Oboen-Frischlinge

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Darf ich zwischendrin mal ganz kurz eine Lanze für unseren großen Bruder brechen?

    Bei mir musst Du für das Fagott keine Lanze brechen - ich mag es sehr gerne

    Dito. Wenn das nicht völlig absurd wäre, hätte ich mich vielleicht auch mit dem Gedanken getragen, es mal zu versuchen. Aber mein Rücken freut sich dann doch, dass mir das nicht möglich ist. :rolleyes:
    Es gibt wunderschöne Fagottkonzerte und Vivaldi war ja besonders produktiv! Aber auch das von Mozart ... :love:

  • Oder wie wäre es mal mit diesem Konzert für 2 Fagotte von einem mir bis eben gänzlich unbekannten schwedischen Komponisten des 18. Jh. namens Hinrich Philip Johnsen ? 8) https://www.youtube.com/watch?v=ru_zKvIvsvo

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Es gibt wunderschöne Fagottkonzerte und Vivaldi war ja besonders produktiv! Aber auch das von Mozart ...

    Ich bin auch ein großer Freund des Fagotts (das ich ja ursprünglich anstelle der Oboe erlernen wollte), aber kein so unbedingter Freund der Mozartschen Musik. KV 191 stellt allerdings eine von mehreren Ausnahmen dar - ich finde dieses Konzert absolut hinreißend!


    Oder wie wäre es mal mit diesem Konzert für 2 Fagotte von einem mir bis eben gänzlich unbekannten schwedischen Komponisten des 18. Jh. namens Hinrich Philip Johnsen ?

    Hmmm, sagen wir mal so: Die beiden Solisten spielen großartig, die Komposition als solche......ähmmm...... ;)


    Wunderschön finde ich das folgende, für meine Begriffe viel zu selten gespielte Spätwerk von Richard Strauss:


    https://www.youtube.com/watch?v=ym3JVzD_1Q8&t=910s


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    Vorgestern habe ich mit zwei geigenden Freunden ein Mozart-Trio (Oboe statt 1. Violine) just for fun vom Blatt geschrubbt. Das ging auf der Mönnig erfreulich gut - hier und da kam es mal zu einer kleinen Unsauberkeit beim Wechsel der Oktavklappen, aber gut wahrzunehmende Unfälle sind mir nicht passiert. Die Hoffnung, dass ich es doch noch lernen werde, die Halbautomatik vernünftig zu beherrschen, wächst allmählich..... :thumbup:


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Danke für diese Tipps :)
    Ich als Nicht-Pianistin und Keine-Ahnung-von-Musiktheorie-Haberin gehöre leider nicht zu den Menschen, die ein Stück durch anschauen hören können (die Melodie schon, aber nicht die Begleitung) :heul1: Aber sobald ich mal Zeit hab, such ich im Netz nach Hörbeispielen.

    10 Minuten halte ich für eine zu lange Einweichzeit. Die Rohre saugen sich zu voll und bauen unter Umständen noch zusätzliche Spannung auf. Ich würde höchstens 5 Minuten (eher 2-3) einweichen. Und wenn das Rohr dann zu viel Spannung hat (was vor allem bei neuen Rohren oft vorkommt), reicht in der Regel eine kurze "Druckmassage" mit Daumen und Zeigefinger an der Zwinge

    Ja, 10 Minuten sind schon die absolute Obergrenze. Das mache ich ja auch nur als Riss-Prävention wegen der Wäscheklammer, die ich wiederum auch nur verwende, wenn die Druckmassage zu wenig bringt :D
    Reißen die Rohre nicht, wenn man nach 2-3 Minuten Einweichen schon "dran rumdrückt"? Ich hab mich das bisher schlichtweg nicht getraut...


    LG, Zefiretto

    Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;)

  • Reißen die Rohre nicht, wenn man nach 2-3 Minuten schon "dran rumdrückt"? Ich hab mich das bisher schlichtweg nicht getraut...

    Bei mir reißen die Rohre nach einer vergleichsweise kurzen Einweichzeit in aller Regel nicht. In den letzten beiden Tagen habe ich das Rohr, welches ich zum Üben und für die Kammermusik verwendet habe, vor dem Spielen sowieso immer nur für drei Sekunden unter die Wasserleitung gehalten und es dann noch einmal für eine Minute liegengelassen - das hat auch funktioniert! Ich bin der Meinung, dass man mit dem Einweichen lieber zurückhaltend sein sollte, aber ich vertrete hier - um es noch mal zu sagen - keine Dogmen, sondern rede über meine subjektiven Erfahrungen....


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Oder wie wäre es mal mit diesem Konzert für 2 Fagotte von einem mir bis eben gänzlich unbekannten schwedischen Komponisten des 18. Jh. namens Hinrich Philip Johnsen ? youtube.com/watch?v=ru_zKvIvsvo

    Mit wie viel Genuss die das spielen!!! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Da möchte man echt gleich unbedingt Fagott lernen. Was ein Glück, dass ich genau weiß, dass mein Gehirn mit den unzähligen Daumenklappen rechts und links völlig überfordert wär :ohnmacht1:

    aber kein so unbedingter Freund der Mozartschen Musik. KV 191 stellt allerdings eine von mehreren Ausnahmen dar - ich finde dieses Konzert absolut hinreißend!

    Geht mir ganz genauso :jaja1:


    LG, Zefiretto

    Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;)

  • Das ging auf der Mönnig erfreulich gut - hier und da kam es mal zu einer kleinen Unsauberkeit beim Wechsel der Oktavklappen, aber gut wahrzunehmende Unfälle sind mir nicht passiert. Die Hoffnung, dass ich es doch noch lernen werde, die Halbautomatik vernünftig zu beherrschen, wächst allmählich.....

    :thumbup: weiter so


    Ich habe ja neulich großspurig verkündet, mit dem Lernen der Zirkularatmung anzufangen. Das ist mir heute dann mal wieder eingefallen :schaem1: Allerdings: keinen Strohhalm zur Hand und es ist Sonntag... Im Internet bin ich dann auf eine Übanleitung ohne Strohhalm gestoßen; da geht's im ersten Teil darum, den Mund "voller Luft zu nehmen", diese in den aufgeblähten Backen hin und her zu schieben und gleichzeitig durch die Nase normal ein- und auszuatmen. Soweit hat's gut geklappt. Dann soll man weiteratmen und gleichzeitig mit den Händen die Luft aus den Backen herausdrücken ("ein Pupsgeräusch erzeugen" ;) ). Das muss ich noch ein bisschen üben...


    LG, Zefiretto

    Das Leben ist zu schade, um sich mit schlechten Rohren abzumühen ;)

  • Echt cool was für Stücke hier von euch kommen - macht Freude :)


    Zum Thema reißen der Rohre durch drücken: ist mir heute passiert. Gott sei Dank bei einem Rohr, das ich eh als nicht gut genug abgestempelt habe. Mit diesen Gedanken habe ich vermutlich auch das Rohr durch drücken von der Spannung befreien wollen und zack, Riss in der Mitte :D


    Habt ihr eigentlich ein Lieblingsholzlieferant? Habe da vorher nicht groß drauf geachtet, aber seitdem Leleux erwähnt hat, dass er Rigotti spielt, hab ich es mir auch mal bestellt und ich muss sagen, klappt besser! Bin sehr zufrieden :thumbup: Bestell es immer mit einem Rohrdurchmesser von 10,5, Stärke um die 58/100mm.


    Liebe Grüße aus der Nachtschicht *gähn*

  • Danke für den Tipp, eifelplatz; auf die Existenz dieser CD wurde schon vor einer Weile im oboe-blog aufmerksam gemacht:
    https://www.oboe-blog.de/2017/…#commentsModule8998354784
    Nur leider waren bislang keine Hörproben dazu zu finden :(


    Nun allerdings gibt es ein Video mit einem der Stücke:
    https://www.advitam-records.com/


    Und ich muss sagen: das Stück an sich klingt echt nicht schlecht 8)

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Vorgestern habe ich mit zwei geigenden Freunden ein Mozart-Trio (Oboe statt 1. Violine) just for fun vom Blatt geschrubbt. Das ging auf der Mönnig erfreulich gut - hier und da kam es mal zu einer kleinen Unsauberkeit beim Wechsel der Oktavklappen, aber gut wahrzunehmende Unfälle sind mir nicht passiert. Die Hoffnung, dass ich es doch noch lernen werde, die Halbautomatik vernünftig zu beherrschen, wächst allmählich.....

    Na super :D


    Jetzt muss ich nur noch mal dumm nachfragen: wie genau müssen denn die Oktavklappen bei HA anders bedient werden als bei VA ? Ich dachte bisher, man müsse nur für die relevanten Töne zusätzlich diesen Hebel drücken und ansonsten wäre alles gleich .... :versteck1:

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Tatsächlich 8o
    Echt schön, die Stücke - selbst die aus dem letzten Jahrhundert scheinen ganz "schön" zu sein :P

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Nun habe ich noch eine weitere Einspielung mit Oboe+Gitarre-Werken von Napoleon Coste gefunden:



    Nicht nur die Stücke sind hier sehr schön, auch die Oboe klingt hier ganz wunderbar 8o (im Gegensatz zur obigen Aufnahme .... :huh: )

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Jetzt muss ich nur noch mal dumm nachfragen: wie genau müssen denn die Oktavklappen bei HA anders bedient werden als bei VA ? Ich dachte bisher, man müsse nur für die relevanten Töne zusätzlich diesen Hebel drücken und ansonsten wäre alles gleich ....

    Ist auch so, der linke Hebel wird beim a2-c2 verwendet, mehr isses nicht - aber Bindungen werden dadurch natürlich kniffliger, wenn's schneller wird, weil dieser Finger so präzise kippen und zurückkippen muss wie alle anderen Finger sich präzise heben und senken müssen, und wenn das nie geübt wurde, muss es natürlich gelernt werden. Bindungen nach oben finde ich selber sehr lästig; auf einer VA muss man nur zwischen hinten angebrachten Hebeln wechseln, da reicht es ja hochzurutschen mit dem Daumen, um z.B. von b2 auf e3 zu kommen, bei HA muss man sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand Hebel bedienen/loslassen, das holpert erstmal ...

  • Das leuchtet ein ... danke, Paula

    Viele Grüße - Allegro


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  • Ist auch so, der linke Hebel wird beim a2-c2 verwendet, mehr isses nicht - aber Bindungen werden dadurch natürlich kniffliger, wenn's schneller wird, weil dieser Finger so präzise kippen und zurückkippen muss wie alle anderen Finger sich präzise heben und senken müssen, und wenn das nie geübt wurde, muss es natürlich gelernt werden. Bindungen nach oben finde ich selber sehr lästig; auf einer VA muss man nur zwischen hinten angebrachten Hebeln wechseln, da reicht es ja hochzurutschen mit dem Daumen, um z.B. von b2 auf e3 zu kommen, bei HA muss man sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand Hebel bedienen/loslassen, das holpert erstmal ...

    Wenn die Bindungen erst mal nur nach oben gehen, habe ich mittlerweile kaum noch Probleme. Knifflig wird es für mich, wenn es im schnellen Tempo dauernd hin- und hergeht (man muss die 2. Oktavklappe dann ja nicht nur drücken, sondern auch gleich wieder loslassen, um sie sofort erneut zu drücken :D ). Bei raschen Terzenfolgen wie z.b. g2 (ohne Zeigefinger) - b2 (mit Zeigefinger) - as2 (ohne Zeigefinger) - c3 (mit Zeigefinger) - b2 (mit Zeigefinger) - d3 (ohne Zeigefinger) haut es mich leicht aus der Kurve. Ich rede wohlgemerkt von Sechzehntelfolgen im Allegro und nicht von langsamen Sätzen....und ich rede über das Spielen vom Blatt, denn das, was ich beim Quintett, Oktett, Nonett und bei meinen Muggen unter die Finger bekomme, kann ich beileibe nicht alles üben! Da müsste der Tag 72 Stunden haben!


    Heute in der Oktettprobe habe ich mich z.b. beim prima vista durchgebügelten Hummel-Oktett auch in den schnellen Sätzen ganz gut durchpfuschen können :grins3: . Aber es braucht ohne Frage einige Zeit, bis ich die Halbautomatik noch sauberer beherrschen werde. Im Moment bin ich sehr zufrieden darüber, dass es grundsätzlich überhaupt irgendwie funktioniert, ohne dass ich eine Probe empfindlich störe.


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Falls du ein Freund der Neuen Musik bist Bernd, dann kannst du dich freuen, dass deine Halbautomatik dir das spielen mancher Stücke überhaupt erst ermöglicht :D

  • In meinem Leben werde ich mit Sicherheit nie eine Komposition spielen, die nur auf einer halbautomatischen Oboe zu bewältigen ist, denn ich bin das krasse Gegenteil eines Freunds der sogenannten Neuen Musik. Insofern spielt es für meine Bedürfnisse überhaupt keine Rolle, ob meine Instrumente mit einer halb- oder vollautomatischen Oktavmechanik ausgestattet sind.


    Herzliche Grüße


    Bernd

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