• Gabriel Fauré

    Gabriel Fauré

    1845 - 1924

    Der französische Komponist, der schon als Kind ein begabter Pianist war und früh als Organist arbeitete, war nicht nur der Schüler eines Meisters, Camille Saint-Saens, sondern seinerseits auch Lehrer ebenso begabter Schüler, Nadia Boulanger, George Enescu, Reynaldo Hahn, Charles Koechlin, Maurice Ravel.
    Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Société Nationale de Musique.
    Fauré, der durchaus von Romantischer Musik zB von Berlioz beeinflusst war, und während die französische Musikwelt vom Wagnerisme geprägt wurde durchaus auch nach Deutschland reiste um dessen Opernaufführungen zu erleben, stellte sich, im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen zB Lalo, Duparc oder Magnard, nie in eine wagnerianische Linie, sondern entwickelte einen eigenen Stil, der manchmal als ein Bindeglied der Endperiode der Romantik mit dem Modernismus bezeichnen wird. In der Tat findet man sowohl Ganzton-Passagen, unabhängig von Claude Debussy, bis hin zu Skizzen, die sich fast in ein harmonischen Niemandsland erstrecken, aber ohne jemals atonal zu werden.
    Seine harmonischen und melodischen Innovationen beeinflussten die spätere Harmonielehre.
    Obwohl er in seinen letzten zwanzig Jahren an immer fortschreitender Taubheit litt, hat sich seine Musik nur teilweise verändert, doch nie verschlechtert. Seine Spätphase ist vor allem mit einer individuellen Mischung aus unglaublicher Gelassenheit und leidenschaftlicher Turbulenz gefüllt.
    Im Gegensatz zu Maurice Ravel und Claude Debussy, die der nachfolgenden französischen Komponistengeneration angehören, ist Fauré im internationalen Musikleben weitaus weniger präsent. Vielleicht mag es daran liegen, dass Fauré recht wenige großbesetzte Werke geschrieben hat (am bekanntesten sein Requiem, daneben eine Oper Pénélope, eine Orchestersuite Masques et Bergamasques und Bühnenmusik zu Pelléas et Mélisande). Der Höhepunkt seines Schaffens besteht wohl in der Vokalmusik, insbesondere in Klavierliedern. Fauré schrieb auch Kammermusik (je zwei Klavierquartette, Klavierquintette, Violin- und Cellosonaten) und Klaviermusik.

    Anbei sei erwähnt, dass wir bereits 2 Fäden zu Monsieur Fauré besitzen :

    zum Requiem
    zur Kammermusik

    Alles, was also dazu gesagt werden möchte, kann dort eingestellt werden.

    Ich persönlich musste mich erst eine Weile in Faurés Musik hineinhören, ehe ich wirklich Gefallen daran finden konnte, ich empfand sie im ersten Moment als wenig eingängig, manchmal fast schon langweilig. Mittlerweile bin ich aber ihrem Zauber erlegen.
    Wie steht ihr zu Fauré?
    Wie würdet ihr ihn einordnen?
    Welche Werke gefallen euch besonders? Welche nicht?

    "Allwissende! Urweltweise!
    Erda! Erda! Ewiges Weib!"

  • Wie es sich trifft, war ich gestern abend in einem Konzert, in dem neben Brahms (2. Violinsonate, 2. Klaviertrio) auch Fauré (2. Cellosonate, Klaviertrio) aufgeführt wurde.

    Gerade seine späte Kammermusik (die beiden Klavierquintette, das Streichquartett und das Klaviertrio) ist mir nahe: Besonders im Kontrast zu Brahms mit dessen kontrastreich ausgefeilter motivischer Arbeit und an der Klassik geschulten Gliederung fasziniert mich an Fauré, wie er es immer wieder schafft, aus kleinen motivischen Zellen große Spannungsbögen zu entfalten, wobei die Spannung sich ganz allmählich aufbaut, bis sie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht, wieder in die Entspannung zurückfällt und dann erneut ansetzt, mit einer Harmonik, die zwar im spätromantischen Rahmen bleibt, den aber so weit ausreizt, daß auch schon mal der Eindruck ansatzweiser Freitonalität entsteht. Nach meiner Erfahrung kann es etwas dauern, bis man sich damit anfreundet; zunächst wirkt das vielleicht etwas zäh, aber es lohnt sich unbedingt, sich darauf näher einzulassen.

    Das ist mir gestern wieder bewußt geworden, vor allem auch - und das war mir vorher gar nicht so ganz klar -, wie unterschiedlich Fauré und Brahms da sind, auch wenn ich im romantischen Ton da durchaus auch Verwandtes zu hören glaube.

    Außerdem mag ich das Requiem, die Oper Pénélope, die Suite pour Pelléas et Mélisande und Masques et Bergamasques. Auch hat er viele Lieder komponiert; an einem habe ich selbst mich mal versucht (Après un rêve), bin aber an den langen Bögen, die man da als Sänger gestalten muß, schnell an meine Grenzen gestoßen.

    In meiner persönlichen Wertschätzung gehört Gabriel Fauré mit in die erste Reihe.

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Gurnemanzens Antwort bezüglich der späten Kammermusik - die frühe scheint mir diesbezüglich transparenter - möchte ich dahingehend auf eher affektiver Ebene ergänzen, dass mir vor allem die beiden Quintette eine wunderbar schwebende Stimmung verbreiten, die auch als ungemein süffig rezipiert werden kann. Das Notenbild schaut aber recht klar aus und konterkariert eine solche Empfindung bis zu einem gewissen Grad. Diese Empfindung mag wohl auch von der Interpretation abhängen. Dazu will ich in die angegebenen Teil-Threads zu Fauré einen Blick werfen!

    :wink: Wolfgang

    Edit: Ich hatte mich in dem Teil-Thread bereits geäußert. An meiner Meinung hat sich nichts geändert. Neben dem Requiem sollte man sich vor allem die gesamte Kammermusik von Fauré anhören - darunter die frühen Klavierquartette wegen ihrer melodischen Brillanz, die späten Klavierquintette wegen des betörenden Klangs. :angel:

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Den letzten Anstoß zu diesem Faden gab mir folgende CD :

    [Blockierte Grafik: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51V9Pmi7O5L._SL500_AA300_.jpg]

    die sowohl Teile (Chorpassagen und Gesänge) der Oper "Prométhée" (op. 82) als auch die Schauspielmusik zu Dumas' "Caligula" (op. 52) enthält. Es spielt das Orchestre national de L'Opéra de Monte-Carlo unter Roger Norrington.

    Prométhée (1900)

    Oper in 3 Akten, Libretto von Jean Lorrain und Ferdinand Hérold

    Im Gegensatz zu Faurés anderer Oper "Penelope" von der es ja einige verschiedene Aufnahmen auf dem Markt gibt, existiert meines Wissens leider keine Gesamtaufnahme des Prometheus. die hiesigen Ausschnitte auf der erwähnten CD lassen allerdings vermuten, dass in dem Fall einiges versäumt wurde.
    Die vom Komponisten so genannte 'Lyrische Tragödie' ist eine Mischung aus gesprochenem Text, Musik und einzelnen Gesängen. Sie wurde für eine Aufführung in der Arena von Béziers in Südfrankreich komponiert. Schon Faurés Lehrer Saint-Saens hatte ein ganzes Werk diesem Spielort gewidmet ("Déjanier"). Die Beschaffenheit der Arena und die schiere Größe erforderten eine ungewöhnliche Orchesterformation; hinter einem enorm proportionierten Streichorchester wurden 2 für riesige Klangfülle sorgende Militärkapellen, plus eine fünfzehnköpfige Harfenformation. Die Original-Partitur von Faurés Oper bezieht diese besonderen Umstände mit ein, allerdings fertigte Jean Roger-Ducasse später eine Fassung für ein gewöhnliches Orchester an (die auch auf der CD zu hören ist und von Fauré selbst abgesegnet wurde), die zum ersten Mal 1917 an der Pariser Oper gespielt wurde.
    Die stille, lyrische Art für die Fauré am meisten gerühmt wird, kommt darin weniger zum Tragen, vielleicht ein Grund, warum der Prometheus nicht die Popularität erreichte wie andere Kompositionen Faurés.

    Saint-Sains meinte dazu :

    Zitat

    Der Höhepunkt des Werkes ist der Part der Ozeaniden; aber um ihn richtiggehend zu erfassen, muss man genau hinhören. Diejenigen, die schweigsam die Größe dieser Musik erkennen, werden jede vorgefaßte Idee gerecht beurteilen können.

    Die oben benannte CD enthält nun neben dem angesprochenen Ozeaniden-Thema, das Vorspiel der Oper (mit dem siegesbewussten Thema des Prometheus, dem Motiv des von ihm geschenkten Feuers und seiner Betrafung), den großen Gesang der Mutter Gaia sowie den Rachgesang der Bia ( beide interpretiert von Danielle Galland) und der Prozessionsszene der Pandora.

    Ich würde gerne einmal die ganze Oper hören.

    "Allwissende! Urweltweise!
    Erda! Erda! Ewiges Weib!"

  • [...] möchte ich dahingehend auf eher affektiver Ebene ergänzen, dass mir vor allem die beiden Quintette eine wunderbar schwebende Stimmung verbreiten, die auch als ungemein süffig rezipiert werden kann.

    Gern einverstanden!

    Die stille, lyrische Art für die Fauré am meisten gerühmt wird, kommt darin weniger zum Tragen, vielleicht ein Grund, warum der Prometheus nicht die Popularität erreichte wie andere Kompositionen Faurés.

    Danke für den Hinweis auf Promethée, mir noch gänzlich unbekannt.

    Die "stille, lyrische Art" Faurés kann man sicher auch in seinen Liedern finden; gerade bin ich dabei, mich durch seine letzten Liederzyklen zu hören: La chanson d'Ève, op. 95 (1906-10), Le jardin clos, op. 106 (1914-15), Mirages (1919), op. 113, und L'horizon chimerique, op. 118 (1921). Ähnlich wie in der 2. Cellosonate, die ich gestern gehört habe, wird hier die in langen Kantilenen sich entfaltende Solostimme von meist schlichten, gleichmäßigen Klavierklängen begleitet, und es ergeben sich die langen Spannungsbögen, ein oft sanftes, dann auch bewegteres Dahinströmen. Dabei habe ich den Eindruck, daß die Musik dazu neigt, ihre melancholischen Stimmungen vor dem Hörer verbergen zu wollen. Introvertiert und unaufdringlich wirkt das.

    Eine unbedingt empfehlenswerte Gesamteinspielung der Lieder gibt es sehr günstig bei Brilliant (4 CD, Liedtexte nur auf französisch, aber immerhin mit drin), mit Gérard Souzay und Elly Ameling, am Klavier Dalton Baldwin:

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Diese Aufnahme macht mich trotz der subtil komponierten Werke nicht glücklich.

    Ich gestehe, dass mir Eric Le Sage's Beitrag (trotz oder wegen der wackeren Mitstreiterei der trefflichen Ebene's) alles andere als spektakulär rüberkommt.

    Auch wenn ich nur sehr ungern trübe Qualifikationen absondere, so muss ich

    eingestehen, dass mir das Pianifikat von Eric Le Sage (bei aller Solidität) hier generell als mehrheitlich langweilig und uninspiriert vorkommt.

    Vielleicht liegt es aber auch am Einsatz der Aufnahmetechnik, welche die Streicher ganz klar massiv (und unangenehm) bevorteilt.

    Aber vielleicht werden die Streicher eben gerade deswegen in den Vordergrund gerückt, weil vom Pianisten nur so wenige Impulse kommen.

    Das ist eine mich leider sehr enttäuschende Produktion, von welcher ich mir unendlich viel mehr Glück versprochen hatte.

    Wie hört Ihr dies?

    Gruss aus Bern vom Walter

  • Lieber Walter , ich mach' es kurz : Nach Kennenlernen der Aufnahme stand für mich fest , daß sie weder mit den 1966 im Südwest Tonstudio Stuttgart entstandenen Klavierquintetten 1 & 2 von Jacqueline Eymar und den Herren Kehr , Neuhaus , Sichermann und Braunholz noch mit den völlig anders geratenen Interpretationen von Pascal Roge & dem Quatuor Ysaye mithalten kann . Auch Quatuor Parrenin mit Collard oder Hubeau mit dem Quatuor Via Novo sind für mich schlicht interessanter .

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

    2 Mal editiert, zuletzt von b-major (23. August 2022 um 10:00)

  • Noch am Rande : Spannend ist auch ein Vergleich mit Aufnahmen des Klavierquintetts No.2 . Einmal aus den 50ern - Gaby Casadesus mit dem Guilet String Quartet ( bevor Guilet das Beaux Arts Trio gründete ) , 1966 - Vlado Perlemuter & das Quatuor Parrenin ( Perlemuter hat noch bei Faure "gelernt" ) , und 2003 - anläßlich des Moritzburg Festivals spielten die "Jungen" ihre Auffassung : Louis Lortie , James Ehnes , Mira Wang , Naoku Shimizu & Jan Vogler . Jedes auf seine Art überzeugend . Casadesus / Gilet : die Export - Version , Perlemuter / Parrenin : trad.französische Sicht , Moritzburg - Ensemble : gemeinsames heutiges Musizieren . Oder so .

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    Einmal editiert, zuletzt von b-major (23. August 2022 um 10:02)

  • Freut mich, dass ich mit meiner Beurteilung nicht alleine bin, lieber Flaneur.

    Ich finde die Produktion von alpha-classics mit Eric Le Sage und den Ebenhölzigen mehrheitlich ärgerlich (wobei mit der Aufnahmetechnik irgendetwas nicht stimmt ... kann das jemand erklären?)

    Pascal Roge ist auch mein Favorit.

    Deinen Angeboten im letzten Posting werde ich mich vielleicht noch zuwenden. Danke.

    Gruss vom Walter

  • wobei mit der Aufnahmetechnik irgendetwas nicht stimmt ... kann das jemand erklären?

    Da wäre Khampan die Kompetenzperson .

    Khampan : Magst bitte mal reinhören ?

    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

  • Auch wenn ich nur sehr ungern trübe Qualifikationen absondere, so muss ich

    eingestehen, dass mir das Pianifikat von Eric Le Sage (bei aller Solidität) hier generell als mehrheitlich langweilig und uninspiriert vorkommt.


    Vielleicht liegt es aber auch am Einsatz der Aufnahmetechnik, welche die Streicher ganz klar massiv (und unangenehm) bevorteilt.


    Aber vielleicht werden die Streicher eben gerade deswegen in den Vordergrund gerückt, weil vom Pianisten nur so wenige Impulse kommen.

    wenn ihr mich schon fragt: ganz eindeutig hat die Aufnahmetechnik dem Pianisten keine Chance gelassen.

    Solange alle piano spielen, zum Beispiel am Anfang, klingt es sehr schön und die Balance scheint in Ordnung. Sobald es etwas lauter wird, kleben einem die Streicher auf den Ohren, bin richtig erschrocken. Das ist nicht in Ordnung. Ich glaube nicht dass da irgend eine Absicht dahinter steckt, so schlecht kann Eric gar nicht spielen, dass man ihn so zudecken muss. Zumal das Ergebnis wirklich nervt.

    Völlig zutreffend beurteilt von Walter.

    Gruß,

    Khampan

  • Dank dir für deine Einschätzung !

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  • In Sachen Fauré steht eine große/umfangreiche Neuveröffentlichung an: Der junge französische Pianist Lucas Debague hat das gesamte Klavierwerk Faurés eingespielt:

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    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Werke für Klavier und Orchester

    Ballade op.19 für Klavier & Orchester (1881)

    Fantaisie op.111 für Klavier & Orchester (1918)

    William Youn, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Valentin Uryupin

    Aufnahme:01/2023 Haus des Rundfunks, Berlin

    Die beiden jeweils knapp viertelstündigen Werke sind doch recht unterschiedlich; es trennt sie auch beinahe vier Jahrzehnte.

    Die Ballade Romantik pur zum Schwelgen; die Fantasie uneinheitlicher: sehr "schöner" Beginn, klar modernere Tonsprache. Beide haben ihren Reitz. Mein Favorit ist op.19.

    Top Aufnahme!

  • Danke für die Anregung, sich wieder mal mit dem Kompositeur eines meiner Lieblings-Requien

    (s. die Erleuchtungen in: Zur Pluralbildung des Wortes "Requiem")

    zu beschäftigen. Sehr glücklich bin ich mit Emile Naoumoff, der sich neben einer eigenen Klavierbearbeitung des Requiems auch der Nocturnes Nos. 1, 6,7,13 und der trois mélodies angenommen hat. Zum Spottpreis gerade bei amazon erhältlich:

    https://www.amazon.de/Faur%C3%A9-Requiem-Op-48-Fassung-Klavier/dp/B00SCGAWIE/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=T8TTHYRSVTAN&dib=eyJ2IjoiMSJ9.BiYjFDOU5I00zQYXZNk6ctEkGVSvAWgJdZe0FRXV7NS534C8_lbsZ38QcqdyjLIuRKqlNk_lX7TjX-a7-3M3cJC7o_FqqvidEDk8VEKVP6uv1X4lNcgk3Y34jUHIUAlZga7YKsYt6yg7W1GesMif9Qqz4BIpvoT4CDMHRILEBO22JxgctLDj__IuAssNapT8erMaXbB3t4LfL9Be7Bhzp5tiPtkMf_9IkshFpk1TeP0.5miIGxC3kA6sGdwzCIJdQBOwIA9GdkFuB4ZB5eUmc70&dib_tag=se&keywords=emile+naoumoff+faure&qid=1712072572&sprefix=emile+naoumoff+faure%2Caps%2C119&sr=8-2

    Höreindruck:

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  • In Sachen Faurés Klaviermusik tut sich gerade Einiges. Im letzten Herbst ist ein neues Album von Marc-André Hamelin erschienen, auf dem er Faurés komplette Barcarolles und Nocturnes spielt, Anfang dieses Jahres das Album von William Youn mir Ballade und Fantasie, im letzten Monat Lucas Debargues Integrale der kompletten Klaviermusik von Fauré. Von Emile Naoumoff und seinem Fauré-Album hatte ich noch gar nichts mitbekommen – vielen Dank für den Hinweis! „In Paradisum“ aus dem Requiem hat auch Lang Lang auf seinem kürzlich erschienen Saint-Saens-Album aufgenommen, ebenso wie Naoumoffs Bearbeitungen des Blumenduetts aus „Lakmé“ und des Schwans aus dem „Karneval der Tiere“.


    Mich würde mal ein Vergleich dieser Neuaufnahmen interessieren, wo mehrere sehr gute Pianisten so kurz hintereinander die gleichen Stücke aufgenommen und veröffentlicht haben.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Eine weitere (Fast-)Neuerscheinung:

    Einspielung der Mélodies mit Cyrille Dubois, Tenor und Tristan Raës, Klavier.

    Es soll eine Gesamteinspielung sein, dabei sind es nur 3 CD. Allerdings vermisse ich bislang keines von den Liedern, die ich kenne und mag.

    Cyrille Dubois könnte man fast als kräftigeren Hugues Cuénod bezeichnen: schönes Timbre, vortreffliche Diktion, gekonnter Einsatz der voix mixte ... mit einer breiten Farbpalette. Man fühlt sich in die goldene Ära des französischen Gesangs zurückgebeamt, nur dass damals die Mélodie eher eine Bariton-Domäne war.

    Tristan Raës, den ich bislang nicht kannte, ist ein gleichwertiger Partner am Klavier.

    Nichts hört sich übertrieben oder affektiert an, aber keine Nuance kommt zu kurz.

    Als Beispiel Les Berceaux:

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    Die gesamte Einspielung ist wohl als Playlist auf der Tube vorhanden. Es lohnt sich, bei Cyrille Dubois zu schauen: https://www.youtube.com/channel/UCm_LE3yqG2lOfzf8eHrIWrQ

    Disclaimer: der Verfasser dieser Zeilen ist weder verwandt noch verschwägert noch befreundet noch auf social media vernetzt mit Cyrille Dubois, noch ist er ein groupie von diesem Sänger, den er bislang nur auf einem Bildschirm gesehen hat.

    Alles, wie immer, IMHO.

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