• Man kann auch über Zuhören viel lernen. Damit meine ich nicht nur die Interpretationen von Stücken die man gerade spielt, sondern auch andere Werke für andere Instrumente eines Komponisten. Im Falle Schumann-Romanzen finde ich es z.B. sehr sinnvoll, auch dessen Lieder und Klaviersolostücke, überhaupt seine Kammermusik und auch andere Werke zu kennen.

    Klar, gar keine Frage! Eine breite "musikalische Bildung" ist für die eigene Interpretationen wichtig - ich wundere mich immer wieder darüber, dass viele Bläser kaum über den Tellerrand der Musik, die für Blasinstrumente geschrieben wurde, hinausschauen

    Aber trotzdem hat für mich zumindest während des Studiums (jetzt muss ich ja schon länger alleine klarkommen) das Hören von ganz viel Musik nicht gereicht, um in puncto Gestaltung das zu erreichen, was ich durch die Hinweise guter Lehrer erreichen konnte. Vielleicht liegt das ja auch an meiner mangelnden Begabung - ich weiß es nicht.....

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Ganz sicher nicht!

    Felix, diese Reaktion hatte ich nicht provozieren wollen!

    Es gibt ja genial begabte Menschen, die eigentlich kaum einen Lehrer benötigen, um Musik eindrucksvoll zu gestalten. Zu diesen gehöre ich ganz sicher nicht; ich habe mir über Jahre hinweg (16 Semester habe ich studiert:schaem1:) immer wieder sagen lassen müssen, wie es geht. Ohne meine beiden maßgeblichen Lehrer - den ersten und den letzten (die vier oder fünf, die noch dazwischen lagen, haben mich kaum weitergebracht) - würde ich heute nicht so spielen, wie ich spiele.

    Gut, von meinem letzten Lehrer habe ich auch technisch profitiert, weil er, als ich bei ihm angefangen habe, bestimmte technische Übungen ( Boyssens, eigentlich für Flöte gedacht) eingefordert hat. Aber diese Übungen hätte ich eigentlich genauso gut ohne ihn machen können.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Gut, von meinem letzten Lehrer habe ich auch technisch profitiert, weil er, als ich bei ihm angefangen habe, bestimmte technische Übungen ( Boyssens, eigentlich für Flöte gedacht) eingefordert hat. Aber diese Übungen hätte ich eigentlich genauso gut ohne ihn machen können.

    Das hättest du machen können - aber du hättest es vielleicht/wahrscheinlich nicht gemacht. Ein Lehrer hat auch eine Kontrollfunktion: Wenn ich weiß, dass ich in der nächsten Woche meine technischen Übungen vorführen muss, dann mache ich sie eher, als wenn ich weiß, dass niemand merkt, ob ich sie gemacht habe oder nicht.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Das hättest du machen können - aber du höättest es vielleicht/wahrscheinlich nicht gemacht. Ein Lehrer hat auch eine Kontrollfunktion....

    Das ist vollkommen richtig - von selber macht man die technischen Übungen dann eben doch nicht.

    Aber für mich bleibt das trotzdem ein nachrangiger Aspekt des Unterrichts. In meinem Fall ging das auch nur über ca. ein halbes Jahr von vier Jahren, die ich bei meinem letzten Lehrer studiert habe. Danach haben wir uns ausschließlich mit nicht zu Übungszwecken geschriebener Literatur beschäftigt. Und mir war anfangs überhaupt nicht klar, wie viel ich noch in puncto Interpretation zu lernen hatte...

  • Felix, diese Reaktion hatte ich nicht provozieren wollen!

    Ich habe das auch nicht so verstanden. Aber wie kann es sein, dass ein so gut ausgebildeter Musiker wie Du an seiner Begabung zweifelt?

    Gut, von meinem letzten Lehrer habe ich auch technisch profitiert, weil er, als ich bei ihm angefangen habe, bestimmte technische Übungen ( Boyssens, eigentlich für Flöte gedacht) eingefordert hat. Aber diese Übungen hätte ich eigentlich genauso gut ohne ihn machen können.

    Daraus schließe ich, dass Du Autodidaktik auch nicht völlig ablehnst.

    Ein Lehrer hat auch eine Kontrollfunktion: Wenn ich weiß, dass ich in der nächsten Woche meine technischen Übungen vorführen muss, dann mache ich sie eher, als wenn ich weiß, dass niemand merkt, ob ich sie gemacht habe oder nicht.

    Die Kontrollfunktion kann ich nachvollziehen, letzteres eher nicht, ich habe auch in der Schule die Hausaufgaben nie gemacht. Üben tue ich nur für mich. Wenn ich mal nicht so große Lust habe, dann übe ich mindestens meine Problemstellen aus den Stücken mit denen ich mich gerade beschäftige. Die meisten dieser Stellen kann ich auswendig, Etüden habe ich momentan gänzlich zu Seite gelegt.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Aber wie kann es sein, dass ein so gut ausgebildeter Musiker wie Du an seiner Begabung zweifelt?

    "Du bist selber dein größter Kritiker" hat mal der Klarinettist meines Quintetts zu mir gesagt. Meine Selbstzweifel haben mir oft genug im Weg gestanden, aber ich halte es für besser, zu viel Selbstkritik zu üben als zu blind gegenüber seinen Schwächen zu sein. Am besten ist es natürlich, wenn man die ideale Balance zwischen Selbstzweifeln und großem Selbstbewusstsein findet, aber das gelingt nach meinen Erfahrungen nur wenigen Musikern. Bei den meisten besteht da oder dort ein Überhang.

    Hinzu kommt, dass mein Weg in und durch die Musikhochschulen ein durchaus dorniger war. Mir ist nicht alles in den Schoß gefallen, und manches (Stichwort Gehörbildung) habe ich nie gelernt.

    Trotzdem glaube ich rückblickend, dass ich insgesamt den für mich richtigen Weg gewählt habe. Wenn ich Germanistik oder Latein studiert hätte (was mal zur Debatte stand), wäre ich heute sicher nicht glücklicher. Mit meiner Tröte habe ich durchaus etwas zu sagen (jedenfalls wird mir das immer wieder von Mitmusikern und Zuhörern bestätigt), und dass in puncto Fingertechnik und Intonation nicht alles so perfekt ist wie bei vielen besseren Oboisten, ist halt meinem mangelnden Übefleiß im Studium geschuldet. Damit muss ich leben.

    Daraus schließe ich, dass Du Autodidaktik auch nicht völlig ablehnst.

    Nein, natürlich lehne ich Autodidaktik nicht völlig ab! Damit kann man ziemlich weit kommen, aber manches lernt man als Normalsterblicher eben doch nur, wenn man immer wieder durch einen Lehrer mit der Nase darauf gestoßen wird. Dazu ist aber beileibe nicht jeder Lehrer berufen: Wie schon häufiger gesagt, habe ich ziemlich viele Lehrer für mindestens ein Jahr gehabt, aber nur zwei davon konnten mir das liefern, was ich gebraucht habe. Ein Lehrer ist nicht zwingend ein Gott; oft ist er für diesen oder jenen Schüler schlichtweg ungeeignet! Ich habe manchmal den Eindruck, dass hier zu viel Grundrespekt vor jedem Lehrer, der sein Instrument auf einem soliden Niveau beherrscht, vorhanden ist. Wenn ich zum Beispiel lese, dass Carolas Lehrerin oft einen Großteil der Unterrichtszeit mit technischen Übungen verbringt, ist mein erster Impuls "Gott - bloß weg von solch einer Lehrerin!".

    Etüden habe ich momentan gänzlich zu Seite gelegt.

    Ich ebenfalls! Ich bin jetzt 60 Jahre alt; um wieder auf das technische Niveau zu kommen, welches ich mit 30 hatte, müsste ich jeden Tag mindestens 2 Stunden üben (dann unter anderem auch Etüden). Dazu lässt mir die Tätigkeit, mit der ich meinen Lebensunterhalt verdiene, aber beim besten Willen keine Zeit - also lebe ich jetzt bei Muggen von der Substanz und von gelegentlichem Pfuschen. Irgendwann ist der Zenit halt deutlich überschritten; ich bin überhaupt froh, dass mir das Spielen auf der Oboe alles in allem immer noch enorme Freude bereitet. Gleich bei der Oktettprobe, die ich schon mit Vergnügen erwarte, wird das sicher wieder der Fall sein...

    Herzliche Grüße

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von arundo donax (22. Februar 2024 um 23:25)

  • aber manches lernt man als Normalsterblicher eben doch nur, wenn man immer wieder durch einen Lehrer mit der Nase darauf gestoßen wird.

    Aus genau diesem Grund würde ich Vacances auch davon abraten, den Unterricht einzustellen.

    Ich persönlich habe z.B. anscheinend nur ein sehr lausiges Rythmus-Gefühl und manchmal ertappe ich mich dabei, wie mir eine Stelle auffällt, die ich seit langem ! schon rythmisch falsch spiele, ohne dass ich das bis zu diesem Zeitpunkt je gemerkt hätte :schaem1:

    Auch wäre ich sehr dankbar für Artikulations- und Phrasierungs-Tipps, ganz zu schweigen von Interpretationsvorschlägen (mit Begründung natürlich) .... usw. usw.

    Und das Zusammenspiel kann man alleine auch nicht üben :heul1: Ich gehe jede Wette ein, dass ich bei einer Vielzahl von Werken, die ich mittlerweile wenigstens leidlich kann, im Zusammenspiel erst mal vollkommen scheitern würde und mir dafür dann alles komplett neu erarbeiten müsste :rolleyes:

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Bei der ganzen Diskussion über Autodidaktik und tolle und weniger tolle Lehrer muss ich euch gestehen, dass ich seit dem ersten Schultag ernsthafte Probleme mit der Aufmerksamkeit habe (oder hatte), heute würde man wahrscheinlich von ADHS sprechen, ein gefreutes Kind war ich nämlich auch außerhalb der Schule nicht. Wenn jemand vor mir dozierte, bin ich geistig weggetreten, deshalb habe ich fast alles was ich gelernt habe autodidaktisch erworben. Auch in der Ausbildung habe ich die Schulstunden nur abgesessen und mich mit Büchern weitergebildet. Erst in den letzten Jahren hat sich das geändert. Mit der Oboe war das Schlüsselerlebnis tatsächlich Arosa, wo ich umsetzten konnte was der Meister mir gesagt hat, also freue ich mich jetzt einfach riesig auf meine erste Oboenstunde.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Wenn jemand vor mir dozierte, bin ich geistig weggetreten, deshalb habe ich fast alles was ich gelernt habe autodidaktisch erworben.

    Bei mir kam es immer stark darauf an, wer doziert hat. Manchmal konnte mich der Vortragende mitreißen, aber in vielen Fällen bin ich ebenfalls geistig weggetreten. Und das, was ich jenseits der Oboe an "Allgemeinbildung" besitze, habe ich zu einem großen Teil weder der Schule noch der Hochschule zu verdanken. Dort habe ich genauso wie du weitgehend meine Zeit abgesessen - schade eigentlich um diese Zeit!

    ....also freue ich mich jetzt einfach riesig auf meine erste Oboenstunde.

    Diese Freude ist schon mal eine gute Grundlage. Und deine künftige Lehrerin hast du ja euphorisch beschrieben - meiner Erfahrung nach spürt man meistens sofort, wenn jemand als Lehrer für einen passt. Bei meinem ersten Oboenlehrer verhielt es sich so; es war eine Art "Liebe auf den ersten Blick". Ich habe ihn spielen gehört und sein Auftreten als Persönlichkeit erlebt und wusste, ohne je ein Wort mit ihm gesprochen zu haben, auf Anhieb, dass ich sein Schüler werden möchte. Aus dem Lehrer-Schüler-Verhältnis ist dann später eine richtig gute Freundschaft geworden. Und auch bei meinem letzten Lehrer hatte ich, als ich ihm an der Hochschule vorgespielt habe, direkt ein sehr gutes Gefühl, welches sich im weiteren Verlauf der letzten vier Jahre meines langen Studiums dann entsprechend bestätigt hat.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Interessant, was ihr da so über LehrerInnen berichtet! Ich suche auch, allerdings kann das hier in einer kleinen Großstadt etwas heikel werden (diverse Eitelkeiten usw.). Auch gibt es hier niemand, die/der mich sowohl vom eigenen Spiel als auch von der pädagogischen als auch von der menschlichen Seite überzeugt.

    Meine Oboe ist gerade in Berlin und ich habe meine 100-Jahre alte Boosey & Hawkes hervorgekramt. Mit der habe ich vor ca. 25 Jahre die ersten paar Jahre des Weidereinstiegs in das Oboenspiel bestritten. Und siehe da, sie geht einigermaßen noch! Was ich auch hervorgekramt habe ist mein Lickman S-bogen für EH. Ich verstehe überhaupt nicht, weshalb ich diesen S-Bogen wieder weggelegt habe - damit sind die hohen Töne, vor allem die in der 2. Oktave, viel ausgeglichener in Klang als mit den Lorée S-Bögen, die ich habe, und der Klang insgesamt ist ziemlich dunkel, was meine extrem leichte EH-Rohre guttut.

  • Ich suche auch, allerdings kann das hier in einer kleinen Großstadt etwas heikel werden (diverse Eitelkeiten usw.). Auch gibt es hier niemand, die/der mich sowohl vom eigenen Spiel als auch von der pädagogischen als auch von der menschlichen Seite überzeugt.

    Das ist ja echt doof. Schlecht2 Ich hätte jetzt gedacht, dass man in einer doch nicht sooo kleinen Stadt wie der Deinen auch als sehr fortgeschrittener Hobby-Oboist doch zumindest vielleicht im Umfeld von Profi-Orchestern einen geeigneten Lehrer finden könnte.

    Ich werde nun einen zweiten Versuch starten, endlich mal die delSol-EH intensiv zu testen (den bisher geplanten Versuch hatte ich im Winter wg. akuter Glatteisgefahr gar nicht erst angetreten); und zwar voraussichtlich am Sonntag, den 10. März 2024 auf der Musikmesse in Nürnberg. Wow1  
    Mönnig und Stephan Pieger stellen aus. Pieger hat wohl auch ein brandneues Kunststoff-Rohr im Gepäck .... Ist irgendjemand hier, der mitkommen würde ?

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Ich hätte jetzt gedacht, dass man in einer doch nicht sooo kleinen Stadt wie der Deinen auch als sehr fortgeschrittener Hobby-Oboist doch zumindest vielleicht im Umfeld von Profi-Orchestern einen geeigneten Lehrer finden könnte.

    Ich glaube, das ist eine wichtige Einschränkung: "Im Umfeld von Profi-Orchestern". Es kommt gar nicht so sehr auf die Größe der Stadt an, sondern darauf, ob es vor Ort eine Profi-Orchester und/oder eine Musikhochschule gibt. In der 150000-Einwohner-Stadt, in der ich lebe, ist es auch schwer, einen Oboenlehrer oder eine -lehrerin zu finden. Die einzige Möglichkeit ist eine Lehrerin, die einmal in der Woche als Honorarkraft der Städtischen Musikschule anreist. Im deutlich kleineren Detmold mit seinem Opernhaus und seiner Musikhochschule hingegen ist die Situation eine ganz andere.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ich werde nun einen zweiten Versuch starten, endlich mal die delSol-EH intensiv zu testen (den bisher geplanten Versuch hatte ich im Winter wg. akuter Glatteisgefahr gar nicht erst angetreten); und zwar voraussichtlich am Sonntag, den 10. März 2024 auf der Musikmesse in Nürnberg. Wow1  
    Mönnig und Stephan Pieger stellen aus. Pieger hat wohl auch ein brandneues Kunststoff-Rohr im Gepäck .... Ist irgendjemand hier, der mitkommen würde ?

    Im Moment darf ich mit gar keinen neuen Instrumenten liebäugeln, obwohl mich die Englischhörner auch interessieren würden. Weißt Du etwas genaueres über das brandneue Kunstoff-Rohr?
    tischlerin ich habe in meiner kleinen Stadt auch niemanden gefunden der mich überzeugt hätte, obwohl es hier eine gute Oboistin gibt, leider (finde ich) hört man bei ihr, dass sich weit mehr mit der Barockoboe beschäftigt. In der nächsten Grossstadt gäbe es inzwischen eine Oboistin die mich sehr überzeugt, aber ich kenne sie nicht und weit und breit ist niemand der sie persönlich kennt. Also muss ich eine ziemliche Reise antreten für meine Oboenstunde.

  • Weißt Du etwas genaueres über das brandneue Kunstoff-Rohr?

    Nicht wirklich. Auf Piegers website ist dazu nichts zu finden. In seiner Messe-Mail schreibt er nur: "Diesmal im Gepäck unsere brandneuen Rohre aus Kunststoff (Modell 37) in Zusammenarbeit mit LnK Reeds."

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch! Es gibt hier ein gutes Profi-Orchester und ich hatte einige Jahre Unterricht bei der Solo-Oboistin, die die einzige ist, die auch unterrichtet. Sie spielt wunderbar, ist aber zur Zeit nicht die richtige Lehrerin für mich.

  • Was ich auch hervorgekramt habe ist mein Lickman S-bogen für EH. Ich verstehe überhaupt nicht, weshalb ich diesen S-Bogen wieder weggelegt habe - damit sind die hohen Töne, vor allem die in der 2. Oktave, viel ausgeglichener in Klang als mit den Lorée S-Bögen, die ich habe, und der Klang insgesamt ist ziemlich dunkel, was meine extrem leichte EH-Rohre guttut.

    Die S-Bögen von Lickman, die man leider in Deutschland nicht mehr kaufen kann, finde ich (auch auf einem Lorée-EH) viel besser als die Lorée-S-Bögen. Ich verstehe nicht ganz, warum sich die Instrumentenbauer so wenig Mühe geben, wirklich exzellente S-Bögen herzustellen. Das gilt nach wie vor auch für Mönnig, deren Original-S-Bögen den Gesamteindruck der Interumente deutlich beeinträchtigen und für mich ziemlich unbrauchbar sind.

    Ich glaube, das ist eine wichtige Einschränkung: "Im Umfeld von Profi-Orchestern". Es kommt gar nicht so sehr auf die Größe der Stadt an, sondern darauf, ob es vor Ort eine Profi-Orchester und/oder eine Musikhochschule gibt. In der 150000-Einwohner-Stadt, in der ich lebe, ist es auch schwer, einen Oboenlehrer oder eine -lehrerin zu finden.

    In meiner Stadt gibt es eine Musikhochschule und ein Opernhaus mit dazugehörigem Profiorchester, aber ich sehe hier trotzdem weit und breit keinen Oboisten, bei dem ich gerne Unterricht nehmen würde (tatsächlich habe ich immer mal wieder damit geliebäugelt). Ich müsste auf jeden Fall nach Köln oder Düsseldorf fahren, und dazu fehlt mir zeitlich jede Chance.

    Mönnig und Stephan Pieger stellen aus. Pieger hat wohl auch ein brandneues Kunststoff-Rohr im Gepäck .... Ist irgendjemand hier, der mitkommen würde ?

    In Frankfurt wäre ich eventuell dabei, aber Nürnberg ist für mich definitiv zu weit. Ich muss schon am gleichen Tag hin- und zurückfahren können.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • In meiner Stadt gibt es eine Musikhochschule und ein Opernhaus mit dazugehörigem Profiorchester, aber ich sehe hier trotzdem weit und breit keinen Oboisten, bei dem ich gerne Unterricht nehmen würde (tatsächlich habe ich immer mal wieder damit geliebäugelt). Ich müsste auf jeden Fall nach Köln oder Düsseldorf fahren, und dazu fehlt mir zeitlich jede Chance.

    "Keinen Oboisten, bei dem ich gerne Unterricht nehmen würde" - das ist ja schon die bessere Variante. In Städten dieser Größe ohne Musikhochschule und ein Opernhaus gibt es oft einfach gar keine Oboisten, auch keine schlechten. Das mit dem Fahren geht aber vermutlich vielen so und schränkt die Möglichkeit, Unterricht zu nehmen, abseits der Metropolen ein.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • In Frankfurt wäre ich eventuell dabei, aber Nürnberg ist für mich definitiv zu weit. Ich muss schon am gleichen Tag hin- und zurückfahren können.

    Bernd, das war mir vollkommen klar - daher hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass Du Dich überhaupt angesprochen fühlst. Aber danke dafür.

    Das mit dem Fahren geht aber vermutlich vielen so und schränkt die Möglichkeit, Unterricht zu nehmen, abseits der Metropolen ein.

    So ist es :schimpf1:(die Idee, hier mal im örtlichen Gymnasium nachzufragen, habe ich noch nicht vergessen - ich muss mir echt mal einen Erinnerungszettel schreiben, dass ich da mal vormittags anrufe und nachfrage, ob ich dort einen Aushang machen darf).

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • "Keinen Oboisten, bei dem ich gerne Unterricht nehmen würde" - das ist ja schon die bessere Variante. In Städten dieser Größe ohne Musikhochschule und ein Opernhaus gibt es oft einfach gar keine Oboisten, auch keine schlechten

    Da bin ich dann aber versucht, zu sagen: Lieber gar keinen Lehrer als einen schlechten!

    Und ich sehe wieder einmal, wie großes Glück ich mit meinem ersten Lehrer gehabt habe. Von den damals drei Oboisten des Opernorchesters hat der zweite gar nicht unterrichtet, während der Solooboist (der leider auch als Dozent an der Hochschule tätig war) weder ein toller Oboist noch ein wirklich motivierender Lehrer war. Ein Freund von mir war anfangs bei ihm und beschrieb den nach zwei, drei Jahren erfolgten Wechsel zu meinem Lehrer als eine Art von Erlösung...

    Vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch!

    Nein, das sind sie bestimmt nicht. Unterricht bei irgendeinem Lehrer nur um des Unterrichts willen ergibt gerade für jemanden, der so weit wie du fortgeschritten ist, sicher keinen Sinn.

    ..die Idee, hier mal im örtlichen Gymnasium nachzufragen, habe ich noch nicht vergessen - ich muss mir echt mal einen Erinnerungszettel schreiben, dass ich da mal vormittags anrufe und nachfrage, ob ich dort einen Aushang machen darf...

    Mache das mal! Vor allem auch Hinblick auf andere, die vielleicht zusammen mit dir Musik machen möchten.

    Herzliche Grüße

    Bernd

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