Eben gehört - 2015 / 2016

  • LIeber Dirigent,


    na, habe ich Dich trotz neuer Optik noch erkannt :D Wie geht es Dir? Ich hoffe, der Weihnachtsstress ist noch erträglich.


    Bei mir läuft derzeit etwas Norwegisches (in letzter Zeit interessiere ich mich sehr für dieses Land):



    liebe Grüße

    „Orchester haben keinen eigenen Klang,den macht der Dirigent"
    Herbert von Karajan


    „nicht zehn Prozent meiner Musikleute verstehen so viel von Musik wie diese beiden Buben“.
    Karajan nach einem Gespräch mit den Beatles George Harrison und Ringo Starr.

  • Hallo lieber Boris
    Ich habe dir etwas auf die Pinnwand geschrieben ich hoffe das können nicht alle lesen?

    Johann Sebastian Bach
    Kanonische Veränderungen über das Weihnachtslied vom Himmel hoch BWV 769
    Gerhard Weinberger, Orgel
    Dirigent

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)

  • Lieber Dirigent,


    wie schön von Dir zu hören. Doch, ich glaube, die Pinnwand ist ähnlich wie ein Gästebuch und für alle lesbar - die bisherigen "PN"s kannst Du meines Wissens unter "Konversationen verschicken".


    Und noch mehr Grieg:



    Aber vielleicht kannst Du die Postings von der Pinnwand ja noch löschen.

    „Orchester haben keinen eigenen Klang,den macht der Dirigent"
    Herbert von Karajan


    „nicht zehn Prozent meiner Musikleute verstehen so viel von Musik wie diese beiden Buben“.
    Karajan nach einem Gespräch mit den Beatles George Harrison und Ringo Starr.

  • Hier Vorglühen.


    Arcangelo Corelli: Concerto grosso op. 6 Nr. 8 "Notte di Natale"
    Antonio Vivaldi: Concerto RV 270 "Il Riposo" - "Per il Natale"; Pastorale aus Sonate RV 59
    Giuseppe Torelli: Concerto op. 8 Nr. 6 "per il Santissimo Natale"
    Pietro Antonacci: Sinfonia Pastorale
    Johann Christoph Pez: Concerto pastorale
    Francecso Manfredini: Concerto grosso op. 3 Nr. 12 "con una Pastorale per il Santissimo Natale"


    Il Giardino Armonico



    Gruß
    MB


    :wink1:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • ...habe eine anstrengende Nacht hinter mir mit "vollmondtaumelnden" Demenzkranken.
    Was passt da besser als so verrücktes Zeugs wie "Vertigo":


    Johannes M. Bogner spielt diese Musik sehr idiomatisch, aber die "verrückten" Stücke hemmungsloser als Rousset zum Beispiel.
    Wieso derart leidenschaftlich, lese man im Booklett nach,
    Mir hilfts beim Runterkommen nach einer nervigen Nacht, nervöse Musik zu hören.


    Herzliche Grüße,
    Mike

    "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire

  • Hier wurde der Gang durch die Symphonien fortgesetzt:





    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur


    Celestina Casapietra - Sopran


    Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig
    Herbert Kegel


    :wink1: Agravain

  • Hier wieder Sibelius aus der Kammer.


    Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 6 op. 104


    Chamber Orchestra of Europe
    Paavo Berglund
    September 1995
    7:54+6:09+4:10+10:04=28:17



    Den Kopfsatz nimmt Berglund eingangs mit schön zerbrechlichem Klang, doch insgesamt ungewohnt belebt, sowohl in den Rahmenteilen, in denen Halbe- und Viertelnoten dominieren, als auch im zentralen Teil mit seiner Achtel-, dann Sechzehntelbewegung. Der Puls bleibt erfreulicherweise einheitlich, das funktioniert hier. In dieser Aufnahme hat die Musik hat etwas Frisches, stellenweise Fröhliches. Der hier häufig zu hörende nostalgische Schleier fehlt. – Übrigens eine herrliche Adventsmusik. Wie sagte Sibelius? Die Sechste erinnere ihn immer an den Duft vom ersten Schnee. Hier sind’s munter tanzende Flocken.


    Besonders hörenswert fand ich den zweiten Satz in dieser Besetzung. Schon in den ersten Abschnitten dieser (quasi) Doppelvariationen ist die Balance zwischen Streichern und Bläsern erhellend. Ich hab den Satz dreimal gehört, um zu erkennen, was das Charakteristikum dieser Interpretation ist, dreimal dachte ich: „Der macht ja nix …“ Das isses, das Charakteristikum. Das verstehe ich absolut positiv. Herrlich anzuhören mMn.


    Im dritten Satz, diesem Scherzo in A-B-A-B-Form, gehört Berglund zu den bedächtigeren Interpreten. Ich hab vergleichsweise nochmal in die Erstaufnahme unter Georg Schnéevoigt reingehört: Zum einen wesentlich schneller, 2:50 statt 4:10 sind Welten, dasselbe Verhältnis wie 28:20 zu 41:40. Zum anderen höre ich trotz des höheren Tempos bei Schnéevoigt, dass im A-Teil die Tonwiederholungen (zwei gleiche Töne in schneller Folge) nicht volltaktig, sondern auftaktig sind, wie es in der Partitur steht. Allerdings schrieb Sibelius für den Auftakt Abstrich, für den Volltakt Aufstrich vor. Schwierig zu entscheiden, was gemeint war und wie es klingen sollte. Nicht unwahrscheinlich: Es sollte verschleiert werden, welches Betonungsverhältnis gemeint ist. – Ich kann dem zurückhaltenden Tempo Berglunds zusammen mit der Präsenz der Bläser viel abgewinnen. „Poco vivace“ ist vorgeschrieben, ich meine, die Wiedergabe steht dazu nicht im Widerspruch. Ebenfalls hörenswert.


    Im letzten Satz hatte ich wieder diesen „der macht ja nix“-Eindruck. Das ist ganz ähnlich wie bei den besser gelungenen Sinfonien des Bournemouth-Zyklus‘: Die Musik entfaltet sich von alleine, Berglund achtet vor allem darauf, dieser Entwicklung nicht im Weg zu stehen. Auch hier fand ich die Balance zwischen Streichern und Bläser wunderbar. Sehr unangestrengtes Zuhören, wie bei einer ausgezeichneten Stereoanlage. Was nicht heißt, dass Berglund dem Satz seine Kulmination vorenthielte – ganz im Gegenteil. Das zieht schon ordentlich durch.


    Imho eine der gelungeneren Sinfonien dieses Zyklus‘. Eine Darstellung, die das Werk auf bereichernde Weise anders beleuchtet.


    Gruß
    MB


    :wink1:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Das ist eine Aufn.der 4ten Mahler die bei mir ganz weit vorne liegt !


    Bei mir jetzt .......



    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Und noch die Siebte.


    Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105


    Chamber Orchestra of Europe
    Paavo Berglund
    September 1995
    22:04



    Berglund ließ die Sinfonien Nr. 3, 4, 6 und 7 mit kleiner Streicherbesetzung spielen: 9/9/6/5/4. Ich finde das beispielsweise zu Anfang des Werkes nicht nur hilfreich. Sibelius setzt da viele Einsätze „neben die Zeit“, gerne eine Achtel nach dem Schlag. Damit soll wohl der Eindruck des Abgezirkelten vermieden werden: es geht um eine metrische Unschärfe, die bewirkt, dass die punktuellen Ereignisse unvorhersehbarer erscheinen. (Das ist kein Widerspruch zur organischen Entwicklung im Großen, die Spannung zwischen beiden macht vielleicht sogar wesentlich den Reiz dieser Stellen aus.) Schon anfangs: Erst ein weicher Paukeneinsatz mit zwei unbetont-verschwommenen Schlägen und einem betonten Schlag, dann laufen die Kontrabässe den höheren Streichern ein Achtelchen hinterher. Mit großem Orchester und großen Raum ist diese beabsichtigte Unschärfe natürlich leichter darzustellen.


    Berglund macht die besetzungsbedingte Präzision zur Tugend und lässt die metrischen Verhältnisse genau herausarbeiten. Ruhe gewinnt er eher aus dem bedächtigen Tempo und aus den dynamischen Bäuchen. Vielleicht ist das Werk tatsächlich in keiner anderen Aufnahme so gut durchzuhören, vielleicht ginge ein Musikdiktat tatsächlich nur mit dieser Einspielung. Die Frage ist: Hat diese Möglichkeit einen Wert?


    Das erste Tutti bleibt nur im Forte-Bereich. Finde ich gut, genau steht es in der von Berglund maßgeblich mitherausgegebenen revidierten Partitur von 1980. Die Posaune hebt sich nur leicht heraus, ebenfalls so notiert („Poco f – sonore“). Beides ist nicht überall so zu hören. Interessant ist das Gewicht der Bläser, die Balance ist im Vergleich zu Aufnahmen mit konventionell großem Orchester schon merklich verschoben, 33 Streicher statt 60 … Das doppelchörige Spiel von Streichern und Bläsern auf dem Weg zum zweiten Einsatz des Aino-Themas ist erfrischend. Dieser zweite Einsatz erklingt dann ziemlich breit für meine Ohren, doch intensiv. Fand ich aber nicht ganz überzeugend. Danach fand ich die Wiedergabe frisch und agil, vielleicht ist das der Abschnitt des Werkes, in welchem die kleinere Besetzung am ehesten ihre Stärken ausspielen kann. Das Hineinlaufen in das dritte und prächtigste Erscheinen des Aino-Themas hat schon etwas Überwältigendes. In seinem Verlauf lässt Berglund das Orchester dann auch mal von der Leine und entfesselt Klänge, bei denen ich nicht auf „Kammerorchester“ getippt hätte. Nun ja, die Bläserfraktion ist ja dieselbe.
    Die Tempoentwicklungen haben mir sehr gut gefallen. Geht meist unmerklich los, ich merkte es dann, als die Steigerung schon mittendrin war.


    Insgesamt eine ausgezeichnet ausgearbeitete Aufnahme des Werkes mit dem Alleinstellungsmerkmal der kleinen Besetzung, die mal hilft und mal nicht. Kann ich mal hören, gehört aber nicht zu meinen bevorzugten Aufnahmen. – Alles wie immer IMHO.


    Gruß
    MB


    :wink1:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier wurde der Gang durch die Symphonien fortgesetzt:


    Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur

    So auch hier:


    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur



    Gruß
    MB


    :wink1:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Bei mir jetzt .......

    LG palestrina

    Ein schöne Idee, die ich aufgreife, nur mit dieser Aufnahme:






    Hans Pfitzner (1869-1949)
    Das Christ-Elflein (Ein Weihnachtsmärchen)


    Marlis Petersen, Martina Rüping, Kevin Connors, Christian Bauer, Michael Volle, Andreas Hörl, Friedemann Röhlig, Richard Salter, Andrea Sokol
    Tölzer Knabenchor
    Münchner Rundfunkorchester
    Gerhard Schmidt-Gaden
    Claus Peter Flor




    Gruß
    Josquin

  • Ja, die Mahler 4 mit Kegel schätze auch ich außerordentlich. Bei mir vorhin auf der Fahrt zu Schwiegereltern folgende spannende Alternative:



    Frohe Weihnachten!

    Jein (Fettes Brot, 1996)


  • Michael Praetorius
    Weihnachtliche Chormusik
    Thomanerchor Leipzig
    Capella Fidicinia
    Erhard Mauersberger
    Allen Frohe Weihnachten
    Gruß Dirigent :wink1:

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)


  • Johann Sebastian Bach
    Magnificat BWV 243a
    Collegium Vovale Gent
    Philippe Herreweghe
    Dirigent :wink1:

    Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
    Herbert von Karajan (1908-1989)

  • Hier auch weiter Weihnachtliches:



    Benjamin Britten: A Ceremony of Carols


    The Choir of Westminster Cathedral
    Sioned Williams - Harfe


    David Hill


    :wink1: Agravain


  • [Blockierte Grafik: https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/61axRTVLW7L._SS280_PJStripe-Robin,TopLeft,0,0.jpg]


    Brandenburg Concertos


    Trevor Pinnock, English Concert


    Sehr schön, einer meiner Lieblingsaufnahmen, neben Bachs Violinkonzerten vom Freiburger Barockorchester.

    Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.


    Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!

  • Ich höre und sehe auf arte " Hänsel und Gretel " aus der Wiener Staatsoper - leider nur bis zur Bescherung für die Enkelkinder um 18 Uhr...


    Ciao. Gioachino

    miniminiDIFIDI

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