklich beherrscht von mir, der vom Instrument beherrscht wird...

    Anders gesagt: Technisch ist das Stück erstmal nur mittelschwer, kriegen die Finger mit relativ wenig Übeaufwand hin, aber solche auf den ersten Blick einfachen Details machen dann doch den Unterschied...

    Ist ja schon ein bisschen kitschig, aber wirklich schön. Es erinnert mich ein bisschen an Oblivion von Piazzola und es ist kaufbar beim ERES-Verlag für € 9.80

    Das ist witzig, dass du gerade den Vergleich bringst: "Oblivion" von Piazzola stand bei dem besagten Konzert auch auf dem Programm! ^^ Vielleicht haben die beiden Musiker eine Schwäche für diesen Stil. Im Konzert in der Kirche habe ich "Zweiundvierzig" gar nicht als so kitschig empfunden, aber beim Wiederhören in dem Youtube-Video gebe ich dir recht. Ich bin allerdings auch ganz tolerant, was Kitsch angeht. ^^

    Dein imslp-Link für Barthe funktioniert bei mir leider nicht, aber mit googeln "imslp barthe" findet man's sofort und vielleicht funktioniert es hier:

    Stimmt, jetzt sehe ich es auch! Vielen Dank für den funktionierenden Link!

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Warum um alles in der Welt bin ich eigentlich noch nie auf die Idee gekommen, mich mal an dem einen oder anderen "Oboen"-Konzert von J.S. Bach zu versuchen ? :herrje1:

    Ich habe vorhin zufällig mal wieder den 1. Satz von BWV 1053R gehört (und gesehen) und dabei kam mir der Gedanke, dass das nun wirklich nicht allzu schwer klingt ... Die Noten dazu fand ich auch netterweise auf imslp und so habe ich eben das ganze Stück durchgespielt 8)

    Einige hakelige Stellen müssen natürlich noch gut geübt werden und auch das Tempo könnte im 1. und 3. Satz noch etwas angezogen werden - aber ansonsten würde ich dieses Werk tatsächlich eher zu den leichteren des Großmeisters zählen .... zumindest finde ich es deutlich leicher zu spielen als BWV 1055 und die berühmt-berüchtigten Flötenkonzerte - von diesen genannten Stücken kann ich immer noch nur Teile und auch das nur mehr schlecht als recht ... :/

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Willkommen im Club der Bach'schen Oboenkonzert Spieler. Da alle diese Konzerte Rekonstruktionen sind, lohnt es sich schon, die verschiedenen Ausgaben zu studieren. Ich empfinde das d-moll Konzert BWV 1059 als sehr schwierig. Bernd kann bestimmt viel mehr dazu sagen.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Ich empfinde das d-moll Konzert BWV 1059 als sehr schwierig. Bernd kann bestimmt viel mehr dazu sagen.

    Viel mehr dazu sagen kann ich nicht, aber immerhin habe ich dieses Konzert schon mal in der Hindermann-Rekonstruktion mit meinen thüringischen Streicherfreunden zu spielen versucht. Schlechte Musik ist es natürlich nicht, aber ich halte es für völlig unbläserisch (vor allem im letzten Satz), manuell schwer und damit letztlich undankbar. Mit so etwas mag ich mich angesichts der Tatsache, dass es genug schöne originale Oboenkonzerte aus der Barockzeit (von Albinoni, Vivaldi, Fasch, Telemann etc.....) gibt, nicht lange abquälen.

    Wirklich viel anfangen kann ich nur mit der Rekonstruktion von BWV 1055 als Konzert für Oboe d´amore. Hier liegt alles so gut in den Fingern, dass ich mich auch schon an eigene Aufführungen vor Publikum herangetraut habe.

    Ich habe vorhin zufällig mal wieder den 1. Satz von BWV 1053R gehört (und gesehen) und dabei kam mir der Gedanke, dass das nun wirklich nicht allzu schwer klingt ... Die Noten dazu fand ich auch netterweise auf imslp und so habe ich eben das ganze Stück durchgespielt 8)

    Einige hakelige Stellen müssen natürlich noch gut geübt werden und auch das Tempo könnte im 1. und 3. Satz noch etwas angezogen werden - aber ansonsten würde ich dieses Werk tatsächlich eher zu den leichteren des Großmeisters zählen ....

    Im Gegensatz zu BWV 1055 kann ich BWV 1053 nicht durchgängig fehlerfrei spielen. Jedenfalls nicht im gebotenen Tempo ;). Zeitlupe zählt nicht..... ;) ;)

    Aber ich nehme BWV 1053 (im Gegensatz zu BWV 1059) gerne als bessere Etüde her. Früher in der Musikschule (die ja jetzt leider für mich Geschichte ist) lag die in puncto Artikulation grottenschlechte Sikorski-Ausgabe oft auf meinem Notenständer, wenn ich gerade Pause hatte.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Wirklich viel anfangen kann ich nur mit der Rekonstruktion von BWV 1055 als Konzert für Oboe d´amore. Hier liegt alles so gut in den Fingern, dass ich mich auch schon an eigene Aufführungen vor Publikum herangetraut habe.

    Das ist auch mein Favorit der Bach'schen Konzerte. Ich habe zwei sehr unterschiedliche Ausgaben, Bärenreiter (Wilfried Fischer) und Edition Walhall (Hans Peter Eisenmann). Da ich festgestellt habe, dass fast keine der Aufnahmen die ich kenne sich an eine der Ausgaben hält, würde mich interessieren, welche Ausgabe in euren Notenschränken liegen.

    Ich habe vorhin zufällig mal wieder den 1. Satz von BWV 1053R gehört (und gesehen) und dabei kam mir der Gedanke, dass das nun wirklich nicht allzu schwer klingt ... Die Noten dazu fand ich auch netterweise auf imslp und so habe ich eben das ganze Stück durchgespielt 8)

    Einige hakelige Stellen müssen natürlich noch gut geübt werden und auch das Tempo könnte im 1. und 3. Satz noch etwas angezogen werden - aber ansonsten würde ich dieses Werk tatsächlich eher zu den leichteren des Großmeisters zählen .... zumindest finde ich es deutlich leicher zu spielen als BWV 1055 und die berühmt-berüchtigten Flötenkonzerte - von diesen genannten Stücken kann ich immer noch nur Teile und auch das nur mehr schlecht als recht ... :/

    Welche Fassung hast Du gehört? Das Konzert 1053 gibt es sowohl für die Oboe als auch für Oboe d'amore. Oboe=F-Dur (Sikorski 1. Ausgabe), Oboe d'amore=D-Dur (Edition Kunzelmann). Die beiden Soloparts stehen also in F-Dur. Auch da würden mich andere Ausgaben interessieren.

    Das mit den "berühmt-berüchtigten Flötenkonzerte" habe ich nicht verstanden, gibt es davon echt auch noch Flötenfassungen?

    Herzliche Grüße

    Felix

  • gibt es davon echt auch noch Flötenfassungen?

    Es gibt davon auch Akkordeonfassungen und Marimbaphonfassungen. Es gibt nichts, was es nicht gibt und jeder will Bach spielen.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ja, schon, man kann die Konzerte auch mit Saxophon, Fagott oder Kieskanne spielen, aber spezielle Ausgaben gibt es dafür wohl nicht und was bitte ist an diesen Flötenkonzerten berühmt-berüchtigt?

  • Ja klar meinte ich die Flötensonaten :schaem1:

    Welche Fassung hast Du gehört? Das Konzert 1053 gibt es sowohl für die Oboe als auch für Oboe d'amore.

    Oh - das ist mir ganz neu - ich kenne es nur für die "normale" Oboe. Das habe ich auch noch nie auf der d`Amore gehört - gibt es da vielleicht doch die eine oder andere Aufnahme ?

    Viele Grüße - Allegro

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