• ....die hohen Töne, die sonst entweder zu schwach oder quäkig werden, sind schön fett und stimmen auch einigermaßen....

    Gerade im Hinblick auf die hohen Töne kann so ein Lickman-S-Bogen richtige Wunder bewirken - jedenfalls ist das meine Erfahrung bei Mönnig und Mollenhauer (ein Lorée-EH, welches ich auch mal besaß, habe ich wieder verkauft, bevor ich zu den Lickman-S-Bögen gekommen bin). Und für die Neue Welt braucht man eine substanzreiche Höhe.

    Auf das neue Mönnig passt Calamus aber noch etwas besser als Lickman. Schade, dass man beide Fabrikate in Deutschland nicht mehr kaufen kann (ich wüsste jedenfalls nicht, wo)!

    Auf der Frankfurter Messe ist mir vor acht oder neun Jahren der *Etoile* -S-Bogen von Lorée https://www.loree-paris.com/accessoires/bo…rgente/?lang=en positiv aufgefallen; ich fand ihn viel besser als die sonstigen Lorée-S-Bögen.Hast du den schon mal probiert, Tischlerin?

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Einen Tagesausflug nach Freiburg könnte ich tatsächlich in nächster Zeit mal unternehmen. Freiburg ist hübsch und ich könnte es mit dem Nützlichen verbinden und mal bei Musik-Betram vorbeischauen. Ihr habt gute Ideen!

    Bisher habe ich bei Anbietern mit größerer Auswahl immer gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mich vorher angekündigt habe. Die Instrumente lagen dann spielbereit parat. Bei Bertram habe ich neben diversen anderen Instrumente auch mein zweites Hörnchen gekauft, ein Eastman das dem Loree Englischhorn sehr nahe kam, nur war es halb so teuer. Dieses Instrument habe ich inzwischen verkauft, da ich mir ein gebrauchte Mönnig Diamant bei F&M geleistet habe was im Klang ein Tick besser ist und die Intonation ebenso. Heute habe ich meine beiden Hörnchen ausgepackt und noch eine Schachtel Rohre gefunden . Alles prima und das chinesische Plastikhörnchen ist besser als ich es in Erinnerung hatte. Mechanik läuft wie geschmiert und ausschauen tut es wie neu obwohl es jetzt an die drei Jahre im Schrank lag. Bin gerne bereit dieses Instrument auf immer und ewig auszuleihen (z.B. um Rohre auszuprobieren, bevor man zum Händler geht) oder zu einem Hammerpreis zu verkaufen.

  • Ich habe den Etoile S-Bogen noch nie ausprobiert. Ich habe lediglich die beiden normalen Lorée-Bögen, die mit dem EH mitkamen und den Lickmann, den ich vor vielen Jahren nachdem du mich darauf aufmerksam gemacht hast, bei F&M gekauft habe.

  • Inzwischen ist bei mir dieser Parafilm angekommen. Ich muss sagen, der erste Eindruck ist sehr gut. Und in der Tat, er ist leichter abzulösen wie das Teflon.

  • Hm, irgendwie kann ich mir ein Plastik-EH nicht vorstellen, auch nicht zum Rohre ausprobieren, etwa so wenig wie Plastikrohre. Ich würde ja viel Geld für ein Rohr aus Kunststoff zahlen, das wirklich "verhebt" (wie wir hier sagen) und bis an mein Lebensende halten würde. Wobei, vlt. brauchen wir Oboisten ja diesen Nervenkitzel, sonst hätten wir ja Flöte gelernt8o..... böse..... Ich habe gerade nicht so viel Zeit, mich um ein EH zu kümmern. Konzerte stehen vor der Tür und und und. Aber die Zeit wird kommen....

    Ich habe schon eine Antwort erhalten von Herrn Rieger. Sie würden das Messer tatsächlich schleifen. Aber irgendwo weiter vorne habe ich von Bernd gelesen, dass es unter Umständen länger dauern könnte, bis ich das Messer wieder hätte. Jetzt habe ich halt heute ein neues Messer bestellt und bin sehr gespannt, ob es auch zu meinem alten Maschinchen passt. Herr Rieger meinte ja.

    Ich habe festgestellt, dass die Fragen von mir schon 50x in diesem Thread behandelt wurden. Es tut mir leid, wenn ihr euch wiederholen musstet. Ich könnte ja auch einfach weiter vorne nachlesen

  • Ich habe schon eine Antwort erhalten von Herrn Rieger....

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen handelt es sich bei Rieger um eine Firma, die einen wirklich guten und prompten Service bietet.:thumbup:

    Aber nicht nur deshalb stellt Rieger für mich die Nummer 1 unter den deutschen Herstellern von Rohrbaumaschinen dar. Die Rieger-Produkte sind ebenso einfach wie funktionsgerecht wie robust konstruiert; mein Außenhobel ist jetzt über 35 Jahre alt und liefert immer noch sehr gute Ergebnisse, und für meine Innenhobel, die kaum jünger sind, gilt das Gleiche. Ich besitze auch einen Michel-Innenhobel, der raffinierter/komplizierter ersonnen ist, aber im alltäglichen Gebrauch kommt mir das alte Modell von Rieger schlichtweg besser entgegen.

    Und auch beim Rohrabschneider verhält es sich so, dass er das Konkurrenzprodukt von Reeds 'n Suff im direkten Vergleich (ich verfüge über beide Teile) für meine Begriffe um Längen schlägt - das geht schon damit los, dass die Schnittlänge beim Rieger-Modell viel besser zu sehen und zu kontrollieren ist.

    Ich habe festgestellt, dass die Fragen von mir schon 50x in diesem Thread behandelt wurden. Es tut mir leid, wenn ihr euch wiederholen musstet. Ich könnte ja auch einfach weiter vorne nachlesen

    Durch seine sagenhafte Länge ist der Thread natürlich extrem unübersichtlich geworden. Insofern dürfte es sehr schwierig sein, weiter vorne in einer angemessenen Zeit eine Antwort auf konkrete Fragen zu finden. Und zudem schreibe ich gar nicht so ungern immer wieder dasselbe über dasselbe, denn manchmal stellt sich dann doch heraus, das dasselbe eben nicht ganz dasselbe geblieben ist....

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Hm, irgendwie kann ich mir ein Plastik-EH nicht vorstellen, auch nicht zum Rohre ausprobieren, etwa so wenig wie Plastikrohre. Ich würde ja viel Geld für ein Rohr aus Kunststoff zahlen, das wirklich "verhebt" (wie wir hier sagen) und bis an mein Lebensende halten würde. Wobei, vlt. brauchen wir Oboisten ja diesen Nervenkitzel, sonst hätten wir ja Flöte gelernt8o..... böse..... Ich habe gerade nicht so viel Zeit, mich um ein EH zu kümmern. Konzerte stehen vor der Tür und und und. Aber die Zeit wird kommen....

    Mit den Englischhörnern läuft ja nichts weg. Du hast natürlich recht mit dem Plastik (allerdings ist Plastik nicht gleich Plastik ist. Es ist eben Kunststoff). Die Plastikrohre werden zwar immer besser, halten aber nicht, wie man sich das so vorstellt, ein Leben lang. Ich habe meine Versuche damit aufgegeben und warte, bis man das Material kaufen kann und die Rohre selber herstellen kann. Das Kunststoffhörnchen habe ich übrigens nur noch aus einem Grund, falls ich wieder einmal Freiluft bei Regengefahr spielen muss.

  • Mein Rieger Maschinchen ist ganz bestimmt über 35 Jahre alt, es sieht jedenfalls danach aus, und es leistet mir nach wie vor sehr wertvolle Dienste, besser gesagt, ich könnte gar nicht leben ohne. Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl, wenn ich einem Rohr, egal ob neu oder nicht, zu Beginn oder wenn es nicht mehr recht will, einen Schliff damit geben kann. Offenbar habe ich mich so den Gegebenheiten dieser Rieger Maschine angpasst, dass es sehr gut klappt. Ich vertraue dem Maschinchen mehr als meinen eigenen Händen:S. Jetzt habe ich aber vorne an der Schablone, da wo man das Rohr einschiebt, so eine ganz kleine Unebenheit, wie ein kleines "Knubbelchen". Kann ich den selber wegschleifen und womit? Ich traue mich nicht recht.

    Es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass ich einen Begriff bei Google eingegeben habe und dann auf Oboen Frischlinge verwiesen wurde. Somit lässt isch also je nach dem doch etwas in den Tiefen dieses Threads finden:)

  • Jetzt habe ich aber vorne an der Schablone, da wo man das Rohr einschiebt, so eine ganz kleine Unebenheit, wie ein kleines "Knubbelchen".

    Du meinst die Zunge, oder? Hat das "Knubbelchen" denn Auswirkungen und hinterlässt nach dem Gebrauch der Maschine eine deutliche Spur? Falls das nicht der Fall ist, würde ich es erst einmal ignorieren. Und ansonsten würde ich die Beseitigung der Firma Rieger überlassen. Mir wäre es zu heikel, hier selber Hand anzulegen.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Ich verstehe das nicht so ganz. Du hast eine Außenhobel aber du kaufst fertige Rohre die du dann damit nochmals hobelst?

    Dann könntest du dir doch das Kaufen der fertigen Rohre sparen?

    Vielleicht habe ich aber auch falsch verstanden.

  • Vacances, die gekauften fertigen Rohre mancher Anbieter sind oft nicht so fertig, dass man wirklich darauf spielen kann. Man muss sie nacharbeiten, und das macht Binesa mit ihrem Rieger-Hobel.

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Ja genau so ist es. Ich hoble da nur einen Hauch weg. Aber ich habe das Gefühl, dass das Rohr erst dann richtig fertig ist. Ich mache gar nichts von Hand, ich kann das einfach nicht, oder traue es mir nicht zu. Vielleicht ist es auch nur eine Kopfsache, egal. Ich musste für den Hobel wie gesagt nur ganz wenig zahlen, weil er schon so alt ist. Einen neuen Hobel hätte ich mir natürlich nur dafür nicht gekauft.

    Ich meinte die Zunge. Dann werde ich mal die Finger von dem "Kubbelchen" lassen. Ich muss nur vorsichtig sein, wenn ich das Rohr auf die Zunge schiebe, da das Dings ganz vorne ist. Beim Schaben nachher stört es nicht. Ich bin jetzt gespannt, wenn das neue Messer kommt. Gestern hat es das Haus Rieger verlassen. Ich hoffe, ich kann es auswechseln. Es scheint mal so von Schiff aus nicht so schwierig zu sein....

  • Ich mache gar nichts von Hand, ich kann das einfach nicht, oder traue es mir nicht zu. Vielleicht ist es auch nur eine Kopfsache, egal.

    Das Nacharbeiten von Hand ist meines Erachtens vor allem auch eine Frage der Übung. Ein richtig sensibles Gefühl für das Arbeiten mit dem Messer entwickelt man nicht in zwei Stunden und auch nicht in zwei Tagen (hochbegabte Ausnahmen mögen die Regel bestätigen). Ich selber habe Jahre :!::schaem1: dafür gebraucht, die Ansprache so hinzubekommen, wie es (für mich) am Ende nötig ist. Und selbstverständlich verschnitze ich mich auch jetzt noch manchmal.

    Andererseits kann meines Erachtens kein noch so guter Hobel der Welt die ganz feine Arbeit mit dem Messer ersetzen. Jedes Rohr liegt auf der Zunge der Außenhobelmaschine etwas anders, und wenn ich die Maschine so einstelle, dass bei diesem Rohr durch den Hobelvorgang eine optimale Dicke (oder besser gesagt Dünne;) ) erzielt wird, werden bei jenem Rohr schon Löcher in die Ansprache gerissen werden. Auf der einen Seite finde ich es natürlich ärgerlich, aber auf der anderen Seite tröstet es mich auch, dass die ebenso präzise wie flexibel agierende, vom eigenen Gehirn beständig gesteuerte Hand dann doch nicht durch eine Maschine ersetzt werden kann!

  • Da stimme ich dir natürlich zu Bernd. Keine Maschine kann ein Ersatz sein. Ich habe mich einfach aus Not so arrangiert und komme einigermassen klar damit. Es wäre schon toll, wenn ich die Rohre selber machen könnte. Ich habe auch schon mehrere Anläufe dazu genommen. Aber ich weiss nicht, woher ich die Zeit nehmen soll. Vielleicht wenn ich mal pensioniert bin.....:D

    Machen hier denn viele ihre Rohre selber?

  • Also ich schon. Alles was Bernd hier zu schreibt ist natürlich absolut richtig. Die letzten wenige Rohre die ich gemacht habe sind allerdings ganz ohne Außenhobel von Hand gegangen. Mein Michel ist leider so sehr in den Jahren, dass ich lieber gleich von Hand arbeite. Eine Besonderheit beim Endschliff bei mir ist (wenn das Messer zur Gefahr wird das Rohr zu zerstören), dass ich gerne auch mal zu Schleifklötzchen greife. Ich finde das schon erstaunlich, dass mit wenigen Schleifstrichen das Rohr schon ganz anders anspricht. Aber dieser Prozess geht über Tage und bracht nicht viel Zeit, aber viel Geduld.

  • Ich versuche auch schon das zu erlernen. Mein Scheitern ist immer Ungeduld.

    Mein erster Lernschritt war, die Rohre wegzulegen wenn ich merke, ich mache "zu viel". Der nächste Schritt war nämlich immer: Rohr kaputt. Ich habe nun also ein Kistchen voller Rohre die "nicht ganz" fertig sind, weil ich mich nicht traue, alleine weiter zu bearbeiten.

    Leider habe ich gerade keine Zeit, in den Rohrbauunterricht meiner Lehrerin zu gehen.

    Überhaupt: Zeit :pfeif: Man muss ja auch irgendwie noch Geld verdienen und ein Sozialleben haben und Essen und Schlafen und Üben am Instrument ist auch nicht unwichtig und ich brauche auch immer noch Zeit um mich mit Therorie zu befassen.

    Ein Glück, bekomme ich fertige Rohre von meiner Lehrerin.

  • Mein erster Lernschritt war, die Rohre wegzulegen wenn ich merke, ich mache "zu viel".

    Damit hast du etwas Entscheidendes erstaunlich schnell gelernt!:top: Bei mir war das (leider) anders; ich habe über lange Jahre versucht, die Rohre in einem Rutsch bis zu Ende zu bauen. Irgendwie muss das auch funktioniert haben, denn ich hatte ja trotzdem hinreichend gute Rohre für meine Muggen, Konzerte im Rahmen der Musikhochschule und mein Abschlussexamen. Aber dass es funktioniert hat, ist mir im Nachhinein ein Rätsel!:spock1:

    Heute arbeite ich ganz anders (wie schon häufiger gesagt mit einem rotierenden System, welches Rohre auf x verschiedenen Fertigungsstufen beinhaltet). Und ich rate jedem davon ab, so zu agieren, wie ich das bis über das Studium hinaus getan habe, weil ich es nicht anders kennengelernt hatte (mein erster Lehrer, der auf nahezu jedem Rohr, welches nicht zu leicht war, gut spielen konnte, war ein toller Musiker, aber kein wirklich guter Rohrbauer).

    Überhaupt: Zeit :pfeif: Man muss ja auch irgendwie noch Geld verdienen...

    Klar, aber das mache ich mit dem Bau von Oboenrohren!;) Oder sagen wir mal so: Es handelt sich dabei ansatzweise um so etwas wie das Verdienen von Geld. Auf 9 oder 10 Euro pro Stunde komme ich eventuell damit....

    ...und ein Sozialleben haben...

    Immer diese Fremdwörter...;)

    ...und Essen und Schlafen....

    Schlafen wird allgemein überschätzt!

    Herzliche Grüße

    Bernd

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