philmus: "und hättest aber die Liebe nicht" für Solovioline und Streicher

  • philmus: "und hättest aber die Liebe nicht" für Solovioline und Streicher

    Aus Solidarität mit unserem A.Wohler stelle ich mal, gespielt vom Windows-Orchester, allerdings gesteuert nicht von Sibelius,
    sondern "Score Perfect", ein Stück von 2006 vor:

    "und hättest aber die Liebe nicht" für Violine und Streichorchester.
    Der 1. Teile "Alaap" und "Tango" beruht auf einer indischen Tonleiter, Raga Bhairavi Todi,
    der 2., "Giraffe und Blueswaltz" bewegt sich davon weg . "Giraffe ist ein arabischer Rhythmus, 7/8+6/8
    der 3. "Windspiel" dreht sich im Kreis auf den Tönen eines Klangspieles: g-a-b-d-es,
    der 4., "Hymnus", tonalisiert so vor sich hin.
    Das Ganze in überschaubaren 10min30:

    "http://gunther-maria-nagel.de/musik/undhaettestaber.MP3"

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Violine???
    Gebt dem Mann ein Bandoneón!

    Kuhles Teil, das Stück. l-l

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Naja, also Windows-Orchester ist natürlich schon noch mal eine Steigerungsstufe. Bei dem Sound kräuseln sich echt die Fußnägel. Wobei das Stück an sich gar nicht mal schlecht ist. Ich meine, wenn man den ersten Schock mal überwunden hat und zwei bis drei Minuten durchgehalten hat (was allerdings etwas Überwindung kostet). Dann allerdings kommt das Teil richtig in die Gänge. Aber wirklich, dieser Sound, das kannst echt nicht bringen.

  • Violine???
    Gebt dem Mann ein Bandoneón!

    Kuhles Teil, das Stück. l-l


    Bandoneon wär garnicht schlecht... müßte nur das pizzicato vor dem letzten Teil, das die Solovioline spielen sollte,
    irgendwo anders unterbringen...
    Aber ich dachte immer, diese Bandoneönner wärn diatonisch?
    Ich mag den Klang sehr gern von den Geräten...

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Aber ich dachte immer, diese Bandoneönner wärn diatonisch?


    Gibt wechseltönige (Knopf out ungleich Knopf in) und gleichtönige. Letztlich kann man alles auf den Dingern spielen - wenn man schizophren werden möchte.
    Ist sackschwer, egal, welches man benutzt.

    "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms

  • Aber wirklich, dieser Sound, das kannst echt nicht bringen.

    Vielleicht muß man sich mal darüber klar werden, wozu das, wenn überhaupt dienen soll: eine Vorstellung zu vermitteln, die jemand, der echte Streicher/Orchestersounds kennt, sich irgendwie umrechnen kann.
    Ich mach hier doch nicht den Fahl: das ist was grundsätzlich anderes als eine Interpretation. Sondern kann höchstens Instrumentalisten darauf neugierig machen, mal eine zu versuchen.
    Vielleicht komm ich irgendwann dahin, mir die Zeit zu nehmen, mit so einem virtuellen Orchester aus samples ein paar Sachen annähernd hörbar hinzubasteln. allein: wozu?
    Das Zeug ist für echte Instrumente gedacht. Und das anders zu, äh, "realisieren" ist so viel Arbeit.

    Die Zeit für echte Realisationen verbringe ich lieber mit Mikro und Aufnahmeprogramm, da jibbet halt kein Orchester. Also auch andere Stücke.

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Die ersten Minuten haben mich keine Überwindung gekostet. Fand ich einen gelungenen Aufbau. Ein reizendes Stück. Gut, das Ende kommt etwas abrupt.

    Und bei Midi-Sounds bin ich ziemlich schmerzfrei. Sie sind vielleicht ein wenig unfreiwillig komisch. Aber erinnert halt an Videospiele.

    Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)

  • Ich mach hier doch nicht den Fahl: das ist was grundsätzlich anderes als eine Interpretation. Sondern kann höchstens Instrumentalisten darauf neugierig machen, mal eine zu versuchen.

    Und? Hat das schonmal geklappt?

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Starke Erföffnung

    Schönes Stück! Insbesondere der erste Teil dieser Musik: wie Solovioline den Klangraum immer mehr erweitert. Man kann es sich sehr gut vorstellen, das mit wirklichen Instrumenten gespielt zu bekommen.

    Viele Grüße

    Arnold Wohler

  • Lieber Philmus,

    das Ende ist tatsächlich etwas abrupt, aber das muss ja nichts Schlechtes sein! Ich find das Stück ziemlich fetzig! :thumbup:

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Danke für Lob und Kritik!
    Ja, das mit den Enden höre ich immer mal wieder, nicht nur bei Kompositionen in Noten, auch bei aufgenommenen Stücken, ist so eine Marotte von mir, von der ich ungern lasse: das Ende wenigstens ein bißchen anders als erwartet.. höre auch gerne auf der Dominante auf, oder mit einem Akzent auf "4und". Die Vorhersehbarkeit des Schlusses empfinde ich immer als problematisch, unsere Band verdreht schon immer die Augen, wenn ich wieder ne Idee für den Schluß ankündige :hide:

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Die Vorhersehbarkeit des Schlusses empfinde ich immer als problematisch, unsere Band verdreht schon immer die Augen, wenn ich wieder ne Idee für den Schluß ankündige


    Vorhersehbare Unvorhersehbarkeit :D :hide:

    Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)

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