Oboen-Frischlinge

  • Die Barockoboe bietet erst einmal viel weniger Widerstand als unser modernes Instrument, keine Frage! Aber es geht eben auch deutlich mehr Luft durchs Rohr, was dann für andere atemtechnische Probleme sorgt (wenn man keine Permanentatmung beherrscht).


    Ganz abgesehen davon finden sich gewaltige konditionelle Herausforderungen auch jenseits der Barockzeit - siehe die Schumann-Romanzen oder das Strauss-Konzert! Nicht nur Bach, Zelenka und Vivaldi (in RV 447) waren ziemlich gnadenlos...

    Kennst Du (oder ihr) einen anderen Hinweis als die Aussage von AM, dass die Barockoboisten bereits Permanentatmung angewendet haben?


    Und Allen, viel Spaß beim musizieren, man wird ja fast neidisch.


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Jetzt habe ich den Artikel auch mal gelesen und finde ihn auch sehr interessant.

    Vor allem die Übungen für die Permanent-Atmung werde ich mal versuchen ....


    Und wie läuft Deine Arosa-Vorbereitung, Felix ? Wow1

    Für welches Stück hast Du Dich denn nun entschieden ?

    Und Du denkst auch an meinen Sack Grüße bitte ? ;)

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Guten Morgen,


    mit Interesse lese ich, was ihr über eure verschiedenen Instrumenten schreibt. So große Vielfalt!


    Ich bin auch ehrfürchtig, welche Stücke ihr spielt Wow1


    Nach den Sommerferien werde ich anfangen im Konservatorium im Orchester zu spielen. Ich werde mit Kindern spielen und bin gespannt ob es mir gefallen wird. Meine Lehrerin sagt, ich werde das schaffen. Ich habe etwas Angst.


    Etwas ungeduldig bin ich zur Zeit mit meinen Fingern. Sie bewegen sich nicht gut und wenn ich legato spiele sind manche Kombinationen schrecklich. Ich mache beim Üben Fortschritt, der mich zufrieden machen, aber nicht hierbei X/

    Es kann nicht alles immer gut gehen...


    Ich lese weiter alles was ihr schreibt, aber meist kann ich nichts dazu sagen.

  • Jetzt habe ich den Artikel auch mal gelesen und finde ihn auch sehr interessant.

    Vor allem die Übungen für die Permanent-Atmung werde ich mal versuchen ....

    ... aber doch nicht in der Badewanne, bei der Stelle musste ich lachen. Sonst das Papier aber sehr inspirierend und bei den erwähnten Barockstücken deckt sich das mit dem was uns Bernd dazu geschrieben hat.


    Und wie läuft Deine Arosa-Vorbereitung, Felix ? Wow1

    Für welches Stück hast Du Dich denn nun entschieden ?

    Und Du denkst auch an meinen Sack Grüße bitte ? ;)

    Ich werde drei Stücke vorschlagen: Mozartquartett, Beethoven EH-Variationen, Schumann Romanzen. Es wird mit Sicherheit nur ein Satz werden. Auch ganz besonders freue ich mich auf die Kammermusik, da darf ich die Beethovschen Trio-Variationen (Don Giovanni) spielen.

    Meine Auswahl viel so aus, weil ich das Mozartquartett über alles liebe und die Chancen gut stehen, dass ich es wieder einmal spielen kann, bei den Romanzen würde ich gerne Atemtechnisch dazu lernen, besonders in der 2. und die Beethoven EH Variationen (über bei Männern welche liebe fühlen) kennen hoffentlich nicht alle, es ist ja nur eine Bearbeitung (Original für Cello und Klavier), aber als Amateur darf man (glaube ich) so etwas spielen. Und jetzt kann ich noch 2 1/2 Tage üben und die Rohre laufen gerade wie geschmirt. ;) Den Sack Grüsse habe ich auch schon eingeübt und werde ihn hervorragend vortragen.


    Herzliche Grüße


    Felix

  • :thumbup: :thumbup: :thumbup: Hach - was würde ich da in Arosa nächste Woche gerne Mäuschen spielen Grins1


    Ich bin auch ehrfürchtig, welche Stücke ihr spielt

    Das war ich am Anfang meines Oboenlebens auch immer :trost:

    Umso mehr erfreut es mich, dass ich das eine oder andere dieser Stücke zwischenzeitlich tatsächlch halbwegs selber spielen kann - zumindest für den Hausgebrauch als nicht auftretender Amateur :)


    aber doch nicht in der Badewanne,

    Nein - diese Übung fällt bei mir aus div. Gründen sowieso aus :S

    Viele Grüße - Allegro


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  • Nach den Sommerferien werde ich anfangen im Konservatorium im Orchester zu spielen. Ich werde mit Kindern spielen und bin gespannt ob es mir gefallen wird. Meine Lehrerin sagt, ich werde das schaffen. Ich habe etwas Angst.

    Dass du mit dem Spielen im Orchester anfängst, finde ich sehr, sehr gut! Du wirst dort sehr viel lernen und sicher auch eine Menge Spaß haben.


    Meine Auswahl viel so aus, weil ich das Mozartquartett über alles liebe und die Chancen gut stehen, dass ich es wieder einmal spielen kann, bei den Romanzen würde ich gerne Atemtechnisch dazu lernen, besonders in der 2.....

    Das Mozart-Quartett halte auch ich für eine ganz großartige Komposition. Ich habe es ja früher schon zwei- oder dreimal öffentlich aufgeführt, aber ob ich den dritten Satz jetzt noch einigermaßen unfallfrei abliefern könnte, weiß ich nicht so genau :/ . KV 370 war aber auf einigen Kursen (z.b. bei Passin und Goritzki) DAS Werk, in welches ich noch tiefer eindringen wollte.


    Die 2. Schumann-Romanze finde ich atemtechnisch enorm anspruchsvoll, aber ich bin in der Lage, sie im Konzert zu bewältigen. Du kannst doch im Gegensatz zu mir Permanentatmung - wo liegen denn da für dich die Schwierigkeiten?


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Das Mozart-Quartett halte auch ich für eine ganz großartige Komposition. Ich habe es ja früher schon zwei- oder dreimal öffentlich aufgeführt, aber ob ich den dritten Satz jetzt noch einigermaßen unfallfrei abliefern könnte, weiß ich nicht so genau :/ . KV 370 war aber auf einigen Kursen (z.b. bei Passin und Goritzki) DAS Werk, in welches ich noch tiefer eindringen wollte.


    Die 2. Schumann-Romanze finde ich atemtechnisch enorm anspruchsvoll, aber ich bin in der Lage, sie im Konzert zu bewältigen. Du kannst doch im Gegensatz zu mir Permanentatmung - wo liegen denn da für dich die Schwierigkeiten?

    Der 3. Satz ist auch für mich eine große Herausforderung, besonders die Takt 152-154, die kann ich im Tempo nicht staccato spielen, muss teilweise binden, Das machen andere zwar auch, aber eben nicht alle. Überhaupt sind die Artikulationen im Mozart Autograph recht sparsam, wenn man die mit der alten Breitkopf-Ausgabe vergleicht. Ich kann da auf jedenfalls vom Meister nur lernen (in seiner tollen Interpretation hält er sich ziemlich streng an den Urtext).

    Bedenke, ich bin ein kleiner Amateur! Die Permanentatmung kann ich nach durchlesen des von Paulas verlinkten Papiers nicht wirklich. Mir gelingt es teilweise gut bei gehaltenen Tönen und teilweise auch bei gebundenen Läufen und Trillern, aber ich kann z.B. nicht mit Kiefervibrato überbrücken und mehrmals (kontinuierlich) durch die Nase ein- und ausatmen während des Blasens geht gar nicht. Im erwähnten Papier von Christian Schneider wird die 2. Romanze auch erwähnt und ich teile seine Ansicht, dass zu viel Permanentatmung beim Zuhören ziemlich merkwürdig sein kann. Also kann ich auch hier atemtechnisch vom Meister sicher viel lernen.

    Könntest Du als studierter Oboist alle drei Schumann Romanzen demnächst spielen? Rein technisch könnte ich es wahrscheinlich, aber es wäre (stand heute) eher ein Marathon und nicht Musik.


    Herzliche Grüße


    Felix

  • Der 3. Satz ist auch für mich eine große Herausforderung, besonders die Takt 152-154, die kann ich im Tempo nicht staccato spielen, muss teilweise binden,

    Das Staccato stellt für mich dank der Doppelzunge kein Problem dar, aber ich finde die Stelle rein fingertechnisch sehr schwer.

    Im erwähnten Papier von Christian Schneider wird die 2. Romanze auch erwähnt und ich teile seine Ansicht, dass zu viel Permanentatmung beim Zuhören ziemlich merkwürdig sein kann.

    Auch ich bin dieser Meinung!

    Könntest Du als studierter Oboist alle drei Schumann Romanzen demnächst spielen? Rein technisch könnte ich es wahrscheinlich, aber es wäre (stand heute) eher ein Marathon und nicht Musik.

    In meiner jetzigen Situation (wer mehr wissen will, muss mir eine PN schreiben) komme ich kaum zum Üben und auch nur sehr eingeschränkt zum Rohrbau. Deshalb ist meine Kondition suboptimal, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: Ja, ich könnte es; irgendwie würde ich es im Konzert hinbekommen! Aber größeres Muffensausen hätte ich schon im Vorfeld. Die drei Romanzen sind konditionell und bläserisch gesehen immer eine heftige Herausforderung, keine Frage!


    Herzliche Grüße


    Bernd

  • Ich sehe mir gerade das Eröffnungskonuzert des Rheingau Musik-Festivals mit meinem Liebliongsorchester :) an - sie spielen gerade die mir bisher vollkommen unbekannte Tondichtung Dvorals "Das goldene Spinnrad" - und die gefällt mir sehr.

    Da gibt es eine kleines, aber feines, immer wiederkehrendes EH-Motiv, das Michael Höfele wunderschön spielt - und zwar durchgängig sehr leise :verbeugung2: Fast habe ich den Eindruck, er arbeitet mit einem (Taschentuch-)dämpfer :/

    Und Nikolas Cock-Vasiliou an der 1. Oboe spielt natürlich auch wieder wunderschön wie immer :verbeugung2:

    Viele Grüße - Allegro


    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

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