Neuer Laptop mit Linux?

  • Neuer Laptop mit Linux?

    Liebe Computerfreaks (gibt's hier sicher einige) und sonstige Interessierte, da mein mittlerweile 7 Jahre alter Laptop offensichtlich den Geist aufgegeben hat (Festplatte dürfte hinüber sein), steht eine Neuanschaffung an. Zuletzt hatte ich Linux installiert, das lief deutlich besser als das voreingestellte Windows 7. Gern sollte auch der Neue mit Linux laufen. Ich habe auch jemanden, der mir das einrichten würde. Gewünschte Bildschirmgröße wie bisher: 17,3 Zoll.


    Das Gerät benötige ich für E-Mail, Internet, Texte verfassen, Bilder und DVD anschauen, Musik hören. Aufwendige PC-Spiele interessieren mich nicht. Preis: vielleicht so um 500 €.


    Gibt's Empfehlungen?


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Lieber Gurnemanz,


    es wird oft gesagt, dass Lenovo Thinkpads gut mit Linux klarkommen. Das kann ich insofern bestätigen, weil ich selbst ausschließlich Linux und ausschließlich Thinkpads verwende. Thinkpads haben auch sonst schöne Features, insbesondere was Auswechselbarkeit verschiedener Komponenten betrifft. (Allerdings scheint das bei neueren Modellen auch immer weiter zurück zu gehen.) Und sie halten i.d.R. auch recht lange.


    Mit 17 Zoll wird es allerdings schwierig. Ich glaube, Thinkpads gibt es nur bis 15 Zoll. (EDIT: Und 500 Euro machen es noch schwieriger.)


    Wenn von Thinkpads die Rede ist, werden im engeren Sinn meist nur die X, T, oder W Reihe gemeint. Die billigere L-Reihe ist oft zickiger, was Linux betrifft. Zudem ist ein wichtiger Punkt die Grafikausstattung des Modells. Am unkompliziertesten funktioniert die Intel-Onboard Grafik. Ich selbst kaufe nur noch Thinkpads aus der X-Reihe mit Intel-Onboardgrafik und ohne Betriebssystem. Es gibt zudem besondere Angebote für den Personenkreis Studenten, Lehrer (Schule/Uni), falls das für dich in Frage kommt. Schau mal bei "www.ok1.de


    Die X-Reihe hat nur kleine Displays (max. 14 Zoll; meiner hat 12,5 Zoll). Aber es sind dafür auch Dockingstationen erhältlich. (Ob das auch für die T und W Reihe gilt, weiss ich nicht.)


    :wink: maticus

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    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • da mein mittlerweile 7 Jahre alter Laptop [...] Gewünschte Bildschirmgröße wie bisher: 17,3 Zoll.


    Zur Erinnerung lieber Gurnemanz, es sind nur fünf Jahre (April 2010). ;+)


    http://www.capriccio-kulturfor…d-kaufberatung/#post67488



    Ansonsten gibt es diese Dinger beim Billigheimer mit Linux von Asus, Acer und ich denke auch von Lenovo für sehr kleines Geld mit für Deine Zwecke ausreichender Standardausstattung, z.B. bei Conrad - dort erst kürzlich in Do für schlappe drei Hunderter gesehen.

  • Zur Erinnerung lieber Gurnemanz, es sind nur fünf Jahre (April 2010). ;+)


    Stimmt. Danke! :)


    Dank auch an maticus!


    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz
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    Helmut Lachenmann

  • Nebenbei: Eine defekte Festplatte allein sollte ja kein Grund sein, den kompletten Rechner auszutauschen. Bei meinen X220 und X230 kann ich die Festplatte (bzw. SSD) nach lösen einer einzigen Schraube einfach aus ihrem Schacht ziehen und austauschen. Aber selbst wenn man das Gehäuse aufschrauben muss......


    Von vorinstalliertem Linux würde ich eher abraten.


    maticus

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  • Wenn von Thinkpads die Rede ist, werden im engeren Sinn meist nur die X, T, oder W Reihe gemeint. Die billigere L-Reihe ist oft zickiger, was Linux betrifft. Zudem ist ein wichtiger Punkt die Grafikausstattung des Modells. Am unkompliziertesten funktioniert die Intel-Onboard Grafik.


    Hallo und guten Abend zusammen,
    vor zwei (oder waren es schon drei) Jahren habe ich ein Thinkpad aus der E-Reihe (ebenfalls eine m.E. preiswerte Thinkpad-Reihe) gekauft, auch ohne Betriebssystem -- und ein Ubuntu-Linux installiert. Ich könnte nicht behaupten, dass sich das Notebook besonders zickig verhalten hätte. Da ich gerade nicht zu Hause bin, weiß ich den genauen Typ nicht, es lag jedenfalls unter 400 Euro und tut zuverlässig seinen Dienst (bei ungefähr den von Gurnemanz genannten Anforderungen). Was ich aber auf jeden Fall immer mache, bevor ich ein Linux-Laptop-Abenteuer beginne, ist, mal vorher grob nach Schauergeschichten mit dem geplanten Typ plus Linux zu googeln :D .
    Viel Erfolg --
    Amaryllis :wink:

  • Worauf ich beim Kauf achten würde: mattes Display (spiegelt nicht), am besten IPS (weniger blickwinkelabhängig) und Full-HD, mind. 4 GB RAM, Festplatte austauschen und SSD rein (mind. 240 bzw. 256 GB), Festplatte in externes Gehäuse stecken (für Datensicherung verwenden).
    Leider gibt es relativ wenige Notebooks mit 17,3"-Display und entsprechender Ausstattung. Ich würde da vielleicht doch auf 15,4" setzen, bei größerer Auswahl. Die Ansicht im Browser und in anderen Programmen lässt sich ganz einfach vergrößern. Muss ich auch ab und zu (besitze selbst ein Notebook mit 15,4"-Display). Vorteil: geringeres Gewicht (angenehm zum Herumtragen für Terrasse, Garten, Couch o.ä.).


    Bezogen auf 15,4" und 500 EUR Preisgrenze schlage ich das hier vor:
    "http://www.notebooksbilliger.de/acer+aspire+e5+571g+59ct?nbb=08e71a"


    Leider ohne IPS, aber das ist preislich nicht drin. Windows ist nicht mit drauf, aber das verwendest du sowieso nicht. Einfach Ubuntu (Version 15.04) oder eine andere Distribution drauf - ich verwende ein Kanotix Nightly. Da du nicht spielst, benötigst du die GeForce 840M sowieso nicht. Einfach den integrierten Intel-Grafikchip verwenden. Ich tu's auch.


    Wenn du Blue-ray benötigst, lässt sich das immer noch nachrüsten, zur Not auch als externes Laufwerk.

  • Wenn du Blue-ray benötigst, lässt sich das immer noch nachrüsten, zur Not auch als externes Laufwerk.


    Das interessiert mich auch. Bin da nicht auf dem neuesten Stand. Funktioniert (unter Linux) das Abspielen von Blu-rays in der Praxis gut? Vor ca. 2 Jahren war das noch mehr als problematisch, wegen der Verschlüsselung.


    Und ja: IPS auf jeden Fall!


    maticus

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  • Funktioniert (unter Linux) das Abspielen von Blu-rays in der Praxis gut? Vor ca. 2 Jahren war das noch mehr als problematisch, wegen der Verschlüsselung.

    Wohl nach wie vor nur mit Grauzonenzusatzsoftware, wenn man den vlc-Player verwendet oder mit Spezialkenntnissen bei Gebrauch des Kommandozeileninstrumentariums.

  • Während der Installation von Ubuntu kann man auswählen, ob "unfreie" Codecs installiert werden sollen. Außerdem gibt es einige Distributionen, bei denen "out-of-the-box" entsprechende Codecs enthalten sind.

  • Während der Installation von Ubuntu kann man auswählen, ob "unfreie" Codecs installiert werden sollen. Außerdem gibt es einige Distributionen, bei denen "out-of-the-box" entsprechende Codecs enthalten sind.


    Das weiss ich auch. Meine Frage ist aber, ob es mit Blu-rays und einem (portablen) USB-Blu-ray Laufwerk auch wirklich funktioniert. Etwa mit so einem:


    "http://www.amazon.de/DVD-Brenner-Fujitsu-Siemens-Notebooks-Ultrabooks-Anschluss/dp/B00JOKY2E2/ref=zg_bs_430141031_2


    Da ich so ein Laufwerk nicht besitze, kann ich es nicht ausprobieren. Wenn es damit geht, würde ich mir ein solches evtl. kaufen. Und mit "Blu-ray" meine ich natürlich gekaufte Filme etc., also nicht selbstgebrannte. Vor wenigen Jahren schien das jedenfalls noch mindestens problematisch gewesen zu sein.


    Wohl nach wie vor nur mit Grauzonenzusatzsoftware, wenn man den vlc-Player verwendet oder mit Spezialkenntnissen bei Gebrauch des Kommandozeileninstrumentariums.


    Bringt der VLC die Codecs selbst mit?


    Zum Thema "Grauzone": ich denke, ich habe das gute Recht, meine eigenen, gekauften Blu-rays abzuspielen, wo immer ich es möchte. Abgesehen davon bin ich ein Gegner von DRM u. ä.


    maticus

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  • Hier steht einiges zum Abspielen von Blu-ray unter Linux:


    "https://wiki.archlinux.org/index.php/Blu-ray


    Aber es scheint nicht sicher zu sein, dass man alle Blu-rays abspielen kann. An Berichte aus der Praxis wäre ich daher interessiert. (Allerdings können wir die Diskussion auch auslagern.)


    maticus

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