Vaughan Williams: A London Symphony


  • Und doch ist das Scheitern an den eigenen hohen Maßstäben eine der sympathischsten Eigenschaften des Menschen. ;+)


    Dieser Widerspruch ist mir im Moment des Schreibens tatsächlich nicht aufgegangen. Luft & Ingham eben. Aber wie sagt Rilke: "Anfang glänzt /an allen Bruchstelln unseres Mißlingens..." Insofern bin ich nicht unglücklich darüber, dass bisweilen etwas misslingt, ist dies doch der Anfang, beispielsweise von weiterer Entwicklung.
    Zudem ist der Einwand ja auch nur halbrichtig, denn es gab ja noch einen Nachsatz, nämlich


    Zitat

    Schön, dass Du da noch was neu entdecken kannst!

    Hierin ist ja, wenn man genau hinschaut, die Begründung für meine vielleicht zu enthusiastische Empfehlung enthalten. Die Aussicht auf die Erfahrung, etwas - beispielsweise die Werke eines Komponisten - vollkommen neu zu entdecken, ist in meinen Augen ein guter Grund dafür, selbige zu empfehlen (was ja eine andere Ausgangslage konstituiert als die von mir monierte CD-"Empfehlung" weiter oben). Denn die Entdeckung ist ja nichts anderes als Teil des menschlichen Spiels. Und warum das sinnhaft ist, kann Schiller besser darstellen als ich. All das hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen. Man mag, kann, darf und wird das nach Herzenslust anders sehen können.


    :wink: Agravain

    Einmal editiert, zuletzt von Agravain ()


  • Und nun hast Du mich dazu gebracht, sie zu bestellen.


    :wink: Agravain

  • Begeisternd!
    Ganz weit entfernt von "Es gibt sicher bessere Aufnahmen" .............
    Sehr weit entfernt, denn das, was ich gehört habe, ist mit das beste überhaupt.
    Und ich hätte das gerne auf CD.

    Oh das freut mich, dass ich da ja wohl doch eine sehr gute Aufnahme erwischt habe. Ich konnte das halt gestern nicht beurteilen und hab einfach angenommen, dass man auf Youtube kaum (oder selten) so eine gute Qualität vorfindet. Ich hätt das Ganze auch gerne auf CD, was mich bei spezielle dieser Aufnahme allerdings stören würde, wäre das öfters laut und deutlich vernehmbare Husten einiger Zuschauer grade in den leisen Passagen. Das ist mir noch nie so störend aufgefallen wie hier.


    EDIT: Ich war mal kurz auf der HP des Orchesters. Dort kann man noch ganz viele Videos von diversen Konzerten angucken. "http://www.rtve.es/orquesta-coro/videos/"


  • Previn (09/1986) – Royal Philharmonic Orchestra: 15:23 / 12:07 / 07:35 / 13:38


    André Previn hat die „London Symphony“ zweimal aufgenommen: einmal im Rahmen des RCA-Zyklus mit dem London Symphony Orchestra, einmal mit dem Royal Philharmonic Orchestra bei Teldec. Es ist die zweite Aufnahme, die ich heute kurz vorstellen möchte, weil ich sie in vielerlei Hinsicht ausgesprochen gelungen finde, gelungener tatsächlich als so manch eine prominentere Einspielung. Selbst David Hurwitz lässt sich in seiner Bewertung auf „Classicstoday“ zu einer glatten 10/10 hinreißen. Ich bin geneigt, mich da anzuschließen.


    Gründe dafür gibt es einige. Zum einen ist der Klang der Aufnahme rundum hervorragend. Das ist ein enorm differenziertes Klangbild, sehr präsent, sehr ausgewogen, körpervoll, tief, satt, aber nicht aufdringlich oder knallig. Nach meinem Empfinden ist das ziemlich ideal.


    Zum anderen finde ich Previns Darstellung des Werkes auf seine Weise ausgesprochen ansprechend. Er schließt sich weder Woods quirlig-nervöser Lesart an noch folgt er Barbirollis fest zupackender, bisweilen vehementer und ungestümer. Stattdessen wählt Previn einen insgesamt deutlich epischeren Zugang und lässt sich viel Zeit, um ein großes und in enormer Farbenvielfalt schillerndes Bild dieses Werkes zu entwerfen. Vergleiche ich es mit der bildenden Kunst, so bin ich versucht zu sagen, dass Previns Interpretation klingt wie Turners Gemälde aussehen, Barbirolli hingegen wie Hogarth und Wood wie die Vortizisten. Vielleicht ist es der Umstand, dass Previn u.a. Schüler Mario Castelnuovo-Tedescos war und so von Beginn seiner Karriere an in engem Kontakt zur Filmmusik gestanden hat. Hier wird nicht nur musiziert, hier bekommt das Musizieren – nach meinem Dafürhalten – einen höchst visuellen Zug. Auch Previn - und nicht nur der Ritter aus Österreich - konnte Klangmagie.


    Die Introduktion des ersten Satzes ist ausgesprochen breit, dabei schwebend und in leisestem Piano Pianissimo. Wirklich toll klingen die fast am Rand des Wahrnehmbaren agierenden Bläser. Bei Buchstabe C wird das Tempo leicht angezogen bis das „Allegro risoluto“ erreicht ist. „Entschlossen“ – so soll dies Allegro klingen. Previns Gangart ist vielleicht nicht so zupackend wie diejenige Barbirollis, as zur Folge hat, dass es eher nach Selbstvertrauen als nach Entschlossenheit klingt. Das Tempo ist von hier an ein fließendes und trotz der ständigen Bewegung, die von den an sich ja sehr rhythmusbetonten Motiven und Themen ausgeht, habe ich beim Hören das Gefühl innerer Ruhe. Hinzu kommt, dass Previn auch bei großen Aufschwüngen, bei den fanfarenartigen Blechbläserfortissimi das Knallige vollkommen meidet. Laut: ja. Kraftvoll: ja. Grell: nein.
    Hinzu kommt eine intensive Arbeit am Detail, am Herausziselieren von Dingen, die man oft nicht hört (z.B. bei E: Flötenmotiv und Antwort in den Celli, der Paukenwirbel bei U). Sehr schön gelingt auch der introspektive Teil ab BB mit der kurzen Gegenüberstellung von kleinem Streichorchester und dem vollen Apparat. Bei NN kündigt sich schon die Festlichkeit des Schlusses an, die Blech-Fanfaren bei TT sind ausgesprochen tenuto gespielt, ein musikalischer Doppelpunkt, der die letzten glanzvollen Takte schöner nicht ankündigen könnte. Eine durchweg noble Wiedergabe.


    Der zweite Satz beginnt dann wieder ganz zurückgenommen. Das Motiv des Englischhorns erklingt der ruhig, langsam und nicht nur „misterioso“, sondern auch „lontano“. Die Streicher gesellen sich wie aus dem Nichts dazu. Eine große Ruhe schwebt über dem Satz, die sich noch steigert, wenn vor den Streichertriolen das Horn seinen Ruf ertönen lässt. Vor C kommt es zu einem ganz kurzen Aufbäumen, danach klingen die Streicher ausgesprochen ermattet, sodass die Passage nach D (Poco meno lento), die mit einem Motiv der Solovioline beginnt, einen ausgesprochen abendlichen Ton bekommt. Der sich anschließende Abschnitt, in dem ein klagendes Motiv durch die Holzbläser wandert, lässt Previn mit größtmöglicher Entspannung spielen, sodass sich trotz der Triolen und Zweiunddreißigstel keinerlei Hektik einstellt. Den großen Höhepunkt bei G geht Previn dann auch eher zurückgenommen an und kostet den Schönklang nicht übermäßig aus. Stattdessen setzt er den eigentlichen Akzent auf den harmonisch nicht ungebrochenen Fortissimo-Akkord 2 vor Buchstabe H. Danach leuchtet noch einmal das Hornmotiv vor den Streichertriolen wie eine Erinnerung auf. Schließlich Auflösung.


    Das Scherzo präsentiert Previn weder nervös noch geschäftig. Tatsächlich habe ich hier wie bei kaum einer anderen Aufnahme das Gefühl, dass der Satz nichts Außermusikalisches, also keinen bestimmten Zug Londons widerspiegeln will, sondern das Spiel des Komponisten mit seinem Material repräsentiert. Vaughan Williams gibt den Homo ludens. Herrlich lässt Previn die einzelnen Instrumentengruppen sich die unterschiedlichen Motive zuspielen, sodass all das in meinen Ohren nach Freude an der Musik und ihrem Treiben klingt. Nach nichts mehr und nach nichts weniger. Der Gedanke daran, dass es sich ja um ein „Nocturne“ – wobei der Begriff in der Partitur übrigens in Klammern gesetzt erscheint – handelt, drängt sich erst beim Eintreten des atmosphärischen Bruchs dieses Satzes wieder auf.


    Der letzte Satz beginnt bei Previn nicht ganz so brachial wie bei Barbirolli. Es klingt weniger nach Aufschrei als vielmehr nach Qual. Der Marsch wird ausgesprochen breit genommen, der Marschrhythmus in der Vertikalen nicht zu sehr überbetont. Das ist – nach meinem Empfinden – schon eher am Rand des Marcato, das Vaughan Williams hier notiert. Und doch: was für eine Wirkung! Den Stimmungswechsel ab E (Allegro) gestaltet Previn schlüssig als Überleitung zu F: Allegro fuoco. Der sich anschließende Abschnitt gelingt dann auch feurig, aber nicht ganz so außer Rand und Band wie bei Wood oder Barbirolli. Das Pesante 4 Takte vor O kommt sehr wuchtig daher und der vehemente Ausbruch bei P (Molto meno mosso) greift noch einmal jene Qual auf, die schon ganz zu Beginn des Satzes steht, nur dass diese Qual hier nun in vollem Maße ausbricht. und An Monumentalität steht Previn hier Barbirolli da in nichts nach.
    Der „Epilogue“ hat in dieser Aufnahme einen ausgesprochen unwirklichen Ton, mystisch fast. Previn schlägt wieder ein sehr gemäßigtes Tempo an, die Posaunen und Hörner klingen, als kämen sie nicht von dieser Welt. Ganz außergewöhnlich gelingen die Takte um T herum (Lento. Molto largamente), wo sich bei mir im Streicherunisono das Gefühl einstellt, dass es kein Zeitmaß mehr gibt, ja die gesamte Zeit aufhört und ewiger Klang herrscht. Vor dem Hintergrund dieses Klanges schwingt sich die Solovioline noch einmal auf, es ist wie ein letzter Blick zurück. Und dann: Auflösung.


    :wink: Agravain

  • Vielen Dank für diese Besprechung! So wird die Wunschliste schon wieder länger ... zumal Barbirolli momentan über der preislichen Schmerzgrenze liegt und es andererseits nur wenige Jahre dauern kann, bis die nächste Edition zu diesem Dirigenten erscheint, die die 2. und die 8. enthält. (Bei Wood ist das schon weniger wahrscheinlich.)


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • zumal Barbirolli momentan über der preislichen Schmerzgrenze liegt und es andererseits nur wenige Jahre dauern kann, bis die nächste Edition zu diesem Dirigenten erscheint, die die 2. und die 8. enthält.

    Dann hier noch ein schneller Tipp: die oben gezeigte Barbirolli-Aufnahme findet sich auch als bezahlbares Dutton-Remastering (es handelt sich in beiden Fällen um die ehemaligen Pye-Bänder). Über die Klangqualität der Ausgabe kann ich nichts sagen, vermute aber, dass sie mindestens ebenso gut ist wie die EMI-Ausgabe.



    :wink: Agravain

  • zumal Barbirolli momentan über der preislichen Schmerzgrenze liegt und es andererseits nur wenige Jahre dauern kann, bis die nächste Edition zu diesem Dirigenten erscheint, die die 2. und die 8. enthält.

    Diese Edition ist schon da. Und preislich völlig im Rahmen:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Lieber Agravain, lieber Music Lover,


    vielen Dank für die Tipps! Auf die Experten im Forum ist halt Verlass.


    Viele Grüße
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Solltest Du weiteres Interesse an VW haben, würde ich Dir echt empfehlen, Dir die GE unter Handley oder Sir Adrian Boult zu kaufen. Boult hat ihn 2x aufgenommen, in den 50-ern in mono, und in den 60-er Jahren erneut in Stereo. Die Stereo-Einspielung finde ich auch klanglich sehr ordentlich gelungen, eben EMI.




    Bei beiden Boxen liegst Du mit runden 20 € auf einem geradezu lächerlich geringen Preis, wenn man die Qualität der Boxen kennt.


    VG, Maurice



    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Vielen Dank, lieber Maurice; der Zyklus mit Handley steht schon im Regal; von Boult würde ich eventuell den Mono-Zyklus bevorzugen, der steht sozusagen auf der verlängerten Wunschliste.


    Aber lass uns die GAn am richtigen Ort diskutieren.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe


  • (AD: 03/2011, Kodak Hall, Eastman Theatre, Rochester, New York)


    Rochester Philharmonic Orchestra, Dirigent: Christopher Seaman: 13:28 / 09:22 / 08:03 / 11:48


    Christopher Seaman legt mit dieser Aufnahme eine Interpretation der 2. Sinfonie von Vaughan Williams vor, die eher die quierligen, turbulenten Momente des Großstadtlebens im ersten Satz betont. Zwar hat Seaman auch Sinn für die lyrisch-melancholischen Passagen und die hervorragenden Instrumentalsoli unterstreichen dies aber ich wünschte mir an der ein oder anderen Stelle, dass Seaman solche Stellen mehr aussingen/ausschwingen lassen könnte.


    Der langsame Satz ist mir insgesamt zu schnell im Tempo. Da bevorzuge ich mehr den epischen Charakter, wie er in Previns Telarc-Aufnahme für mich mustergültig getroffen ist. Wobei Seaman dennoch in Relation zu seinem schnelleren Tempo auch sehr gute Spannungsbögen gelingen aber irgendwie hätte da noch etwas mehr drin sein können.


    Hervorragend dann das Scherzo, das spritzig und virtuos musiziert wird aber niemals hektisch mit einem sehr tänzerischen Mittelteil. Erst in dem verklärenden Ausklang des Scherzos stellt sich die nächtliche Stimmung ein aber man merkt hier auch bereits die bedrohlichen Untertöne, die dann im Epilog des Finales wieder aufgegriffen werden.


    Das Finale gestaltet Seaman sehr dramatisch und auch packend. Der unheilschwangere Marsch steigert sich hier unaufhörlich bis die Musik in einem infernalischen Aufschrei in sich zusammenbricht. Im Epilog trifft Seaman dann für mich die melancholische Stimmung dann ziemlich gut, wobei Previn (Telarc) hier noch etwas "mystisch-geheimnisvoller" ist, wie das Agravain treffend beschrieben hat.


    Im Jahr 1957 verwies Vaughan Williams auf den Schluss von H. G. Wells Roman "Tono-Bungay" (1909) und sagte, dass er sich bei der Komposition des Epilog davon inspirieren ließ. In dem Roman segelt ein Mann in wehmütiger Stimmung die Themse hinunter Richtung Atlantik: "Licht auf Licht lasse ich hinter mir", sinniert er. "England und das Königreich, Britannien und das Empire, alles, dessen wir uns rühmten, für das wir lebten, gleitet vorüber, bleibt zurück, verschwindet hinter dem Horizont, vorbei - vorbei. Der Fluss vorbei - London vorbei, England vorbei..."


    Insgesamt ist dies eine Aufnahme auf absolut hohem Niveau, denn das Orchester spielt hervorragend und die Klangqualität ist auch ziemlich gut, wobei der Klang recht trocken aber sehr direkt ist. Wenn sich Christopher Seaman bei den lyrisch-melancholischen Stellen, insbesondere im ersten und zweiten Satz etwas mehr Zeit lassen und die Höhepunkte mehr auskosten würde, wäre ich fast wunschlos glücklich aber so bleibt bei diesem Werk für mich Previns Telarc-Aufnahme das Mass aller Dinge.



    Armin


    (Quelle: CD-Booklet dieser Aufnahme von Don Anderson)


    P.S.:
    1. Die "Serenade to Music" (12:33) auf dieser CD wird hervorragend interpretiert in der Originalbesetzung mit Solostimmen und Orchester. Die SängerInnen sind bestens aufeinander abgestimmt.
    2. Das CD-Cover zeigt das Gemälde "Reflections on the Thames, Westminster" (1880) von John Atkinson Grimshaw (1836 - 1893), Leeds Museums & Galleries (City Art Gallery) U.K., The Bridgeman Art Library

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Dann hier noch ein schneller Tipp: die oben gezeigte Barbirolli-Aufnahme findet sich auch als bezahlbares Dutton-Remastering (es handelt sich in beiden Fällen um die ehemaligen Pye-Bänder). Über die Klangqualität der Ausgabe kann ich nichts sagen, vermute aber, dass sie mindestens ebenso gut ist wie die EMI-Ausgabe.

    Da wurden nun wohl die letzten Restbestände gekauft.
    Es gibt noch zwei Angebote für 176,- und 220,- ......


    Zum Glück habe ich die Pye- Ausgabe bereits.
    Die spätere EMI-Aufnahme aus den 60er Jahren ( es gibt noch eine zweite Aufnahme von Barbirolli )gefällt mir zwar auch , aber ich bevorzuge die Pye aus den 50ern.
    Die ist in sehr gutem Stereo, da fehlt einem auch heute nichts.


    Die Dutton- Ausgaben sind mir übrigens oft zu agressiv bearbeitet.
    Natürlich ist ein Denoiser eine interessante Sache, aber zu agressiv eingesetzt zerstört er eher ein vorher harmonisches Klangbild.
    Bei Dutton bin ich immer sehr vorsichtig..........


    Ich habe eine seltene Ausgabe von Pye selber, als diese in den 80er Jahren CD-Ausgaben Ihrer Bänder unter dem Namen NIXA auf den Markt brachten.
    Das waren Überspielungen der Orginalbänder ohne großen Schnickschnack , und zum Glück habe ich damals einige dieser CDs gekauft, die ganzen Aufnahmen von Barbirolli mit britischer Musik.
    Die klingen alle fabelhaft und sind auch interpretatorisch für mich bis heute nicht überboten.


    Man bekommt die sogar noch:
    Das Bild klappt nicht. Der Amazon ASIN ist B0000260DD.
    Und dort ist die sogar preisgünstig zu haben.



    Und das hier ist die spätere zweite Aufnahme von EMI, welche nicht identisch mit der Pye- Aufnahme ist :



    Ich habe mir nochmal meine EMI-LP Ausgabe angeschaut:
    Produzent Victor Olof, Tonmeister Peter Brown, Aufnahmejahr 1963.

  • Lieber Armin,


    vielen Dank für Deine Ausführungen zu dieser Aufnahme! Ich hatte kürzlich gesehen, dass Du sie in "Eben gehört" gepostet hattest und habe mir seitdem ein paar Worte zu ihr gewünscht. Ich bin noch unschlüssig, ob ich sie mir anschaffe - wenn ja, dann vielleicht primär wegen der "Serenade to Music". Die Symphonie würde ich dennoch gerne einmal hören, obwohl ihr Deinen Ausführungen nach doch ein recht wesentlicher Aspekt zu fehlen oder nicht so recht berücksichtig worden zu scheint, nämlich das "lyrisch-melancholische" Element (besonders im zweiten Satz). Ob ich mich damit anfreunden könnte? Ich sehe schon: Ich werde ums Einkaufen wohl nicht herumkommen...



    (AD: 03/2011, Kodak Hall, Eastman Theatre, Rochester, New York)


    Rochester Philharmonic Orchestra, Dirigent: Christopher Seaman: 13:28 / 09:22 / 08:03 / 11:48


    :wink: Agravain

  • Lieber Michael,


    vielen Dank für Deine Hinweise. Auch zu Dutton-Bearbeitungen. Ich muss gestehen, ich höre dergleichen kaum. Aber für diejenigen, die es tun, ist das sicher ein wichtiger Hinweis!


    Da wurden nun wohl die letzten Restbestände gekauft. Es gibt noch zwei Angebote für 176,- und 220,- ......

    Ich doof. In dem freudigen Furor auf eine kostengünstige Ausgabe der Pye-Bänder verweisen zu können, habe ich wohl den angegebenen Neupreis gesehen, den Hinweis "Derzeit nicht auf Lager" dann jedoch nicht mehr... :wacko: Dass die Gebrauchtpreise dann nun nicht eben spottbillig waren, hat mich unter den Umständen gar icht gejuckt. Wie gut, dass music lover auf die Ausgabe der Barbirolli Society hingewiesen hat.


    :wink: Agravain


  • Hickox (12/2000) – 15:03 / 16:14 / 11:04 / 18:51


    Richard Hickox’ Aufnahme der „London Symphony“ möchte ich hier in jedem Fall erwähnen, und zwar in erster Linie nicht, weil sie herausragend musiziert ist (man möge mich bitte nicht falsch verstehen: sie ist gut musiziert, daran besteht kein Zweifel), sondern weil sie als einzige die 1913er Originalfassung des Werkes vorstellt, was bis auf Weiteres wohl auch so bleiben wird. Ursula Vaughan Williams hat ausschließlich dieser Produktion ihren Segen erteilt, sodass man hier endlich auf die rekonstruierte Partitur von 1914 zurückgreifen und das Werk in seiner ursprünglichen Gestalt einspielen konnte.


    Rekonstruierte Partitur? Nach einem Jahr? Was sich eigenartig anhören mag, hat einfache Gründe. Vaughan Williams hatte das Manuskript der Partitur nach der Uraufführung nach Deutschland zu Fritz Busch geschickt, von wo sie nach Ausbruch des ersten Weltkrieges nicht zurückkam. Vaughan Williams, George Butterworth, Geoffrey Toye und E.J.Dent rekonstruierten darum die Partitur anhand der vorliegenden Einzelstimmen.


    Vaughan Williams war von Anfang an nicht so recht zufrieden mit dem Werk. Er selbst und auch Teile der Kritik fanden das Werk so wie es war zu lang (vgl. Kennedy, Michael: The Works of Ralph Vaughan Williams. 1964, S. 107). Der britische Musikwissenschaftler und Kritiker A.H. Fox Strangways erinnert sich, das RVW bereits direkt nach der Uraufführung seine Freunde gefragt hat, was er aus der Symphonie streichen solle (vgl. Kennedy 1964, ebd.). So kommt es, dass Vaughan Williams die Symphonie insgesamt dreimal überarbeitete: einmal 1918 (für eine Aufführung unter Adrian Boults Leitung), dann erneut 1920 (für eine Aufführung unter Albert Coates) – diese Version wurde dann auch als Partitur veröffentlicht - und schließlich 1933. Diese Version erschien dann 1936 als endgültige „Revised Edition“, die die Grundlage fast aller erhältlichen Aufnahmen darstellt.


    Die Unterschiede sind streckenweise erheblich. Der erste Satz blieb (bis auf einen Takt) in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten. Der langsame Satz ist um 52 Takte länger, dem Scherzo fehlen ein H-Dur Zwischenspiel und ein zweites Trio. Im Finale schließlich strich Vaughan Williams 114 Takte. Alles in allem fallen in der endgültigen 1936er Version fast 20 Minuten weg.


    Zur Aufnahme.


    Der Beginn des ersten Satzes klingt bei Hickox sehr dunkel und ausgesprochen wehmütig. Ich habe Schwierigkeiten hier die aus den Nebeln der Themse heraus erwachende Weltstadt zu hören. Tatsächlich klingt dieser Anfang wie ein Ende, nicht wie ein Aufbruch, sondern wie ein Blick zurück. Hickox und das London Symphony Orchestra steigen hernach ausgesprochen wuchtig in das Allegro ein, wobei ich bei der Wiedergabe dieses Satzes häufig einen Hang zum Knallig-Oberflächlichen wahrnehme, der sich auch in der mir bekannten älteren Aufnahme der „Sea Symphony“ unter Hickox’ Dirigat findet. Wenn’s knallt, dann knallt es, wenn es rasant sein soll, dann soll es rasant sein – im Falle eines Falles auch gegen die Hinweise des Komponisten (hier beispielsweise bei Buchstabe O: largamente?). Dann aber wieder höchst überzeugende Momente, beispielsweise die kontemplativ verschattete Passage bei BB. Schade, dass der Stelle um DD herum (Wechselgesang der Holzbläser) etwas die Poesie fehlt. Schön aggressiv mischen sich die Streicher die Reprise ankündigend 5 nach Buchstabe FF herein. Sofort ist Hochdruck da, manchmal hat man den Eindruck Hickox könne sich nicht beherrschen und müsse sofort vom ersten in den sechsten Gang schalten. Und so galoppiert der Satz seinem glanzvollen Ende zu.


    Den zweite Satz, das herrliche Lento, nimmt Hickox einigermaßen langsam. In der Originalversion schließt sich nun an das vom Englischhorn vorgetragene Motiv eine Wiederholung desselben in anderer Besetzung an. Insgesamt wirkt der Beginn von Anfang an deutlich zwielichtiger und düsterer als in der späteren Fassung. Sehr wehmütig erklingt dann auch der Hornruf vor den Streichertriolen. Der sich anschließende Ruf der Trompete weist in dieser Aufnahme schon deutlich auf das „Bugel“-Motiv im zweiten Satz der „Pastoral Symphony“ hin. Die Solovioline spielt mir bei Buchstabe D (der 1936er Partitur) mit einem Tuck zuviel Portamento. Doch nun schließt sich ein ganz entzückender „elisabethanisch“ klingender Abschnitt an, vielleicht ein Bezug auf den britischen Autosterotypen vom „Merrie Olde England“, der nicht selten im goldenen Zeitalter Elizabeth I. verortet wurde. Doch verschwindet diese Reminiszenz, der Höhepunkt bei F (1936) wird hier in vollem Fortissimo ausgespielt, wohingegen dessen Wiederholung bei G (1936) hier nun deutlich dissonant gebrochen wird. Es schließt sich eine lastende Passage an, die – Hickox macht das wirklich höchst eindrucksvoll – immer wieder von kurz aufleuchtenden Momenten im Forte unterbrochen wird. Doch das, was wie ein wiederholter Versuch wirkt, die bedrückte Stimmung herumzureißen und ins Licht zu ziehen: es gelingt nicht. Der Satz endet mit der in sich zusammenfallenden Passage, die in der 1936er Partitur bei L beginnt.


    Das Scherzo steht bei Hickox – ähnlich wie vieles im Kopfsatz – unter Hochdruck. Was für ein Bewegungsdrang hat diese Musik doch. Kurz vor jenem Anschnitt, der sich wie eine Ragtime-Parodie anhört, gibt es plötzlich einen kurzen Abschnitt vollkommener Kakophonie – vielleicht ist das jener Moment, den Vaughan Williams meinte, als er Bernard Hermann erzählte, der dritte Satz enthalte „furchtbare moderne Musik – schreckliches Zeug.“ (Booklet zur Chandos-Aufnahme, S. 17). Dann plötzlich befindet sich der Hörer in jenem zweiten Trio, von dem in der 1936er Partitur nicht einmal ein Hauch übergeblieben ist. Ich frage mich: Warum hat Vaughan Wlliams diesen Abschnitt bloß gestrichen? Das ist wie Sphärenmusik und könnte genauso gut aus den „Planets“ des engen RVW-Freundes Holst stammen. Vielleicht weist das aber auch eher auf Cyril Scott hin? Das klingt schon sehr nach dem, was dieser im „Neptune“ an dunkel-geheimnisvoller, lockender, erotischer und dabei ganz und gar unwirklicher Stimmung herbeizaubern kann. Hickox ist hier voll in seinem Element und ich kann nicht umhin zu sagen, dass diese Passage meines Erachtens der Höhepunkt der gesamten Aufnahme ist. Allein wegen dieser Takte hat sich das ganze Projekt aus meiner Perspektive schon gelohnt.


    Das Finale beginnt wie bekannt. Hickox lässt das Orchester leidend aufschreien, den Marsch nimmt er nobel, wenig „pesante“, dafür aber angenehm fließend. Wild geht es – man ist es von Hickox nun auch nicht anders gewohnt – ins leidenschaftliche „Con fuoco“, wobei dieser Abschnitt recht bald von einer in der 1936er Partitur nicht enthaltenen ausgesprochen schmerzerfüllten Passage unterbrochen wird. Bald geht es wie bekannt weiter bis zum Streicherunisono bei Buchstabe L (1936), das für meinen Geschmack ein bisschen mehr Gewicht hätte haben können. Dann jedoch schließt sich ein später gestrichener Andantino-Teil an, der von einer ungeheuren Trauer erfüllt ist. Ich habe als Hörer den Eindruck, mit RVW einen Blick auf eine höchst trostlose Szene zu werfen, auf ein Bild von Leid und Elend, Vernichtung und Sinnlosigkeit. Ist dies (nur) ein Blick auf das London Blakes? Auch hier frage ich mich, ob dieser Abschnitt hätte gestrichen werden müssen, zumal er mir strukturell sinnvoll erscheint. Denn aus diesem jammervollen Moment geht dann – Hickox’ macht das ausgesprochen nachvollziehbar deutlich – der enorm qualvolle, ja kataklysmische Abschnitt zwischen den Buchstaben O und Q hervor. Der Epilogue nun schließt sich ungewohnt unheimlich an, er wirkt in dieser Fassung wie eine Schwester des gestrichenen Trios im Scherzo. Dann jedoch geht er in eine längere versöhnlich-verklärende Phase über, die ebenfalls dem Rotstift RVWs zum Opfer gefallen ist. Schließlich – nach einer wesentlich schmerzhafteren Reise als in der 1936er Fassung - löst sich das Werk auf in eine Welt jenseits von Zeit und Raum.


    Ich finde: Wer sich für Vaughan Williams interessiert, sollte das gehört haben.


    :wink: Agravain

  • Man sollte das gehört haben.

    Dem stimme ich zu, das ist äußerst interessant!
    Agravain hat ansonsten exemplarisch alles, aber wirklich alles.... :faint: genauest beschrieben.


    Diese Aufnahme habe ich damals genau so empfunden, und Hickox war schon ein genialer Typ.
    Er gehörte zu der Sorte Dirigent, welche noch mit der orginalverpackten Partitur zur Aufnahme erschien, diese dann aufmachte und loslegte.


    Neeme Järvi oder auch Roschdestwensky sind ebenfalls solche Dirigentenpersönlichkeiten.



    Und da passiert dann oft außerordentliches und eben auch manchmal nicht so außerordentliches.

    Zitat

    Sofort ist Hochdruck da, manchmal hat man den Eindruck Hickox könne sich nicht beherrschen und müsse sofort vom ersten in den sechsten Gang schalten. Und so galoppiert der Satz seinem glanzvollen Ende zu.

    Da das alles sehr spontan ist, passiert genau dieses.
    Das muß kein Fehler sein, aber es ist auch die Kehrseite .
    Mein Gott, was hat Hickox alles dirigiert, auf mehreren Kontinenten fast gleichzeitig.


    Dieser Mensch hat sich selber ausgebrannt und ist dann einfach tot umgefallen.

    Zitat

    Ich frage mich: Warum hat Vaughan Wlliams diesen Abschnitt bloß gestrichen? Das ist wie Sphärenmusik und könnte genauso gut aus den „Planets“ des engen RVW-Freundes Holst stammen. Vielleicht weist das aber auch eher auf Cyril Scott hin? Das klingt schon sehr nach dem, was dieser im „Neptune“ an dunkel-geheimnisvoller, lockender, erotischer und dabei ganz und gar unwirklicher Stimmung herbeizaubern kann. Hickox ist hier voll in seinem Element und ich kann nicht umhin zu sagen, dass diese Passage meines Erachtens der Höhepunkt der gesamten Aufnahme ist. Allein wegen dieser Takte hat sich das ganze Projekt aus meiner Perspektive schon gelohnt.

    Stimmt, das ist das beste Argument.

  • Ich kann mich Agravain und Michael nur anschließen: Diese Aufnahme der Originalversion von "A London Symphony" gehört in jede Sammlung mit den Sinfonien und Orchesterwerken von Vaughan Williams.


    Dieses Musizieren unter Hochdruck wie es Agravain hier beschrieben hat ("direktes Hochschalten vom 1. in den 6. Gang") liegt bei dieser Aufnahme vielleicht auch daran, dass es Hickox so spannend fand, diese Originalfassung zum ersten Mal einzuspielen und dass da auch jede Menge Enthusiasmus dabei war.


    Mein Faible für britische Komponisten habe ich zu einem großen Teil den Aufnahmen von Richard Hickox zu verdanken.



    Armin

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Mein Faible für britische Komponisten habe ich zu einem großen Teil den Aufnahmen von Richard Hickox zu verdanken.

    dito. Durch Richard Hickox habe ich einen meiner Lieblingskomponisten - Gerald Finzi - entdeckt. Und ich bleibe nach wie vor bei folgender Meinung: Die beste Händel-Aufnahme, die ich überhaupt kenne (nämlich der "Messias" mit dem Collegium Musicum 90 auf Chandos), ist ebenfalls von Hickox.


    Danke Dir, lieber Agravain, für den Tipp mit der "London Symphony" in der Hickox-Aufnahme der Originalfassung. Wurde soeben bestellt! :prost:


    Da Agravain auf die SACD-Edition verlinkt hat, erlaube ich mir, ergänzend auf die - etwas preisgünstigere - "normale" CD-Ausgabe zu verlinken:

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

  • Danke Dir, lieber Agravain, für den Tipp mit der "London Symphony" in der Hickox-Aufnahme der Originalfassung. Wurde soeben bestellt! :prost:

    Das freut mich sehr! Ich denke, Du wirst Deine Freude daran haben.


    Da Agravain auf die SACD-Edition verlinkt hat, erlaube ich mir, ergänzend auf die - etwas preisgünstigere - "normale" CD-Ausgabe zu verlinken

    Tatsächlich wird hier umgekehrt ein Schuh daraus - warum auch immer. Es ist die SACD, die - zumindestens beim Urwaldfluss günstiger ist...


    :wink: Agravain

  • Tatsächlich wird hier umgekehrt ein Schuh daraus - warum auch immer. Es ist die SACD, die - zumindestens beim Urwaldfluss günstiger ist...

    Ich bezog mich auf die Marketplace-Angebote, die bei der CD etwas niedriger liegen. Wobei ich das niedrigste schon selbst abgegriffen habe :D

    «Musik ist die größte Inspiration. Wenn du traurig bist, denk' an all die Musik, die du noch nicht gehört hast.»
    (Jim Jarmusch)

    Das Problem ist nur: In unserer Klassikkultur hört man fast ausschließlich Musik, die man schon zigmal zuvor gehört hat. Es sind vielleicht gerade mal 2 % der komponierten Musik, die wieder und wieder gespielt werden, aber 98 % bleiben unaufgeführt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!