• Für meine Begriffe hängt das ganz fraglos mit dem Instrument zusammen. Ludwig Frank ist ja der Meinung, dass man auf eine serienmäßig vorgesehene F-Resonanz-Klappe problemlos verzichten kann.

    Jetzt frage ich mich - F-Resonanzklappe - habe ich die? Vermutlich nicht. Wo würde die denn sein? Meine Mönnig ist von 2008 - sei ein Profimodell gewesen (?). Kann man das an der Seriennummer irgendwie rausbekommen?

    Bisher habe ich ja noch keine andere Oboe als meine in der Hand gehabt und ausprobiert, aber ich bekomme Lust, wenn ich sicherer im Spiel und der Rohrbenutzung bin, mal andere Modelle auszuprobieren, um die Unterschiede zu entdecken.

  • Jetzt frage ich mich - F-Resonanzklappe - habe ich die? Vermutlich nicht. Wo würde die denn sein?

    Wenn Du die F-Klappe drückst, hebt sich unweit des Drückers an der rechten Seite ein Tonlochdeckel. Falls sich noch ein weiterer Deckel (an meinen Adler-Oboen befindet sich dieser gegenüber auf der linken Seite) hebt, hast du eine F-Resonanzklappe. Wenn nur ein Tonloch aufgeht, hast du keine. Sehr wahrscheinlich ist letzteres der Fall, denn wie gesagt werden die Mönnig-Oboen serienmäßig ohne F-Resonanz-Klappe gebaut.

    Man kann das Instrument nachträglich mit einer F-Resonanzklappe ausrüsten lassen. Wenn ich mal Geld übrig und Zeit dazu habe, meine schwarze Mönnig nach Berlin zu schicken, werde ich das angehen, denn das F2 ist auf diesem Instrument eine ziemliche Katastrophe. Nach dem Beheben dieses Problem bliebe dann noch die lausig intonierende dritte Oktave, aber es gibt ja genug Barockmusik, in der man die Töne Cis3 und D3 nur selten benötigt.....

    aber ich bekomme Lust, wenn ich sicherer im Spiel und der Rohrbenutzung bin, mal andere Modelle auszuprobieren, um die Unterschiede zu entdecken.

    Das solltest du unbedingt tun!

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Wenn Du die F-Klappe drückst, hebt sich unweit des Drückers an der rechten Seite ein Tonlochdeckel. Falls sich noch ein weiterer Deckel (an meinen Adler-Oboen befindet sich dieser gegenüber auf der linken Seite) hebt, hast du eine F-Resonanzklappe. Wenn nur ein Tonloch aufgeht, hast du keine. Sehr wahrscheinlich ist letzteres der Fall, denn wie gesagt werden die Mönnig-Oboen serienmäßig ohne F-Resonanz-Klappe gebaut.

    Man kann das Instrument nachträglich mit einer F-Resonanzklappe ausrüsten lassen. Wenn ich mal Geld übrig und Zeit dazu habe, meine schwarze Mönnig nach Berlin zu schicken, werde ich das angehen, denn das F2 ist auf diesem Instrument eine ziemliche Katastrophe. Nach dem Beheben dieses Problem bliebe dann noch die lausig intonierende dritte Oktave, aber es gibt ja genug Barockmusik, in der man die Töne Cis3 und D3 nur selten benötigt.....

    Das solltest du unbedingt tun!

    Alle meine Oboen (Rigoutat, Buffet Crampon, LF und auch Hörnchen und Damörchen von Mönnig) haben demnach keine F-Resonanzklappe. So wie ich das aus dem Buch Oboen-Doktor von Scheaferdiek lese, meint dieser mit der F-Resonanzklappe (Schraube 18) immer die Gabel-F Resonanzklappe. Auf den Seiten von F&M sind die LF-Oboen alle mit einer F-Resonanzklappe ausgestattet außer dem Model CD, bei manchen Mönnig Modellen kann man sie nur nachrüsten (€ 450).

    Ich bin nun einigermaßen verwirrt, denn wie gesagt, meine LF hat die von Dir beschriebene F-Resonanz Klappe nicht. Ich habe offensichtlich immer die F-Resonanzklappe mit der Gabel-F Resonanzklappe verwechselt, oder?

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Alle meine Oboen (Rigoutat, Buffet Crampon, LF und auch Hörnchen und Damörchen von Mönnig) haben demnach keine F-Resonanzklappe.

    Meine Marigaux und meine Buffet haben auch keine F-Resonanzklappe. In Frankreich scheint man generell auf diese Klappe zu verzichten, wobei das F auf der Marigaux zwar stabil, aber zu tief ist (auf der Buffet stimmt es dagegen gut):

    Bei der LF wundert mich das Fehlen der Klappe, denn meine schon von Ludwig Frank gebaute "Springer" (quasi eine LF der ersten Stunde) besitzt eine F-Resonanz-Klappe. Und du schreibst ja selber:

    Auf den Seiten von F&M sind die LF-Oboen alle mit einer F-Resonanzklappe ausgestattet außer dem Model CD...

    So wie ich das aus dem Buch Oboen-Doktor von Scheaferdiek lese, meint dieser mit der F-Resonanzklappe (Schraube 18) immer die Gabel-F Resonanzklappe.

    Ich habe das Buch nicht zur Hand, aber wenn Marc mit der F-Resonanzklappe die Gabel-F-Resonanzklappe meint, drückt er sich schlichtweg falsch aus. :thumbdown:

    Ich habe offensichtlich immer die F-Resonanzklappe mit der Gabel-F Resonanzklappe verwechselt, oder?

    Das kann gut sein. Die F-Resonanz-Klappe und die Gabel-F-Resonanzklappe sind jedenfalls zwei ganz unterschiedliche Klappen mit einer unterschiedlichen Position; erstere, so sie denn vorhanden ist, befindet sich in aller Regel links am Unterstück, letztere gibt es bei jeder Profi-Oboe, und sie liegt rechts (unter den 3 Drückern für C, Cis und Es) am Unterstück.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Bei der LF wundert mich das Fehlen der Klappe, denn meine schon von Ludwig Frank gebaute "Springer" (quasi eine LF der ersten Stunde) besitzt eine F-Resonanz-Klappe.

    Asche auf mein Haupt. Ich habe sie gefunden. Die öffnet sich so minimal, dass ich sie gar nicht bemerkt habe. Meine Vermutung, die hätten mir das Model CD verkauft stimmt also nicht, obwohl meine Oboe einen schlanken Becher hat. So oder so bin ich mit dem Instrument zufrieden.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Nun habe auch ich die F-Resonanzklappe an meinem Oböchen gefunden Wow1

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Lieber eine Adler in der Hand als eine LF in der Kiste (wo sie bei mir nahezu beständig schlummert)!

    Nun habe auch ich die F-Resonanzklappe an meinem Oböchen gefunden Wow1

    Es handelt sich meines Erachtens um eine wirklich sinnvolle Klappe, die das F2 deutlich verbessert. Wie sehr sie an meinen beiden Mönnig-Oboen fehlt, habe ich allerdings erst nach längerer Zeit des Umgangs mit ihnen herausgefunden. Überhaupt lernt man ein Instrument mit all seinen Stärken und vor allem Schwächen nur allmählich richtig gut kennen - insofern stürzt man sich mit jedem Kauf in ein gewisses Abenteuer.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Danke für den interessanten Link, Felix! Juri Vallentin war mir ehrlich gesagt bis gerade überhaupt kein Begriff!

    Den Stream habe ich mir zu einem größeren Teil angehört: Spielen kann er fraglos ganz hervorragend, der Herr Vallentin! Die zu Beginn erklingende 1. Schumann-Romanze habe ich bislang nur von Albrecht Mayer ähnlich überzeugend gehört.

    Aber studieren wollen würde ich bei ihm im Leben nicht. Künstler, die sich dermaßen an den Zeitgeist anbiedern, stoßen mich ab. Und von den Stücken, die er ausgesucht hat, würde ich achtzig Prozent niemals aussuchen. Der Mann hat insgesamt eine völlig andere Auffassung von Musik und Kunst als ich.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Habe heute einen Oboisten auf SWR2 kennen gelernt in der Sendung SWR2 Treffpunkt Klassik extra. Juri Vallentin wurde 30jährig Professor für Oboe in Karlsruhe. Der Stream ist gerade noch abrufbar:

    Gast im Studio: Juri Vallentin, Oboist und Professor an der Musikhochschule Karlsruhe   - SWR2

    Irgendwie wohltuend anders.

    Herzliche Grüße

    Felix

    Juri Vallentin habe ich in der letzten Saison tatsächlich im Kammerkonzert gehört! Ich habe ihm mit Interesse zugehört, er spielt fraglos sehr gut und souverän, aber jetzt auch nicht in irgendeiner Art und Weise besonders. Ich habe ihn als guten, sicheren Oboisten wahrgenommen, aber mir nicht besonders gemerkt.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Danke, Felix, ich bin auch gerade fertig mit anhören .... die Schumann-Romanze gefällt mir auch sehr gut von ihm .... und ansonsten unterschreibe ich bei Bernd ;)

    ... vor allem will ich persönlich mich an Kunst jeglicher Art einfach nur erfreuen ... eine "Verbindung zu aktuellem Geschehen" will ich dabei gar nicht haben .... sondern Labsal und Erbauung finden ....

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • ... vor allem will ich persönlich mich an Kunst jeglicher Art einfach nur erfreuen ... eine "Verbindung zu aktuellem Geschehen" will ich dabei gar nicht haben ....

    Ganz genau! Neulich habe ich auf WDR 3 eine Sendung mit dem als Liedinterpreten sehr bedeutenden Bariton Christian Gerhaher ("der Fischer-Dieskau unserer Zeit" laut Heinz Holliger) gehört, und der hat im Gegensatz zu Vallentin klar bekannt, dass er jedwede Politisierung von Kunst immer für extrem verdächtig bis unangemessen hält. Damit hat er mir aus dem Herzen gesprochen.

  • Juri Vallentin habe ich in der letzten Saison tatsächlich im Kammerkonzert gehört! Ich habe ihm mit Interesse zugehört, er spielt fraglos sehr gut und souverän, aber jetzt auch nicht in irgendeiner Art und Weise besonders. Ich habe ihn als guten, sicheren Oboisten wahrgenommen, aber mir nicht besonders gemerkt.

    Ein Live-Konzert und eine CD-Aufnahme sind natürlich zwei ganz verschiedene Dinge. Inwieweit an der im Stream zu hörenden Schumann-Romanze nachträglich geschnitten und gebastelt wurde, weiß man nun mal nicht. Auf CD wird das zum Beispiel in dynamischer Hinsicht kaum Mögliche ganz leicht möglich...

  • Und noch mal ich :schaem1: : Gerade habe ich mir über Vallentins Homepage seine Live(!)-Interpretation des Konzerts von Richard Strauss angehört. Im Hinblick auf den ersten Satz handelt es sich für meine Begriffe um eine ziemliche Enttäuschung: Eiliges, zum Teil nicht ganz sauberes (!) Genudel statt Herausarbeitung der melodischen Linien in den Sechzehntelketten, klanglich (zu) hell bis quäkig, ich kann es natürlich bei weitem nicht so gut, aber für einen Musikhochschulprofessor handelt es sich nicht unbedingt um eine Glanzleistung.

    Unter den Spitzenoboisten gibt es viele, die dieses Konzert schöner spielen.

  • Wenn Du die F-Klappe drückst, hebt sich unweit des Drückers an der rechten Seite ein Tonlochdeckel. Wenn nur ein Tonloch aufgeht, hast du keine. Sehr wahrscheinlich ist letzteres der Fall, denn wie gesagt werden die Mönnig-Oboen serienmäßig ohne F-Resonanz-Klappe gebaut.

    Hallo,

    ich war beruflich unterwegs - ohne Oboe :( , so konnte ich erst heute Abend endlich nachschauen. Wie Du, Bernd, schon richtig vermutet hast, habe ich keine F-Resonanzklappe, aber eine Gabel-F-Resonanzklappe :). Und beim Ausprobieren hatte ich den Eindruck, dass das Gabel-F stabiler im Klang ist. Das könnte ich häufiger nutzen als bisher. Danke!

  • Habe heute einen Oboisten auf SWR2 kennen gelernt in der Sendung SWR2 Treffpunkt Klassik extra. Juri Vallentin wurde 30jährig Professor für Oboe in Karlsruhe. Der Stream ist gerade noch abrufbar:

    Gast im Studio: Juri Vallentin, Oboist und Professor an der Musikhochschule Karlsruhe   - SWR2

    Danke für den Hinweis! Das werde ich mir morgen direkt anhören. Im Moment interessiert mich alles, was mit Oboe zu tun hat, da entdecke ich gerade eine neue Welt.

  • Juri Vallentin habe ich in der letzten Saison tatsächlich im Kammerkonzert gehört! Ich habe ihm mit Interesse zugehört, er spielt fraglos sehr gut und souverän, aber jetzt auch nicht in irgendeiner Art und Weise besonders. Ich habe ihn als guten, sicheren Oboisten wahrgenommen, aber mir nicht besonders gemerkt.

    Ein Live-Konzert und eine CD-Aufnahme sind natürlich zwei ganz verschiedene Dinge. Inwieweit an der im Stream zu hörenden Schumann-Romanze nachträglich geschnitten und gebastelt wurde, weiß man nun mal nicht. Auf CD wird das zum Beispiel in dynamischer Hinsicht kaum Mögliche ganz leicht möglich...

    Ich habe Vallentin zusammen mit dem Trio d’Iroise im Programm "Ebenbild" gehört, das sie auch als Album herausgebracht haben. Album und Konzertprogramm waren identisch. Wer mag, kann es sich über die bekannten Kanäle (Spotify, YouTube etc.) also mal anhören.

    für einen Musikhochschulprofessor handelt es sich nicht unbedingt um eine Glanzleistung.

    Nach dem Studium als Solooboist an die Staatsoper Hannover, dann mit dreißig Jahren Professor (Nachfolge Indermühle in Karlsruhe) - der Mann hat zweifellos eine sehr schnelle Karriere gemacht!

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

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