Anspiel-Tipps für Klassik-Neueinsteiger?

  • Da hat sich in meiner Abwesenheit ja schon wieder einiges getan!
    Die Strawinsky- Stücke habe mich angehört, sowie 'Taras Bulba' und die russischen Ostern. Bleibt aber schwierig! Ich versuche mal, es zu erklären: Strawinskys Werke hören sich für meine Ohren viel intellektueller und 'kontrollierter' an als z. B. die Polowetzer Tänze.
    Borodins Stück klingt 'sehnsuchtsvoll' und nach weitem Land, Strawinsky für mich eher nach intellektueller Reflexion und Unruhe. Auch wenn beide Werke vermutlich irgendwie in russischer Tradition stehen, landen sie so für meine Ohren an ganz unterschiedlichen Punkten. Die Russischen Ostern waren 'okay', aber Rimsky- Korsakoff scheint irgendwie einfach nicht mein Fall zu sein.
    Die Filmmusik von Franz Waxman wiederum haute mir ein bisschen zu sehr auf die Pauke bzw. liess sich zu wenig Zeit. Das 'soll' natürlich vermutlich so sein, weil's ja eben Filmmusik ist, aber so war es letztlich nicht das, was ich gesucht habe.
    In der nächsten Zeit höre ich dann mal in die Liadow- Tipps rein. Scheine insgesamt aber doch eine eher knifflige Frage gestellt zu haben?!

  • Zitat

    Scheine insgesamt aber doch eine eher knifflige Frage gestellt zu haben?!

    Nein, man muß sich halt langsam herantasten an das, was Dir wichtig ist.
    Ich hätte da eine neue Idee:


    Höre Dir doch mal etwas weiteres völlig unbekanntes an:


    Die 2.Sinfonie von dem Ukrainer Levko Revutskiy.


    Ich habe die seltene, äußerst seltene LP und dies hier ist eine Überspielung meiner LP:


    "

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    "


    Falls es Dir gefällt kann Ich Dir den Link zum legalem Download meiner Überspielung schicken.


    Das Klavierkonzert von Revutskiy ist auch nicht von schlechten Eltern.



    :wink:
    Michael

  • Als ich gestern "Fürst Igor" gesehen habe, fiel mir im Polowetzer-Akt dieser Thread ein und ich dachte, ich muss dir unbedingt Strawinskys "Le sacre du printemps" vorschlagen: russisch, bildhaft, rhythmisch. Für mich immer ein Rausch und live eines der Stücke, die mich immer mit Puls nahe 200 aus dem Saal entlassen.

    „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ (F. Rzewski, Komponist, in der FAZ vom 21.4.2012)

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