Richard Wagner "Wesendonck-Lieder"

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  • Zitat : Philbert .....
    Wagners Wesendonck-Lieder wurde mit Klavierbegleitung komponiert. Träume hat er selbst, die anderen Felix Mottl orchestriert.


    Auf der folgenden CD hört man die Wagner Orchestrierung von "Träume" für Solovioline und Kammerorchester !



    Gespielt wurde es anlässlich des Geburtstages von Mathilde Wesendonck, in der Villa Wesendonck am 23.12.1857 .


    Die Lieder in dieser Aufn. sind von Henze orchestriert !


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Gestern im Hörvergleich, persönliche Eindrücke:


    Was für zehrend verzweifelte schwelgerische Musik, was für eine Ausdruckspalette an Interpretationen!



    Kirsten Flagstad

    Wiener Philharmoniker

    Hans Knappertsbusch

    13. bis 15.5.1956, Wiener Sofiensäle

    Toll für mich, so eine große Wagner-Heroine zu hören! Man kann sich in den frühen, noch etwas versunken wirkenden offenen Decca-Stereoraumklang fallen lassen, der die Lieder noch zusätzlich „historisch verklärt“.



    Eileen Farrell

    New York Philharmonic

    Leonard Bernstein

    30.9.1961, Manhattan Center, New York City

    Farbenprächtiges Schwelgen, ganz großes Kino.



    Nina Stemme

    Wiener Philharmoniker

    Mariss Jansons

    4. und 5.8.2012, Großes Festspielhaus Salzburg

    Für mich eine „opernintensive Isolde“, die sich aber auch großartig zurücknehmen kann, und ein verklärend schön mit ihr atmendes Orchester. Von den gehörten meine Lieblingsaufnahme.



    Elisabeth Kulman

    Amarcord Wien

    9.5.2014, Schloß Rothschild, Waidhofen an der Ybbs

    Der Zyklus aufgeteilt, eingebettet ins Konzeptprogramm „Wer wagt mich zu höhnen? – Ein Ständchen für Richard Wagner und Giuseppe Verdi“. Die klare, direkte Stimme von Elisabeth Kulman, dazu die entschlackten Arrangements (Violine, Violoncello, Kontrabass und Akkordeon) - die Lieder “schauen einem hier ungeschminkt direkt ins Gesicht“, das ist „eine klare Ansage“. Für mich eine schräge, spannende Alternative.


     


    Elīna Garanča

    Wiener Philharmoniker

    Christian Thielemann

    21. und 22.8.2020, Großes Festspielhaus Salzburg

    Rein musikalisch für mich erdiger, dabei auch vordergründiger, ausgestellter, kühler und strenger als die verklärende Stemme/Jansons-Interpretation. Das liegt meine ich aber auch an den äußeren Umständen eines ermöglichten Konzerts unter Coronabedingungen (nicht voll besetztes Auditorium, Maskenpflicht fürs Publikum), die die Aura eines „besonderen Ereignisses“ verstärken. „Die Musik tritt wieder an die Öffentlichkeit.“ Elīna Garanča (tritt auf und) stellt die Lieder souverän vor, das Orchester gestaltet exakt, klangschön und einfühlsam mit, es dominieren aber Auftritt und "Event" mit der Dominanz der Ausstrahlung der Künstlerin.


    Alle Aufnahmen habe ich bereichernd empfunden, am unmittelbarsten nahegegangen ist mir die Fernsehaufnahme mit Stemme/Jansons.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • Liebe alle,


    meine liebste Aufnahme der Wesendonck-Lieder ist die mit Agnes Baltsa, LSO, Jeffrey Tate - leider läßt sich das Cover nicht hochladen, sorry.


    Agnes Baltsa gestaltet die Lieder mit quasi klassisch-griechischer Dramatik, was hier paßt. Ihre deutsche Aussprache ist sehr korrekt, so daß man ihr wirklich gut zuhören kann. "Im Treibhaus" ist schön differenziert gestaltet, "Schmerzen" mit dem notwendigen Pathos. Ich höre die Aufnahme immer wieder gern.


    Mit der hoch gepriesenen Kirsten Flagstad kann ich mich bei den "Wesendonck-Liedern" hingegen nicht recht anfreunden. Das ist mir alles zu verhalten, nicht frei, nicht wagemutig genug. Aber letztlich ist es natürlich Geschmackssache.


    Grüße!


    Honoria Lucasta

    "...and suddenly everybody burst out singing." (Busman's Honeymoon)

  • Danke für die Einfügung des Photos, lieber Quasimodo - ich hatte es leider nicht hingebracht.


    Grüße!


    Honoria Lucasta

    "...and suddenly everybody burst out singing." (Busman's Honeymoon)

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