WDR3-Moderatorin nach Kritik entlassen

  • Mir geht es ja beileibe nicht um eine Bruckner-Symphonie nach der anderen oder um Features von drei Stunden Dauer. Aber statt drei Stunden "Magazin" Tag für Tag würde ich schon mal gerne die eine oder andere Sendung mit einem konkreten thematischen Schwerpunkt hören.


    Vor grauer Vorzeit gab es auf WDR 3 mal exzellente Komponistenporträts wie z.b. das über Hans Pfitzner aus Tilo Medeks Feder. So etwas vermisse ich im aktuellen Programmablauf sehr.


    Viele Grüße


    Bernd

  • Mir geht es ja beileibe nicht um eine Bruckner-Symphonie nach der anderen oder um Features von drei Stunden Dauer. Aber statt drei Stunden "Magazin" Tag für Tag würde ich schon mal gerne die eine oder andere Sendung mit einem konkreten thematischen Schwerpunkt hören.

    Genau. Deshalb bin ich auch von der Neugestaltung des Programms von BR-Klassik nicht sonderlich begeistert.
    Es herrscht zuviel Beliebigkeit in der Auswahl der Stücke. Ich wünschte mir einen roten Faden durch die Sendung, der auch vom Moderator beleuchtet wird. Dies hätte den Vorteil, daß man eine "Sendung" bekommt und nicht zufällig aneinandergereihten Stücken zuhört (mit der aufschlußreichen Moderation: "jetzt steht auf dem Programm") und trotzdem nicht hoffnungslos verloren ist, wenn man mitten in der Sendung einsteigt.


    Wenn ich ein Konzert besuche, steht im Programm etwas über den Zusammenhang der Stücke. Wenn ich am Radio nacheinander eine Mozart-Symphonie, ein Streichquartett von Brahms, drei Chorstücke von Praetorius und eine Sonate von Skrjabin hören soll, möchte ich auch einen Zusammenhang vermittelt bekommen.

    Alles, wie immer, IMHO.


  • Wobei es derlei Sendungen ja weiterhin gibt, wenn auch zu bestimmten Zeiten. Meinetwegen BR Klassik, da hat es Sonntag vormittag bei mir als feste Termine die Symphonische Matinee und das Musikrätsel, "Interpretationen im Vergleich" gibt es auch regelmäßig, ebenso den Operettenboulevard. Aber das sind nun Sachen, die ich nicht gut hören könnte, wenn ich daneben noch diverses zu katalogisieren habe und mich vor allem darauf konzentrieren muß...

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Zitat

    Genau. Deshalb bin ich auch von der Neugestaltung des Programms von BR-Klassik nicht sonderlich begeistert.
    Es herrscht zuviel Beliebigkeit in der Auswahl der Stücke. Ich wünschte mir einen roten Faden durch die Sendung, der auch vom Moderator beleuchtet wird. Dies hätte den Vorteil, daß man eine "Sendung" bekommt und nicht zufällig aneinandergereihten Stücken zuhört (mit der aufschlußreichen Moderation: "jetzt steht auf dem Programm") und trotzdem nicht hoffnungslos verloren ist, wenn man mitten in der Sendung einsteigt.


    Das war früher, vor dreißig, vierzig Jahren allerdings auch nicht anders, auch nicht besser bei BR 4. Im Gegenteil, es gab meiner Erinnerung nach sogar noch mehr Formate über ein oder zwei Stunden, darunter natürlich auch die Nachtprogramme der ARD, die auf sehr beliebige Weise Werke nach bloßer Ansage von Komponist, Titel, Ausführenden und eventuell Satzbezeichnungen aneinanderreihten, und der rote Faden bildete die Ausnahme. Es gibt mittlerweile eher mehr Informationen zu den Werken und es gibt mehr Sendungen als früher, die jenen roten Faden erkennen lassen (Komponistenportraits, Interpretenportraits, auf ein bestimmtes Instrument oder ein Sachthema Zugeschnittenes.)


    Natürlich hat die Häppchenkultur und hat der an Außenwirkung und Kommunikativität ( :P ) orientierte Kommentar, vulgo Gewäsch, ebenso zugenommen. Das ist der Zug der Zeit. Ganz aktuell erkenne ich diesbezüglich sogar wieder eine Besserung; die Sendungen, in denen (unabhängig von Konzertübertragungen live oder von der Konserve) komplette Werke gespielt werden, scheint wieder zuzunehmen. Schade von daher, dass man BR Klassik nicht mehr auf UKW senden will - es wäre erneut ein schlechter Schritt nach vorne - selbst wenn es mir persönlich nichts ausmacht, denn so viel Auto fahren muss ich nicht.


    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • off topic - die nächste ...

    Zitat

    Wobei es derlei Sendungen ja weiterhin gibt, wenn auch zu bestimmten Zeiten. Meinetwegen BR Klassik, da hat es Sonntag vormittag bei mir als feste Termine die Symphonische Matinee und das Musikrätsel, "Interpretationen im Vergleich" gibt es auch regelmäßig, ebenso den Operettenboulevard. Aber das sind nun Sachen, die ich nicht gut hören könnte, wenn ich daneben noch diverses zu katalogisieren habe und mich vor allem darauf konzentrieren muß...


    Nun, daran soll es nicht scheitern, ein wenig weniger Aufmerksamkeit hat das "Katalogisieren" für mich immer verdient. :P


    Die "Interpretationsvergleichs"-Sendungen sind für mich ein echter Genuss - da fahr ich auch mal zügiger nach Hause, um sie nicht zu verpassen - auf BR 4, auf SR 2, auf DKultur. Könnt Ihr noch einen Sender empfehlen (- der bei mir eingespeist ist - aber woher sollt Ihr das wissen? :hide:)?


    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Zitat

    Wobei es derlei Sendungen ja weiterhin gibt, wenn auch zu bestimmten Zeiten. Meinetwegen BR Klassik, da hat es Sonntag vormittag bei mir als feste Termine die Symphonische Matinee und das Musikrätsel


    BR Klassik kann ich mit meinem konventionellen Radio leider nicht empfangen. Ich bin auf WDR 3 angewiesen - und damit ziemlich unglücklich!


    Bei Gelegenheit frage ich mal in einem passenden Thread, wie ich technisch am besten aufrüsten sollte, damit ich auch andere deutsche Klassiksender hören kann. In meiner Werkstatt gibt nämlich es leider keinen Internetanschluss, und eine kabellose Internetverbindung kommt für mich erst einmal nicht in Frage.


    Viele Grüße


    Bernd


  • Online wäre das ja kein Problem, die haben einen Livestream
    "http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html"
    Aber ohne Internetanschluss hilft da wohl nur ein DAB+-Radio.

    Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)

  • Nun, daran soll es nicht scheitern, ein wenig weniger Aufmerksamkeit hat das "Katalogisieren" für mich immer verdient. :P


    Die "Interpretationsvergleichs"-Sendungen sind für mich ein echter Genuss - da fahr ich auch mal zügiger nach Hause, um sie nicht zu verpassen - auf BR 4, auf SR 2, auf DKultur. Könnt Ihr noch einen Sender empfehlen (- der bei mir eingespeist ist - aber woher sollt Ihr das wissen? :hide:)?


    :wink: Wolfgang





    Süden der Republik heißt ja vielleicht auch Grenzgebiet zur Schweiz?


    http://www.srf.ch/sendungen/diskothek


    Ansonsten natürlich über I-Net zu empfangen. Podcasts allerdings nur aus der Schweiz nachhörbar. Mit etwas Aufwand auch anders :yes: .


    Siehe auch hier:


    http://www.capriccio-kulturfor…-diskutablen-vorstellung/

  • BR Klassik kann ich mit meinem konventionellen Radio leider nicht empfangen.


    Man kann's auch mit dem Satelliten-Empfänger (den für's TV) in das Haus holen. Voraussetzung ist halt der SAT-Anschluß...


    Ansonsten zum Thema "Schwerpunkt":


    Das bislang erfolgreichste Klassikformat aller Zeiten war "Adventures in Good Music" von Karl Haas.
    ("http://en.wikipedia.org/wiki/Adventures_in_Good_Music")


    Das ist fast 50 Jahre lang - von 1959 bis 2007 - täglich gelaufen, eine Stunde lang, auf bis zu über 400 Radiostationen in den USA. Auch in Canada, Mexiko, Australien und Panama wurde es gesendet und AFN (American Forces Network) hat es weltweit ausgestrahlt. Jeden Tag gab es ein Schwerpunktthema, das in Theorie und Geschichte mit vielen Musikbeispielen fachkundigst präsentiert wurde. (Haas war Pianist, Dirigent und promovierter MuWi und hatte bei Arthur Schnabel in Mannheim studiert). Das war didaktisch einfach brilliant aufbereitet, eigentlich ein Musterbeispiel für Bildungsfunk. Daß in USA die meisten Radiostationen privat sind, sei da nur nebenbei bemerkt, und die Adventures waren alles andere als Dudelfunk. Haas hat sie bis 2005 selbst produziert - da war er 89.


    Aus seinem Nachruf in der Los Angeles Times:


    Zitat

    Haas, always instructive but never condescending, attracted a wide range of listeners. He liked to tell his concert and lecture audiences about specific fans, such as a farmer who said he listened faithfully while driving his tractor.


    Adept at hooking audiences, Haas coined clever themes for his programs -- "Haydn, Go Seek" about lesser-known works of the composer; "Working Up a Lather" about operas featuring barbers; and "Nonintoxicating Fifths" about various composers' fifth symphonies.


    He could also explain musical technicalities to listeners with no formal musical training. "If I'm talking about sonata form I may say it is like coming into a party," he once explained for the Chicago Tribune. "You get acquainted with the people, then you have your main conversation, then someone says something that is slightly off-key, and so on."


    Also: Schwerpunkt, ansprechend, verständlich, niveauvoll und wirtschaftlich erfolgreich sind keine gegenseitigen Ausschlußkriterien...


    Bei AFN auf Mittelwelle habe ich die Adventures seinerzeit als Schüler regelmäßig gehört, das kam zu einer für mich höchst günstigen Uhrzeit, direkt wenn ich aus der Schule heimkam. Später haben sie es dann leider auf 11 Uhr vormittags gelegt, da konnte ich es nur noch in den Ferien hören. Ansonsten hatte AFN überwiegend Rock, Soul und C&W im Programm, das war dort die einzige Klassiksendung.


    So etwas würde ich mir eigentlich wieder wünschen.

    viele Grüße


    Bustopher



    Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
    Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)

  • Zitat

    Jeden Tag gab es ein Schwerpunktthema, das in Theorie und Geschichte mit vielen Musikbeispielen fachkundigst präsentiert wurde.


    Das wäre eine richtig tolle Sache! Aber von so etwas kann man beim WDR inzwischen noch nicht einmal träumen - stattdessen gibt es halt vormittags diesen beliebig zusammengewürfelten Mischmasch aus ganzen Werken, Werkchen und Einzelsätzen mit größtenteils überflüssigem Moderatorengeplauder dazwischen, und nachmittags fast drei Stunden Magazin mit "aktuellen" Themen, die mich zu 80% nicht die Bohne interessieren (dass in der "Tonart" auch schon mal über mich und meine Arbeit berichtet wurde, macht die Angelegenheit nicht wirklich besser :D ). Wenn man eines dieser beiden Formate um eine Stunde kürzen würde....


    Zitat

    Also: Schwerpunkt, ansprechend, verständlich, niveauvoll und wirtschaftlich erfolgreich sind keine gegenseitigen Ausschlußkriterien...


    Das sehe ich ganz genauso.


    Viele Grüße


    Bernd

  • Danke, Yukon, für den Tipp! Ich suche noch einmal gezielter die 220 (leider oft leeren) Programmplätze durch, obwohl ich fürchte, dass es nicht dabei ist. Aber da gibt es ja auch laufende Änderungen. (Der Süden ist übrigens nicht gar so südlich. Es ist Franken.)


    :wink: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Es geht um Kultur - das ist keine freie Wirtschaft. Insofern ist dein ganzes Statement für die Tonne.


    Ihr wollt es nicht begreifen. Das "System" sieht sehr wohl die Möglichkeit der Kritik vor. Man kritisiert als Wähler, als Zuschauer, als Geldgeber. Oder noch besser: Man strebt eine entsprechende Position an und kritisert nicht, sondern macht.


    Wenn ich z.B. mit der Arbeit meines Chefs nicht zufrieden bin, dann mache ich ihn nicht öffentlich runter. Sondern ich werde selber Chef. Entweder im selben Unternehmen oder in einem anderen. Das hat nichts mit Wirtschaft vs. Kultur zu tun. Wenn ich in einem Orchester spiele, aber der Dirigent passt mir nicht, nehme ich entweder die internen Einflussmöglichkeiten wahr, oder ich strebe eine Position an, auf der ich mehr Einfluss habe.


    Tatsächlich sind die Leute aber zu bequem zu solcher Konsequenz (ich selbst nehme mich da gar nicht aus). Es ist übrigens leichter als man denkt, "Chef" zu werden. Leute, die Verantwortung übernehmen, werden händeringend gesucht. Leider sind solche Stellen mit viel Arbeit und mit viel Ärger verbunden. Alle wollen plötzlich was von einem, und zusätzlich zu "unfähigen" Vorgesetzten hat man dann noch besserwisserische Mitarbeiter. Und leider muss man auch irgendwo das Geld auftreiben, das man auszugeben gedenkt. Auch hier unterscheiden sich Wirtschaft und Kulturbetrieb nicht.


    In meiner Abteilung wird natürlich auch "am falschen Ende gespart". Soll ich jetzt einen Artikel in der ZEIT zu dem Thema schreiben? Immerhin geht es um das Überleben der deutschen Wirtschaft!!!



    Thomas

  • Wenn ich in einem Orchester spiele, aber der Dirigent passt mir nicht, nehme ich entweder die internen Einflussmöglichkeiten wahr, oder ich strebe eine Position an, auf der ich mehr Einfluss habe.


    Das war Harnoncourts wesentliche Motivation, parallel zu seiner gesicherten Stelle bei den Wiener Sinfonikern Quellenstudien zu betreiben und Musik in eigener, quellengestützter Interpretation zu machen: Ihm passten die Interpretationen nicht, bei denen er mitmachen musste, Namentlich erwähnte er - keine Dirigenten, aber Werke: Bachs Mt-Passion und Mozarts g-moll-Sinfonie KV 550.


    Halten dennoch zu Gnaden, dass nicht jeder selbst Chef werden mag. Was in manchen Fällen vielleicht sogar ganz gut ist. Dass es solche Mitarbeiter gibt, ist zu akzeptieren - und dass sie dennoch die Möglichkeit erhalten, so menschenwürdig wie möglich zu arbeiten und ihre Kompetenzen einzubringen, Arbeit eventuell gar als sinnstiftend wahrzunehmen, ist eben eine Herausforderung.


    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Wenn ich z.B. mit der Arbeit meines Chefs nicht zufrieden bin, dann mache ich ihn nicht öffentlich runter. Sondern ich werde selber Chef.


    Mensch, dass ich darauf nicht früher gekommen bin! Da sieht man mal wieder, wozu solch ein Internetforum gut ist! Man wird einfach selber Chef, na klar!


    Da ich mit dem WDR-Radioprogramm unzufrieden bin, werde ich mich umgehend als Hörfunkdirektor bewerben. Das passt besonders gut, da Wolfgang Schmitz ja gerade aufgehört hat. Wenn ich den Job noch diesen Monat bekommen sollte, muss ich mich allerdings sehr mit dem Umzug beeilen. Das wird dann richtig Stress..... :D


    Beste Grüße


    Bernd

  • Zitat

    Es ist übrigens leichter als man denkt, "Chef" zu werden. Leute, die Verantwortung übernehmen, werden händeringend gesucht.



    Ich habs mir jetzt doch noch mal überlegt: Der Funk muss warten! Zwischenzeitlich übernehme ich erst einmal die Leitung meiner Musikschule. :D :D


    Beste Grüße


    Bernd

  • Ihr wollt es nicht begreifen. Das "System" sieht sehr wohl die Möglichkeit der Kritik vor. Man kritisiert als Wähler, als Zuschauer, als Geldgeber. Oder noch besser: Man strebt eine entsprechende Position an und kritisert nicht, sondern macht.


    Das willst du uns in Bezug auf den WDR als sinnvolle Begründung verklickern?


    Man wird Chef? Einfach so?


    Ecclitico: man wird nicht so einfach Chef beim WDR oder bei anderen Öffentlicht-Rechtlichen. Man muß sich da hocharbeiten, über Jahrzehnte. Und die Möglichkeit der Kritik als Wähler, Zuschauer und Geldgeber halte ich für viel zu indirekt, als daß es einen konkreten Einfluß hätte. Auch diesmal nur vollkommen daneben argumentiert... :shake:



    jd

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • Ecclitico: man wird nicht so einfach Chef beim WDR oder bei anderen Öffentlicht-Rechtlichen.


    In meiner Branche werden "Chefs" (Abteilungsleiter und aufwärts) händeringend gesucht. Das ist regelmäßig ein Drama, wenn eine entsprechende Stelle neu zu besetzen ist.


    Haben WDR & Co. ein Monopol? Dann ist das der Fehler im System.


    Ich weiß nicht, ob WDR & Co. ein Monopol haben. Ausgangspunkt ist ja das Problem der Frau Lemke-Matwey. Hat sie sich mit einem Monopolisten eingelassen??? Böser Fehler!!!


    Dann liegt es allerdings an uns, die Monopole zu zerschlagen. Also nicht meckern, dass der Monopolist unsere Wünsche nicht erfüllt. Das wird er nie tun. Monopolisten sind so. Wir müssen die Monopole zerschlagen. Wenn wir es nicht tun, brauchen wir uns uns nicht zu beschweren. Wir haben es ja so gewollt. Wir errichten Monopole und beklagen uns dann, dass die Monopolisten selbstherrlich agieren? Sind wir Masochisten???


    Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Kontrolle:


    (1) Durch Wettbewerb.
    (2) Durch Mitbestimmung.


    Der WDR muss durch eine der beiden Möglichkeiten beschnitten werden. Nicht durch Leserbriefe. Durch Wettbewerb. Oder durch Anweisungen vom Volk (=wir). Ich habe den Verdacht, dass beim WDR die Variante (2) vorgesehen ist, diese aber nicht funktioniert. Vielleicht sollte man den Mitarbeitern (vom Pförtner bis zum Intendanten) maximal einen 2-Jahres-Vertrag geben. Danach wird die Stelle grundsätzlich neu ausgeschrieben. Vom Pförtner bis zum Intendanten. Dann kann sich jeder bewerben. Auch Frau Lemke-Matwey.



    Thomas

  • Ich bin auf WDR 3 angewiesen - und damit ziemlich unglücklich!


    Und jetzt stell dir mal vor, in Niedersachsen, Meck-Pomm, Schleswig-H. usw zu wohnen... :o:
    Da ist WDR 3 die Insel der Seligen.


    Ich habe übrigens heute früh dem WDR eine Anfrage betr. Frau L-M gemailt. Bislang keine Antwort.

    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.

  • antwort

    Ich habe übrigens heute früh dem WDR eine Anfrage betr. Frau L-M gemailt. Bislang keine Antwort.


    Auch ein bißchen viel verlangt, oder?

    ---
    Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
    (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


    Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
    (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).

  • Zitat

    Und jetzt stell dir mal vor, in Niedersachsen, Meck-Pomm, Schleswig-H. usw zu wohnen... :o:
    Da ist WDR 3 die Insel der Seligen.


    Dass es beim NDR noch übler ausschauen soll, habe ich schon mitbekommen. Klar, es geht immer noch grottiger, wie man auch beim Fernsehen feststellen kann. Das, was einem der WDR bezüglich der Glotze bietet, ist weitgehend lausig, aber wenn man dann das MDR-Programm betrachtet, stellt man fest, dass diese Lausigkeit tatsächlich noch steigerungsfähig ist....


    Ganz davon abgesehen möchte ich mir auch ansonsten nicht vorstellen, in Niedersachsen, Meck-Pomm oder Schleswig-H. zu wohnen. Das wäre für mich so ziemlich die Höchststrafe :D :hide:. Wenn ich doch noch mal im Lotto gewinne, ziehe ich nach Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg oder Franken....oder ich emigriere gleich nach Österreich....


    Zitat

    Haben WDR & Co. ein Monopol?


    Bezüglich eines deutschsprachigen Klassikprogramms hat der WDR zumindestens in meiner Gegend ein Monopol. Konkurrenz gibt es nur durch niederländische und belgische Sender.


    Zitat

    Dann liegt es allerdings an uns, die Monopole zu zerschlagen.


    Jetzt oder gleich? :D Oder soll ich doch erst einmal Chef werden? :D :D


    Viele Grüße


    Bernd

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