Oboen-Frischlinge

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Wenn du meinst, ich sollte da noch mal reinhören, mache ich das.

    Na aber klar doch ;)


    Eben gesehen: es kommt auch noch Jonathan Kelly 8o mit dem Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 16 8)

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Das Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 16 geht gleich los 8o

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Puh, da ist aber zwischen Mayer und Keller ein gewaltiger klanglicher Unterschied zu erleben. Vor allem wenn es in die Höhe geht.....mein lieber Scholli....


    Ich mochte das Quintett op.16 auch beim Spielen nie besonders. Für meine Begriffe ist es viel schwächer als Mozarts KV 452, bei dem wir letztlich immer gelandet sind, wenn wir eigentlich Beethoven spielen wollten..... :D


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Puh, da ist aber zwischen Mayer und Keller ein gewaltiger klanglicher Unterschied zu erleben. Vor allem wenn es in die Höhe geht.....

    ja 8|


    Ich kannte das Quintett bisher nicht; aber bis jetzt reißt es mich auch nicht vom Hoclker :S

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Vor allem wenn es in die Höhe geht....

    Ich muss mich korrigieren: In der Tiefe klingt es streckenweise noch knätschiger.


    Kelly ist sicher in vielerlei Hinsicht ein herausragend guter Oboist, aber tonlich mag das in Birmingham oder London bestens passen, jedoch nicht in Berlin.... :thumbdown:


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • X/ ja - ich werde mir dann dieser Tage noch mal die beiden Strauß-Konzerte von Kelly und Meyer im Vergleich anhören ....


    ... aber dieses Quintett von Beethoven brauche ich wahrlich auch nicht - und würde dieses dann auch viel lieber mit Mozart ersetzen ....


    Und nun gehen gleich die beiden Trios los 8o Die Noten liegen bereit ^^

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Welch ein Genuss :verbeugung2: :verbeugung2: :verbeugung2: ... vor allem Dominik Wollenwebers Englischhorn-Töne :love: :verbeugung2: :love: :verbeugung2: :love:

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Phantastisch :verbeugung2: :verbeugung2: :verbeugung2:


    Ich glaube, ich rühre das Stück nie mehr an ...

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Welch ein Genuss ... vor allem Dominik Wollenwebers Englischhorn-Töne...

    Hier sind wir endlich mal nicht einer Meinung! :D


    Mayer spielt für meinen Geschmack wieder richtig toll. Aber Wollenwebers EH-Horn-Sound finde ich erschreckend schräpig. Für meine Ohren klingt das nach "Kirchensaxophon", aber nicht nach einem hinreichend volltönendem Englischhorn. Und im langsamen Satz bin ich auch von der musikalischen Gestaltung der Englischhornstimme nicht restlos überzeugt....


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Gerade war die Moll-Variation aus WoO 28 an der Reihe. Gute Güte, was für ein plärriger Klang im Englischhorn.... :thumbdown:


    Die ungemein saubere Intonation von Dominik Wollenweber bewundere ich. Seinen Ton am heutigen Abend...puh...ich bin mal so vermessen, zu behaupten, dass ich normalerweise einen weicheren und wärmeren E-Horn-Klang zustande bringe (ohne so gut zu stimmen latürnich :versteck1: ) ......


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Wollenweber hat zwar in der Tat einen ganz anderen Klang als den "üblichen" EH-Klang, aber eine Saxophon-Assoziation habe ich da überhaupt nicht.
    Und ich glaube Dir auch unbesehen, dass Du einen "weicheren und wärmeren E-Horn-Klang" zustande bringen würdest; aber dennoch gefällt mir sein Sound - zumindest in diesen beiden Werken - ausnehmend gut :rolleyes:


    Zur Gestaltung kann ich - so ohne direkte Vergleiche - und mangels eigener fester Vorstellung davon - jetzt gerade leider nichts sagen ....


    Ich danke Dir für´ s Mithören :D und gehe jetzt in die Heia :sleeping:
    Gute Nacht :wink:

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Ich bin schwer versucht, dafür meinen 7-Tage-Gratis-Gutschein, der dieses Jahr och eingelöst werden muss, zu verwenden. Wäre noch jemand dabei beim gucken ?

    Ja - war ich! Und danke erst mal herzlich für den Andstoß: ich hatte nämlich den Gutschein irgendwie vergessen...
    Für meine Nicht-Bläser-geschulten Ohren war das Oktett am eingängigsten, auch musikalisch am "spannendsten". Bei den anderen Stücken kam ich nicht so recht ins Mitschwingen. Da sie mir aber alle neu waren, freue ich mich einfach über's Kennenlernen!
    Und an den nächsten Abenden auf die Streichquartette.

  • Ja - das Oktett hat mir auch ausnehmend gut gefallen.


    Von den Stücken ohne Oboe hat mir in dem Trio für Klavier, Flöte und Fagott WoO 37 auch noch der Schluss-Satz mit den Variationen sehr gut gefallen.


    Heute abend habe ich keine Zeit zum Gucken; aber morgen abend zu den "Rasumowsky"-Quartetten bin ich gerne wieder mit dabei :)
    Donnerstag weiß ich noch nicht ....

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Einer der beiden, der anlässlich seines Abis mit dem Schulorchester solistisch "Gabriels Oboe" spielen durfte und sich dabei beeindruckend geschlagen hat, meinte bei seinem Abschied nach gut zehnjährigem Unterricht zu mir: "Ein Glück, dass Sie mein Lehrer waren! Wenn Sie mir mehr Druck gemacht hätten, hätte ich sicher aufgehört"! --


    Ich als jemand, der das eigene Tun und Lassen gerne hinterfragt, denke oft darüber nach, ob mein Unterricht nicht zu lasch ist, ob ich nicht zu wenig verlange und zu viel lobe. Als Lehrer gehe ich halt von meinen eigenen Erfahrungen als Schüler aus - und die waren dergestalt, dass starke Forderungen von außen bei mir eher zu Blockaden als zu erfreulichen Leistungen geführt haben. Um etwas wirklich gut zu machen, musste die "Forderung" dazu aus mir selber heraus erfolgen, anstatt primär vom Lehrer oder von den Eltern zu kommen. Aber die Menschen sind ja nun mal durchaus verschieden; bei anderen mag sich das ganz anders verhalten....


    Von einem bin ich aber klar überzeugt: Als Lehrer sollte man seine Persönlichkeit nicht groß verbiegen, sondern authentisch bleiben. Und ich bin nun mal im persönlichen Umgang mit den Schülern ziemlich "weich"; für manche passt das richtig gut, für andere passt es eher wenig. Insofern kann und will ich nicht den Anspruch erheben, der richtige Lehrer für jeden zu sein.

    Hallo Bernd,


    sieh mir nach, dass ich den Finger auf zwei Worte lege. In genau diesen besteht doch die Differenzierung. Es ist nunmal ein Unterschied, ob ich sage: „Es wäre schön, wenn du bis nächste Woche diese beiden Takte/alle Triller...sicher kannst“, oder: „Bis nächste Woche muss das endlich sitzen, sonst wird das nie was!“ Eine Erwartung bzw. Forderung ist es in beiden Fällen.
    Und natürlich muss der große Wille vom Lernenden kommen.


    Ich persönlich glaube an schülerorientierte Forderungen, die natürlich bei Bewältigung immer mit Lob einhergehen müssen. Es aber selbst geschafft zu haben, ist für alle Schüler doch das größte Glück.


    Druck machen übrigens nach meiner Erfahrung immer am meisten die Eltern, besonders, wenn sie eigene Lebenswünsche auf ihr Kind projizieren (Erfolge bei Jugend musiziert usw.). Aus ebendiesem Grund differenziere ich deutlich zwischen „Forderung“ und „Druck“.


    Ich denke, unsere Meinungen diesbezüglich gehen gar nicht so sehr auseinander.



    Eure Konzertdiskussionen verfolge ich mit Interesse, allerdings höre ich lieber, als jemanden spielen zu sehen. Bei manchem Musiker habe ich sonst das Gefühl, er lenke mit seiner Turnerei von möglichen Unsicherheiten ab. Unterstellen würde ich das natürlich keinem. 8)

    Liebe Grüße
    Jori :verbeugung2:

  • Ich denke, unsere Meinungen diesbezüglich gehen gar nicht so sehr auseinander.

    Möglicherweise verhält es sich so :) .

    Druck machen übrigens nach meiner Erfahrung immer am meisten die Eltern...

    Den Fall, dass die Eltern viel Druck machen, gibt es wohl immer wieder mal - aber in meiner mittlerweile schon recht lange währenden Unterrichtspraxis (ich bin seit über 30 Jahren als Lehrer tätig) habe ich ihn noch nie :!: erlebt. Auch nicht bei den wenigen "Jugend musiziert"-Kandidaten, die ich bislang ins Rennen schicken konnte/wollte. Insofern entspricht meine Erfahrung nicht deiner Erfahrung.


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Eure Konzertdiskussionen verfolge ich mit Interesse, allerdings höre ich lieber, als jemanden spielen zu sehen. Bei manchem Musiker habe ich sonst das Gefühl, er lenke mit seiner Turnerei von möglichen Unsicherheiten ab.

    Gestern gab es keine Turnerei und keine Show - sondern "nur" - weitgehend phantastisch gespielte Musik ;)


    Und wolltest Du nicht gerade nächste Woche eigentlich in ein (nun natürlich abgesagtes) Konzert mit Albrecht Mayer gehen ?


    Das Konzert ist übrigens schon im Konzertarchiv der DCH verfügbar - und ich werde es auszugsweise diese Woche sicher noch mal genießen :D


    https://www.digitalconcerthall.com/de/concert/53600

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Richtig, ich wollte ins Konzert. Das war allerdings auch ein Geburtstagsgeschenk für meinen Sohn und ich hätte natürlich ausnahmslos Daniel Hope bewundert. :D


    Albrecht Mayer habe ich vor einigen Jahren im Konzert erlebt und fand ihn nervig und extrem divenhaft. Aber auf vielen Alben hat er einen schönen Ton, daher: lieber hören als sehen.

    Liebe Grüße
    Jori :verbeugung2:

  • Albrecht Mayer habe ich vor einigen Jahren im Konzert erlebt und fand ihn nervig und extrem divenhaft.

    Du hast mit da etwas voraus, da ich Albrecht Mayer noch nie live im Konzert erlebt habe. Aber auch mir ist seine grundsätzliche Ausstrahlung wie auch seine Art, sich zu vermarkten, extrem unsympathisch - insofern ruft deine Aussage im mir kein Erstaunen hervor...


    Trotzdem möchte ich, wenn dieser auf mich w........ wirkende Typ Musiker eine Spitzenleistung abliefert, so fair sein, sein herausragend gutes Spiel auch als solches zu würdigen (es fällt mich wirklich schwer genug!).

    Bei manchem Musiker habe ich sonst das Gefühl, er lenke mit seiner Turnerei von möglichen Unsicherheiten ab....

    In gewissen Fällen kann ich dieses Gefühl gut nachvollziehen - diverse Oboistinnen/oboisten haben zum Beispiel die mir überaus peinlich vorkommende Angewohnheit, mit ihrer Tröte schlangenbeschwörerartig im Takt herumzukreisen. Aber andererseits kann ich die Körpersprache eines Interpreten manchmal auch als deutliche Bereicherung des "Gesamterlebnisses" empfinden. Es kommt für mich zuletzt immer auf die Glaubwürdigkeit und Sinnhaftigkeit der optischen Seite der Medaille an.....


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Albrecht

    Der Albrecht ist ein ausgesprochenes Alphatier, er braucht seine Souveränität so wie andere Lästerei benötigen. Ich habe mit ihm vor über 30 Jahren in der Jungen Deutschen Philharmonie gespielt, unter Antal Dorati und unter Mario Venzago. Wir spielten die Schönberg-Orchestervariationen (mit Dominik Wollenweber am EH), Beethoven 7. Sinfonie, Bartoks Herzog Blaubart und vieles mehr und ich staunte, daß er von der ersten bis zur letzten Probe inklusive der Konzerte absolut rhythmisch sicher und souverän seinen Solooboenpart spielte - einfach vorbildlich. Natürlich hat er seine eigenen Vorstellungen und seinen eigenen Geschmack, aber das alles ist immer durchdacht und wohl überlegt. Er kennt alle Untiefen der Oboenkunst und hat es als einer der ganz wenigen Oboensolisten geschafft, unser tückisches und launisches Instrument in den Griff zu bekommen und damit auch völlig oboenferne, ja sogar musikferne Menschen für sein Instrument zu begeistern. Neidlos ist er einer der besten die wir haben!
    Bitte seid nicht so erbarmungslos in Eurem Urteil über Leute, die ihr gar nie persönlich kennengelernt habt. Ich habe auch Heinz Holliger, Maurice Bourgue und Lothar Koch als Lehrer kennengelernt - sie alle sind auf ihre Art speziell, das bringt die Kunst einfach mit sich und jemand außenstehendes wird das nie verstehen können. Aber schaut doch einfach bitte mehr auf die grandiosen Leistungen, die diese Leute hervorbringen und hervorbrachten.

  • Verstehe ich Dich richtig, lieber Karl Wentzel:


    Da hat jemand Jahre und Jahrzehnte seines Lebens in den Dienst einer einzigen Sache gestellt und ein Niveau erreicht, welches vielleicht eine Handvoll anderer zur selben Zeit noch haben.


    Wenn man dann verlangen würde, dass ein solcher Mensch in allen anderen Lebensbereichen bitteschön absolut durchschnittlich und massenkompatibel sein soll, dann wäre das unangemessen.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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