Oboen-Frischlinge

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • Ach, was AM so denkt und plaudert :thumbdown: . Ich meine, es ist nicht neu in Programmen Elgar und Strauss zu kombinieren, allerdings bin ich auch der Meinung, dass das Oboenkonzert von Strauss keine Einleitung braucht und schon gar keine mit Oboen Solo die auch kein Anfangsstück ist. Klar, es ist kein "Opener", aber andere Kompositionen sind das auch nicht. Auch der Eingangschor der Matthäuspassion wirft uns (wie ich finde) direkt ins Geschehen und braucht keine weitere Einstimmung. Den Programmgestaltungen auf CD's muss man ja Gott sei Dank nicht zwingend folgen.


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Hallöchen, der Film macht einen ja wirklich nach ein paar Sekunden so aggressiv wie die tägliche Berichterstattung.
    Auflistung der Stücke gibt's übrigens hier: https://www.imdb.com/title/tt1…undtrack/?ref_=tt_trv_snd
    Ist also wohl wirklich eine Originalkomposition. Eine derart romantische Oboe zur Untermalung einer gefühligen Szene heranzuziehen, entwertet das Instrument und die Musik. Reiner Kitsch Ohne die Szene ist das Stück vermutlich besser.

  • Hallo Paula,


    da freue ich mich aber sehr, Dich hier mal wieder zu lesen - ich denke oft an Dich :wink:
    Ich hoffe, es geht Dir gut und Du spielst noch fleißig Oboe .... ?
    Und vielen Dank für Deine Suche und die Info zum gesuchten Stück 8)

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • @ Felix, danke auch für Deine Meinung.

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Danke, Allegro, :D hab mal wieder nen Abstecher hierher gemacht und konnte mir den Kommentar nicht verkneifen.
    Meine Oboe und ich sind aneinandergewachsen und so wird's bleiben, bis mir ein Arm abfällt oder ein anderer Schicksalsschlag mir das Holz aus der Hand fegt. Schließlich kommt man zum Glück niemals ins Stadium der Perfektion, so dass es immer was zu tun gibt ... (Und sollte man jemals der Illusion erliegen, einen Satz so herrlich gespielt zu haben, dass den Herrscharen in der Höhe die Flügelspitzen erbeben, bleibt ja noch der Rohrbau zur physischen wie psychischen Dauerbeschäftigung.)

  • Meine Oboe und ich sind aneinandergewachsen und so wird's bleiben,

    :thumbup:


    Deine "alte" Adler oder Deine neue Mönnig-delSol ?
    Falls Du die Mönnig schon hast: wie bist Du mit ihr zufrieden ?

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Hi, hab ne LF delSol, mit der ich alt werden möchte. Sie ist einfach toll. Ich bin ihrer zwar nicht würdig, aber weiß sie zu würdigen.


    Muss immer mal wieder an die d'Amore denken, die ich bei Dir ausprobieren durfte. Das war auch ein Schätzchen ... War das eigentlich ein Leihinstrument oder gehört die Dir?

  • Oh - ich wusste gar nicht, dass es auch die LF in delSol-Ausführung gibt 8o


    Meine d`Amore liebe ich auch sehr :love: Es ist eine über 20 Jahre alte Loree und ich fand sie als echtes Schnäppchen zu einem sehr günstigen Preis - vermutlich, weil die abgebende Musikhochschule ihre VA loswerden wollte :D
    Auch meine Lehrerin war damals sehr angetan von diesem Instrument.

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Hallo Paula,


    da freue ich mich aber sehr, Dich hier mal wieder zu lesen...

    Und ich freue mich auch sehr!

    Hi, hab ne LF delSol, mit der ich alt werden möchte. Sie ist einfach toll. Ich bin ihrer zwar nicht würdig, aber weiß sie zu würdigen.

    Ludwig Frank fertigt schon sehr gute Oboen. Ob man LF oder Mönnig bevorzugt, ist am Ende Geschmacksache....


    Darf ich mal neugierig fragen, mit welcher Fasson du jetzt deine Rohre für das neue Schätzchen baust??


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Bernd, ich bin zwar nicht gefragt, aber das beschäftigt mich auch gerade. Ich habe bisher für meine Buffet Crampon mit Chiarugi 47,2 Hülsen gespielt und frage mich, ob ich für meine neue LF Oboe andere Hülsen (LF Hülsen?) verwenden sollte. Das c2 klingt mir momentan minim zu offen und ich glaube nicht, dass es an der Schabung liegt.


    Herzlich Grüße


    Felix

  • Hallo Felix,


    du baust selber?


    Weil ich für meine Kunden durchgängig Guercio D12 (46 oder 47mm) verwende, spiele ich aus Gründen der Praktikabilität auch selber Rohre mit Guercio-D12-Hülsen (sowohl auf der Mönnig als auch auf der LF). Ludwig Frank hat mir aber mal für seine Instrumente Guercio D11 empfohlen, und die D11 oder auch die D10 passt zu meiner Mönnig ebenso wie zu meiner LF in der Tat noch etwas besser als die D12, bei der die Höhe nach oben und das g1 nach unten tendiert. Mir fehlt nur die Zeit, noch für mich selber Rohre auf anderen Hülsen zu bauen, aber manchmal binde ich mir ein Rohr um (was allerdings immer ein Risiko darstellt).


    Die Chiarugi 2 finde ich nicht schlecht, aber für deutsche Instrumente nicht ganz optimal. Das betrifft neben der Intonation auch den von dir angesprochenen Klang. An deiner Stelle würde ich mal etwas anderes ausprobieren!


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Und ich freue mich auch sehr!

    Auch Dir vielen Dank!



    Darf ich mal neugierig fragen, mit welcher Fasson du jetzt deine Rohre für das neue Schätzchen baust??


    Oh oh, jetzt geht's in die Details ...
    Ich hab derzeit nen Rieger-Fassonschneider mit nem 2-Aufsatz. Ich hab noch gar nicht mit anderen Schneidern oder Aufsätzen fassoniert. Das müsste man natürlich mal machen, aber ich bin mit den Ergebnissen bisher voll zufrieden und hab aus privaten Gründen in den letzten Jahren schlicht keine Zeit und Nerven, mich mit der Fasson-Frage eingehender zu beschäftigen.
    Irgendwann wäre es sicher reizvoll, in dem Feld mal rumzuexperimentieren (derzeit geht es aber nicht). Das Fassonieren selber möchte ich aber nicht missen, ist wie auch das Aufbinden und Schaben eigentlich eine tolle Tätigkeit.

  • Ich hab derzeit nen Rieger-Fassonschneider mit nem 2-Aufsatz.

    Danke für die schnelle Antwort! Solch einen Rieger-Fassonschneider mit einem 2er Aufsatz besitze ich auch noch aus früheren Zeiten. Aber wenn ich ein derartiges Gerät verwende (alle zwei Jahre juckt es mich mal, es damit zu probieren), muss ich feststellen, dass ich damit überhaupt nicht mehr vernünftig umgehen kann. Nach vielen Jahren mit der Hörtnagl-Maschine geht das nicht mehr.


    Aber ich glaube, dass es für die Hörtnagl- oder Heng-Maschine eine Schablone Rieger 2 gibt. Danach werde ich gleich mal schauen. Denn mit der 17 baue ich zwar nach wie vor etliche sehr schöne Rohre, aber auch viele, die in der Tonne landen, weil sie in der Höhe nicht richtig stehen.


    Felix, welche Fasson verwendest du denn?


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Die Chiarugi 2 finde ich nicht schlecht, aber für deutsche Instrumente nicht ganz optimal. Das betrifft neben der Intonation auch den von dir angesprochenen Klang. An deiner Stelle würde ich mal etwas anderes ausprobieren!

    Danke, Deine empfohlenen Hülsen werde ich bei Gelegenheit gerne ausprobieren. Ja, ich baue selber, seit kurzem auch ab Stange. Habe einen Innenhobel Marke Selbstbau bekommen und der funktioniert gar nicht schlecht. Die Fassons schneide ich mit Chiarugi 1, habe aber auch einen uralten Schneider von Albert Klopfen den ich aber noch nie benutzt habe. Was würdest Du empfehlen?


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Ja, ich baue selber, seit kurzem auch ab Stange.

    :top: Wenn man selber bauen kann, ist das eine feine Sache. Und noch besser ist es, wenn man die Möglichkeit hat, ab Stange zu bauen. Hast Du denn eine gute Holzquelle? :evil:


    Die Fassons schneide ich mit Chiarugi 1, habe aber auch einen uralten Schneider von Albert Klopfen den ich aber noch nie benutzt habe. Was würdest Du empfehlen?

    Zwei, drei alte Klopfer-Fassonschneider habe ich auch in meiner Sammlung. Aber die sind alle sehr unterschiedlich dimensioniert, so dass ich zu deinem Gerät nichts sagen kann. Probieren geht über studieren!


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Wenn man selber bauen kann, ist das eine feine Sache. Und noch besser ist es, wenn man die Möglichkeit hat, ab Stange zu bauen. Hast Du denn eine gute Holzquelle?

    Nein, leider nicht. Ich habe vor einiger Zeit eine Barockoboe aus einem Nachlass gekauft und dabei auch ein ganzes Konvolut an Rohrbau inkl. Vorhobel und einer Tonne Stangen für die moderne Oboe quasi geschenkt bekommen ^^ . Die Stangen sind aber alle sehr unterschiedlich, tlw. > 9mm :( , so dass ich gerade mit Kreedo-Stangen (teilweise mit Erfolg) bastle.
    Das Problem mit gutem Holz wird wohl nie ausgehen. Hast Du denn eine gute Quelle, als "arundo donax" müsste das ja fast so sein :rolleyes: .


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Das Problem mit gutem Holz wird wohl nie ausgehen. Hast Du denn eine gute Quelle, als "arundo donax" müsste das ja fast so sein .

    Ich bin in den 90ern ein paar mal nach Südfrankreich gereist, um mein Holz direkt vor Ort zu begutachten und zu kaufen. Leider ist mir das aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich; jetzt bestelle ich mal dort, mal dort. Bevorzugt aber bei Heiko Frosch ("Oboe-Shop"), denn dort erhalte ich mittlerweile Mengenrabatt und habe zudem eine vergleichsweise große Auswahl.


    Zuletzt habe ich dort die Neuempfehlung "Olivia" mit dem kleinen Durchmesser 9,5 - 10 mm geordert. Von der Lieferung war ich aber nur mäßig begeistert; die reine Holzqualität fand ich zwar nicht übel, aber viele Stangen waren arg klein im Durchmesser (eher 9 - 9,5 mm) oder zu krumm bzw. zu unsymmetrisch.


    Es ist sehr schwer geworden, an wirklich gutes Holz zu gelangen....


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • :schaem1: Oh, mir ist da ein Fehler unterlaufen, ich meinte bei den Stangen ja auch kleiner als 9mm und nicht wie geschrieben grösser als 9mm (wäre ja ideal für Barockrohre).
    ?( Ich überlege mir, ob ich bei dem Klimawandel eine kleine Schilfplantage in unserem Garten anlege. :D Palmen überwintern schließlich bei uns auch.


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Ich überlege mir, ob ich bei dem Klimawandel eine kleine Schilfplantage in unserem Garten anlege. Palmen überwintern schließlich bei uns auch.

    Bei minus 15 Grad (und die gab es bei uns im eigentlich milden Westen im letzten Winter) macht der Arundo Donax die Grätsche. Ich hatte mal welchen im Garten, und der hat die kalte Jahreszeit nicht überlebt.


    Und zudem kommt es, wenn das Schilf für den Rohrbau brauchbar werden soll, wohl auch auf die richtige Beschaffenheit des Bodens an. Ich fürchte, auf deutschem Gartenlehm wird das nix.....


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Bei minus 15 Grad (und die gab es bei uns im eigentlich milden Westen im letzten Winter) macht der Arundo Donax die Grätsche. Ich hatte mal welchen im Garten, und der hat die kalte Jahreszeit nicht überlebt.

    Tja, das habe ich befürchtet, obwohl im sonnigen Markgräflerland vielleicht die Chancen grösser sind. Ich starte trotzdem im Frühling einen Versuch (ohne große Erwartung nur so zum Spaß).
    Bei der Gelegenheit, im Forum wurden die synthetischen Rohre ja schon oft diskutiert, auch ich habe (nicht so gute ) Erfahrungen damit gemacht. Nur einmal waren sie mir hilfreich, als ich Oboe und Englischhorn alternierend im Kammerorchester spielen musste.
    Jetzt soll es aber neue Rohre geben, Silverstein-Rohre (100 Euro) in drei Stärken die normal aufgebunden sind und bearbeitet werden können. Hast Du, oder vielleicht sonst jemand, Erfahrungen damit?


    Herzliche Grüße


    Felix

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