• Was bei mir übrigens auch immer "geht", wenn ich nicht weiß, auf was ich Lust habe oder wenn ich gar keine Lust habe, ist: JS Bach.
    Die Kantatenbände sind da eine wahre Schatztruhe, die ich jedem nur sehr empfehlen kann. Ich spiele und übe mich die ganzen letzten Wochen fast nur da durch und habe da wieder mal ein paar neue Lieblingsstücke gefunden:
    - das Duett "Mein Freund ist mein" der Kantate 140 "Wachet auf, ruft uns die Stimme"
    - die Arie "Wehe der Seele ..." aus der Kantate 102 "Herr, Deine Augen sehen nach dem Glauben"
    - die Arie "wie zittern und wanken der Sünder Gedanken" aus der Kantate 105 "Herr, gehe nicht ins Gericht"
    ... zusätzlich zu den vielen anderen, die ich hieraus schon habe :)

    Viele Grüße - Allegro

    "Musik ist ... ein Motor, Schönheit, Intensität, Liebe, Zauber, alles in allem: ein Elixir." Lajos Lencsés

  • und ich spiele mich durch die Vorschläge vom Kammermusikkurs im Mai. Das wunderbare Gassenhauertrio und ein Trio von Madeleine Dring stehen im Moment zur Auswahl. Vorgeschlagen wurden auch die Märchenerzählungen von Schumann bei denen ich mit Englischhorn die Klarinette hätte spielen müssen, das habe ich aber verworfen, kann mir das einfach nicht vorstellen mit EH.

  • Meine absolute Lieblingskantate ist BWV 93 „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, weil hier für mich Musik und Wort absolut perfekt zusammenpassen und sie mich emotional ganz, ganz tief berührt.

    Liebe Grüße
    Jori :verbeugung2:

  • Vorgeschlagen wurden auch die Märchenerzählungen von Schumann bei denen ich mit Englischhorn die Klarinette hätte spielen müssen, das habe ich aber verworfen, kann mir das einfach nicht vorstellen mit EH.

    Da wäre ich unter der Voraussetzung, dass ich die Noten nicht selber umschreiben muss, sofort dabei gewesen! Schumann zählt zu meinen absoluten Lieblingskomponisten. Die Fantasiestücke op. 73 gehen ja eh ganz gut mit der d´amore, aber ich habe mich auch schon häufiger an einer Transkription der Violinsonate op.105 für Klarinette versucht. Leider wird es da dann streckenweise doch sehr schwer...

    Gerade komme ich wieder von der Hausmusik zurück. Mein Geiger hatte einen über weite Strecken dreistimmigen Chorsatz aus dem Deutschen Requiem von Brahms ("Wie lieblich sind deine Wohnungen") für Geige, Oboe und Cello arrangiert, und den haben wir, nachdem ich durch BWV 1020 und durch die Triosonate aus dem Musikalischen Opfer gejagt worden war, zur WelturaufführungGrins1 in dieser Besetzung gebracht. Das hat durchaus einigen Spaß gemacht!

  • Da wäre ich unter der Voraussetzung, dass ich die Noten nicht selber umschreiben muss, sofort dabei gewesen! Schumann zählt zu meinen absoluten Lieblingskomponisten. Die Fantasiestücke op. 73 gehen ja eh ganz gut mit der d´amore, aber ich habe mich auch schon häufiger an einer Transkription der Violinsonate op.105 für Klarinette versucht. Leider wird es da dann streckenweise doch sehr schwer...

    Ja, die Märchenerzählungen ist ein ganz fantastisches Trio. Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, bei Musecore die Partitur als Notendatei runter zu laden und das Englischhorn transponiert und festgestellt, dass ich da immer wieder auf das hohe F im pp gehen müsste. Mit runteroktavieren funktioniert das leider gar nicht. Da wäre es leichter gewesen, die Bratschenstimme zu spielen oder die Klarinettenstimme auf der Oboe, deshalb habe ich mich dagegen entschieden.

  • Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, bei Musecore die Partitur als Notendatei runter zu laden und das Englischhorn transponiert und festgestellt, dass ich da immer wieder auf das hohe F im pp gehen müsste.

    Bei den meisten Englischhörnern stellt das (gegriffene) f3 tatsächlich ein größeres Problem dar, aber auf dem neuen Mönnig geht dieser Ton tatsächlich sehr gut. Trotzdem wäre das auch nicht die Lage, in der ich mich gerne häufiger bewegen wollen würde...

    Was für ein Hörnchen hast du noch mal? Ich habe das schon wieder vergessen.:schaem1:

    Das wunderbare Gassenhauertrio und ein Trio von Madeleine Dring stehen im Moment zur Auswahl.

    Wer ist Madeleine Dring? Muss man die kennen? Ich würde sicher den Beethoven wählen, zumal sich die Klarinetten- bzw. Geigenstimme richtig gut auf der Oboe spielen lässt.

  • Bei den meisten Englischhörnern stellt das (gegriffene) f3 tatsächlich ein größeres Problem dar, aber auf dem neuen Mönnig geht dieser Ton tatsächlich sehr gut. Trotzdem wäre das auch nicht die Lage, in der ich mich gerne häufiger bewegen wollen würde...

    Was für ein Hörnchen hast du noch mal? Ich habe das schon wieder vergessen.:schaem1:

    Wer ist Madeleine Dring? Muss man die kennen? Ich würde sicher den Beethoven wählen, zumal sich die Klarinetten- bzw. Geigenstimme richtig gut auf der Oboe spielen lässt.

    Der Reihe nach. Mit dem F3 habe ich kein größeres Problem, aber wenn man den Ton in gleicher Höhe mit der Klarinette vergleicht, klingt das EH gequält und überhaupt nicht weich. Schumann hat bei den Oboen Romanzen ja auch geschrieben, hätte ich gewollt, dass das auch alternativ die Klarinette spielen kann, hätte ich das nicht so geschrieben. Umgekehrt ist es mit Sicherheit auch so.

    Ich habe ein Mönnig 180d, ziemlich alt, gebraucht gekauft aus dem Fundus von Ingo Goritzki.

    Madeleine Dring war u.a. Schülerin von Vaughan Williams (Wikipedia). Das Stück reißt mich nicht um, aber gerade für Amateure wie mich wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht und eine ziemliche Herausforderung.

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    Beethoven habe ich vorgeschlagen, danke an den netten Menschen, der in diesem Faden die Aufnahme mit Nick Deutsch verlinkt hat. Ich habe damals gleich eine Bearbeitung nach dieser Aufnahme gemacht.

  • ... Mit dem F3 habe ich kein größeres Problem, aber wenn man den Ton in gleicher Höhe mit der Klarinette vergleicht, klingt das EH gequält und überhaupt nicht weich. Schumann hat bei den Oboen Romanzen ja auch geschrieben, hätte ich gewollt, dass das auch alternativ die Klarinette spielen kann, hätte ich das nicht so geschrieben. Umgekehrt ist es mit Sicherheit auch so....

    Wenn es um ein öffentliches Konzert gehen würde, hätte ich ähnliche Skrupel wie du. Aber auf so einem Kurs wäre mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was Schumann gewollt hat. Ich wäre erst einmal heiß darauf, diese tolle Musik zu spielen, und wenn es dann streckenweise viel zu schräpig klingen würde, würde ich mich damit abfinde.

    Heute Abend haben wir Oktett gespielt, und zwar ein Arrangement von Beethovens Septett op. 20. Im langsamen Satz muss man da an der 1. Oboe ein längeres Geigensolo in einer sehr hohen Lage übernehmen - es geht mehrfach aufs g3 und in Sechzehnteln darum herum, und zusätzlich beschäftigen einen noch vier Feinde (Vorzeichen). Mal abgesehen davon, dass ich so etwas nicht vom Blatt spielen kann, würde das auch nach längerem Üben, wenn dann alle Töne richtig da wären, nie wirklich schön klingen. Aber egal :Ich habe mich mit streckenweise argen Missklängen durch die Passage durchgewurschtelt und mich ansonsten darüber gefreut, das wunderbare Stück mal selber mitgestalten zu können.

    Madeleine Dring war u.a. Schülerin von Vaughan Williams (Wikipedia). Das Stück reißt mich nicht um...

    Mich reißt es nicht nur nicht um, sondern ich finde es (vor allem in melodischer Hinsicht) grottenöde. Wenn ich so etwas spielen muss, nähert sich meine Laune immer dem Gefrierpunkt. Da würde ich ,wenn es um die Besetzung Flöte, Oboe und Klavier geht, viel lieber zu barocken Triosonaten greifen, obwohl Bach noch kein modernes Klavier gekannt hat.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Wenn es um ein öffentliches Konzert gehen würde, hätte ich ähnliche Skrupel wie du. Aber auf so einem Kurs wäre mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was Schumann gewollt hat. Ich wäre erst einmal heiß darauf, diese tolle Musik zu spielen, und wenn es dann streckenweise viel zu schräpig klingen würde, würde ich mich damit abfinde.

    Inzwischen habe ich mal die Klarinettenstimme mit der Oboe probiert (es gibt bei IMSLP eine Violinstimme statt Klarinette) und das würde wahrscheinlich viel besser passen. Die paar Töne die man oktavieren müsste fände ich vertretbar.

    Spielst Du tatsächlich auch in einem Bläseroktett? Die Besetzung hat mir viele Jahre viel Freude gemacht.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Inzwischen habe ich mal die Klarinettenstimme mit der Oboe probiert (es gibt bei IMSLP eine Violinstimme statt Klarinette) und das würde wahrscheinlich viel besser passen.

    Wer ist denn dann warum auf die Idee gekommen, dass das Stück mit EH gespielt werden soll?

    Spielst Du tatsächlich auch in einem Bläseroktett?

    Ja, schon seit über 10 Jahren, wobei das Oktett bereits ca. 40 Jahre besteht. Mir macht die Besetzung auch Spaß, aber gegenüber der Quintettbesetzung empfinde ich es als Nachteil, dass die 2. Oboe oft eine unglaublich langweilige Stimme zu spielen hat:sleeping:. Normalerweise wechseln wir uns ab, aber gestern war meine Kollegin, die tonlich extrem schön (schöner als ich) spielt, so nett, mir die ganze Zeit die 1. Stimme zu überlassen. Sie war wohl in der letzten Zeit aus familiären Gründen kaum zum Üben gekommen und mochte nicht in der hohen Lage spielen.

  • Wer ist denn dann warum auf die Idee gekommen, dass das Stück mit EH gespielt werden soll?

    Das weiss ich nicht, man hat mich einfach gefragt.

    Mir macht die Besetzung auch Spaß, aber gegenüber der Quintettbesetzung empfinde ich es als Nachteil, dass die 2. Oboe oft eine unglaublich langweilige Stimme zu spielen hat:sleeping:. Normalerweise wechseln wir uns ab,

    genau so haben wir das auch gemacht.

  • Madeleine Dring war u.a. Schülerin von Vaughan Williams (Wikipedia). Das Stück reißt mich nicht um...

    Mich reißt es nicht nur nicht um, sondern ich finde es (vor allem in melodischer Hinsicht) grottenöde. Wenn ich so etwas spielen muss, nähert sich meine Laune immer dem Gefrierpunkt. Da würde ich ,wenn es um die Besetzung Flöte, Oboe und Klavier geht, viel lieber zu barocken Triosonaten greifen, obwohl Bach noch kein modernes Klavier gekannt hat.

    Na ja, mir geht es ähnlich, aber ich bin Amateur und sollte nicht immer die großen Literatur kaputt spielen. Übrigens, Madeleine Dring war mit Roger Lord, einem doch noch durch Einspielungen als Solist mit Neville Marriner und seiner Academy of St. Martin in the fields, bekannten Oboisten verheiratet.

  • Der Artikel gefällt euch vermutlich gut. Auch ich habe ihn gern gelesen.

    „Ich war nicht so der Flöten-Typ“
    Seit dreißig Jahren spielt Dominik Wollenweber Englischhorn bei den Berliner Philharmonikern. Er macht auch Hausmusik mit seiner Familie und streamt sie auf…
    taz.de

    Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen. Arthur Schopenhauer

  • Danke für den Link, sehr sympathisch der Herr Wollenweber. Jetzt weiß man endlich auch, dass Janos sein Sohn ist.

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  • Na ja, mir geht es ähnlich, aber ich bin Amateur und sollte nicht immer die großen Literatur kaputt spielen.

    Wenn du wüsstest, was ich schon alles auf amateurhafte Weise verunstaltet habe....die Liste reicht von der Geigenstimme in Schumanns Klavierquintett bis zu BWV 1043 für drei Mitwirkende....

    Solange man nicht öffentlich damit auftritt und meint, vorzügliche Kunst abzuliefern, kann die große Literatur das schon ab.

    Mittlerweile bin ich 61 und habe leider nach wie vor sehr wenig freie Zeit. In derselbigen habe ich keine Lust mehr, mich mit Musik, die mir rein gar nichts sagt, abzugeben . Früher war ich toleranter und habe im Rahmen der brotlosen Kammermusik jeden Käse mitgemacht, aber inzwischen spiele ich so Zeug wie das Trio von Frau Dring nicht mehr just for fun. Muggen sind natürlich eine andere Geschichte - da kann man es sich nicht immer aussuchen.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Auch ich sage vielen Dank für den Artikel, Carola. Der war in der Tat sehr interessant zu lesen und hat meinen Eindruck von Dominik Wollenweber als einen sympathischen Menschen und Musiker, den ich schon aus dem Video in der DCH über ihn hatte, bestätigt. Herzlich lachen musste ich bei dem Absatz über das Üben und den Ansatz Grins1

    Nur schade, dass man die Videos auf instagram wohl nur sehen kann, wenn man dort angemeldet ist - der Abendsegen würde mich brennend interessieren, denn den liebe ich sehr.

    Dass sein Sohn auch Oboe spielt, dachte ich mir schon, da ich den Namen schon vor einer Weile auf der website der Orchesterakademit gelesen hatte ... danke auch für das Video - gehört hatte ich ihn noch nicht. Klingt so, als ob er sicher auch Karriere machen wird 8)

    Viele Grüße - Allegro

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  • Ich hatte mir heute seit längerem mal wieder die Donizetti-Sonate vorgenommen und die lief aus dem Stand heraus (ohne jegliches Einspielen) so gut und schön wie noch nie 8) Und ich hatte das Gefühl, tatsächlich durchgängig den Puls zu haben und zu fühlen Grins1 ... und Luft hatte ich auch im letzten Drittel des ersten Satzes wie noch nie :)

    Viele Grüße - Allegro

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