Was ist, was soll, was darf Opernregie? Und was nicht?

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.
  • na ja... falls aus "Täter"-Wort unterhaltsamer RT-Talk (RT-Phobe contra RT-Phile) entspringt, dann käme endlich wieder mehr Spaßfaktor in diesem Thread rüber RT-Talk momentan leider tote Hose

    Lieber Amfortas09, so eine richtig schöne RT-Diskussion macht wirklich Spaß, wenn man dann denselbigen nicht innerhalb der ganze Chose vergisst. :)


    Aber es ist halt schwer, sich wirklich mal konstruktiv darüber auseinanderzusetzen, wenn man nicht die selben Inszenierungen gesehen hat. Und Grundsätzliches? Ist da nicht schon alles gesagt?


    :wink: Wolfram

  • Aber es ist halt schwer, sich wirklich mal konstruktiv darüber auseinanderzusetzen, wenn man nicht die selben Inszenierungen gesehen hat.

    Das finde ich überhaupt nicht! Die Frage, die oben im Titel des Threads steht, ist ja nicht "Wie hat die Operninszenierung xy gefallen", sondern "Was ist, was soll, was darf Opernregie"? - mit anderen Worten also: Was ist die Aufgabe von Opernregisseuren, was macht die Qualität von Inszenierungen aus, wo liegen ihre Grenzen? Das sind keine Fragen, die sich an einzelnen Beispielen festmachen lassen, das sind grundsätzliche Fragen. Und das ist das Problem:

    Und Grundsätzliches? Ist da nicht schon alles gesagt?

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Eben. Beim Grundsätzlichen würden wir uns wohl immer nur wieder im Kreise drehen. Also müssten wir es runterbrechen auf bestimmte Inszenierungen, um auch Vor- und Nachteile von RT konkret abhandeln zu können und da hakt es halt.


    :wink: Wolfram

  • Also müssten wir es runterbrechen auf bestimmte Inszenierungen, um auch Vor- und Nachteile von RT konkret abhandeln zu können und da hakt es halt.

    Ich glaube, das wurde hier schon (mehrfach?) vorgeschlagen. Funktioniert halt nicht.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Schade eigentlich. Dabei wäre es ja ziemlich einfach via YT sich eine gemeinsame Inszenierung auszusuchen.


    Meinst es macht Sinn, es einmal wieder anzustoßen?


    :wink: Wolfram

  • Meinst es macht Sinn, es einmal wieder anzustoßen?

    Bin da eher skeptisch.


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Warten wir mal auf Amfortas. Vielleicht hat er eine Idee, wenn er das liest.

    mein Brägen muss Gurnemanz leider beipflichten, weil momentan für Ideen überfordert.. hatte aber m.E. gut bei Germanys Next-Top-Model in Gestalt vom Tannhäuser aus Bayreuth Gergiev/Kratzer) gefunzt .. aber Spaßfaktor dabei durchau potenzierbar, also dass RT-Chose zum lustigem Kampfplatz umschlüge, wie z.B. zuweilen in diesem Thread:

    Aus meiner Sicht wird aus dieser Diskussion sowie der in den Internetforen (inklusive der hier in Capriccio) ein Muster deutlich: eine künstlerische Freiheit, die sich extremer Symbolik und drastischer Mittel bedient, wird für sakrosankt erklärt. Das Bedürfnis von Menschen dagegen, die in die Oper gehen, um Schönheit, Unterhaltung, Erfüllung zu finden, wird als gestrig, spiessig und bürgerlich abgetan........

    Genau darum ist Tendenzen gegenzusteuern, welche die Deutungshoheit von Musiktheater ausschliesslich in die Hände von Schauspielregisseuren legen, die kulturelles Erbe nur als Steinbruch für Blut-, Kotz- und Hakenkreuzorgien sehen, um das Publikum eine Botschaft nahezubringen, welche dem Werk oftmals keineswegs inhärent ist.

    etc..etc..etc..

    wenn man dann denselbigen [Spaß] nicht innerhalb der ganze Chose vergisst

    :jaja1: :jaja1: :jaja1: :jaja1:

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • „Spaß“ macht mir, dass man mich nach Jahren immer noch zitiert. Ihr seid also nicht wirklich weiter.

    Freundliche Grüße


    Wolfsschlucht


    -----------------------------------------------------------
    I can't listen to that much Wagner. I start getting the urge to conquer Poland.
    Woody Allen

  • Mir würde es ja keinen Spaß machen, nach Jahren mit so etwas zitiert zu werden.

    Doch, hier weiter meiner Meinung zu sein während Lefties sich ärgern macht mir Freude.

    Freundliche Grüße


    Wolfsschlucht


    -----------------------------------------------------------
    I can't listen to that much Wagner. I start getting the urge to conquer Poland.
    Woody Allen

  • Doch, hier weiter meiner Meinung zu sein während Lefties sich ärgern macht mir Freude.


    Nur leider (für Dich) ärgert sich hier niemand.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Das Schöne ist ja, dass nach einer RT-Aufführung gewollt niemand glücklich rausgeht. Ihr zahlt also euer Geld, um euch deprimieren zu lassen. Das finde ich großartig!

    Freundliche Grüße


    Wolfsschlucht


    -----------------------------------------------------------
    I can't listen to that much Wagner. I start getting the urge to conquer Poland.
    Woody Allen

  • Das Schöne ist ja, dass nach einer RT-Aufführung gewollt niemand glücklich rausgeht.


    Speak for yourself. Ich bin schon aus sehr vielen Aufführungen, die Du wahrscheinlich dem "RT" zuordnen würdest, sehr beglückt rausgegangen.


    Dieser Drang, persönlich-subjektive Einschätzungen zu allgemeinen Feststellungen zu erheben, könnte ja durchaus belustigend sein, wenn er nicht auch eine gefährliche Komponente hätte.


    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Doch, hier weiter meiner Meinung zu sein während Lefties sich ärgern macht mir Freude.

    Interessant die Gleichsetzung. Keine Ablehnung von RT in Bausch und Bogen, also zwangsläufig politisch links? Toll wie einfach Schubladen funktionieren.


    :wink: Wolfram

  • Speak for yourself. Ich bin schon aus sehr vielen Aufführungen, die Du wahrscheinlich dem "RT" zuordnen würdest, sehr beglückt rausgegangen.


    Dieser Drang, persönlich-subjektive Einschätzungen zu allgemeinen Feststellungen zu erheben, könnte ja durchaus belustigend sein, wenn er nicht auch eine gefährliche Komponente hätte.


    LG :wink:

    Ja, es ist immer schön, sich in seiner eigenen kleinen Welt bestätigen zu lassen statt neue Horizonte zu entdecken.

    Freundliche Grüße


    Wolfsschlucht


    -----------------------------------------------------------
    I can't listen to that much Wagner. I start getting the urge to conquer Poland.
    Woody Allen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!