Arnold Wohler: Römische Sinfonie in 5 Sätzen

  • Arnold Wohler: Römische Sinfonie in 5 Sätzen

    Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, Euch ein weiteres Werk von mir vorzustellen. Dieses Werk ist durchweg tonal komponiert. Tatsächlich ist es vor, während und nach meiner Reise nach Rom entstanden. In diesem Prozess des Komponierens ist es für mich immer wieder auffällig und faszinierend, wie atmosphärische Stimmungsbilder mich tragen, um quasi konserviert zu werden. Man komponiert, begibt sich in eine besondere Stimmung, die später im "realen Leben" wieder hervortritt. Die Stimmung trägt mich so lange, bis das Werk mich verlässt. Das Werk wirkt dann wie ein "Album", das man immer wieder anschauen kann, um sich zu erinnern.
    Ich danke schon einmal fürs Anhören, Hineinhören und für jede Art der Kommentierung!


    "https://www.jamendo.com/de/list/a111462/arnold-wohler-roemische-sinfonie-in-5-saetzen-fuer-orchester"



    Vielen Dank und viele Grüße


    Arnold Wohler

  • Irgendwie hatte ich mir Rom quirliger vorgestellt...
    Ist die Beschränkung auf harmonische Mittel ungefähr der Vorklassik Absicht?
    ich habe mal den 1.Satz durchgehört, in die anderen eher so eingehört..
    beim 2. mußte ich anfangen zu springen: hatte mir doch das "Tempo di menuetto" nach dem sehr ruhigen 1. Hoffnung auf etwas mehr Bewegung gemacht. Und dann das...
    nee sorry, ich bin ja beileibe kein Verächter tonaler Musik, aber das ist mir dann doch zuwenig an Einfällen, an rhythmischer Gestaltung, an Orchesterfarben, an ausdrucksvoller Harmonik - sprich an dem, was für mich Musik interessant macht.


    Nur meine ehrliche persönliche Meinung.

    Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
    daß Alles für Freuden erwacht

  • Das Menuett war ursprünglich ein Gesellschaftstanz von gemässigten Tempo (vermutlich würden wir diesen Tanz heute als eher "langweilig" empfinden; der zweite Teil war häufig ein "pas de bourrée", ein Schritt, der eher langsam ausgeführt werden muss).
    :wink:

  • Hallo Arnold,


    wenn ich ein Stück mit meinen Synthesizern fertige (ich komponiere das ja nicht mit Noten aus, sondern habe nur das Themenmaterial festgelegt und damit auch die jeweilige Tonart), dann habe ich für mich den Anspruch, dass sich das mindestens so interessant anhört, wie andere zeitgenössische Komponisten, die ich schätze. Da habe ich auch meine Vorbilder.


    *** Das fängt einmal an mit den Sounds an, die sich bei Dir ja (sorry) 8| grausig anhören. Da würde ich erst einmal einen anständigen Synthesizer bemühen um einen knackigen Sound auf die Beine zu stellen, dann klingen auch deine sicher interssanten Kompositionen angemessener. So reisst es mich nun gar nicht vom Hocker. Ausserdem (genau wie bei Eintons Opus) würde ich es mir zeitgemässer, spektakulärer und mit mehr Power vorstellen um mich überzeugen zu können.
    Mit Rom konnte ich das was ich da höre nun nicht im geringsten verbinden ... denk mal an Respighi´s Römische Triologie - :prost: das ist Rom ! Das wäre für mich erst mal der Anspruch, den ich für das Thema Rom erfüllen wollte und würde das mit einem touch moderner Tonsprache versehen.



    Dein Stück Für 27Streicher ging mir wieder zu viel ins andere Extreem. Da war nichts dabei, was man gerne auffassen und sich daran fest halten möchte - eher ein touch ins Ungeniessbare. Der goldene Mittelweg - das wärs.

    ______________


    Gruß aus Bonn


    Wolfgang

  • Seinen Stile finden

    Ich denke, das Wichtigste und Schwierigste ist, als Komponist seinen eigenen Stil zu entwickeln, die einzelnen Techniken so zu integrieren, dass etwas Neues daraus entsteht, nämlich der eigene Stil.


    Viele Grüße


    Arnold Wohler

  • Maestoso sostenuto (erster Satz)

    Liebe Teilnehmer des Forums,
    ich verstehe Eure Kritik an dem Sound meiner Stücke. Ich habe deshalb den ersten Satz meiner "Römischen Sinfonie" (mit meinem Comuter) neu <eingespielt>. Es würde mich freuen, wenn Ihr einmal in die neue Aufnahme hineinhören würdet und Eure Meinung dazu äußern würdet - sie ist unter https://www.youtube.com/watch?v=C5g89P7EE10&t=517s abrufbar.
    Ich bedanke mich dafür schon jetzt für Eure werte Aufmerksamkeit und wünsche Euch allen eine "Frohe Weihnacht" und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
    Viele Grüße
    A. Wohler

  • Ich denke, das Wichtigste und Schwierigste ist, als Komponist seinen eigenen Stil zu entwickeln, die einzelnen Techniken so zu integrieren, dass etwas Neues daraus entsteht, nämlich der eigene Stil.


    Viele Grüße


    Arnold Wohler

    ... das sehe ich (leider nur als Zuhörer) auch so!


    Übrigens: Den ersten Satz der Römischen Symphonie finde ich für meinen Teil recht überzeugend. Irgendwie wuchtig - passt!

    ... Alle Menschen werden Brüder.
    ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    ... Imagine there is no heaven ... above us only sky

  • Hi,
    mir sind die Sounds - für Nachahmungen von Orchesterinstrumenten - viel zu statisch. Es sind weder gute Samples noch eigenständige Synthi-Sounds, für mich wenig attraktiv. Melodisch und harmonisch hast du auch zu wenig gewagt, eine abgedroschene Floskel (gleich am Anfang auf der Pseudo-Klarinette) und allzuviel Schönklang. Die Pauken im dritten Drittel finde ich gut, nur säuselst du dann weiter, anstatt auch mit den anderen Instrumenten mal bedrohlich auf den Putz zu hauen.

    Schöne Grüße, Helli



    Immer cool bleiben.

  • Kritik als Impuls für Veränderung aufnehmen

    Hallo, liebes Forum,
    ich habe versucht, die Kritik an meinem Stück als Impuls für Veränderung auf- und anzunehmen und "haue nun (an manchen Stellen) auf den Putz". In diesem Sinne würde es mich freuen, wenn Ihr einmal unter diesem Aspekt in die neue Version von "Maestoso sostenuto für Orchester" hineinhören würdet. Sie ist unter https://www.youtube.com/watch?v=Te_Iub-POuU oder auch unter https://www.youtube.com/watch?v=vbtWbKWwHOU&t=81s als Video abrufbar.
    Viele Grüße verbunden mit den besten Wünschen zum Neuen Jahr
    A. Wohler

  • Ergänzungen zu Satz II

    Liebes Forum,
    ich habe den 2ten Satz "Tempo di menuetto" meiner "Römischen Sinfonie" durch weitere Bläser ergänzt und versucht, einen halbwegs akzeptablen Midi-Klang für Euch zu erstellen. Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Kontakt zu einem Orchester oder spielt sogar selbst in einem solchen und hat Interesse daran, diesen Satz einmal auszuprobieren ?
    Die Neuauflage dieses 2ten Satzes ist unter https://www.youtube.com/watch?v=8GUMtWR4h3c&t=65s abrufbar. Ich danke Euch fürs An- und Hineinhören und bin wie immer dankbar für jeden Kommentar.
    Viele Grüße
    A. Wohler

  • Also mich spricht diese Musik an. Irgendwie episch kommen beide Sätze rüber. Beim Tempo di menuetto gefällt mir auch der sehr subtile Umgang mit dem 3/4 Takt. So kann die Stimmung dieses Satzes glaubhaft ernst sein - für ein Menuett eher ungewöhnlich, hier aber toll und überzeugend gelöst. Werde mir diese Musik zum öfters hören extrahieren. Freue mich schon auf die weiteren Sätze. Und ja - das wäre doch mal was für ein Orchester!

    ... Alle Menschen werden Brüder.
    ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    ... Imagine there is no heaven ... above us only sky

  • Man hat den Eindruck, etwaige Hauptstimmen wären größtenteils zugedeckt (aber wahrscheinlich gibt es keine Hauptstimmen) und es klingt so, als wären die Instrumente auseinandergefallen, was aber bei einem gesampelten Orchester nicht so recht der Fall sein kann. Die harmonischen oder dramaturgischen Aufbauten fallen in kurzer Zeit in sich zusammen, sind eher ziellos ausprobierte Spielereien, denen man aber schwer zubilligen kann, per se besonders interessant zu sein. Abgesehen von den Sounds ist auch die Ballance nicht gut. Das graphische Layout des Videos mit der Überschneidung Bild/Hintergrund kurz nach dem Doppelpunkt und vor der Textpause passt da gut dazu: Es mangelt dem Ersteller an kritischem Blick auf das Produzierte.

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Lieber Ingo, dieser Meinung bin ich leider nicht.
    Aber ich möchte mich auch nicht darüber streiten, sondern wollte mir nur das Recht herausnehmen,
    dieser Äußerung einfach nur zu widersprechen.

    Ach wieso streiten, ich als reiner "Zuhörer" kann das definitiv nicht richtig beurteilen :versteck1: ;)


    Würde glatt ein allgemeines Thema abgeben, etwa in der Art: "Praktische Umsetzung von Musik, die für virtuelle Instrumente geschrieben wurde - was ist wirklich spielbar"

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  • Würde glatt ein allgemeines Thema abgeben, etwa in der Art: "Praktische Umsetzung von Musik, die für virtuelle Instrumente geschrieben wurde - was ist wirklich spielbar"

    Also wenn sie "für virtuelle Instrumente geschrieben wurde", dann muss sie auch nur von virtuellen Instrumenten gespielt werden können.
    :versteck1:

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Adagio con spirito

    Liebe Teilnehmer des Forums,


    hiermit möchte ich Euch, eine wie ich meine, klanglich etwas ausgereiftere Version von dem dritten Satz meiner "Römischen Sinfonie" zu Gehör bringen. Natürlich handelt es sich auch hierbei wieder um eine "Midi-Datei", die unter
    https://www.youtube.com/watch?v=IRDanDkle1Q&t=103s
    abrufbar ist.


    Ich freue mich natürlich auch diesmal auf jeden Kommentar zu diesem Klangbeispiel und bin sehr gespannt, was Ihr dazu meint. Und an die Orchestermusiker gerichtet, möchte ich meinen Wunsch nochmals zum Ausdruck bringen, auch diesen Satz einmal von einem richtigen Orchester wenigstens einmal ausprobiert hören zu können. Vielleicht findet sich ja unter den Zuhörern jemand, der oder die selbst im Orchester spielt oder einen guten Kontakt zu einem solchen unterhält und sich vorstellen könnte, dies einmal dort (beim Dirigenten selbst?) anzuregen(?). Es gibt doch so viele Orchestermusiker - z.B. Cellisten oder ...
    Auf jeden Fall vielen Dank fürs Anhören und Eure Gedanken dazu!


    Viele Grüße
    A. Wohler

  • Und an die Orchestermusiker gerichtet, möchte ich meinen Wunsch nochmals zum Ausdruck bringen, auch diesen Satz einmal von einem richtigen Orchester wenigstens einmal ausprobiert hören zu können.

    Da sehe ich leider schwarz.
    Megaschwarz, schwärzer als schwarz.
    Schwarz halt.
    Tut mir leid.

  • Um es für mich positiv zu wenden: Diese Kommentierung liefert auf jeden Fall eine passende Interpretation zu meinem Bild, das im Video zu sehen ist: Denn "der" sieht auch nur schwarz.
    A. Wohler

  • Das Stück passt gut zu den anderen beiden Sätzen. Leider trübt ein hintergründiges ständiges Klirren die Transparenz der Instrumentierung sehr stark - das fällt mir hier wesentlich stärker auf. Aber unabhängig davon: Ist das technisch wirklich nicht prinzipiell spielbar?

    ... Alle Menschen werden Brüder.
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