• Aber wir sind hier ja Oboenfrischlinge und deshalb behaupte ich mal, dass Oboenspieler die auch Blockföte spielen besser trillern können.

    Das mag schon sein, aber da kann ich mir kein Urteil erlauben, wer besser trillert. Ich wollte ja aber auch keinen Wettbewerb entfachen oder einen Vergleich ziehen, sondern einfach nur meine Antwort etwas musikalisch untermalen ;)

    Herzliche Grüße vom

    Dudler

  • Danke auch Dir, Dudler,

    Das verlinkte Video ist ja echt der Hammer :verbeugung1:

    Nun sind hier ja schon einige Musiker zusammengekommen, die Ihr Lieblingsinstrument aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielen können - ich hätte nicht gedacht, dass das doch anscheinend öfters vorkommt. Vielleicht sollten wir mal eine Selbsthilfegruppe für verhinderte Musiker gründen ? ;)

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Nun sind hier ja schon einige Musiker zusammengekommen, die Ihr Lieblingsinstrument aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spielen können - ich hätte nicht gedacht, dass das doch anscheinend öfters vorkommt. Vielleicht sollten wir mal eine Selbsthilfegruppe für verhinderte Musiker gründen ? ;)

    :sofa1:

  • Vielleicht sollten wir mal eine Selbsthilfegruppe für verhinderte Musiker gründen ? ;)

    Grins1 Ist ein netter Gedanke, aber ich bin ja nicht verhindert, ich kann ja immerhin noch Blockflöte spielen und wenn es mir mal nach satten Obertönen ist, dann habe ich noch eine Hand Pan.

    ich hätte nicht gedacht, dass das doch anscheinend öfters vorkommt.

    Ich habe inzwischen schon einige kennengelernt, welche irgendwann Probleme mit ihren Instrumenten bekamen. Lustigerweise haben die meisten davon wieder die Blockflöte ausgepackt und lieben gelernt.

  • Vielleicht sollten wir mal eine Selbsthilfegruppe für verhinderte Musiker gründen ?

    Ich dachte, das wären wir schon ... da kommen ein paar Instrumente zusammen ... Oboe, Violine, Trompete, Orgel, bestimmt der/die eine oder andere Fortist*in ...

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Und singen kann dem Oboenspiel auch helfen.

    Ich liebe guten Gesang! Aber genau aus dem Grund liebe ich es überhaupt nicht, selber zu singen :evil:.

    Ich mag Blochflöte sehr und habe es in der Kindheit darauf weit gebracht dank einer tollen Blockfötenlehrerin an der Scola Cantorum Basilienis. Jetzt wo ich meine Flötennoten wieder ausgegraben habe liegt ein vergilbtes Notenblatt auf meinem Pult auf dem in Kinderschrift mein Name steht, es ist das Sopranino Konzert C-Dur von Vivaldi (Ausgabe 1962).

    So weit wie du habe ich es auf der Blockflöte nicht gebracht, aber als Fünfjähriger habe ich mit diesem Instrument meine musikalische Karriere begonnen. Und ich mochte die Blockflöte damals so gerne, dass ich zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten auf ihr gespielt habe (zum Beispiel auf langen Autofahrten in den Familienurlaub).

    Wenn ich von heute auf morgen nicht mehr Oboe spielen könnte, wäre die Blockflöte aber offen gestanden keine Ausweichoption. Ich würde dann - hinreichend viel Zeit vorausgesetzt, aber die hätte ich ja dann, weil ich auch keine Röhrchen mehr schnitzen könnte - ziemlich sicher mit einem Streichinstrument anfangen. Meine ganz große Liebe gilt ja eigentlich der Violine und dem Cello; alleine angesichts der grandiosen Literatur, die den Geigern und Cellisten zur Verfügung steht, bedauere ich es manchmal, dass ich so viel Energie und Lebenszeit in die Beherrschung eines dusseligen Blasinstruments gesteckt habe....

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Wohl dem, der dann sein Herzensinstrument noch in petto hat :heul1:

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Meine ganz große Liebe gilt ja eigentlich der Violine und dem Cello; alleine angesichts der grandiosen Literatur, die den Geigern und Cellisten zur Verfügung steht, bedauere ich es manchmal, dass ich so viel Energie und Lebenszeit in die Beherrschung eines dusseligen Blasinstruments gesteckt habe....

    Gambe ...?

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich liebe guten Gesang! Aber genau aus dem Grund liebe ich es überhaupt nicht, selber zu singen :evil:.

    So weit wie du habe ich es auf der Blockflöte nicht gebracht, aber als Fünfjähriger habe ich mit diesem Instrument meine musikalische Karriere begonnen. Und ich mochte die Blockflöte damals so gerne, dass ich zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten auf ihr gespielt habe (zum Beispiel auf langen Autofahrten in den Familienurlaub).

    Wenn ich von heute auf morgen nicht mehr Oboe spielen könnte, wäre die Blockflöte aber offen gestanden keine Ausweichoption. Ich würde dann - hinreichend viel Zeit vorausgesetzt, aber die hätte ich ja dann, weil ich auch keine Röhrchen mehr schnitzen könnte - ziemlich sicher mit einem Streichinstrument anfangen. Meine ganz große Liebe gilt ja eigentlich der Violine und dem Cello; alleine angesichts der grandiosen Literatur, die den Geigern und Cellisten zur Verfügung steht, bedauere ich es manchmal, dass ich so viel Energie und Lebenszeit in die Beherrschung eines dusseligen Blasinstruments gesteckt habe....

    :versteck1: Mit dem Gesang habe ich auch nur Chorsingen gemeint. Tatsächlich hat sich durch singen im Chor mein Oboenspiel positiv verändert.

    Wegen der Blockflöte, ich greife darauf zurück, weil ich nicht ganz von vorne anfangen muss und weil ich dieses Instrument eben nicht nur als Kinderanfängerinstrument verstehe, vielmehr bin ich der Meinung, dass es vollkommen unterschätzt ist. Siehe dazu auch den Link von Dudler, obwohl das ein klein bisschen Zirkus ist.

    Deine Liebe zu Streichinstrumenten verstehe ich total. Wahrscheinlich würde ich zum Cello greifen, wäre ich noch 50 Jahre jünger. Und die Literatur dafür JAAA :!: Ich liebe Klaviertrios über alles und auch Streichquartette etc. Aber das macht in meinem Alter wirklich keinen Sinn mehr, obwohl man damit offensichtlich bis ins hohe Alter musizieren kann. Mein Onkel der mit 101 Jahren an der Beerdigung meiner Mutter ohne Stock aufrechten Ganges erschienen ist, hat nachdem er sich nach meiner Oboe erkundigt hat erklärt, dass er immer noch täglich eine halbe Stunde Cello spielt.

    Gambe ...?

    Danke, NEIN! Dann doch lieber ein dusseliges Blasinstrument wie Fagott.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Das Fagott ist NICHT dusselig :schimpf1: - sondern wunderschön und wäre in der Tat meine 2. Wahl nach der Oboe :pfeif:

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Das Fagott ist NICHT dusselig :schimpf1: - sondern wunderschön und wäre in der Tat meine 2. Wahl nach der Oboe :pfeif:

    Du hast natürlich recht, wollte nur Bernd zitieren. Ich habe vor 2 Jahren ein altes noch spielbares Fagott (Marke Hüller) gekauft, liegt bei mir rum. Habe wegen Schulterproblemen wieder aufgehört, wollte ja ej nur ein bsschen B.c. spielen. Dir würde ich es schenken.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Das ist superlieb, Felix :kuss1:

    ... aber erstens bräuchte ich auch dafür erstmal ein augenärztliches okay (wenngleich hierbei für mein Empfinden ja eigentlich gar kein Anblasdruck vonnöten ist, würde ich hier doch nicht mit was ganz Neuem anfangen, nur um es kurz darauf doch wieder weglegen zu müssen) ...

    .... und zweitens kriege ich ein Fagott in Standard.Normalabmessungen nicht gegriffen - hab ich schon mit mehreren Modellen ausprobiert .... und vor Jahren auf der Musikmesse tatsächlich eines extra für kleine Hände von Püchner gefunden, dass perfekt in meinen Fingern lag Wow1 ... wenn, müsste es also schon dieses werden .... und bevor ich mir ein solches leisten können würde, müsste ich erstmal meine Oboen verkauft bekommen .... aber daran wage ich noch gar nicht zu denken - irgendwie hoffe ich halt immer noch, dass ich irgendwann wieder spielen "darf" *seufz* ...

    Viele Grüße - Allegro

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  • wenngleich hierbei für mein Empfinden ja eigentlich gar kein Anblasdruck vonnöten ist

    Beim Fagott? Das würde mich wundern. Auch schon bei der Klarinette hast Du einen Blaswiderstand, wenn wohl auch viel geringer als bei der Oboe. Als guttrainierte Oboistin ist Dir das vielleicht nicht so bewusst.

    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Wegen der Blockflöte, ich greife darauf zurück, weil ich nicht ganz von vorne anfangen muss und weil ich dieses Instrument eben nicht nur als Kinderanfängerinstrument verstehe, vielmehr bin ich der Meinung, dass es vollkommen unterschätzt ist. Siehe dazu auch den Link von Dudler, obwohl das ein klein bisschen Zirkus ist.

    Na klar ist das Zirkus was Michala Petry da macht, Grins1 ich vermute auch das sie ein fröhlicher Mensch ist und ihr solche Dinge Spaß machen, aber sie kann auch "ernste Musik" und war schon immer sehr rührig unterwegs in Sachen Blockflöte. Bei Youtube findest du einiges an schönen Beispielen dazu.

  • - irgendwie hoffe ich halt immer noch, dass ich irgendwann wieder spielen "darf" *seufz* ...

    Jedenfalls würde ich nur auf die Aussage eines einzelnen Arztes (der zwar weiß, was eine Oboe ist, aber eventuell auch diverse gängige Vorurteile unserem Instrument gegenüber teilt) hin nicht stante pede die Flinte ins Korn werfen.

    Wenn dir wirklich viel an der Oboe gelegen ist, ist hier die Erfahrung richtiger Spezialisten gefragt. Den Rat, das Bedienen des Instruments nach dem Motto "Sicher ist sicher!" zu unterlassen, hat jemand, der höchstwahrscheinlich gar nicht ahnt, was das seelisch für dich bedeutet, schnell gegeben.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Das sehe ich ganz genauso, Bernd. Nur: diese echten Spezilaisten muss man erst mal finden. :rolleyes:

    Die Musiker-Ambulanz der Charité ist auch schon angeschrieben; aber weder in deren Angebotskatalog noch in dem von Freiburg tauchen die Augen auch überhaupt nicht auf Schlecht2 - von daher mache ich mir eher weniger Hoffnung, hierüber einen zu finden ...

    Ich habe dieser Tage meine alte Altblickflöte rausgekramt - aber wo wirklich an mich geht die auch nicht - abgesehen davon, dass ich viele Griffe nicht mehr weiß und mir das lernen momentan noch irgendwie mühsam erscheint X/

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • ... im übrigen bin ich ja selbst schuld an meinem "Unglück"; denn ich hätte ja nicht zu fragen brauchen, wie es mit dem Oboespiel aussieht :heul1: ...

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Nur: diese echten Spezilaisten muss man erst mal finden. :rolleyes:

    Für den Fall, dass du die Spezialisten nicht findest: Ich würde dann an deiner Stelle mindestens einen weiteren "normalen" Augenarzt aufsuchen und diesen nach seiner Meinung zum Zusammenhang zwischen dem "Anblasdruck" beim Bedienen der Oboe und deinem spezifischen Problem am "Sehnervkopf" fragen! -

    Immer wieder gerne erzähle ich ja von meiner Erfahrung mit dem akuten Morbus Boeck, der Mitte der 90er Jahre von meinem Quintettpartner, Freund und Hausarzt Bernhard bei mir diagnostiziert wurde. Angesichts der enormen Gelenkbeschwerden, unter denen ich damals litt, wäre ich laut Bernhard eigentlich ein Fall fürs Krankenhaus gewesen, aber wir hatten kurz nach der Diagnose einen Kammermusikkurs im Chiemgau geplant. Meine Frage "Kann das denn meinerseits mit dem Kurs überhaupt etwa werden?" wurde seinerzeit von Bernhard mit "Wir versuchen das mal - ich bin ja dabei!" beantwortet. Also bin ich mit dem Quintett ins ehemalige Kloster Baumburg gefahren, und am ersten Abend dort hatte ich nach längerer Abstinenz unbändige Lust auf ein Glas Rotwein: "Bernhard, kann man es mit einem akuten Boeck riskieren, ein Glas Rotwein zu trinken?" "Bernd, mit einem akuten Boeck kannst du dich eh wegschmeißen! Da kannst du auch einen Schluck Rotwein trinken!"

    Der Abend wurde netter und netter, aus dem einen Glas wurde noch ein zweites und ein drittes....am nächsten Tag haben wir richtig schön Musik gemacht, abends gab es dann erneut einen sehr anständigen italienischen Refosco....und am Ende des Kurses war mein akuter Boeck Geschichte!

    Mit dieser zugegebenermaßen ziemlich verrückten Story möchte ich keineswegs einem völligen Irrationalismus oder Leichtsinn in medizinischen Fragen das Wort reden. Aber ich bin überzeugt davon, dass die seelische Ebene in unserem derzeitigen Gesundheitssystem ganz massiv vernachlässigt oder sogar mit Füßen getreten wird. Überdeutlich sehe ich das gerade auch wieder einmal im Fall meiner Mutter, bei der eine routine- und geschäftsmäßige Psychoklempnerei zwar stattgefunden, aber viel zu kurz gegriffen und deshalb zu kontraproduktiven Auswirkungen geführt hat.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Ich habe dieser Tage meine alte Altblickflöte rausgekramt - aber wo wirklich an mich geht die auch nicht - abgesehen davon, dass ich viele Griffe nicht mehr weiß und mir das lernen momentan noch irgendwie mühsam erscheint X/

    Es geht eben nicht jedem gleich und ich gestehe gerne, dass auch ich statt dem flöten lieber weiter Oboe blasen würde, gerade jetzt wo es so schön läuft. Und Bernd hat total recht, auch ich würde Dir raten die Hoffnung nicht aufzugeben (ich gebe sie auch nicht auf). Als ich vor 20 Jahren akute Herzprobleme hatte ,hätten mir die Ärzte mit Sicherheit das Tröten verboten, nur habe ich damals Gott sei dank gar nicht geblasen. Und heute weiß ich, dass beim Oboen spielen mein Blutdruck nicht signifikant steigt und der Puls sogar niedriger wird, Und von Fehldiagnosen und daraus resultierenden Empfehlungen habe ich auch einen Koffer voll Geschichten.

    Trotzdem zu Deiner Blockflöte eine Frage, wenn Du schon eine hast, wie lange hast Du denn gespielt? Das Problem mit den Griffen hatte ich nämlich auch, aber wie durch ein kleines Wunder haben meine Finger reflexmässig (z.B. bei den Händel-Sonaten) gegriffen. Du spielst aber schon eine Altflöte mit barocker Griffweise?

    Entschuldige die blöde Fragerei, bin einfach ein Wunderfitz.

    Herzliche Grüße

    Felix

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